Kalkbrennerei

Dieses Thema im Forum "Seltene Berufe, Handwerk u. Gewerbe in Österreich" wurde erstellt von Harald 41, 23. November 2008.

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  1. enzo70

    enzo70 Member

  2. Harald 41

    Harald 41 Active Member

    Hatte mich vor einigen Tagen aufraffen können und bin nach Bad Erlach gefahren um mir den Kalkofen der mich schon seit einigen Jahren interessiert anzusehen, Bilder im Anhang.

    LG Harry
     

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  3. Harald 41

    Harald 41 Active Member

    Teil 2 der Bilder.

    LG Harry
     

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  4. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Kalkofenruine auf der Flattnitz - Kärnten

    Tochter und Schwiegersohn sandten mir gerade 3 aktuelle Bilder einer Ruine eines Kalkofens aus dem 17. Jahrhundert, an der sie bei einer Wanderung in der Flattnitz (kärntnerisch-steirische Grenzregion zwischen Gurk- und Murtal), vorbeikamen:
     

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  5. little BigBoy

    little BigBoy New Member

    Kalkofen im Dunkelsteinerwald

    Hy Zusammen

    Auch im Dunkelsteinerwald existiert noch ein Kalkofen.
    wurde vor ein paar Jahren restauriert.

    Der sogenannte Donabauer Kalkofen befindet in Heitzing bei Gerolding.

    LG
    Alex
     
  6. Chris62

    Chris62 Member

    Kalkofen in Molln OÖ - Ramsau

    Direkt an der Straße von Frauenstein in die Ramsau bei Molln befindet sich ein sehr schöner Kalkofen.

    http://www.kalkofen.molln.cc/
     

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  7. Chris62

    Chris62 Member

    Kalkofen in Klaus an der Pyhrnbahn

    Auch in Klaus an der Pyhrnbahn, direkt neben dem Bootshaus am Stausee befand sich ein Kalkofen. Leider ist dieser bereits verfallen. Es ist nur noch der gemauerte Halbkreis der hinteren Ofenmauer vorhanden.
     

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  8. Chris62

    Chris62 Member

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  9. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Kalkofen Heitzing im Dunkelsteinerwald - Teil 1

    Gestern, als die Sonne durchkam...
    Fotos des renovierten und m.E. nicht mehr ganz authentischen Kalkofens von Heitzing bei Gerolding:
     

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  10. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Kalkofen Heitzing im Dunkelsteinerwald - Teil 2

    Fotos Teil 2:
    ...
    Bild 11 dürfte ein kleiner "Experimentierofen" sein... ?
    12. Der idyllische Zugang mit einer Mostbirnbaumallee :)
     

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  11. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Kalköfen Kochholz und Nölling - Dunkelsteinerwald

    Auf Schautafeln am Kalkofen Heitzing sind 2 weitere ehemalige Kalköfen aus der unmittelbaren Nachbarschaft abgebildet:

    1. Kalkofen aus Kochholz
    2. Kalkofen (Feldofen) aus Nölling
     

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  12. Weinbauer

    Weinbauer Guest

    Hallo,

    eine Unterscheidung kann man auch nach dem Brennmaterial treffen: Holz, Holzkohle oder Steinkohle. Braunkohle ist stark verschmutzt und der so entstandene Branntkalk war nicht so geeignet wie Steinkohle, wobei man auch nur schwefelarme Steinkohle nehmen sollte, damit kein Gips entsteht. Ob wirklich auch Holz als Brennmarerial verwendet wurde, kann ich hnicht sagen, dazu wäre entweder viel Erfahrung nötig gewesen oder ein (damals nicht vorhandenes) Thermometer. Somit brannte man ab dem 17. Jh mit Holzkohle und im 19. Jh mit Steinkohle. Die gebrannten Kalke hatte aufgrund der anderen Temperaturen auch andere Eigenschaften, aber ich hweiß nicht, welche.

    BTW: Gips brennt bei ca. 140 Grad, aber von einer alten Gipsbrennerei habe ich noch nie etwas gehört. Viele Bauern sollen im Winter Gips (in Grubenöfen?) gebrannt haben.

