FAn "Brucker Pforte" (Grenzraum NÖ./Bgld.)

#42
diese Frage......

stelle ich mir auch schon seit längerem!

Ich bezweifle das die Allierten, restlos alles wieder abgebaut? mitgenommen haben....

Hatte vor Jahren mal Kontakt zu einem österr. Offizier, der sich am TÜPL Allensteig mit, den russ. Altlasten beschäftigte...
Er wurde von einem ehemaligen DDR Bürger unterstützt, russische Karten bezüglich Allensteig zu decodieren.
Dort soll es angeblich auch, wie in vielen Teilen Deutschlands, - ehemalige russische Untergrund Anlagen geben, die einfach beim Abzug, mit Altmaterial und Schrott verfüllt wurden und einfach zugeschüttet!
Wie ihr vielleicht bereits schon aus Deutschland gehört habt, - sollen angeblich die Russen, diese Mülllager sehrwohl in ihren Karten kodiert eingezeichnet haben.

DIeses soll es auch bei uns in Österreich geben, sagte mir dieser Offizier.

Definitiv weiss ich nur aus meiner Gegend (Bez. Bruck/Leitha), das die Russen in den paar Jahren, als sie am TÜPL Bruckneudorf stationiert waren, - laut Einheimischen Zeugen, den halben "Lagerberg" durchlöchert haben...
Also die aus WK1/WK2 Kriegszeiten vorhandenen Anlagen, wurden verändert, bzw. vergrössert, und bei Abzug wieder verschlossen.

Weiss jemand mehr dazu?

lg
Tom
 
#43
Ich vermute, dass die Russen nichts an FAn gebaut hatten.

Die hatten eher abmontiert, abtransportiert und sind gegangen. Hinterlassen wurde vermutl. nur Schrott, - wenn ueberhaupt, denn Ersatzteile waren in der Planwirtschaft begehrt und wurden eher auf dem Schwarzmarkt verkauft.

Ich vermute eher dass die Amerikaner oder die Briten moeglicherweise etwas gebaut hatten.

Die Besatzungszeit war ja nur 10 Jahre, und selbst die Amerikaner hatten ihre Zweifel, wielange sie wirklich bleiben wuerden, (siehe "Camp Roeder in Salzburg").

Allzuviel Bau-Aktivitaet duerfte es nicht gegeben haben.
 
#44
Dipl. Ing. Stiotta

Passend zu meinem obigem Beitrag:

Peter Alexander Barthou - Der „Oberstenparagraph“ im Bundesheer hat geschrieben:

