Ewiges Thema: Flaktürme Wien - Zutritt/Nutzung

S

Sirup

Guest
#1
Hallo,

ich kann mir vorstellen, dass dieses Thema für einige schon etwas leidig ist.
Trotzdem habe ich dazu eine Frage.
Gibt es irgendeine Möglichkeit den Flakturm im Augarten oder den im Arnenbergpark zu besichtigen? (Nicht den mit dem MAK).
Habe gesehen, dass der im Arnenbergpark 2006 für 1 Tag für die Bevölkerung zugänglich war... Leider schon etwas länger her...

An wen könnte man sich wenden um hineinzu können?

Besten Dank,
 
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#2
@sirup

Augarten: keine Möglichkeit einen der Türme zu betreten.
Arenbergpark: G-Turm kann im Rahmen der Besuchstage des MAK teilweise besucht werden. L-Turm (neuer Mieter) derzeit ebenfalls nicht möglich.
Stiftskaserne : unmöglich
Haus d. Meeres: Jeden Tag: Man sollte die Chance nutzen, um die Dachlandschaft (Meßplattform und den Kran) noch einmal zu sehen. Demnächst wird dort umgebaut.

lg

Cerberus9
 
#3
Haus d. Meeres: Jeden Tag: Man sollte die Chance nutzen, um die Dachlandschaft (Meßplattform und den Kran) noch einmal zu sehen.
Falls es jemand noch nicht weiß: Man kann jetzt auch auf die Plattform rauf ohne durch durch den Zoo zu müssen da es jetzt eine neue Turmstiege gibt. Täglich geöffnet von 09:00 bis 17:00 Uhr (am Donnerstag sogar bis 20:30 Uhr). Eintrittspreis: 3 €
 
B

bunkertommy

Guest
#4
@sirup

Genau war es der 23.12.2006 als der Arenbergpark-Turm unter der Veranstaltung "Faktum Flakturm" zugänglich war.
Ich war mit Arbeitskollegen dort,der ganze Turm war zugänglich und wir durften sogar auf die Plattform.Ein unvergessliches Erlebnis.Hab auch ein paar Fotos gemacht,leider nur mit älterem Handy ohne Blitz.
An diesem Tag gab es auch eine Unterschriftenaktion für die leichtere Zugänglichkeit in den Flakturm.Was es gebracht hat,wissen wir eh.....

Mfg.Thomas
 

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cushing1163

Guest
#6
Für die Betretung des Gefechtsturms im Augarten haben die Herrschaften vom Verein "Berliner Unterwelten" 2005 eine Genehmigung bekommen und ihren Besuch hier dokumentiert. Den Bericht werden wahrscheinlich eh schon manche kennen.
 
C

Chris_1978

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#7
Bunker/Flaktürme Österreich?

Hallo Leute!

Ich war kürzlich wieder mal in Berlin und habe mir im Zuge dieses Aufenthalts die Touren 1, 2 und 3 der Berliner Unterwelten E.V http://berliner-unterwelten.de/ angesehen. Waren alle 3 sehr interessant, wobei mir die Tour 2 (Im Flakturm Humboldthain) am meisten imponiert hat.
Jetzt meine Frage: Gibt es in Österreich auch Bunker, die man besichtigen kann, bzw besteht eine Möglichkeit auch die Wiener Flaktürme zu besichtigen? Im Turm im Esterhazypark ist ja das Haus des Meeres untergebracht. Da gab es anscheinend Führungen, die aber 2009 wegen dem beginnenden Dachausbau vorerst eingestellt wurden. Weis jemand ob und wann diese Führungen wieder stattfinden? Der Gefechtsturm im Arenbergpark beherbergt ein Depot des Museums für Angewandte Kunst, dürfte also kaum zu besichtigen sein.
 

josef

Administrator
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#9
Kein Zutritt zu Flaktürmen im Arenbergpark

Kein Zutritt zu Flaktürmen im Arenbergpark

Die beiden Flaktürme im Arenbergpark im Bezirk Landstraße bleiben weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. Im größeren Turm sind Sanierungsarbeiten angedacht, der kleinere Turm bleibt leer - der Mieter ist in Konkurs gegangen.

Das Museum für angewandte Kunst (MAK) lagert Werke zeitgenössischer Künstler im Gefechtsturm im Arenbergpark, dem größten Wiener Flakturm. Pläne für eine Sanierung gibt es, heißt es aus dem MAK, Konkretes ist aber nicht zu erfahren. Nur so viel: Der Turm soll wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Einen Zeitpunkt, wann das passieren soll, bleibt offen.

Kein Datencenter im kleineren Turm
Auch der kleinere der beiden Türme wird als Lager verwendet, allerdings vom Stadtgartenamt. Besitzerin ist die Stadt Wien, zuständig die Bau- und Gebäudemanagement MA34. Der Turm ist außen gesichert, nur innen seien „bedenkliche Bereiche gesperrt“, so Norbert Böchzelt von der MA 34. Eine IT-Firma hatte noch im vergangenen Frühjahr große Sanierungspläne angekündigt, ist im Sommer aber selbst sanierungsbedürftig und letztendlich insolvent geworden.

