Alte und neue Bahngebäude in Österreich

Ehem. Bahnhof Waldkirchen an der Thaya:
Teile des Bahngeländes wurden in Beitrag #56,57 von @ffirefighter schon gezeigt. Bei meiner Wochenendreise rund um Waidhofen an der Thaya kam ich auch bei diesen Bahnhof vorbei.

Die Thayatalbahn ist eine stillgelegte und bereits teilabgerissene Bahnstrecke in Niederösterreich. Sie ist eingleisig, normalspurig und nicht elektrifiziert. Sie zweigt am Bahnhof Schwarzenau von der Franz-Josefs-Bahn in Richtung Norden ab und führt über Waidhofen an der Thaya bis nach Zlabings. Sie ist die einzige internationale und grenzüberschreitende Bahnstrecke, welche vom Land Niederösterreich übernommen wurde. Insgesamt wurden über 630 Bahnkilometer durch das Land von der ÖBB übernommen.
Ebenfalls bei Schwarzenau zweigt die Zwettler Bahn von der Franz-Josefs-Bahn in Richtung Süden ab.
Quelle: Thayatalbahn (Wiki) Weitere Ergänzungen: Ehemalige Personalschlafstellen: Waggons als Quartier

Zu Beginn, das ehem. Aufnahmegebäude:
4.jpg

2.jpg
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
Ehem. Bahnhof Waldkirchen an der Thaya Teil2:
Teile des ehem. Lokschuppens werden aktuell als Radwerkstätte genutzt! Restliche Eindrücke der Gleise, Umgebung und auf den Bildern 24,25 die zu mietenden Schlafwaggons!

5.jpg

9.jpg

13.jpg
 

Anhänge

Ehem. Bahnhof Waldkirchen an der Thaya Teil3:
Einige Eindrücke der abgestellten Wagen, die sich in einem miserablen Zustand befinden!

Bild 14,15: Rungenwagen Nmir 38 1040, Baujahr 1928-30, diente zum Transport von Rund-und Schnittholz
Bild 16,17,18: Kesselwaggon 12 652, Baujahr?, diente zum Transport von Mineralöl
Bild 20: Personenwaggon Bi 182, Baujahr 1893, Umbau auf Tonnendach, Ende der 50er, Anfang der 60er
Bild 21: Personenwagen Biph 37 900, Baujahr?, umgebaut auf Spantenbauart, Datum?
Bild 19: Personenwagen Bi 39 022, Baujahr 1915, umgebaut auf Spantenbauart 1957


20.jpg

15.jpg
 

Anhänge

josef

Administrator
Mitarbeiter
Bericht aus den NÖN - Bezirk Gänserndorf:

Bahnhof Dürnkrut wird geschleift
Bahnsteige erhalten Sanierung, Gebäude wird abgerissen. Ausbau der Park&Ride-Anlage.

Das Bahnhofsgebäude wird Ende des Jahres endgültig abgetragen. Schwere Schäden an der Baustruktur machen eine Sanierung obsolet.
Foto: Faltner

Eigentlich hätte der örtliche Bahnhof schon im Frühjahr geschleift werden sollen (die NÖN berichtete) – aber dann machten im Gebälk nistende Schwalben den ÖBB einen Strich durch die Rechnung.
Ein neuer Anlauf wird nun eine Woche vor Weihnachten unternommen. Das Gebäude wurde durch das Jahrhunderthochwasser im Jahr 2006 stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Sanierung wäre unwirtschaftlich, die Baustruktur ist schwer beschädigt.
Sprecher Christopher Seif: „Das Mauerwerk ist extrem feucht und es gibt massive statische Probleme im Bereich der Decken.“ Der Termin vor Weihnachten sei nun fixiert, Probleme mit nistenden Vögeln gebe es keine mehr.
Die Frage, ob nach dem Abriss ein neues Bahnhofsgebäude errichtet wird, verneinen die ÖBB. Allein die Aufgänge zu den Bahnsteigen sowie deren Ausstattung werden saniert. Auch Aufzüge soll es künftig geben. Mögliche Über- und Unterführungen sind derzeit in Planung.

219 Pkw-Stellplätze sind mittlerweile zu wenig
Fix ist derweil nur der Ausbau der Park&Ride-Anlage. Diese umfasst aktuell 219 Pkw- und 152 Zweirad-Stellplätze – zu wenig, wie eine Evaluierung von Land NÖ und ÖBB ergab. Wann mit diesen Bauarbeiten begonnen wird, steht noch nicht fest. Die umfassenden Bauarbeiten der ÖBB auf der Nordbahn-Strecke sollen dann 2021 starten.

