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Joa

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Die andere Stirnseite der Anlage ist mit einem Tor verschlossen
Reichsautobahn 024.jpg

hier befindet sich ein idyllischer Teich, an dessen anderem Ende eine schmucke Jagdhütte steht
Reichsautobahn 021.jpg

dann umrundete ich die Tunnelröhre
Reichsautobahn 026.jpg Reichsautobahn 028.jpg

Rückblick
Reichsautobahn 031.jpg

steil hinab auf die andere Seite
Reichsautobahn 037.jpg

Rückblick
Reichsautobahn 041.jpg

angeblich wurde die Tunnelröhre von Jägern als Schießkanal benutzt. Leider konnte ich die Tunnelröhre innen nicht besichtigen, da das Tor mit einem Zahlenschloss abgesichert war. Die Röhre weist die beachtliche Länge von 51m auf und hatte den Zweck, die geplante Reichsautobahn unterhalb gefahrlos queren zu können.
 
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Hallo,

zur Zeit steht ein Foto bei einer bekannten Versteigerungsplattform zum verkauf.
Mit 1400m sollte in Wien - Stadlau über die Donau die längste Autobahnbrücke im Reich entstehen. Mit den Fundamenten der Pfeiler wurde 1939 begonnen.
Bei NCAP kann ich aber im Bereich Stadlau keine Baustelle (mehr?) zu erkennen.
Kennt jemand noch eine weitere Quelle? Könnte das die heutige Praterbrücke (A23) gewesen sein?
 

josef

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Projekt "RAB-Brücke über die Donau" in Wien
Mit 1400m sollte in Wien - Stadlau über die Donau die längste Autobahnbrücke im Reich entstehen. Mit den Fundamenten der Pfeiler wurde 1939 begonnen.
Bei NCAP kann ich aber im Bereich Stadlau keine Baustelle (mehr?) zu erkennen.
Kennt jemand noch eine weitere Quelle? Könnte das die heutige Praterbrücke (A23) gewesen sein?
Nach Planausschnitten betreffend "Industrie- und Verkehrsplanungen" die 2015 in der Ausstellung " »Wien. Die Perle des Reiches« - Planen für Hitler" im Architekturzentrum Wien (Museumsquartier...) zu sehen waren, sollte der nach Norden verlaufende Ast der RAB am Westende des Freudenauer Hafens die Donau Richtung Großer Biberhaufen - Aspern und weiter nach Breitenlee queren:

Planungsstand 1940-42: Zum Zeitpunkt der Planerstellung waren im Süden von Wien (Bereich Vösendorf, Richtung Wienerwald...) schon Bauabschnitte der RAB in Bau bzw. kriegsbedingt schon wieder eingestellt...

1584870065791.png
1584870152266.png
Oben Ausschnitte aus dem großen Übersichtsplan unten:
1584870233880.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
mich würde interessieren wie ursprünglich der Abzweig von der A1 nach Linz aussehen sollte. Sollte das mal so eine Art "Verteilerkreis" werden oder doch eher eine "Trompete".

https://ncap.org.uk/frame/24-1-57-2-144

Es gibt ja zwei RAB - Unterführungen, die westliche ist für zwei Fahrbahnen ausgelegt, die östliche aber nur für eine. Bei einer Trompete wäre ja die östliche nicht nötig gewesen, bei einen Verteilerkreis bräuchte man ja in der westlichen nicht die zweite Fahrbahn.
 
viel verändert hat sich seit den letzten Aufnahmen hier im Forum vor Ort nicht...das markante T der Tunnelröhre mit dem lauten Autobahngeräuch und dem Wissen wer hier gebaut macht etwas nachdenklich
 

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josef

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KRIEGSRELIKTE
Alland/Heiligenkreuz: Rätselhafte Schächte entdeckt
Ein aufmerksamer Wanderer stieß in einem Wald bei Heiligenkreuz auf zwei offene Schächte. Nun wurden sie abgedeckt.
NÖN-Ausgabe Baden, von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 12. Dezember 2020

Johannes Siebenhandl, der aufmerksame Wanderer, entdeckte die beiden offenen Schächte.
Foto Pirkfellner

Vor einiger Zeit machte Johannes Siebenhandl aus Alland eine Wanderung durch einen Wald bei Heiligenkreuz und entdeckte zwei tiefe, offene Schächte im Boden. Zuerst lag die Vermutung nahe, diese Schächte gehören zu einem aufgelassenen Gipsbergwerk, dem ist aber nicht so.

Nach weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass diese Schächte im Stiftswald von Heiligenkreuz ein Erbe der in den 1940er Jahren geplanten Reichsautobahn sind. Die Autobahn Salzburg – Linz – Wien war das große Prestigeprojekt Adolf Hitlers, sie hätte direkt über das Areal des Stifts führen sollen. Erst 1974 gab man diese Streckenführung auf, ein groß angelegter Grundstückstausch führte schließlich zur heutigen Trassenführung der Außenringautobahn, rund zwei Kilometer vom Stift entfernt. Ein Probepfeiler für die Reichsautobahnbrücke wurde erst in den 1980er Jahren im Konventgarten gesprengt.

