R

Ralf 08666

Guest
#81
OT
Nee. Altes, ungeschriebenes Gesetz. Fast alle "Dampfer" sind weiblich. Hier hast du ein paar Erklärungsversuche.
Gruß
Dieter
Hallo Dieter,

das frauenfeindliche hab ich gelöscht....will mir das nicht zu eigen machen :lol1:

ABER VIELEN DANK für den Link, ob Du´s glaubst oder nicht, dieses "Rätsel" ging mir schon ein paar Jahre immer wieder durch den Kopf...endlich kann ich wieder ruhig schlafen....
Gruß
Ralf
 
#83
Geologische Karte mit genauer Lage der RAB

Hallo an Alle!

habe zufällig die geologische Karte im Anhang mit der genauen Lage der RAB Raum Heiligenkreuz gefunden

lg Michael


Quelle: Geologische Bundesanstalt/ Geologisch Tektonische Übersichtskarte des Schwechattals - Lindkogl
 

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#84
Aktuelle Fotos neben dem Stift Heiligenkreuz

Hallo an Alle!

Habe den Tag für einen Ausflug genutzt...leider war es Heute sch... kalt!
Anhand der von mir eingestellten Karte habe ich den Talbereich Sattelbach besucht und bin prompt fündig geworden.

Neben einem dubiosen Fundament (vielleicht ein kleiner Pfeiler) fand ich im rechten Winkel zu dem gesprengten Pfeiler 2 Betonstreifen mit Gewindebolzen, die für einen Kran oder ähnliches vorgesehen waren. In unmittelbarer Nähe fand ich auch den Flansch und einen Entwässerungsschacht.

Werde bei Gelegenheit zu fuß den Verlauf rund um Heiligenkreuz abgehen um nach weiteren Spuren zu suchen!

lg Michael
 

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G

gollhamj

Guest
#85
Passt zwar nicht 100%ig aber vielleicht interessant

In Salzburg ging man zeitweise mit Drohung und Enteignung beim Grundkauf vor.
 

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#86
Hallo ettoresottsass,

die aktuelle Autobahn geht nördlich an Heiligenkreuz vorbei, in deinem Plan ist südlich, zwischen Heiligenkreuz und Preinsfeld eingezeichnet. Wurde die Trassierung geändert? würde mich wirklich interessieren.

LG rak64
 

josef

Administrator
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#87
Hallo ettoresottsass,
die aktuelle Autobahn geht nördlich an Heiligenkreuz vorbei, in deinem Plan ist südlich, zwischen Heiligenkreuz und Preinsfeld eingezeichnet. Wurde die Trassierung geändert? würde mich wirklich interessieren.
LG rak64
Ja! Die Trasse der damaligen RAB war urprünglich südlich des Ortes (Stift) geplant. Wurde auch mit Bauarbeiten begonnen => siehe dazu einige Berichte hier im Thread...

lg
josef
 
#88
Hallo!
Ich bin neu hier im Forum und glaube hier die Experten für RAB's in Österreich gefunden zu haben.
:hilfe2:
Habe dazu mal eine Frage: Wo findet man bei der Westautobahn ab der AS Wallersee in Richtung Wien und der Tauernautobahn ab der AS Salzburg - Süd in Richtung Süden Bauwerke dieser Zeit. Es können auch Bauwerke sein die nach dem Krieg fertiggestellt worden sind bzw. noch nach RAB Plänen gebaut wurden. Würde mich auch freuen wenn Ihr mir sagen könntet wo es sich nicht lohnt nach solchen Bauwerken zu suchen weil sie abgerissen wurden.
 

Geist

Worte im Dunkel
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#89
Ich habe vor kurzem die "Verkehrskarte von Grossdeutschland" gekauft, in der alle fertiggestellten, in Bau befindlichen oder projektierten Verkehrswege des damaligen Deutschen Reiches zu sehen sind. Weiters sind Ausfallstraßenkarten von einigen größeren Städten enthalten, das sind Köln, München, Dresden, Wien, Berlin und Hamburg.
Die Karte stammt irgendwann aus 1938/39, Österreich war jedenfalls schon angeschlossen, Polen aber noch nicht geteilt.
Hersteller der Karte ist der Columbus-Verlag Paul Oestergaard K.-G., Berlin-Lichterfelde.

Die blauen Linien sind die Reichsautobahnen, durchgezogene Linie bedeutet fertiggestellt oder in Bau und strichliert eingezeichnet sind die projektierten Teile der RAB.

Wenn jemand Teile davon als Foto zugeschickt haben möchte, möge er sich rühren. Im Anhang findet sich ein Komplettfoto von der Karte und eines mit Fokus auf Österreich.
 

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josef

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#90
Karte aus ca. 1038/39

Die Karte stammt irgendwann aus 1938/39, Österreich war jedenfalls schon angeschlossen,
:danke @Geist!
Da gibt es einige interessante Trassenführungen:

- Südroute quer durch das steirische Joglland...
- Südroute in Kärnten am Südufer des Wörthersees...
- Pyhrnroute über Bruck durchs Murtal...
- Verbindung Pyhrn- mit Tauernroute durch das Ennstal...
- im Westen von Innsbruck nach Mittenwald usw. ... :D

lg
josef
 

josef

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#95
RAB-Planungen Raum Attersee

Beschäftige mich derzeit mit dem Buch von

Bernd Kreuzer; "Tempo 130 - Kultur- u. Planungsgeschichte der Autobahnen in OÖ."; Trauner-Verlag, Linz 2005; ISBN 3-85487-783-8 .