    Weinbauer
     
  13. Harald 41

    Harald 41 Active Member

    Reste des Kalkofens Prinzendorf

    In Prinzendorf an der Zaya im Bezirk Gänserndorf befinden sich die Reste eines ehemaligen Kalkofens ( ist heute in Privatbesitz ) und wird als Lager benützt.
    Hatte von einer Nachbarin die unmittelbar daneben wohnt erfahren das dieser schon vor 60 Jahren so aus sah, und auch vor Jahren der Schlot gesprengt werden sollte, dass wurde aber nichts.

    https://picasaweb.google.com/106586...ofensInPrinzendorfAnDerZayaSamstagDen14022015



    Hier ein paar Bilder.
     

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    Zuletzt bearbeitet: 16. Februar 2015
  14. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Kalköfen auf der Hohen Wand

    Auf der Hochfläche und der unmittelbaren Umgebung der Hohen Wand gab es früher viele kleine Kalköfen, die von den örtlichen Bauern betrieben wurden.

    2 solche Öfen wurden am Plateau der H.Wand als Schauobjekte rekonstruiert.

    Kalkofen an der Ostwand in der Nähe des "Skywalks":
     

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  15. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Kalköfen auf der Hohen Wand - 2. Teil

    Kalkofen bei der Naturpark-Information:
     

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  16. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Kalkofen am Anzberg (Edelbühel) zwischen Kottes unf Elsenreith

    Bericht über den auf der Übersicht der "Montanhistorische Tour durch das südliche Waldviertel" unter Pkt. 10 angeführten Anzberg-Höhe zwischen Kottes und Elsenreith: Fragmente einer angeblichen Eisenschmelze (lt. Beschilderung), dürfte aber tatsächlich ein Kalkofen gewesen sein!

    Am höchsten Punkt der Straße von Kottes, ca. 700 m vorm Ortsanfang von Elsenreith weist ein Hinweisschild zu einer „Eisenschmelze“ ins Waldgelände. Wobei diese Bezeichnung irreführend ist, da es sich in Wirklichkeit um den Rest eines Kalkofens (lt. Verzeichnis der Kalköfen im Waldviertel der ARGE Kulturgeologie -> „ausgemauerter Grubenmeiler) handelt.

    Die Fotos der Informationen aus der am Waldrand aufgestellten Schautafel sind wegen der Lichtverhältnisse am frühen Nachmittag „nicht herzeigbar“ (direkte Sonneneinstrahlung auf die Glasscheibe usw. …). Es ist zu lesen, dass es bereits 1096 die urkundliche Nennung eines „mons metallicus“ südlich von Kottes gab, was auf einen Erzabbau hinweist. Leider ist keine genaue Lage des Berges bekannt, aber man nimmt an, dass es sich um den Anzberg bzw. auch Edelbühel genannt, handelt. Im Volksmund wurde der Berg früher auch als „ Arizperch“ oder auch als „Ariziberig“, was so viel wie „Erzberg“ bedeutet, bezeichnet.

    1835 schürfte der Verwalter der Dürnsteiner Stiftsherrschaft, ein gewisser Dominik Felix Endlicher, beim „Kottesberg“ nach Erzen und fand silberhältige Bleierze. Eine Probe vom Berggericht in Steyr ergab einen Gehalt von 12% Blei und 0,0078 % Silbergehalt des Erzes. 1835 wurde Endlicher ein Muthungsrecht und 1836 das Schürfrecht erteilt. Man nimmt an, dass der beurkundete Bergbau „Kottesberg“ mit dem Anzberg ident sei.

    Da das Gestein besonders hart war, gingen die Aufschließungsarbeiten nur langsam voran und es musste der Muthungsschein mehrmals verlängert werden. Nachdem der Stollen nur 40 m vorgetrieben werden konnte, starb Endlicher und der Blei- und Silberbergbau geriet in Vergessenheit, da Verkaufsbemühungen der Witwe scheiterten.

