Ehemalige Kohlebergwerke in Brennberg-Ungarn und Ritzing Burgenland

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Harald 41

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#1
In Ungarn ( Ödenburger-Gebirge ) befindet sich die Bergwerkssiedlung Brennberg,in der sich bis vor ca.70 Jahre eines der grössten Kohlebergwerke Ungarns befand,heute ist leider nicht mehr viel davon zu sehen.
Einige Km westlich davon befindet sich Ritzing im Burgenland in dem es den Helenenschacht gibt,der aber ebenfalls stillgelegt ist,da war ich aber noch nicht.:D

http://pannonien.tv/der-brennende-berg/2011/

http://de.wikipedia.org/wiki/Brennbergbánya

http://de.wikipedia.org/wiki/Ritzing_(Burgenland)

LG Harry

PS: Einen Bunker fand ich auch,kommt in kürze.
 
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josef

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#4
Ödenburger Bergland

Harry :danke für die Bilder!
Sah vor einiger Zeit einen Fernsehbeitrag über das ehemalige Kohlenrevier bei Sopron...

Irgendwie komisch bzw. lustig ist die Gaststätte im Erdgeschoss der Kirche! Ist am Bild 5 / Beitrag #2 in der rechten Ecke zu erkennen :D Oben lauschen die alten "Muaterln" andächtig den Worten des Herrn Pfarrers, unten :trinken: die Männer...



lg
josef
 
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Harald 41

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#5
Hallo Josef;
Ja das wundert mich auch,hatte leider noch nicht die Zeit hineinzugehen den rechts davon stehen Bänke-Tische und Sonnenschirme.Ein richtiger Kirchenwirt,nicht so wie in Maria Schutz daneben.:lol1:
Zu dem Fernsehbeitrag möchte ich auch sagen, den sah ich leider nicht:schlecht: und im Netz war er auch nur bis heuer Februar oder März,dass ärgerte mich schon ein bisschen,wie ich beim recherchieren feststellte.
Vis a vis steht noch ein total Windschiefes Geschäftslokal,habe ich leider nicht Fotografiert,und der Bunker oder LSD kommt in kürze.

LG Harry

PS: Muss feststellen die Ungarn sind uns um einiges in Kirchenangelegenheiten vorraus,da gibt es sicher nicht so viel Austritte.
 
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josef

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#6
Helenenschacht bei Ritzing

Im TV-Beitrag sah man auch den Rest des Förderturmes vom Helenenschacht. Der noch vorhandenene, turmartige, gemauerte Unterteil wurde von einem Künstlerehepaar als "Wohnturm" adaptiert!

lg
josef
 
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Harald 41

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#7
Das heisst der Helenenschacht ist für Besucher Tabu,kann man nichts machen.
Hier noch die Bilder vom Szalasi-Bunker so wird dieser genannt liegt an der Grenze zu Österreich,hatte leider keine Taschenlampe dabei deswegen konnte ich nicht so weit hinein.In der Nähe zur Österreichischen Grenze gibt es noch ein ehemaliges Minenfeld
Skizze zum Bunker kommt Morgen.

LG Harry
 

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josef

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#9
Baubeschreibung Helenenschacht - Ritzing

In einem 30 Jahre alten Band über alte Industriearchitektur fand ich eine Beschreibung zum Förderturm des Helenenschachtes bei Ritzing:

Quelle: Wehdorn-Georgecopol-Winischhofer; "Baudenkmäler der Technik und Industrie in Wien, Niederösterreich u. Burgenland"; Wien 1984
(NÖ.-Landesbibliothek Sign. 39019-B1)
 

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#10
Ich war vor ein paar Jahren bei diesen Künstler-Ehepaar im Förderturm zu besuch. Damals waren sie gerade mitten im Umbau. Es wurden mehrere Zwischendecken eingezogen. Sozusagen in jeden Stock ein Zimmer. Vom Schacht existiert nur mehr ein Deckel im Boden, wo man nach ca 5 Meter tiefe das Schüttmaterial erkennen kann. Es sind sonst keine technischen Einbauten die an einen Förderschacht erinnern, vorhanden.

LG
Flughund
 

josef

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#12
Ritzing: 130 Jahre Helenenschacht

Ritzing: 130 Jahre Helenenschacht

Vor 130 Jahren wurde der Helenenschacht bei Ritzing (Bez. Oberpullendorf) in den Berg getrieben. Es war Teil des großen Kohleabbaugebietes in Brennberg bei Sopron. Bis heute haben sich viele freundschaftliche Kontakte zwischen den Gemeinden gehalten.

Karl Gneist ist einer der letzten Zeitzeugen. Er war als Bergmann im Helenenschacht beschäftigt. Das war wegen der Explosionsgefahr eine lebensgefährliche Arbeit. „1947, als die große Katastrophe im Bergbau war, waren 17 Bergleute verbrannt“, erinnert sich der ehemalige Bergmann.

„Goldene Zeit“ - Ringstraßenära
Zu dieser Zeit kam der Kohleabbau bereits zum Erliegen. Die Blütezeit war um 1900. „In der Ringstraßenära von Wien ist ein riesen Bauboom entstanden. Das hat bewirkt, dass man riesige Mengen an Bauholz, Kohle und Eisenerz brauchte“, so der Historiker Ernst Mihalkovits.

Der Helenenschacht war Teil des Bergbaugebietes Brennberg. Der Eiserne Vorhang teilte die Region und brachte wirtschaftliche Niedergang und Isolation.

Förderturm erinnert
1955 wurde der Abbau im Helenenschacht aufgegeben. Geblieben ist ein Förderturm. Er steht unter Denkmalschutz. Gerhard Bogner kaufte ihn 1991 und renovierte ihn fachkundig. Er steht auch als Symbol für die guten Kontakte zwischen Ritzing und Brennberg. Zur Jubiläumsfeier am Sonntag kamen auch viele Gäste aus Ungarn. „Es gibt jährlich einen Brennberg- oder Ritzing-Tag. Man will diese Freundschaften pflegen“, so Walter Roisz, Bürgermeister von Ritzing.
Text u. Bild:
http://burgenland.orf.at/news/stories/2796078/

Historische Aufnahme Förderturm:
 

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Bunker Ratte

Well-Known Member
#13
Zu Helenenschacht Ritzing:
Gedenkstein am Helenenschacht, den Opfern des Eisernen Vorhangs zugedachtes Mahnmal, eingeweiht am 14. November 2009

Der Förderturm:
139.jpg


Das Mahnmal:
140.jpg


Habe brav die Spurweite gemessen (600mm);):D
147.jpg
 

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josef

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#17
Hach, wie schön liebevoll das Schaufenster gestaltet ist! ;)
Ja, weniger an Gezähe und "Pseudo-Zimmerungen" usw. wäre oft mehr...
Aber die Gestalter solcher Gedenk- und Erinnerungstollen wollen halt so viel wie möglich unterbringen :)!
Erinnert mich an die diversen kleinen dörflichen Heimatmuseen, wo immer die gleichen Kochtöpfe, "Nudelwalker" (-> Teigwalzen...) , Waschrumpeln, Pferdegeschirre, Pflüge, Handwerkzeuge usw. zu sehen sind :D

Trotzdem müssen wir froh sein, wenn es noch engagierte Menschen gibt, die mit Freude und Ehrgeiz solche Erinnerungen an alte Zeiten sammeln und an nachfolgende Generationen weitergeben bzw. erhalten...
 
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