Frankreich, Spanien und Italien: Verheerende Waldbrände

josef

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#1
Erstmals in Europa
Unberechenbare Brände durch „Feuerwolke“
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Die Einsatzkräfte in Frankreich, Spanien und Italien kämpfen weiter gegen die schwere Feuerkatastrophe, die teils bisher ungeahnte Ausmaße angenommen hat. Vor allem in Frankreich bestätigten Fachleute nun erstmals das Auftreten von „Feuerwolken“ (Pyrocumulonimbus). Dabei handelt es sich um einen riesigen Wolkensturm, der eigene Winde erzeugt und Blitze mit sich bringt: ein Phänomen, das man bisher nur aus Australien und den USA kannte.
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Mehr als 300.000 Menschen sind in Summe derzeit in West- und Südeuropa auf der Flucht vor den Flammen. Im Südwesten Frankreichs hatten sich am Sonntag die Feuer bis 15 Kilometer an die Grenzen des Großraums der Stadt Bordeaux ausgebreitet. Die ganze Nacht auf Montag kämpften die Einsatzkräfte gegen das Flammenmeer. „Das ist ein so großer Brand, wie man ihn noch nie gesehen hat“, sagte der Bürgermeister des Vororts Cestas, Jerome Steffe.

Aus dem Gebiet mussten bereits Tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden, darunter zahlreiche Touristinnen und Touristen. Nach Angaben der Feuerwehr hatte der Brand zeitweise einen Pyrocumulonimbus erzeugt, eine gewaltige Rauchwolke, die ihre eigenen Winde erzeugen kann und Feuer besonders unberechenbar macht.

Unvorhersehbare Brandmuster
Damit Pyrocumulonimben entstehen, muss es enorme Hitzequellen auf dem Boden geben, wie das etwa bei Waldbränden der Fall ist. Zudem gibt es darüber in der Atmosphäre eine instabile Luftschichtung, wie die ORF-Wetterredaktion erklärt. Dann steigt Luft auf, und Wolken bilden sich, je nach Feuchtigkeitsverhältnissen auch Niederschlag und Gewitter.

Brände bei Bordeaux
Satellitenaufnahme vom 26.07.2026
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Quelle: ESA/Copernicus; Kartendaten: OpenStreetMap

Diese Wolken reichen bis in den Grenzbereich von Troposphäre und Stratosphäre, im Sommer bis etwa 16 Kilometer Höhe. Somit können sie den Rauch von Bränden bis in die Stratosphäre führen, dieser Rauch kann sich dort weit um den Globus ausbreiten. Durch stärkere Windböen kann es zu unvorhersehbaren Brandmustern kommen.

Sorge vor kommenden Tagen
In Australien traten Pyrocumulonimbus-Wolken bereits zu Beginn des Jahrhunderts auf. Auch bei den verheerenden Waldbränden in Kalifornien im Jahr 2022 bildeten sie sich. In Europa aber dürften sie ein Novum sein.

„Es ist das erste Mal, dass Frankreich sich explizit mit dem Konzept einer Pyrocumulonimbus-Wolke auseinandersetzen muss“, sagte Rick McRae von der University of New South Wales gegenüber dem „Guardian“. „Ob es vor einigen Tagen eine gab oder nicht, ist nicht die entscheidende Frage“, sagte er, „sondern ob am Dienstag oder Mittwoch dieser Woche eine zu erwarten ist.“ Denn dann dürften die Temperaturen erneut rund 40 Grad betragen.

Reuters/Manon Cruz
Im Departement Gironde verbrannten Tausende Hektar Land

In Frankreich mussten sich in den vergangenen Tagen insgesamt 220.000 Menschen in Sicherheit bringen. Allein im Departement Gironde verbrannten 42.000 Hektar Land. Montagfrüh wurde die Lage zumindest als stabil eingeschätzt.

Streit über fehlende Löschflugzeuge
Wegen der gefährlichen Lage nahe Bordeaux berief Macron eine Krisensitzung des Kabinetts ein. Zuvor hatte der Präsident angekündigt, man werde alles wiederaufbauen, und seine Regierung werde so lange wie nötig da sein. Macron steht viel Kritik ins Haus. Nach einem verheerenden Großbrand bei Bordeaux im Jahr 2022 hatte er 16 neue Löschflugzeuge vom Typ Canadair vor Ende seiner Amtszeit versprochen. Angesichts leerer Staatskassen wurden jedoch 2024 die Gelder für die Anschaffung gestrichen. Nun wird es bis 2033 vier Flugzeuge geben, zwei davon durch EU-Gelder finanziert, wie „Le Monde“ am Montag berichtete. Frankreich verfügt bereits über zwölf Canadair-Flugzeuge, von denen aber nur sieben einsatzfähig seien. Die Opposition warf Macron eine fatale Sparpolitik vor.


„Notstand von nationaler Tragweite“ in Spanien
Auch in Spanien wüten die Brände weiter. Die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sanchez rief am Wochenende im Großraum Madrid und in Avila einen „Notstand von nationaler Tragweite“ aus. Laut dem öffentlich-rechtlichen Sender RTVE ist es das erste Mal in Spanien, dass das wegen Waldbränden geschieht.

Brände bei Madrid
Satellitenaufnahme vom 26.07.2026

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Quelle: ESA/Copernicus; Kartendaten: OpenStreetMap & Mapterhorn

Wegen der beispiellosen Brände in der Umgebung der Hauptstadt sowie nahe Valencia im Osten des Landes mussten insgesamt 75.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Am Samstag war westlich von Valencia ein Mann bei einem anderen Waldbrand ums Leben gekommen.

