Flakturm Augarten

Boogie

Well-Known Member
#41
Hallo Alfred!
...bei beiden momentan unmöglich, beim Leitturm war bis vor kurzen bei einem Seitenzugang eine kleine Öffnung (Ziegeln entfernt und Betondraht nach innen verbogen).
Ist aber inzwischen schon wieder zugemauert. Und vor allem ist es auch nicht ungefährlich! LG Boogie
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#43
Hallo Alfred,
ganz offiziell und legal kannst du bei einem Besuch des "Haus des Meeres" den Flakturm Esterhazypark (Leit- und Messturm zum Geschützturm Stiftskaserne) kennenlernen! Ist zwar einiges um- und angebaut, aber man bekommt trotzdem einen Überblick über die gewaltigen Dimensionen des Objektes.

Und bei einem solchen Besuch kann man gleich beim im Esterhazypark vor dem Flakturm befindlichen LS-Tiefbunker vorbeischauen!

lg
josef
 
#44
Hallo

Danke für die Rückmeldung. Das "Haus des Meeres" ist mir durchaus bekannt und hab ich auch schon mehrmals besucht.
Mir ginge es aber genau um den Besuch dieser Augartenbunker um einen Eindruck der Zerstörung und des derzeitigen Zustandes zu bekommen.
Bin aber keiner der illegal in den Bunker "einbricht". Wenn dann sollte es eine Art offizieller Besuch mit einer Führung sein.
Hätte aber verstanden das es so eine Möglichkeit nicht gibt. Wenn es doch solch eine Möglichkeit gibt wäre es nett wenn ich die Info erhalten würde...

Danke und liebe Grüsse, Alfred
 
#46
Hallo,
Die Geländer wurden nach dem Krieg abmontiert, vor Begehungen kann ich nur warnen. Abgesehen das diese illegal sind, gibt es in den Decken der einzelnen Stockwerke Öffnungen die teilweise mit losem Material überdeckt sind bzw. auf Grund der schlechten Lichtverhältnissen (auch mit noch so gutem Leuchtmittel) übersehen werde können. Wenn man draufsteigt bricht man durch und findet sich dann ein paar Stockwerke tiefer wieder. (falls man das dann noch mitkriegt). Die Treppen bzw. manchmal auch nur Rampen sind staubig, rutschig und haben kein Geländer. Falls im GT-Turm noch Geländerreste der Sanierung vorhanden sind, so sind diese locker und auf keinen Fall zum Abstützen oder gar Anlehnen geeignet.

lg

Cerberus9
 

Geist

Worte im Dunkel
Mitarbeiter
#47
Interessante Info zu den Flaktürmen im Augarten ab 30. November 1944: Der Geschützturm stand ab diesem Zeitpunkt nicht mehr als öffentlicher Luftschutzraum zur Verfügung. Der Leitturm durfte nur noch von Frauen mit Kindern und der dafür vorgesehenen Bunkerkarte bei Fliegeralarm aufgesucht werden.

Der Artikel oben rechts:
ANNO, Kleine Wiener Kriegszeitung, 1944-11-30, Seite 4
 
#48
Irgendwo (ich glaube, in Gerhard Roths Buch Reise ins Innere von Wien) habe ich gelesen, dass einer der Türme im Arenbergpark eine Zeit lang als 'inoffizielle' Jugendherberge genutzt wurde, d.h. man konnte dort übernachten und das haben wohl auch einige getan. Weiß jemand etwas darüber?
Soweit ich mich erinnern kann, war im Luftschutz-Tiefbunker Wien 6., Esterhazypark zumindest in den 70er Jahren eine ganz offizielle Jugendherberge, möglicherweise auch noch in den 80er Jahren. Nach der Schließung ist später das Foltermuseum dort eingezogen
 
#49
Wien: Flakturm im Augarten vor Teilabriss?
8. Januar 2021, Wien
In der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ im ORF2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 7. Jänner 2021 über die Wiener Flaktürme berichtet (Flak = Fliegerabwehrkanone): “Verlorenes Erbe: Die unzerstörbaren Flaktürme”. Im Zuge der Erbauung dieser sechs monströsen Flugabwehr-Türme 1942 bis 1945 wurden drei historische Gartenanlagen verbaut. Der Arenbergpark im 3. Bezirk, der Esterházypark im 6. Bezirk sowie der Augarten im 2. Bezirk. Während nur der Flakturm im Esterházy-Park, der heute als „Haus des Meeres“ genutzt wird und unlängst groß ausgebaut wurde, nicht unter Denkmalschutz steht, besteht für die anderen fünf Flaktürme ein solcher Schutzstatus. Nun wird im aktuellen ORF-Fernsehbeitrag darüber nachgedacht, ob man die Türme nicht doch abtragen könnte. Nikola Prajo, Vertreter der Abbruchfirma Prajo spricht im Interview über Machbarkeit, Aufwand und mögliche Kosten eines solchen Abrisses. In der Folge heißt es im ORF-Beitrag wörtlich: „Der erste Turm, der vermutlich abgetragen werden muss, ist der runde Turm im Augarten. Die Explosion eines Munitionsdepots hat ihn so stark beschädigt, dass er 2006 vorübergehend einsturzgefährdet war und abgesichert werden musste.“ Die renommierte Gartenhistorikerin Maria Auböck findet die Idee, dass man die “Bunker” abträgt und etwas G‘scheiteres macht, interessant. Nur meint Sie: „Ich hab noch niemanden gefunden, der das durchsetzt.“ Weiters heißt es wörtlich im ORF-Beitrag: „Diskutiert wurde auch schon, die Türme zum großteil abzutragen, und nur einen Stumpf stehen zu lassen. Der weitgehend unbekannte siebente Wiener Flakturm in Floridsdorf, der unvollendet blieb, zeigt, wie das aussehen könnte.“

 
#50
Diese Beiträge kommen mit der Regelmäßigkeit von Ebbe und Flut. Nur in längeren Abständen. Der 7. "Flakturm" ist und war nie als Flakturm vorgesehen. Die Idee mit dem abreißen bis auf einen Stumpf versteh ich nicht. Damit gewinne ich keine Fläche und der Rest der Türme steht immer noch da. Wozu?

Ein Abriss wäre technisch möglich. Aber wie schon in den vergangen Jahrzehnten mehrmals berechnet immens teuer. Gar nicht zu Reden von der enormen Umweltbelastung die der Abtransport der Schuttmassen mittels LKW quer durch die Stadt verursachen würde. Und dann noch die Frage wohin damit? Und wozu das Alles? Nur weil sie optisch nicht besonders schön sind? Im Augarten hätte man dann ein paar Quadratmeter mehr Wiese. Deto Im Arenbergpark. Steht sich der Aufwand wirklich dafür.
Wer soll das Zahlen. Derzeit wird sowieso jede Menge Steuergeld für div. Corona- Hilfen, Impfstoffe, etc. verbraucht. Aber das ist eine andere Geschichte.

Das Fa. Prajo dafür ist, ist klar. Die Firma verdienet damit eine Menge Geld, wenn sie den Auftrag bekommt. Am Augarten waren sie ja schon mal aktiv.

Besser als Abreißen wäre ein sinnvolle Nutzung, daß das geht sieht man am Beispiel des Haus des Meeres und an den Flaktürmen in Hamburg.


lg.
Cerberus9
 
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