josef

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#1
Hallstatt-Kopie für reiche Chinesen:

Link zur Bilderserie über "Neu Hallstatt" in China
: http://www.orf.at/stories/2123647/2123648/
Link zum Original in Oberösterreich: http://www.hallstatt.at/

ORF-Bericht:
Die seit längerem geplante Kopie des oberösterreichischen Weltkulturerbeortes Hallstatt ist am Samstag in der südchinesischen Provinz Guangdong eröffnet worden.

Goldfische und Rechtschreibfehler
Nach kurzer Bauzeit ist die Kopie des Welterbeortes Hallstatt im Südosten Chinas am Wochenende „würdig“ eröffnet worden. Zwar stehen im Hintergrund noch Baukräne, doch der Ortskern inklusive Kirche und Marktbrunnen steht bereits. Bis ins kleinste Detail versuchten die Chinesen, das Salzkammergut-Original zu kopieren - dabei übertrieben sie es teils sogar. Manchmal wagten sie aber durchaus eigenständige „Interpretationen“ des Originals. Eher ungewollt sind wohl so manche Rechtschreibfehler, die niemandem auffielen - außer den Originalhallstättern, die extra zur Eröffnung mit Blasmusik anreisten.

Wegen Schlechtwetters fand die Zeremonie zwar in einem Hotel statt, sie sei aber dennoch „sehr feierlich und sehr würdig“ gewesen, sagte der Bürgermeister der Salzkammergut-Gemeinde, Alexander Scheutz (SPÖ), in einem Telefoninterview. Einen weiteren Nachbau, beispielsweise in den USA, könne er sich nicht vorstellen: „Das wäre zu viel des Guten.“

Mit Palmen und Goldfischen
Die Delegation aus Oberösterreich konnte bereits am Freitag das chinesische Pendant mit dem einen oder anderen Rechtschreibfehler erkunden und war laut Scheutz positiv überrascht. „Man erkennt sofort, das ist Hallstatt“, so der Bürgermeister. Selbst die Kanaldeckel würden die Aufschrift „Hallstatt am See“ tragen. Scheutz: „Das steht nicht einmal auf unseren drauf.“

Manches irritierte die Original-Hallstätter beim Flanieren durch den Ortsklon dann aber doch leicht: etwa die Palmen - oder die Goldfische, die im Brunnen auf dem Nachbau des Marktplatzes schwimmen. Übrigens: Mit der Eröffnung ist das Projekt offenbar noch nicht abgeschlossen. Es werde weitergebaut, erklärte der Bürgermeister. So sollen beispielsweise Bootshütten, wie man sie aus dem Salzkammergut kennt, entstehen.
Ein ORF-Fernsehteam wurde von der Baufirma nicht auf das Gelände gelassen. Auch die Hallstätter Delegation sei nur kurz durch das Gelände geführt worden, so ORF-Korrespondent Jörg Winter in der ZiB, der berichtete, dass auch chinesische Medien das Projekt eher kritisch sehen.

Investition für Wohlhabende
Der seitenverkehrt angelegte Nachbau der populären Tourismusgemeinde mit rund 800 Einwohnern dient den Medienberichten zufolge in der 1.000 mal größeren chinesischen Stadt als Investorenprojekt und soll wohlhabende Einwohner locken. Die Bauzeit für die auf einem Quadratkilometer angelegte Imitation betrug nur ein gutes Jahr. Die Appartements in den Häusern dürften sich nur betuchte Chinesen leisten können. Der Quadratmeterpreis liegt bei durchschnittlich 9.000 Yuan (1.137 Euro).

Hoffen auf Werbeeffekt
Vergangenen Sommer war bekanntgeworden, dass die südchinesische China Mine Metal Group in der Kreisstadt Boluo in der Provinz Guangdong einen Stadtteil im Stil des malerischen oberösterreichischen Ortes u. a. mit einer - nicht maßstabsgetreuen - Kopie des Hallstätter Sees errichtet. Das löste zunächst gemischte Gefühle bei den Bewohnern des Originals aus. Später jedoch wuchs die Freude, dass man Vorbild für eine Kopie ist, weiters über die Werbewirkung dieser Pläne.
In der Zeremonie, zu der Scheutz auch Mitglieder der Salinenmusikkapelle mitgenommen hatte, wurde ein Freundschaftsabkommen unterzeichnet. Wann eine chinesische Delegation nach Hallstatt reist, stand vorerst nicht fest. „Sie wollen aber sehr gerne kommen“, sagte der Bürgermeister. Der Besuch des asiatischen Unternehmens war bereits für vergangenes Jahr geplant gewesen, aber mehrmals verschoben worden.
Quelle: http://www.orf.at/stories/2123647/
 

josef

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#2
Nun auch Duplikate von der Festung "Hohen Salzburg" und vom '"Goldenen Dachl" geplant