Darin wird auch die damalige Trassenwahl zwischen Mondsee und Seewalchen entlang der Höhen oberhalb des Attersees behandelt. Siehe dazu auch Beitrag #56 von @WA1971 aus 2007 über das damals teilweise begonnene Bauvorhaben:
Zwischen Innerschwand/Aschau und der Anschlussstelle St. Georgen im Attergau. Hier sollte die Autobahn nach ursprünglicher Planung über Nussdorf oberhalb des Attersees verlaufen. Laut der zitierten Website wurde diese Trasse aus "geologischen Gründen" aufgegeben.
Kennt jemand die Gegend näher oder weiß etwas darüber, ob außer den fotografisch dokumentierten Bauwerken bei Aschau noch weitere Bauten ausgeführt worden (und vielleicht noch zu besichtigen) sind?
Leider funktionieren die Links aus 2007 nicht mehr, wo der Trassenverlauf dargestellt wurde bzw. die Torsos einiger begonnener Objekte zu sehen waren.

Im vorgenannten Buch habe ich nun Trassenskizzen gefunden:

1. Leider sehr schlechte Bildqualität der Karte mit dem geplanten RAB-Verlauf - Planung 1938.

2. Übersichtskarte aus 1956 mit 3 Streckenvarianten für das Auswahlverfahren zum Weiterbau der ehemaligen RAB Salzburg-Linz-Wien:
GRÜN: Letzendlich ausgewählte und verwirklichte Trasse der heutigen A1 über Oberwang und Strass.
ROT: Ehemalige RAB-Trasse, die teilweise als Hangtrasse oberhalb des Attersees projektiert war.
SCHWARZ: Ebenfalls zur Debatte gestandene Planungsvariante aus der Nachkriegszeit, entlang der Gesamtufer des Mond- und Attersees mit 2 Tunnels.

Quelle der Skizzen: Bernd Kreuzer; "Tempo 130 - Kultur- u. Planungsgeschichte der Autobahnen in OÖ."; Trauner-Verlag, Linz 2005, (NÖ.Landesbibliothek Sign. 108.323-C)
 

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josef

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#96
Projektierte Monumente an der RAB

Der dem Nazi-Regime anhaftende Hang zur propagandistischen Heroisierung durch Errichtung gigantischer Bauwerke sollte auch im Umfeld der RAB nicht fehlen!

So war ursprünglich am Ende der RAB-Strecke München-Reichenhall (Salzburg) an der Reichsgrenze bei Piding ein von A.Speer entworfenes "Einfahrtstor ins Reich" vorgesehen. Dies war dann mit dem Anschluss Österreichs 1938 hinfällig und die beiden je 70 m hohen Türme an den Fahrbahnrändern der AB sollten nun 350 km weiter östlich, an der neuen Reichsgrenze zu Ungarn, errichtet werden. Da es kriegsbedingt 1942 zur Einstellung des Autobahnbaues kam, blieben uns die Türme im Grenzbereich von Nickelsdorf/Burgenland erspart...

An Stelle des "Einfahrtstores ins Reich" sollte am Walserberg nun vom Bildhauer Josef Thorak ein überdimensioniertes, 17 m hohes, "Denkmal der Arbeit an der Reichsautobahn" geschaffen werden. Dieses Monster sollte an den dort am 07.04.1938 erfolgten Spatenstich zum Weiterbau der RAB nach Österreich erinnern. Außer der Herstellung eines Gipsmodells dürfte es da auch zu keinen weiteren Aktivitäten mehr gekommen sein...

Auch im Süden von Wien sollte ein Monument am Ende bzw. Beginn der RAB Wien-München hinweisen: Dort war am "Verteilerkreis Triesterstraße" (heute ca. Bereich Knoten Vösendorf) ein ebenfalls 70 m hoher Turm im Zentrum des Kreises geplant. Besonders in der Nacht sollte der von innen beleuchtete Turm einen markanten End- bzw. Anfangspunkt der AB darstellen. Der Entwurf zu diesem ebenfalls nicht ausgeführten Bauwerk stammte von den Architekten Theiss und Jaksch.

1. Skizze des "Einfahrtstor ins Reich" von A.Speer
2. Entwurfszeichnung des "Denkmal an die Arbeit an der Reichsautobahn" von J. Thorak.
3. Skizze des Turmes im "Verteilerkreis Triesterstraße" im Süden Wiens v. Theiss u. Jaksch.