Generalmajor der Wehrmacht Max Stiotta– Fachkonsulent im BMfLV


Max Stiotta, als Armeepionierführer der IX. Armee zum Generalmajor der Wehrmacht befördert, war ein Spezialist auf dem Gebiet des Bunkerbaus.
Als das Bundesheer die Notwendigkeit des Ausbaus der Grenzbefestigungen bzw. der Bunkersysteme des Österreichischen Bundesheeres bewerkstelligen wollte, war Stiotta die erste Wahl. Oberst dhmD Fussenegger und Oberst dhmD Bach bemühten sich 1957 beim Bundesminister Graf um die Aufnahme Stiottas trotz der hinderlichen Staatsvertragsklauseln. Graf stimmte zu, sodass unter der Leitung Stiottas ein Arbeitsstab gebildet werden konnte, der mit den notwendigen Vorarbeiten für die Erstellung eines Befestigungsplanes im Rahmen des Landesverteidigungsplanes beauftragt wurde. Darüber hinaus verlangte Graf die Klärung der rechtlichen Form der Dienstleistung des ehemaligen Generalmajors der Wehrmacht für das Bundesheer. Liebitzky erklärte sich bereit diese Frage persönlich klären zu wollen. Schließlich wurde man sich einig, Generalmajor a.D. Max Stiotta auf Werksvertragsbasis in das BMfLV einzustellen. Von 1957 bis 1962 war der über 70jährige Generalmajor a.D. für das BMfLV tätig. Stiotta brachte dabei seine Erfahrungen aus dem Krieg im neuen Bundesheer ein. Für die Pioniertruppe erstellte er Maßnahmen, welche von deutschen sowie von sowjetischen Kräften zur Ausschaltung von Eisenbahn- und Straßenverkehrseinrichtungen im Zweiten Weltkrieg angewandt worden waren und beschrieb die zur Wiederherstellung eingesetzten Mittel. Des Weiteren fertigte er Entwürfe für Befestigungen, wie Waldstützpunkte und Gebirgsstützpunkte, an. General der Infanterie Bach bestätigte 1999 den Auftrag Stiottas: „Überlegungen zur Landesbefestigung. Die stammten von Oberst Stiotta. Er war ein hervorragender alt-österreichischer Offizier, der Kriegstechniker war. Er diente auch in der Wehrmacht und fand sogar Niederschlag in den Erinnerungen Guderians, und zwar beim Angriff auf die Maginot-Linie. Er hat zu diesem tollen Durchbruch beigetragen. Er sollte die Landesbefestigungen in Österreich wieder aktivieren, und dazu ist es auch notwendig im Generalstabskurs eine gewisse Ausbildung zur Landesbefestigung zu machen. Seine Überlegungen fanden in der Sperrung der Brucker- und Eisenstädter-Pforte ihren Niederschlag. Mit der Verwendung von Max Stiotta fand ein Generalmajor der Wehrmacht trotz des „Oberstenparagraphen“ als „de facto“ Abteilungsleiter im BMfLV Verwendung. Seine Erfahrungen in der Wehrmacht flossen wesentlich in die Vorschriften und Pläne über das Befestigungswesen des Zweiten Bundesheeres ein.
 
G

Gelöschtes Mitglied 14008

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#45
Demontage des "Schleinzer Walls" bei Petronell, NÖ.

Ich habe einige alte Bilder von mir wiedergefunden:

Das war die Demontage des "Schleinzer Walls" bei Petronell, NÖ.
 

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josef

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#46
Demontage des "Schleinzer Walls" bei Petronell, NÖ.

Das war die Demontage des "Schleinzer Walls" bei Petronell, NÖ.
Max :danke für die Fotos :bravo:
Beim Centurion-Turm auf den Bildern 1-4 dürfte es sich um die auf der Karte bei Beitrag #19, Bild 4, eingezeichnete FAn zwischen Preßburger-Bahn und Umfahrungsstraße Petronell (unter Ortsnamen) handeln ? (Soweit @Cerberus alle Anlagen dort eingezeichnet hat :) ).

lg
josef
 
G

Gelöschtes Mitglied 14008

Guest
#47
Danke für die Korrektur, Josef!

Der Centurion stand auf dem Hügel zwischen Landesstrasse 9 und Schnellbahn S7, wobei der Charioteer neben der S7 in Richtung Lagerhaus auf Höhe Einfahrtssignal in einem nahezu unsichtbaren kleinen Kampfstand eingebaut war.

Die Demontage war im Jänner 2009.
 
D

DanRho

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#48
Hey Harry!

Wo stehen diese Holzhütten denn genau?
Und weiß zufällig noch jemand noch ob es diese noch gibt, ob die auf dem Truppenübungsplatz stehen, ... xxxxx (das interessiert hier nicht) !!!

xxxxx will hier auch keiner wissen !!!

Grüße, Daniel

Ich hab' mal bissel aufgeräumt!
-otto- ; 05.06.2013 ; 18:04h
 

t3atnö

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#50
! Kuruzzenschanze !

