Fahrer von teuren E-Autos bauen mehr Unfälle

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Heute in der Futurezone gelesen:

Hochwertige Elektroautos sind laut dem Versicherer Axa häufiger in Unfälle verwickelt als mit Verbrennungsmotoren angetriebene Autos der gleichen Klasse.
Zwar sei die Schadenfrequenz von Fahrzeugen mit Elektroantrieb insgesamt vergleichbar mit jener von konventionell angetriebenen Autos, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des französischen Versicherungskonzerns Axa. Bei Klein- und Mikroautos verursachen Elektrowagen sogar etwas weniger Unfälle, sagte Bettina Zahnd, Leiterin des Bereichs Unfallforschung und Prävention bei der Schweizer Axa-Tochter, anlässlich einer Crash-Test-Demonstration in Dübendorf nahe Zürich. „Wenn man sich die Luxus- und SUV-Klassen ansieht, sehen wir jedoch 40 Prozent mehr Unfälle mit Elektrofahrzeugen.“

Beschleunigungsverhalten
Einen Grund für diese Entwicklung sehen die Axa-Experten im Beschleunigungsverhalten der Elektroautos. „Die maximale Beschleunigung ist sofort verfügbar, während es selbst bei PS-starken Verbrennungsmotoren noch einen Moment dauert, bis die maximale Beschleunigung erreicht wird“, erklärte Zahnd. Das stelle neue Anforderungen an die Fahrer.
Bei Axa spricht man von einem Trend, statistisch signifikant seien die Erkenntnisse nicht. In der Schweiz und Deutschland waren im vergangenen Jahr weniger als ein Prozent der zugelassenen Fahrzeuge Autos mit Elektroantrieb.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erforderlich
Unfälle mit Elektrofahrzeugen erfordern zudem zusätzlich Aufmerksamkeit. Neben der Absicherung des Unfallorts, Alarmierung der Rettungsteams und Erster Hilfe sei es wichtig sicherzustellen, dass der Elektromotor abgestellt ist - der im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor geräuschlos arbeite. Zudem bestehe bei beschädigten Batterien noch bis zu 48 Stunden nach dem Unfall Brandgefahr, was den Umgang mit dem Wrack erschwere. Einer Axa-Umfrage zufolge wissen die meisten Menschen nicht, wie sie sich bei einem Unfall mit einem Elektroauto verhalten sollen.
Wie sich die Unterschiede zwischen Elektro- und konventionellen Autos auf die Versicherungskosten auswirken, ist Zahnd zufolge noch unklar. Diese berücksichtigen neben Auto-spezifischen Faktoren auch Fahrer-Kriterien. „Wenn ich mich in der Schweiz umsehe, gibt es viele Versicherer, die sogar Rabatte auf Elektroautos gewähren, weil man Elektroautos fördern möchte“, sagte Zahnd.

Fahrer von teuren E-Autos bauen mehr Unfälle
 
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