#22
Hi Chris!
Das Werk im Herrenholz stammt aus der Zeit vor dem Krieg.
Das Werk war übrigens nie umkämpft,wurde dadurch natürlich auch nie angegriffen.

Das Soldatengrab ist in gepflegtem Zustand,auch aus dem Grund,da es eben kaum jemand weiss,wo es sich befindet.

Radargerät,zB Würzburg Riese stand unter anderem in Stammersdorf.
Daten wurden auch von den Leittürmen Wien verwertet.

Stimmt,am Berg gab es einen Truppenübungsplatz,zB für Artillerie in Hagenbrunn.
Liebe Grüsse,Alex
 
#24
danke für die informationen!

ich hätte allerdings noch fragen:
entspricht das foto den jetzigen zustand des grabes ?
bzw. was produzierte die fabrik herrenholz vor den kriegsjahren?
ist es nicht widersinnig in friedenszeiten eine befestigte und abgelegene fabrik zu errichten?
und wurde in den letzten tagen des krieges noch am bisamberg gekämft?
DANKE vorab für mehr informationen

chris
 
#25
Hi Chris!
Die Bilder habe ich gestern vormittag gemacht,also aktuell.
Nachdem das Werk Herrenholz der Firma Austro Fiat,heutige ÖAF gehörte,haben sie auch vor dem Krieg Motoren gebaut.
Es war eine Zweigstelle des Floridsdorfer Werkes.
Die Firma war nicht einmel während des Krieges übermässig befestigt.Keine Bunkeranlagen und der gleichen.
Es gab damals eine Bahnanschlussstelle in Stammersdorf,daher war das Werk nicht zu weit weg.
Ja,in den letzten Kriegstagen stand zB die eine SS-Panzerabteilung beim Werk Herrenholz,und feuerte in die Kolonnen der Russen,die etwa bei Wolkersdorf kamen.
Dann setzte sich die SS mit ihren Panzern über die Burg Kreuzenstein ab,überquerte die Donau,und zog Richtung Oberösterreich zu den Amerikanern.
In der Burg hielten noch lange SS Truppen gegen die Russen die Stellung.
In der Ortsschaft Bisamberg,im Schloss waren SS Einheiten einquartiert.
Hier wurde fast bis zum Schluss gekämpft.
In und am Bisamberg war recht viel los,etliche Flugzeuge wurden abgeschossen,ein Tiger stand bis lange nach dem Krieg hier im Wald.Die Werkzeugsätze daraus befinden sich noch bei uns.
Liebe Grüsse,Alex



:D :D
 
#26
Kämpfe bei Bisamberg 1945

Hallo.

Habe zwei Berichte von Soldaten, welche in dieser Gegend kämpften. Kurze Ausschnitte: Artillerieregiment "Das Reich"

Die Division sollte am 14.4.1945 nachts am Wiener Sender vorbei Stellungswechsel über Bisamberg in Richtung Nord-Nordwesten vornehmen. Der Abmarsch führte größtenteils über schlecht befestigte Waldwege und oft tief einschnittene Hohlwege, wurde zudem arg verzögert durch von Süden kommenden Wehrmachtseinheiten, die wegen starken Beschuß die Donau-Uferstraße nicht mehr befahren konnten und nun ebenso wie wir den Weg durch den Wald suchten. An einer tief eingeschnittenen Wegstelle mitten im Wald, an der es keine Ausweichungsmöglichkeiten gab, war einen SPW die Kette gerissen. Keiner konnte vorbei. Die Besatzung arbeitete fieberhaft, um den Weg freizumachen, als es geschafft war konnten wir nach kurzen Wegstrecke den Wald verlassen, da kamen uns russische Soldaten mit "Urräh"-Geschrei aus Richtung Bisamberg entgegen. --Nicht lange währte meine Tätigkeit als Einweiser auf einer Straßenkreuzung, weil mich ein leichter Granatwerfer außer Gefecht setzte. Man legte mich zusammen mit anderen Verwundeten hinten auf eine Zugmaschine zwischen Granaten und Infanteriemunition und ab ging die Fahrt in ein Deckung bietendes Waldstück. Von dort kam ich schließlich ins Feldlazarett nach Stockerau.
20 Jahre später besuchte ich die Gräber am Bisamberg und wollte Angehörige unserer Truppe ausfindig machen. Was ich in der Unterhaltung mit der Bevölkerung erfuhr war erschütternd. Die Verwunderten, die im Gelände lagen und um Wasser schrien, durften die Frauen nichts zu trinken bringen. Offiziere, die von den Russen gefangen worden waren, hatten diese mit den Füßen an Bäumen aufgehängt und so quallvol sterben lassen.

Habt Ihr von solchen Grausamkeiten in dieser Gegend schon gehört.