Die Chinesen können es nicht lassen :D, nun sind auch Nachbauten der "Festung Hohensalzburg" und des Innsbrucker "Goldenen Dachls" auf der Wunschliste:
Salzburgs Festung „made in China“

Ein chinesisches Unternehmen plant die Festung Hohensalzburg und das Goldene Dachl in Innsbruck nachzubauen. Das habe der Konzern gegenüber einer Tiroler Wirtschaftsdelegation deponiert, berichtet die APA.

Was wie ein verspäteter Aprilscherz anmutet, ist nach einem Bericht der Austria Presse Agentur (APA) der Ernst eines chinesischen Konzerns. Das Staatsunternehmen „Minmetals“ soll einen Nachbau der Festung Hohensalzburg und des Innsbrucker Goldenen Dachls planen. Das hätte der Konzern gegenüber einer Tiroler Wirtschaftsdelegation bei einem Besuch im vergangenen Herbst erwähnt, bestätigte ein Verantwortlicher von Innsbruck Tourismus am Freitag. Für das Vorhaben würden die beiden österreichischen Wahrzeichen angeblich miteinander vermischt werden, meinte Peter Unsinn, Marktmanager für International Marketing & PR bei Innsbruck Tourismus.

Baubeginn und Bauort noch unklar
„Damals haben die Chinesen ihr Interesse bekundet. Wir wissen aber bis dato weder wo noch wann das nachgebaut werden soll“, so Unsinn. Zudem sei auch nicht bekannt, ob nur das Goldene Dachl und die Festung Hohensalzburg „kopiert“ werden sollen oder darüber hinaus auch andere Bauten. Man habe seit dem Treffen im Herbst nichts mehr von den Konzern-Verantwortlichen gehört.

Schaden schätzt Werbewert für Salzburg
Bürgermeister, Heinz Schaden (SPÖ), sieht im Nachbau des Salzburger Wahrzeichens eine ausgezeichnete Werbung. „Ich weiß von der Hallstatt-Kopie, die übrigens seitenverkehrt nachgebildet wurde, dass die in China sehr gut angekommen ist. Ich freue mich, wenn der an sich schon gute Name Salzburgs in China weiter aufgewertet wird.“

„Nachbau berühmter Orte und Städte in China üblich“
Die Leiterin des China-Büros des Landes Salzburg und Schadens Ehefrau, die gebürtige Chinesin Jianzhen Schaden, meinte außerdem, dass sich die Festung gut für einen Nachbau eigne. „Viele Chinesen haben keine Gelegenheit, ins Ausland zu reisen und nützen die Möglichkeit, Wahrzeichen im Inland zu sehen.“ Es sei in China keinesfalls unüblich, europäische Städte und Orte nachzubauen.

Brugger vom „Städte-Mix“ nicht überzeugt
Die Touristiker wittern gutes Geschäft und erhoffen sich mit dem Nachbau, chinesische Gäste zum Besuch des Originals zu bewegen. Nur von dem Mix aus Innsbruck und Salzburg ist Bert Brugger, der oberste Touristiker der Stadt, wenig begeistert. Er wolle vor allem wissen, wie dieses Endprodukt aussehen soll. Das chinesische Unternehmen würde aber natürlich auch ohne Zustimmung aus Salzburg oder Innsbruck seinen Plan umsetzen.
Text u. Fotos: http://salzburg.orf.at/news/stories/2768830/

Projekt Festung Hohensalzburg
Hallstatt im Original...
 