Die Forstverwaltung des Stifts deckte die Schächte sofort ab und dankte dem Wanderer.
https://www.noen.at/baden/kriegsrel...alland-heiligenkreuz-kriegsrelikt-entdeckung-
johannes-siebenhandl-print-236985471
 
Trassenvergleich RAB-Planung und tats. Ausführung A21 Raum Heiligenkreuz

Da dürfte das Landwehrbataillon 342 alte Kartenbestände als Beilage zum Einsatzplan Raum Alland-Heiligenkreuz verwendet (aufgebraucht...) haben :D

Die Tarnhütte für die FAn gleich oberhalb der A21 war ja auch jahrelang gut zu sehen, ist aber jetzt verschwunden... Die "Hütten" an der A1 am Waldrand knapp vor der Wiener Stadtgrenze (dürfte zu Purkersdorf gehören) hingegen sind noch immer gut zu erkennen :)

Habe den ÖMK-Kartenausschnitt von @Tom69 mit der von der RAB projektierten Trasse einen aktuelleren Kartenausschnitt (BEV-Austrian-MAP) gegenübergestellt:
Ich würde gerne die FAn`s bei Alland besichtigen, sollen sich im Wald zwischen Heiligenkreuz und Alland befinden. Kann mir jemand weiterhelfen, ob diese nördl. oder südl. der A21 zu finden sind. Besten Dank im voraus!
 
Bis 1973 war die Grazer Westumfahrung durch die Pyhrn Autobahn quer durch Eggenberg geplant. Durch die Errichtung des fast 10 km langen Plabutschtunnels blieb dem Bezirk diese Belastung erspart.

Was man an der alten Planung erkennen kann ist, dass die Trasse sich entlang von Hügeln am Rande der Ackerflächen orientiert. Damals war Ackerland noch etwas wert. Die heutige A9 geht mitten durch die Felder, am kürzesten Weg durch die Landschaft.

Von Wien bis Klagenfurt unterscheidet sich die alte Planung von dem Gebauten auf drei Teilstücken.

1. Der Wechsel-Abschnitt (zwischen Wr. Neustadt und Hartberg)
wäre 1941 über Bad Schönau gewesen.

2. Hartberg-Gleisdorf
1941 direkter, ohne Bogen Richtung Fürstenfeld

3. Graz-Völkermarkt
wäre 1941 über die Soboth und nicht wie heute über die Pack gewesen. Wahrscheinlich geht sich der Streckenverlauf auf österr. Gebiet gar nicht aus.


Danach scheint die Trasse, im Gegensatz zu heute, südlich des Wörther Sees weiterverlaufen zu sein.


Für mich ist sehr interessant, dass die alten Planungen Ackerflächen berücksichtigen, dem Wörther See nicht das von Natur aus schönere Nordufer genommen hätten und auch in anderen Details war da irgendwie mehr "Hirn" dabei. Im Gegensatz dazu scheinen die Autobahnen heute recht radikal in die Gegend betoniert zu sein.

Ich hätte zur Trasse 127 der RAB Wien - Graz in der 1941er Plan-Version eine Frage. Mein Vater hat kürzlich erwähnt, das hinter seinem/meinem Elternhaus in Wiesmath in der Buckligen Welt lange Zeit nach dem Krieg noch ein Schild stand, dass auf die geplante RAB hinwies, die dort verlaufen sollte. Nähere Infos hat er nicht. Mich würde nun sehr interessieren ob es dazu genauere Pläne gibt, wie der Trassenverlauf durch die Bucklige Welt (von Wr. Neustadt über Bad Schönau und dann über den Wechsel oder übers Burgenland) nach Graz) ausgesehen hat??
 

Geist

Worte im Dunkel
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Ich hätte zur Trasse 127 der RAB Wien - Graz in der 1941er Plan-Version eine Frage. Mein Vater hat kürzlich erwähnt, das hinter seinem/meinem Elternhaus in Wiesmath in der Buckligen Welt lange Zeit nach dem Krieg noch ein Schild stand, dass auf die geplante RAB hinwies, die dort verlaufen sollte. Nähere Infos hat er nicht. Mich würde nun sehr interessieren ob es dazu genauere Pläne gibt, wie der Trassenverlauf durch die Bucklige Welt (von Wr. Neustadt über Bad Schönau und dann über den Wechsel oder übers Burgenland) nach Graz) ausgesehen hat??
Ich kann dir nur einen Ausschnitt der Planung von 1941 anhängen, der bis Rosenbrunn ungefähr sieben Kilometer nördlich von Wiesmath reicht. Aber schon aus diesem Plan ist aufgrund der Kreuzerl ersichtlich, dass die Trassierung anscheinend nicht weiter verfolgt wurde.
 

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Ich kann dir nur einen Ausschnitt der Planung von 1941 anhängen, der bis Rosenbrunn ungefähr sieben Kilometer nördlich von Wiesmath reicht. Aber schon aus diesem Plan ist aufgrund der Kreuzerl ersichtlich, dass die Trassierung anscheinend nicht weiter verfolgt wurde.
Vielen Herzlichen Dank. Das ist schon sehr hilfreich, wobei dort wo es aufhört es besonders interessant wäre. Wo müsste ich suchen, hier die weitere Planung womöglich ausfindig zu machen?
 

Geist

Worte im Dunkel
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Vielen Herzlichen Dank. Das ist schon sehr hilfreich, wobei dort wo es aufhört es besonders interessant wäre. Wo müsste ich suchen, hier die weitere Planung womöglich ausfindig zu machen?
Die Originalpläne liegen wenigstens zum Teil im Österreichischen Staatsarchiv (Archiv der Republik) oder vielleicht auch im Niederösterreichischen Landesarchiv. Aber vielleicht hat ja schon irgendwer ein Buch drüber geschrieben und dort die Pläne veröffentlicht oder die Trassierungen beschrieben.
 
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