Gruß Tullner
 
Zuletzt bearbeitet:
#27
Hi Tullner!
Guter Bericht,danke.
Ereignisse dieser Art,waren in den letzten Kriegstagen an der Tagesordnung.
Von den Aufgehängten udn Verdurstenden habe ich noch nichts gehört,ist aber möglich.
Die Russn waren natürlich verbittert,da der Krieg je iegnetlich schon zu Ende war,und sie nur in manchen Gebieten nicht weiterkamen.
Denn sogar die eigentlich flüchtenden Einheiten udn der Volkssturm setzte den Angreifern noch lange hart zu.
So wurden zb überfliegende Sowjet Flugzeuge(Doppeldecker)von 2 Bekannten von mir von den verlassenen Flakstellungen aus,mit in den Baracken gefundenen KK Gewehren beschossen.
Was für beide natürlich eher der Spass war,als dass sie hofften einen Flieger abzuschiessen.
Die Russen drehten daraufhien um,udn warfen MIT DER HAND kleine Bomben ab.
Die beiden Freunde waren natürlich schon längst im Wald verschwunden.
Sind übrigens die selben 2,die den oben erwähnten Tieger Panzer durchsucht,gestartet,ausgeräumt usw haben.
Alex
 
#28
hallo!

was war die gemauerte rundung am weg elisabethhöhe richtung wienersteig links beim spielplatz,bzw.sollte auch in dieser gegend ein nachgemachtes russisches dorf zum üben für die wehrmacht gebaut worden sein.weiss jemand näheres?
 
#29
Das ist das Fundament des Dollfußkreuzes.
Das Kreuz war etwa 12 Meter hoch,und wurde vom Militär zerschnitten.
Im Krieg befand sich eine Vierlingsflak in dem Kreis.
Ein russisches Übungsdorf ist mir hier nicht bekannt.
Liebe Grüsse,Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
#30
hallo!
danke alexopa bezügl. der beantwortung meiner fragen.eine hätte ich derzeit noch:wenn man den rehgraben(hanak links von la)richtung kreuzung elisabethhöhe/falkensteinwiese schreitet gibt es rechterhand mehrere tiefe gräben---warum?

danke falls, wie immer, die antwort nicht lange auf sich warten lässt.
 
#31
Nichts zu Danken,Chris!
Schön,wenn sich jemand für diese Zeit und auch Gegend interressiert.
Den Weg kenne ich,dort hat ein Bekannter den Verschluss seines Pakgeschützes weggeschmissen,als er den Russen gegenüberstand.
Er war mit seiner Einheit dabei,sich über den Weg abzusetzen,als sie auf einmal dem Feind gegenüberstanden.
Er hat es mit folgenden Worten beschrieben:"Wir zogen mit unserem Geschütz den Weg hinunter,als plötzlich von allen Seiten die Russen da waren.Ich konnte nur mehr den Verschluss aus dem Geschütz nehmen,und wegwerfen.Es währe keinerlei Gegenwehr mehr möglich gewesen.Es war alles braun vor lauter Russen...".
Über die Gräben kann ich Dir auch nichts sagen.Leider.
Liebe Grüsse,Alex
:)
 
#33
Nein,war schon offen.Nur teilweise gab es Sperrgebiete.
Aber die Sache war die,dass in der Zeit der letzten Kämpfe,bzw den Rückzügen,keine anderen Wege ausser direkt über den Berg,das heisst von Langenzersdorf über die Elisabethöhe usw befahrbar war.
Es sind unter anderem auch die SS Panzertruppen über diese Wege richtung Korneuburg usw gekommen.
Der "Optikwegwerfer"war übrigens in Demjansk,udn dannach eben hier.War 3.SS Panzerdivision.
Übrigens noch eine kleine Anmerkung.Vor ein paar Jahren war ja die Rede von Lambach.Dort hat man ja unheimlich viele Tote gefunden.Die Kommisionen sind dann zu der Ansicht gekommen,dass es sich um Tote aus den Bauernkriegen handelt,und die Bauarbeiten wieder genehmigt.
In wirklichkeit handelt es sich 100 Prozent um Agehörige der Wehrmacht,hauptsächlich der Waffen SS,denn der Bekannte selbst,kam als er zu den Amerikanern durchbrach,mit seiner Einheit in dieses Lager.Sie schliefen auf dem Boden,der schön feucht war,da es ja Sumpfgelände ist/war.
Viele starben von selbst,udn viele wurden von den Amerikanern in der Nacht "unabsichtlich" erschossen,als diese betrunken in die Zelte schossen.Diese Sache stimmt wie gesagt zu 100 Prozent,da einige eben dabei waren.
Alle anderen Wege waren durch die Russen versperrt.
Nur den Berg haben sie aus irgendwelchen Gründen ausgelassen.
Muss mich übrigens ausbessern,er hat nicht den Verschluss,sondern die Optik weggeworfen.
War ein Irrtum,ist aber eigentlich eh egal.
Liebe Grüsse,Alex
 
L

Luther

Guest
#34
Tote von Lambach

Übrigens noch eine kleine Anmerkung.Vor ein paar Jahren war ja die Rede von Lambach.Dort hat man ja unheimlich viele Tote gefunden.Die Kommisionen sind dann zu der Ansicht gekommen,dass es sich um Tote aus den Bauernkriegen handelt,und die Bauarbeiten wieder genehmigt.
In wirklichkeit handelt es sich 100 Prozent um Agehörige der Wehrmacht,hauptsächlich der Waffen SS....