Dieser Bunker liegt zwischen Rohrau und Hollern auf dem weg von Rohrau nach Hollern auf der linken Seite .
Der Preis in Schilling währe gerechtfertigt um das wurden sie auch umgerechnet verkauft 25.000-50.000 Schilling.:ichsagnix:
Der Verlauf des Schleinzer Walls ist eigentlich ident mit dem der Kuruzzenschanze http://de.wikipedia.org/wiki/Kuruzzenschanze .
Sehr Interessantes Thema die Kuruzzenschanze !!!!!
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#51
Verkauf Kdo.-Bunker

Der Preis in Schilling währe gerechtfertigt um das wurden sie auch umgerechnet verkauft 25.000-50.000 Schilling...
Da hast du recht, die sind :hau

Man müsste die Flächenwidmung der Liegenschaft kennen, glaube aber kaum, dass dort in der Pampa "Bauland" bzw. "Bauland-Hoffnungsgebiet" ist... und Euro 15,- für den m² ist auch ein stolzer Preis für eine "Hutweide" oder ähnliches!

Aber das Inventar wird es sein :) 1a Stahlrohrbettgestelle, BH-Holzschemel aus Edelhölzer usw. :D sowie der (edel-)rostige Maschendrahtzaun mit Stacheldrahtaufsatz...
Der Verlauf des Schleinzer Walls ist eigentlich ident mit dem der Kuruzzenschanze
Hatten wir hier schon mal...

lg
josef
 
#52
1000 Meter nordöstlich Ungerberg ??

Weiß jemand von Euch, was es mit dem runden Waldstück 1000 Meter nordöstlich des Ungerbergs auf sich hat?
Sieht auf der Topokarte wie ein Ringwall bzw. eine Wasserburg aus.

LG
hintperg
 

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S

sperrjäger

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#54
Hallo, derzeit gibt es an der B10 von Parndorf Richtung Bruck Holzschlägerungsarbeiten, wodurch 2 FAN direkt neben der B10 schön freigelegt sind. Sie befinden sich auf der linken Seite Richtung Bruck, wenn man die Anhöhe zur Tankstelle (Kajüte) rauffährt. Man sieht sehr schön die 2 Holzhütten in Tarnanstrich inkl. Rohrabdeckung (also Centurion). Weiß jemand, ob die Türme dort noch nicht abgebaut wurden? Im Gedächtnis hatte ich an dieser Stelle eigentlich nur eine FAN (Charioteer). Weiß jemand näheres darüber? lg, tom
 
#55
Dort ist die schauanlage U3.Diese kann man gegen voranmeldung besichtigen.Kann dir die kontaktdaten gerne bei interresse geben.Die türme sind noch eingebaut,genauso wie die leichte feldhaubitze 18/40 (hoffe ich habe mich jetzt nicht vertan).
Lg Jan
 
S

sperrjäger

Guest
#56
Danke Jan. Die 18/40, da werden Erinnerungen wach...war ein Ereignis beim Scharfschiessen :). Wird das vom TÜPl verwaltet? Bitte schick mir die Kontaktdaten. Werde mal bei Gelegenheit vorbeischauen. lg, tom
 
G

Gelöschtes Mitglied 14008

Guest
#58
Eindeutig eine "0" zuviel...

Rundherum Wasser und deswegen feuchter Boden und jahrelang nicht belüftet oder gewartet...:schlecht:
 
H

Harald 41

Guest
#59
Der Preis ist heftig, alleine für die Infrastruktur die hier vorhanden ist ( oder auch nicht), kein Trinkwasseranschluss bzw. Brunnen, kein Strom,Telefon ?- Kanal-Garten usw...,
Da fahre ich mit einem Haus aus einer Zwangsversteigerung um etliches besser und billiger.:) um diesen Preis.

LG Harry

PS: Aber wer die Absolute Einsamkeit such der ist hier gut bedient ( incl. ein Allrad- Geländewagen für den Winter ).
 

struwwelpeter

Well-Known Member
#60
Harry,
ist zwar OT: ich habe mich die letzten sagen wir 10 Jahre auch mit den Haus-Zwangsversteigerungen beschäftigt und Hunderte von Schätzgutachten durchforstet. Und dann noch Hintergrundinformationen der Beklagten zusammengetragen.
Also so billig die Häuser auch sind, ich glaube ich wäre nicht froh in so einem Haus zu wohnen, bei all den Tragödien (auch wenn sie selbstverschuldet sind).
Peter
 
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