Textbasis u. Bildquelle: Bernd Kreuzer; "Tempo 130 - Kultur- u. Planungsgeschichte der Autobahnen in OÖ."; Trauner-Verlag, Linz 2005, (NÖ.Landesbibliothek Sign. 108.323-C)
 

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josef

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#97
Interessante Projekte

Um 1940 gab es neue Projekte für die RAB-Trassenführung entlang steiler Gebirgshänge:

Pyhrnautobahn Wels-Liezen-Graz: Die Trasse sollte nicht wie heute die A9 durch den ca. 5,5 km langen Bosrucktunnel führen, sondern in etwa der alten Bundesstraße folgen und den Pyhrnpass mit einem 600 m langen Scheiteltunnel unterfahren. Dabei hätte die Trasse entlang der steilen Flanken des Warscheneck-Massivs entlangführen sollen. Zur Sicherung der Fahrbahnen gegen Steinschlag, Muren und Lawinen war die Streckenführung in Gallerien vorgesehen. Dabei plante man die Richtungsfahrbahnen nicht auf gleichem Nivieau, sondern versezt übereinander in den Hang hineingebaut. (=> Kartenausschnitt RAB-Bereich Pyhrnpass siehe Beitrag #15.)

Tauernautobahn Salzburg-Klagenfurt: Auch bei dieser, teilweise durch hochalpines Gelände führenden AB, sollten "Doppelstockgallerien" für die getrennten Richtungsfahrbahnen entlang der Berghänge zur Ausführung gelangen. Beim Neubau der A10 wurde diese Linienführung mit kilometerlangen Hangbrücken gelöst...

1. Schnittskizzen von projektierten Gallerien der RAB im Bereich Warscheneck
2. Tauernautobahn - Visualisierungsskizze für die untere Richtungsfahrbahn (Innenansicht) einer zweigeschossigen Gallerie.

Bildquelle: Bernd Kreuzer; "Tempo 130 - Kultur- u. Planungsgeschichte der Autobahnen in OÖ."; Trauner-Verlag, Linz 2005, (NÖ.Landesbibliothek Sign. 108.323-C)

 

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#98
Projekt Raststätte bei Melk

Zwischen Melk und Pöchlarn plante die RAB-Gesellschaft die Errichtung einer Großraststätte. Der Entwurf des Architekten Max Fellerer kam jedoch nie zur Ausführung. Ebenso kam eine weitere Raststätte bei Hochstraß (heute Außenring-AB A21) über die Planungsphase nicht hinaus...

Projektskizze RAB-Raststätte Melk:

Bildquelle: Bernd Kreuzer; "Tempo 130 - Kultur- u. Planungsgeschichte der Autobahnen in OÖ."; Trauner-Verlag, Linz 2005, (NÖ.Landesbibliothek Sign. 108.323-C)
 

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josef

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#99
Salzburg-Liefering, nicht gebauter AB-Knoten

Im Buch über die OÖ. Autobahnen fand ich nauch eine Skizze der RAB über die "Lage der RAB und Anschlussstellen im Bereich Salzburg", datiert mit 1939.

Darauf ist das AB-Dreieck bei Gois mit der Verknüpfung der Strecken
München - Salzburg - Wien mit der Tauernautobahn Salzburg - Villach (Klagenfurt) und weitere Anschlussstellen dargestellt.

Interessant ist ein weiterer projektierter, nie gebauter, AB-Knoten im Bereich Liefering zwischen dem Anschluss Liefering (heute Salzburg-Mitte) und er Salzachbrücke, etwa beim heutigen Anschluss Salzburg-Messezentrum!
Die dort nie gebaute Weiterführung einer AB-Strecke ist mit "Richtung Straubing" angeführt! Wobei in allen mir bisher untergekommenen Linienplänen der RAB keine RAB Trasse Salzburg - Straubing zu finden ist...

Vielleicht hat jemand von Euch eine alte RAB-Streckenkarte, wo auch eine Trasse Sbg. - Straubing, als Querverbindung zur Trasse Regensburg - Linz, eingezeichnet ist?

Skizze aus: Bernd Kreuzer; "Tempo 130 - Kultur- u. Planungsgeschichte der Autobahnen in OÖ."; Trauner-Verlag, Linz 2005, (NÖ.Landesbibliothek Sign. 108.323-C)
 

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josef

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RAB-Brückenbauwerke in OÖ. - Teil 1

Die Trasse der RAB-Strecke Salzburg-Wien verläuft in Oberösterreich quer zu den aus dem Gebirge kommenden Gewässer. Die mehr oder weniger breiten Flusstäler mussten deshalb mit teilweise gigantischen Brückenbauwerken überspannt werden. Da kriegsbedingt der RAB-Bau 1942 eingestellt wurde, standen die 1938/39 begonnenen Objekte bis zur Wiederaufnahme der Bautätigkeit nach 1955 als Torsos in der Landschaft...

Aitertalbrücke:

1. Plan- und Visualisierungsskizze 1939
2. Baustelle 1940
3. Brückenpfeiler 1953

Almtalbrücke:

4. Plan- und Visualisierungsskizze 1939
5. Baustelle 1940

Bilderquelle: Bernd Kreuzer; "Tempo 130 - Kultur- u. Planungsgeschichte der Autobahnen in OÖ."; Trauner-Verlag, Linz 2005, (NÖ.Landesbibliothek Sign. 108.323-C)
 

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