Die weltweit größte Wasserstoffpilotanlage wird derzeit in Linz errichtet

josef

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#1
Weltweit größte Wasserstoffpilotanlage in Linz
Wasserstoff als Energielieferant, Energiespeicher und als Sprit für die Zukunft: Um nichts weniger geht es bei der weltweit größten Pilotanlage, die derzeit auf dem Gelände der voestalpine AG in Linz errichtet wird.
Dem Wasserstoff gehöre die Energiezukunft, sind voestalpine, Siemens und der Verbund überzeugt. Alle drei sind an der Anlage beteiligt, die mit einem bisher nie erreichten Wirkungsgrad Wasserstoff gewinnen soll. Als wissenschaftliche Partner sind auch die Unternehmen K1-MET und ECN bei dem Pilotprojekt dabei, an der Seite des Verbunds wirkt auch Austrian Power Grid mit.

Bisher nur geringer Wirkungsgrad
Um den CO2-Ausstoß deutlich zu verringern, muss in Zukunft ein Energieträger abseits von Erdöl, Kohle oder Gas verwendet werden. Wasserstoff würde sich zwar als Energiespeicher mit null CO2-Emission anbieten - bei der Wasserstoffgewinnung im Elektrolyseverfahren wurden aber bisher große Mengen Strom mit relativ geringem Wirkungsgrad verbraucht.

Wirkungsgrad von 80 Prozent angestrebt
Die Pilotanlage, die derzeit in Linz gebaut wird, soll aber einen Wirkungsgrad von 80 Prozent erreichen. Voestalpine-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder sagt zum Ziel des Projekts mit dem Titel H2Future: „Das erklärte Ziel ist, definitiv herauszufinden, ob Wasserstoff im großen Stil langfristig Kohle und Koks ersetzen kann. Das heißt, wir gehen jetzt in eine erste Testphase mit der Erwartung, dass am Ende dieses Prozesses – sprich in etwa vier Jahren – die Erkenntnis stehen wird, dass wir dann tatsächlich in eine großtechnische Umsetzung gehen können.“


voestalpine

„Nur durch Zusammenarbeit möglich“
18 Millionen Euro kostet die Pilotanlage, zwei Drittel davon kommen aus Fördermitteln der Europäischen Kommission. Möglich sei solche Forschung in Industriegröße nur durch die Zusammenarbeit großer Unternehmen, betonen die Vorstandsvorsitzenden von voestalpine, Siemens Österreich und dem Verbund.

Strom aus erneuerbaren Energiequellen
Der Strom für die von Siemens entwickelte neue Elektrolysetechnik soll zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Damit könnten vor allem auch die Überkapazitäten aus Wind- und Sonnenkraft in Form von Wasserstoff gespeichert werden. Die Anlage soll ab Mitte 2019 Wasserstoff erzeugen. Bis 2021 soll das Versuchsprogramm vorerst einmal laufen.
Link:
Publiziert am 16.04.2018
http://ooe.orf.at/news/stories/2907194/
 

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#2
Wasserstoffpilotanlage bei voestalpine
Der Testbetrieb der laut Betreiber weltweit größten Pilotanlage unter dem Namen „H2Future“ für eine Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage zur CO2-freien Stahlerzeugung hat bei der voestalpine in Linz am Montag begonnen.
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Das Forschungsprojekt „H2Future“ des Stahlerzeugers in Zusammenarbeit mit Verbund und Siemens soll Möglichkeiten ausloten, Koks und Kohle durch Wasserstoff zu ersetzen. Die drei Unternehmen investieren je zwei Millionen Euro in die 18 Millionen Euro teure Pilotanlage. Zwölf Millionen kommen von der EU.

Börse: Voestalpine setzt auf Wasserstoff
Verschärfte Klimaschutzvorgaben zwingen den Stahlkonzern voestalpine zum Umdenken. Der Stahlkonzern versucht mit Wasserstoff in die Zukunft zu kommen.

Hybridtechnologie im Hochofen
Der Stahlerzeuger prüft jetzt die Umsetzbarkeit einer Hybridtechnologie von den bestehenden koks-/kohlebasierten Hochöfen und mit grünem Strom betriebenen Elektrolichtbogenöfen unter teilweisem Einsatz von grünem Wasserstoff. „Diese Option würde bei entsprechender Wirtschaftlichkeit nach heutigem Stand zwischen 2030 und 2035 die unternehmensspezifischen CO2-Emissionen um rund ein Drittel reduzieren“, erklärte Konzernchef Herbert Eibensteiner.
ORF
Koks und Kohle sollen in Hochöfen durch Wasserstoff ersetzt werden

Kernstück der Pilotanlage ist das PEM-Elektrolysemodul mit sechs Megawatt Anschlussleistung. Wasser wird mit Hilfe von elektrischer Energie in seine Grundkomponenten Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Damit können 1.200 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde erzeugt werden.

ORF
Die EU fördert das Projekt mit zwölf Millionen Euro

„Wir freuen uns, diese neue Technologie im Rahmen dieses Projektes erstmals im Einsatz zu sehen“, meinte Siemens-Österreich-Chef Wolfgang Hesoun. Außerdem werde mit „H2Future“ das Potenzial zum Bereitstellen von Netzdienstleistungen und dem möglichen Ausgleich von Schwankungen im Stromnetz erforscht.

Win-win-Situation
„Der Einsatz von grünem Wasserstoff ist eine ‚Win-win-Situation‘ für Energiewirtschaft und Industrie“, stellte Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber fest. Die Inbetriebnahme sah Bart Biebuyck von der Europäischen Kommission als „Beweis dafür, dass die Europäische Industrie gewillt ist, ihre Führungsrolle im Bereich Entwicklung und Kommerzialisierung von Elektrolyseuren beizubehalten, wie auch im Bereich der Dekarbonisierung des Industriesektors, bei gleichzeitiger Sicherung von Investitionen und Beschäftigung in Europa.“

APA/FOTOSTUDIO MARTIN EDER
In diesem Gebäude wird die neue Technologie getestet

Das komplette Projektkonsortium besteht aus voestalpine, Verbund und Siemens sowie aus der Verbund-Netztochter APG und den wissenschaftlichen Partnern K1-MET in Linz sowie der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO).
11.11.2019, red, ooe.ORF.at/Agenturen

Link:
Wissenschaft: Wasserstoffpilotanlage bei voestalpine
 
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