Naja, über die Toten von Lambach wurde ja viel spekuliert.
Zuerst wurde vermutet es wären ermordete Juden, danach eben das mit den Bauernkriegen, Pest-Tote etc..
Angeblich wäre die Skelette ja sehr alt gewesen.
Das mit den SSlern kann ich nicht so recht glauben, denn dann hätte man ja auch Erkennungsmarken, Ausrüstungsgegenstände, Uniformen etc. gefunden. Auch hätten sich damals die älteren Bewohner von Lambach zu Wort melden können, aber die wussten auch nicht wer die Toten waren...
 
#36
hallo!

nachdem du offensichtlich zeitzeuge warst noch eine frage.die front zog sich von der eroberung wiens an bis zum kriegsende
etwa von bereich leobersdorf über stetten,flandorf und manhartsbrunn n.östlich.waren dort noch aktivitäten oder harrte man dem kriegsende?wie war der alltag als langenzersdorfer oder floridsdorfer damals?in wien schon eine neue übergangsregierung,wenige km weiter noch krieg?

GRÜSSE CHRISTIAN
 
L

Luther

Guest
#37
Die werden schon wissen,wieso sie es nicht mehr wissen.
Es war dort eine Wiese,umgeben von Wasserläufen,udn auf eben dieser Wiese mussten die Landser leben.

Wenn das stimmt was Du sagst dann wäre das für mich schon ein Skandal wenn die "Historiker-Kommission" da gelogen hätte - Verschwörungstheorie ?

Naja, ist für den Ort auf jeden Fall besser wenn es nun "Tote aus den Bauernkriegen" sind... super Vergangenheitsbewältigung.

Trotzdem: anscheinend wurden bei den Toten keine Erkennungsmarken etc. gefunden... warum ?? :fragend :confused: :confused:
 
#38
Hi Chris,hallo Luther!
Ich war auch kein Zeitzeuge,aber danke für die Altersmässige Einschätzung:D :D .
Nein,ich kenne nur viele Leute aus dieser Zeit,und erfahre dadurch vieles.
Vor allem,wie es in manchen Fällen wirklich war,und nicht,wie es in den Medien heute gezeigt wird.
Du meinst übrigens Leobendorf,nicht Leobersdorf;) .
Was die Leute so erzählen,gab es hier schon einige Aktionen,während Berlin zB schon gefallen war.
Die Sache war ja so,dass hier viele SS Männer bzw Einheiten unterwegs waren,und die gaben nicht auf.
Denkt nur zB an Demjansk.Diesen Kessel hätte man niemals ohne die SS halten können.
Ebenso einsatzfreudig war auch die HJ.
Dadurch hielten dich die Fronten,wenn auch längst verloren,hier so lange.
Zu Lambach.
Solche Situationen sidn immer recht heikel.
Als die Berichte im Fernsehen anfingen,und Leute wie Wiesenthal
dort waren,sagte der alte SS Mann gleich,das sidn keine Juden dort,sondern unsere.
Kurze Zeit später,waren die jüdischen Untersuchungen abgeschlossen,und es wurde gabaut,denn es waren ja nur Bauern.
Wenn man bedenkt,um wieviel Geld es einerseits bei solchen Bauvorhaben geht,und wie gerne man andererseits die Zeit damasl auslöschen möchte,kann sich jeder selbst ein Bild machen.
Zu den Erkennungsmarken.Die Frage ist,wer hat dort gesucht,und wie"genau"hat man gesucht.
ALEX
 
L

Luther

Guest
#39
Hi Alex !

[...] Die Sache war ja so,dass hier viele SS Männer bzw Einheiten unterwegs waren,und die gaben nicht auf.
Ebenso einsatzfreudig war auch die HJ. [...]

Durch diese fanatischen Einheiten gab's dadurch auch noch bei Kriegsende hohe Verluste, leider.
Die SS hatte nichts mehr zu verlieren, der Krieg war verloren und die wollten noch so viele Feinde wie möglich mit in den Untergang reissen. Es wird in der Steiermark ebenso von Kriegsverbrechen der SS gegenüber der Zivilbevölkerung berichtet die sich den Russen mit weißen Fahnen ergeben wollten weil sie schon die Schnauze voll vom Krieg hatten.
 
#40
Da hast Du leider recht Luther.
Die normalen Landser haben versucht sich rechtzeitig abzusetzen,aber die SS hielt ihrem Eid zufolge eisern durch.
Ich kenne auch keinen einzigen SS Mann,der heute schlecht über die Zeit und Geschehnisse damals spricht.
Aber von der militärischen udn kameradschaftlichen Seite muss man ihnen einiges zugestehen.
Liebe Grüsse,Alex
 
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