Damit ist der Stadt nun sowohl Mieter als auch Investor abhandengekommen. Kreative Ideen, um die dringend notwendigen Renovierungen in dem Turm durchzuführen, fehlen. Und auch nach einem neuen Partner wird laut MA13 nicht aktiv gesucht, etwaige Pläne müssten „mit dem historischen Hintergrund des Gebäudes verträglich sein“, heißt es.
http://wien.orf.at/news/stories/2805543/
 
#10
Flakturmbegehung

Ich hatte vor Jahren, noch vor den Sicherungsarbeiten am großen Turm, die offizielle Möglichkeit, beide Türme innen zu besichtigen...der Zugang erfolgte mit Hubsteigern durch Öffnungen im zweiten Stock. Schutzanzug und Schutzbrille waren essenzielle Utensilien, man watete durch meterdicken Guano.

In beiden Türmen wurde nach dem Krieg alles, was aus Metall oder sonst verwertbar war, demontiert, die Stiegen sind v.a. im großen Turm nur rudimentär vorhanden (ohne Stufen, nur schiefe Ebenen). Schwindelfreiheit ist im großen Turm Voraussetzung, denn da gehen die Treppen rund um den großen Hohlraum, hinauf, ohne Stufen und ohne Geländer!

Der große Turm ist durch die Explosionsschäden praktisch unbrauchbar, da hängen -zig Tonnen schwere Betonbrocken an den Armierungen über Dir. Der kleine Turm hat ein sehr stabiles Raumklima, was ihn offensichtlich auch für die Datenfirma interessant machte (nicht nur für die, deswegen waren wir ja drinnen).

Ein beeindruckendes, äußerst bedrückendes Erlebnis!
 
#11
Kleine Berichtigung

Das Stiegenhaus im Geschützturm ist bis auf ein paar Sprengschäden im unteren Bereich der Nebentreppe voll funktionsfähig (mit Stufen).
Im Leitturm hingegen sind keine Stufen vorhanden (schiefe Ebene).

In beiden Türmen ist jedoch Schwindelfreiheit angesagt, da kein Geländer vorhanden.

lg

Cerberus9
 
#13
Technisch gesehen ja, aber aus rechtlichen Gründen; NEIN.
Stadtgebiet, Parkanlage (Personen) mit Kamera sowieso illegal. Ohne Kamera sinnlos.

In die Türme kommt man (legal) nicht so ohne weiteres rein und du wirst im inneren Probleme mit dem Funk bekommen.

lg

Cerberus9
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#17


Arenbergpark: Flakturm ohne Nutzungskonzept
Die zwei Flaktürme im Arenbergpark in Wien-Landstraße bleiben weiter für die Öffentlichkeit gesperrt. Der größere Turm wird derzeit vom Museum für angewandte Kunst (MAK) als Lager genutzt, für den kleineren Turm sucht die Stadt finanzkräftige Interessenten.
Der kleinere der beiden Türme, der Leitturm, steht im Eigentum der Stadt und weist „vor allem im Gebäudeinneren erhebliche technische Mängel auf“, heißt es von der zuständigen MA 34. Eine IT-Firma hatte im Jahr 2015 große Sanierungspläne angekündigt, von einem Serverzentrum im Inneren des Turmes war die Rede. Die Firma ist dann aber insolvent geworden, die Pläne gescheitert - mehr dazu in Kein Zutritt zu Flaktürmen im Arenbergpark.

„Eine Sanierung des Innenbereiches setzt ein geeignetes Nutzungskonzept und die Bereitschaft einer Interessentin voraus, entsprechende Investitionen in Angriff zu nehmen“, heißt es nun von der MA 34 auf Anfrage von wien.ORF.at. Das über 75 Jahre alte Gebäude, das im Krieg und später durch einen Brand beschädigt wurde, steht unter Denkmalschutz. Alle Adaptierungen im Inneren müssen deshalb im Vorfeld mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt werden.

Stadt offen für „neue Konzepte zur Nutzung“
„Unter Beachtung der Rahmenbedingungen steht die MA 34 allen neuen Konzepten für die zukünftige Nutzung des kleineren Flakturms offen gegenüber“, heiß es. Allerdings erscheinen für die Stadt aufgrund des Denkmalschutzes nur Nutzungen möglich, die mit der „Historie des Objektes und seiner Funktion in der Kriegszeit kompatibel“ erscheinen. Seitens der Stadt sei jedenfalls derzeit eine „umfassende Sanierung des Flakturmes nicht geplant“.


APA/Martin Fichter
Einer der beiden Türme im Arenbergpark

MAK arbeitet an „Finanzierungskonzept“
Der zweite größere Turm, der „Gefechtsturm“, gehört der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Er wird seit 1995 vom MAK als Depot für Gegenwartskunst genutzt und ist seit September 2011 für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Damit gibt es seitdem auch keine Führungen mehr an dem geschichtsbehafteten Ort.

Der Turm, der mittlerweile in MAK Tower umbenannt wurde, ist ebenfalls sanierungsbedürftig. „Für eine Öffnung für das Publikum wäre eine umfassende Sanierung nötig. Das MAK arbeitet an einem Finanzierungskonzept“, heißt es aus der Pressestelle des Museums. Nachsatz: „Wir bitten um Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine näheren Details zu den langfristigen Plänen bzw. zu den Kosten bekanntgegeben werden können.“ Wann und ob der Turm damit wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, ist offen.

Hubert Kickinger, wien.ORF.at

Links:
Publiziert am25.06.2018
Arenbergpark: Flakturm ohne Nutzungskonzept
 
#18
Das über 75 Jahre alte Gebäude, das im Krieg und später durch einen Brand beschädigt wurde...
Diese Aussage erweckt den Eindruck der halbe Turm sei ausgebrannt. Tatsächlich ist lediglich ein Raum durch Feuer zu Kriegsende beschädigt worden. Hier insbesondere die Decke.

lg

Cerberus9
 
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