Der 66 Kilometer lange Abschnitt von Wien-Süßenbrunn über Dürnkrut und Hohenau bis Bernhardsthal (Bezirk Mistelbach) soll dabei effizienter gemacht werden. Die ÖBB wollen damit eine Fahrzeitverkürzung durch Geschwindigkeitsanhebung sowie die Erhöhung der Sicherheit durch die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen erreichen.
Bahnhof Dürnkrut wird geschleift
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
Bahnhof Amstetten - ehemalige Heizhausanlagen

Ergänzend zu Beitrag #147 mit dem denkmalgeschützten Wasserturm ein
Luftbild eines Teiles der Bahnhofsanlagen aus den frühen 1930iger Jahren mit Aufnahmegebäude, Bahnsteigen, dem Wasserturm und damaligen Rundlokschuppen:

1544884946024.png
Bildquelle: Rechtsfreies Foto aus dem ÖNB-Projekt Österreichische Nationalbibliothek Crowdsourcing
 
Diese Burgen wurden in der Regel von Eisenbahnern gebaut und standen an für Reisende gut sichtbaren Plätzen, in Bruck a.d. Leitha sogar mitten in der Gleisanlage des Personenbahnhofes.

Ob es heute noch solche Burgen gibt (Westösterreich?) weiß ich leider nicht.
Mein Großvater war Stellwerker und hatte ebenfalls eine solche Burg im Garten
 
Johannesthal Haltestelle der Lokalbahn Retz - Drosendorf:
Die schon massiv in Vergessenheit geratene Haltestelle zwischen Geras - Kottaun und Zissersdorf, war allemal einen Besuch wert! Auch die Brücke über den Thumeritzbach konnte ich festhalten.
Zwischen 22. April 1932 und 3. Oktober 1933 war die Haltestelle Johannesthal zwischen Geras-Kottaun und Zissersdorf vorübergehend aufgelassen, später aber wieder aktiviert. Am 28. Mai 1995 wurde sie dann endgültig stillgelegt.
Auszug aus Wiki von Lokalbahn Retz - Drosendorf

12.jpg

13.jpg
 

Anhänge

Johannesthal Haltestelle der Lokalbahn Retz - Drosendorf Teil2:
weitere Impressionen der Haltestelle auf den Bildern 18-21, die Thumeritzbachbrücke ist auf den Bildern 25-29 zu erkennen.

Bild 25
25.jpg

Bild 29 Blickrichtung Zissersdorf
29.jpg

zu guter letzt, ein Blick zur B30 vor dem verlassen der Haltestelle
20.jpg
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
Bahnhof Waldegg an der Gutensteinerbahn:
Der Bahnhof wurde hier von @Harald41 schon kurz angesprochen und gezeigt!
Das Aufnahmegebäude in Waldegg wurde 1886 an Stelle eines Holzbaus errichtet. Das Objekt ist zweigeschossig mit Krüppelwalmdach und Zwerchgiebeln über dem Mittelrisaliten ausgeführt. Der Sockel des Gebäudes ist als Quadermauerwerk hergestellt, er wurde bis zu den Sohlbänken hochgezogen und endet in einer umlaufenden Gesimsplatte. Der Dachstuhl ist an der Stirnseite mit einer Holzschalung verkleidet, welche die Holzsäulen sichtbar läßt. Die Konstruktion des Dachstuhls wird durch dunkleren Anstrich hervorgehoben, die Verkleidung ist in Laubsägetechnik ausgeführt. Im Inneren zeigt das Gebäude eine Dreiteilung mit einem Durchgang entlang der Querachse und jeweils links uns rechts davon die Dienst- und Warteräume. An das Aufnahmegebäude schließen kleine Zubauten an, die den Abschluss der Bahnsteigüberdachung bilden und die Toiletten sowie ein Gepäckmagazin beherbergen. Die Perronverdachung besteht aus einem Pultdach in Holzriegelbauweise.
Ein Auszug aus:
Das industrielle Erbe Niederösterreichs von Gerhard A. Stadler (google books)
Weiterführende Ergänzungen aus Wiki zur Gutensteinerbahn oder Piestingtalbahn

111.jpg

113.jpg
 

Anhänge

Bunker Ratte

Well-Known Member
Bahnhof Ausschlag - Zöbern an der Wechselbahn:
Die Wechselbahn wurde bis 1910 vom Staat Österreich-Ungarn erbaut, um das Monopol der privaten Südbahngesellschaft zu brechen. Der Bahnhof für Ausschlag und Zöbern wurde hier unweit des seit 1856 betriebenen Aspanger Weißerde-Tagbaues, den heutigen Aspanger Bergbau und Mineralwerken, angelegt. Seither entstand die Ansiedlung.
Das Kaolinwerk hatte eine Anschlussbahn, die inzwischen aber aufgelassen ist. Das Aufnahmsgebäude des Bahnhofs steht unter Denkmalschutz. Es stammt noch original aus der Erbauungszeit der Wechselbahn (Einweihung 12. Oktober 1910), und ist ein repräsentativer Vertreter der Österreichisch-Ungarischen Bahnhofsarchitektur. Kennzeichnend ist die späthistoristische Formensprache der ausgehenden Gründerzeit. Das Gebäude zeigt profilierte Vordachsteher, Laubsäge-Zierrat und die kleinfacettierten Fensterflächen, wie es auch für die Sommerfrischen-Häuser des Heimatstils mit ihren Veranden typisch ist.
Quelle: Ausschlag-Zöbern (Wiki)

10.jpg

14.jpg

13.jpg
 

Anhänge

Oben