Ende der österreichischen "Gebirgsmarine"

siebzehn

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#21
Muss gestehen, dass ich keine Ahnung von Booten habe, nur kommen mir fast 200k für ein "Aluwandl" ein wenig viel vor.

STURM- UND FLACHWASSERBOOT

Auch das Sturmboot verfügt über einen verstärkten Aluminium-Rumpf und über einen Jet-Antrieb. Die ÖSWAG schaffte es wieder in die Endauswahl – neben Lehmar Boote (Deutschland) und Marine Alutech (Finnland). Diesmal machten jedoch die Finnen das Rennen. Marine Alutech Oy Ab ist ein ausgewiesener Spezialist für militärisch genutzte Boote bis hinauf zum Hochsee-Patrouillenboot. Für das Bundesheer wurde der bei mehreren Armeen eingeführte Typ Watercat M8 “G-Boat” zum Watercat M9 weiterentwickelt. Das Boot soll für taktische Aufgaben wie etwa schnelle Übersetzungen, den Patrouillendienst oder Eskortierungsaufgaben eingesetzt werden. Statt ursprünglich 12 geplanten Booten wurden 20 Stück in Finnland bestellt (+ Option auf 4 weitere Boote). Der Kaufpreis beträgt 3,78 Mio. Euro (netto). Die Sturmboote sollen 2014 ausgeliefert werden. Derzeit befindet sich das Typenboot in Finnland zur Erprobung.

Beim Bundesheer wird das Pionierbataillon 3 (die “Melker Pioniere”) für die Sturmboote verantwortlich sein. 12 Boote werden dann auch direkt beim PiB3 stationiert werden. Auch die beiden Boote für das Jagdkommando werden in Melk ihren Heimathafen haben. Das Pionierbataillon PiB1 (Villach, Kärnten) und das Pionierbataillon PiB2 (Wals, Salzburg) erhalten jeweils drei Boote.

Hersteller: Marine Alutech Oy Ab
Besatzung: 2 Mann
Abmessungen: Länger über alles: 9,50 m / Länge Wasserlinie: 8,60 m /
Breite: 2,45 m
Tiefgang: 0,50 m
Verdrängung: 4 Tonnen (bei max. Zuladung)
Antrieb: Innenbord-Dieselmotor 190 kW (258 PS), Rolls-Royce FF270 Waterjet, HS80 Getriebe
Geschwindigkeit: > 56 km/h (Reisegeschwindigkeit: > 47 km/h)
Treibstoffkapazität: 200 Liter
Reichweite: 120 nm (nautische Meilen = 222 km)
Max. Zulandung: 8 Personen auf gefederten Sattelsitzen mit ausklappbaren Haltegriffen (inkl. Stauraum in den Sitzen) oder 1.300 kg an Deck
Ausstattung: Raymarine C127 Radar, Donaufunk, militärische Funkausstattung, Suunto C66 Kompass, GPS und Echolot von Raymarine, Lautsprechersystem, Bootsanhänger
Quelle: http://www.doppeladler.com/da/oebh/neue-donauflottille/


lg siebzehn
 

josef

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#23
Liegeplatz der Patrouillenboote "Niederösterreich" und "Oberst Brecht"

Unlängst schaute ich beim derzeitigen Liegeplatz der ehemaligen "Dickschiffe" :D des ÖBH im alten Werfthafen in Korneuburg vorbei (leider an einem Wochentag ohne Besichtigungsmöglichkeit):

Fotos Teil 1:

1. Das historische Dampfschiff "Pascal" trennt die "Niederösterreich" von der vom Kai aus fast nicht zu sehenden "Oberst Brecht"...

2. Früher herrschte im Werftbereich rege Betriebsamkeit, heute idyllische Ruhe...

3. Neben der "Pascal" erkennt man die "Oberst Brecht".

4. - 6. Details vom Vorschiff, Steuerhaus und den ehemaligen gepanzerten Waffenständen (20 mm MK und 12,7 mm üsMG).
 

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josef

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#24
Liegeplatz der Patrouillenboote - Teil 2

Fotos Teil 2:

7. Heckpartie...
8. Vorderschiff - Bugpartie...
9. Mittschiff...
10. - 11. ...und der Rabe wacht noch immer brav :hand:
 

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josef

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#26
Die NÖ scheint ja noch sehr gut gepflegt/gewartet zu sein.
Siehe dazu:
Historische Patrouillenboote des Österreichischen Bundesheeres

Nach ihrer altersbedingten Außerdienststellung 2006 wurden die beiden größten Patrouillenboote des Österreichischen Bundesheeres NIEDERÖSTERREICH und OBERST BRECHT dem Heeresgeschichtlichen Museum/Militärhistorisches Institut für museale Zwecke übergeben. Da es sich um Einzelstücke handelt, haben sie für die Dokumentation der österreichischen Militärgeschichte aus den Jahren des Kalten Krieges vor 1989 eine besondere Bedeutung.

Weil die Erhaltung der Schiffe in ihrem natürlichen Element, dem Wasser, naheliegend war, wurden sie der aus praxisorientierten Schiffsliebhabern und Veteranen der Militär- sowie Zivilschifffahrt bestehenden „Marinekameradschaft Admiral Erzherzog Franz Ferdinand“ MKFF am 16.11.2006 zur musealen Betreuung übertragen.

Neben der Pflege und Erhaltung der Boote im einsatzfähigen Zustand steht dabei die Präsentation in der Öffentlichkeit im Vordergrund. Der ursprüngliche Liegeplatz direkt unter der Reichsbrücke beim Schifffahrtszentrum am Wiener Handelskai musste im Frühjahr 2014 verlassen werden. Seit 28.03.2014 liegen die Boote an ihrem Entstehungsort, der alten DDSG-Werft in Korneuburg, zur Besichtigung bereit, fallweise auch mit den gesamten Innen-, Wohn- und Maschinenräumen.

Die seit 2004 bestehende und seit 12.05.2005 im Vereinsregister eingetragene „Marinekameradschaft Admiral Erzherzog Franz Ferdinand“, vom Bundesministerium für Landesverteidigung anerkannter wehrpolitischer Verein, ist an dieser Außenstelle des Heeresgeschichtlichen Museums tätig. Die Pflege der Schiffe und ihr Betrieb finanziert sie aus Mitgliedsbeiträgen sowie freiwilligen finanziellen und sachlichen Spenden.
Gesamter Artikel: http://www.hgm.at/ausstellungen/aus...ouillenbootstaffel-korneuburg-alte-werft.html
 
#27
Die NÖ scheint ja noch sehr gut gepflegt/gewartet zu sein.
12-09-2016 23:08
Betonung auf "scheint". Sieh dir das Schiff mal in Natura an.
Katastrophal der optische Zustand der OBESRT BRECHT. Das Geld welches der Verein hat fließt hauptsächlich in die NIEDERÖSTERREICH. Zudem hatte die OBERST BRECHT einen Maschinenschaden dessen Behebung auch gekostet hat.

lg
Cerberus9
 
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