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#3
Weitere skurrile Geschäftsidee:



Hallstatt-Luft für asiatische Touristen
Hallstatt gilt als eines der beliebtesten Ziele asiatischer Touristen in Europa. Zwei Unternehmer wollen angesichts dieser Touristenströme jetzt unabhängig voneinander Hallstatt-Luft in Dosen abfüllen und verkaufen.
Die Chancen, dass diese Idee aufgeht, stehen gut, die Nachfrage könnte vor allem auf dem asiatischen Markt durchaus gegeben sein, und Luft gilt auch nicht als so kostbare und enden wollende Ressource wie Wasser. Nur die Hallstätter selbst wundern sich, dass ihr Ortsname immer öfter für florierende Geschäfte herhalten muss.

„Hallstatt Air“ wartet noch auf Genehmigungen
Über Hallstatt tobt ein Luftkampf - könnte man salopp formulieren. Da ist zum einen der Hallstätter Michael Preidt: Er kam vor über einem Jahr auf die Idee, Luft aus Hallstatt abzufüllen und zu verkaufen. Preidt hat eine eigene Abfüllanlage in Hallstatt entwickelt, die Idee dem Gemeinderat vorgestellt und alles fertig konzeptioniert. Nur die Behörden machen dem Hallstätter derzeit einen Strich durch die Rechnung.

Noch sind nicht alle Genehmigungen der Bezirkshauptmannschaft da. Und so heißt es für Michael Preidt und seine Dosen mit Namen „Hallstatt Air“ derzeit noch „bitte warten“. Ein klassisches Unternehmerschicksal - die Idee ist gut, der Tatendrang groß, dennoch bleibt ihm nur, in die Luft zu schauen und zu warten, denn die Behörden scheinen alle Zeit der Welt zu haben.


wikipedia/pipimaru

„Hallstatt Breeze“ bereits in den Startlöchern
Etwas anders der Wiener Rainer Garger: Er hat seine Hallstätter Luft in Dosen bereits fertig und sondiert gerade den chinesischen Markt dafür. „Hallstatt Breeze“ nennt er seine Luftdosen samt Inhalationsmasken. Auch wenn die Breeze, die Brise, eigentlich aus Gosau und nicht aus Hallstatt stammt. Dort wird Luft in Kompressionsflaschen abgefüllt und dann weitertransportiert. Zu einem Unternehmen, das die mit Zirben- und Wiesenblütenduft versetzte Luft in Acht- und Zwölfliter-Dosen abfüllt - für 80 oder 120 Inhalationen.

Wo genau abgefüllt wird, will Garger nicht verraten. In Hallstatt munkelt man jedenfalls von einem deutschen Unternehmen. Positionieren will der Wiener die „Hallstatt Breeze“ auf dem chinesischen Markt - eine logische Sache angesichts zehntausender Touristen aus China, die jährlich Hallstatt besuchen. Versprochen wird denen auf der Homepage, natürlich auch auf Chinesisch, Linderung bei Kopfschmerzen, Unterstützung bei Atembeschwerden und Stärkung des Immunsystems.

„Beide Produkte sind Souvenirartikel“
Trotzdem seien beide Produkte - Hallstatt Air und Hallstatt Breeze - Souvenirartikel, betonen die beiden Hersteller. In Hallstatt selbst weiß man noch nicht so recht, wie man mit den Verkaufsideen umgehen soll, so Bürgermeister Alexander Scheutz (SPÖ): „Ich als Bürgermeister empfinde es natürlich in letzter Zeit schon als eher unangenehm, dass unser Ort immer wieder für verschiedene Produkte, speziell für den asiatischen Markt, verwendet werden. Da wollen viele Menschen mitschneiden und mit unserem Namen Geld verdienen. Aber auf der Strecke bleiben wir, weil unsere Touristenströme noch mehr werden, als sie ohnehin schon sind.“

Ortsnamen sind frei verwendbar
Schützen kann man den Namen Hallstatt nicht. Das mussten die Hallstätter zuletzt bei einem Rechtsstreit mit einem Mineralwasserabfüller aus dem benachbarten Obertraun feststellen. Ein Gericht wies die Klage der Hallstätter gegen den Namen „Hallstatt Mineralwasser“ ab. Ortsnamen sind frei verwendbar - auch, wenn das Produkt gar nicht in Hallstatt hergestellt wird. Wie auch immer: Bei Hallstätter Luft in Dosen geht es jedenfalls um riesige Märkte, wenn denn die Idee aufgeht.

Publiziert am 02.05.2018
http://ooe.orf.at/news/stories/2910260/
 
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