    Im Gipfelbereich des Anzberges fand man tatsächlich Spuren von Bergbau, es ist jedoch nicht eindeutig feststellbar, ob der Abbau auf Eisenerz- oder Blei-u. Silbererze erfolgte, dazu wären noch weitere Forschungen notwendig.
    (Infoquelle Dokumente im Schaukasten am Anzberg)

    Jedenfalls handelt es sich bei den spärlichen Bauresten um einen ehemaligen Kalkofen und keine „Eisenschmelze“ wie am Wegweiser angeschrieben…

    Fotos v. 29.03.2017

    1. Hubertus-Bildstock Anzberg, dahinter Straße nach Kottes
    2. Der Wegweiser mit der falschen Aufschrift „zur Eisenschmelze“ (statt Kalkofen)
    3. Eintrag in der Auflistung der Kalköfen des Waldviertels -> http://www.oeab.at/kulturgeologie/list-ko2.htm
    4. Die Reste des Kalkofens am Hang
    5. Außenansicht der Mauerrest
    6. Bemooste Innenseite der Mauerrest
    7. In der Mitte ist eine Öffnung in der Steinmaue
    8. Blick nach Süden mit dem Jauerling im Hintergrund
    9. Wegweiser zu dem als „Hochofen“ bezeichneten Kalkofen in Elsenreith
     

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    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2017
  17. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Elsenreith - Kalköfen (Teil 1)

    Bericht über den auf der Übersicht der "Montanhistorische Tour durch das südliche Waldviertel" unter Pkt. 11 angeführten Kalköfen in Elsenreith.

    In der Katastralgemeinde Elsenreith der Marktgemeinde Kottes-Purk befinden sich die Reste mehrerer Kalköfen:

    Bilder v. 29.03.2017

    Die nachfolgenden Fotos aus der Schautafel (-> mit Sch. gekennzeichnet) sind teilweise schon sehr ramponiert und auch wegen der Glasspiegelung schlecht zu lesen:

    Teil 1:
    1. Der relativ gut erhaltene Kalkofen am südöstlichen Ortsende von Elsenreith
    2. Beschreibung der "Kalköfen-Situation" in E. - (Sch.)
    3. Geologische Karte - deutlich erkennbar die Marmorvorkommen als Basis für die "Kalkbrennerei" - (Sch.)
    4. Beschreibung zur Geologischen Karte - (Sch.)
    5. Querschnitts-Skizze eines "bäuerlichen Kalkofens" - (Sch.)
    6. Beschreibung zu voriger Skizze - (Sch.)
    7. Zeichnerische Darstellung der einfachen Werkzeuge der Kalkbrenner - (Sch.)
    8. Feuerloch des Ofens
    9. Nochmals der aus Bruchsteinen errichtete Ofen
    10. Blick vom Kalkofen Elsenreith nach Süden ins Tal bei Amstall (ehemaliger Graphit-Tagbau), im Hintergrund der Jauerling.
     

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    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2017
  18. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Elsenreith - Kalköfen (Teil 2)

    Ca. 100 m westlich des vorhin beschriebenen Kalkofens befindet sich ein weiterer Ofen an einen Hang angebaut. Das Gelände ist stark verwachsen und das Objekt ist nur in der vegetationslosen Zeit von der Straße aus zu erkennen:
     

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  19. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Kalkofen in Mühldorf

    Bericht über den auf der
    Übersicht der "Montanhistorische Tour durch das südliche Waldviertel" unter Pkt. 14 angeführten
    renovierten 3-teiligen Kalkofen im Spitzergraben (an der Straße Richtung Elsarn am Jauerling):


    Die aus drei Brennöfen bestehende Feldofengruppe wurde vom Dorferneuerungsverein vor dem Verfall gerettet und soll als funktionsfähiges Denkmal- und Anschauungsobjekt erhalten bleiben!

    Hier gibt es mehr Information über das "Kalkbrennen" und einen Film über den ersten Brennvorgang nach der Revitalisierung am 14. August 2016...

    Fotos vom 29.03.2017:
     

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  20. josef

    josef Administrator Mitarbeiter

    Kalkofen Unterthumeritz

    In Unterthumeritz, einer Katastralgemeinde von Japons (Bez. Horn) wurde ein 18 m hoher Schachtofen vor dem Verfall gerettet:

    http://www.japons.at/Thumeritzer_Kalkoefen

    Da ich heute in der Gegend unterwegs war, schaute ich beim historischen Schachtofen vorbei:

    Fotos Teil 1:

    1. - 2. Das 18 m hohe Bauwerk
    3. - 4. Der Ofenstock und Unterteil des Schachtes - Öffnungen zur Befeuerung und Entnahme des gebrannten Materials
    5. Blick ins Innere des Schachtes
    6. Hochblick vom Ofenstock über Schacht zum Schornstein

     

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