Fortschritte nahe Madrid
In der Nähe von Madrid zeichneten sich am Montag erste Fortschritte bei der Brandbekämpfung ab: Bald sollten die ersten Menschen zurückkehren können, hieß es. Die Rettungskräfte der Region Madrid rechneten im Laufe des Tages jedoch mit Windböen von bis zu 30 km/h, was die Löscharbeiten erschweren werde.

Innenminister Fernando Grande-Marlaska warnte vor verfrühtem Optimismus. Allein das Feuer in der Provinz Avila sei der größte Waldbrand der jüngeren Geschichte Spaniens. Montag und Dienstag seien „absolut entscheidende“ Tage. Ab Mittwoch würden die Wettervorhersagen für die Brandbekämpfung „äußerst ungünstig“.

Der Brand in Avila wurde nach ersten Erkenntnissen vermutlich durch landwirtschaftliche Arbeiten ausgelöst. Laut Medienberichten wurde dort ein Mann unter dem Vorwurf der fahrlässigen Brandstiftung festgenommen. Er soll trotz eines wegen der Hitzewelle geltenden Verbots schweres Gerät benutzt und dadurch das Feuer ausgelöst haben.

Reuters/Ana Beltran
In Spanien gab es leichte Fortschritte bei den Löscharbeiten


Verdacht auf Brandstiftung in Süditalien
Auch in Süditalien halten mehrere Waldbrände die Einsatzkräfte in Atem. Ein schwerer Waldbrand brach am Sonntag in der Gegend der Urlaubsorte Peschici und Vieste in der Adria-Region Apulien aus. Angefacht durch starken Südwind breiteten sich die Flammen rasch in Pinienwäldern aus und näherten sich den Stränden sowie touristischen Einrichtungen.

Rund 200 Badegäste wurden mit Booten der Küstenwache und Ausflugsschiffen über den Seeweg in Sicherheit gebracht. Insgesamt mussten mehr als 1.000 Menschen vor den Flammen fliehen. Laut den Behörden gibt es deutliche Hinweise auf Brandstiftung. Das Feuer sei an mehreren Stellen gleichzeitig gelegt worden.

Feuer in Nationalpark
Auf Sardinien musste wegen eines sich rasch ausbreitenden Feuers ein Altersheim evakuiert werden. Ein weiterer Waldbrand bedroht die Umgebung der Gemeinde Portoscuso im Südwesten Sardiniens. Die Flammen breiteten sich in Richtung eines Pinienwaldes und des Industriegebiets von Portovesme aus.

Im Pollino-Nationalpark in Kalabrien wütet zudem seit mehr als zwei Tagen ein Großbrand, wie die Feuerwehr berichtete. Das Feuer hat schwer zugängliches Berggelände mit dichter Vegetation und hohem Baumbestand erfasst. Nach Angaben von Anrainerinnen und Anrainern kommt es in der gesamten Bergregion bis in die benachbarte Basilikata bereits seit rund fünf Tagen immer wieder zu Bränden.

Fachleute: Klimawandel erhöht Waldbrandrisiko
Fachleuten zufolge erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden. Dürre und außergewöhnliche Hitze hatten die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet und erschwerten die Löscharbeiten.


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Waldbrände: Diese Rechte haben Reisende

27.07.2026, red, ORF.at/Agenturen
Erstmals in Europa: Unberechenbare Brände durch „Feuerwolke“
 
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#2
Naturkatastrophe
Brände in Südeuropa: "Feuer, die mit der Intensität von Atombomben brennen"
Warum die Waldbrände in Südeuropa so schwer unter Kontrolle zu bringen sind, was Pyrocumulonimbus-Stürme sind und was Ziegen mit der Situation zu tun haben, erklären Fachleute

Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand nahe Navas del Rey, 55 Kilometer südwestlich von Madrid.
AFP/UME/HANDOUT

In Spanien und Frankreich wüten seit Tagen heftige Brände, viele Tausende Menschen mussten bereits in Sicherheit gebracht werden. Zwar gibt es Fortschritte bei der Bekämpfung des Feuers, doch die Schäden sind längst enorm. In Frankreich brannten allein am Samstag und Sonntag 10.000 Hektar Land ab, in der Provinz Ávila nahe Madrid wurden rund 70.000 Hektar vernichtet.

Frage: Warum sind die Brände derzeit so extrem und schwer unter Kontrolle zu bringen?

Antwort: Bei den Bränden in Spanien handle es sich um "Feuer, die mit der Intensität von mehreren Atombomben brennen", sagt Waldbrandexperte Víctor Resco de Dios von der spanischen University of Lleida. Sie zu löschen, sei extrem komplex. Die Intensität sei unter anderem auf die enorme Biomasse in der Landschaft zurückzuführen, die durch ein feuchtes Frühjahr gedeihen konnte und dann austrocknete. Hinzu kommen extreme Hitze, niedrige Luftfeuchtigkeit, starker Wind sowie teilweise steiles und unwegsames Gelände; all das erschwert die Brandbekämpfung erheblich. Víctor Fernández-García (Universität León) betont gegenüber dem spanischen Science Media Center (SMC), dass auch strukturelle Veränderungen wie Landflucht, die Zersiedelung etwa im Umland Madrids, die Aufgabe landwirtschaftlicher Flächen und die Ausdehnung von Siedlungen in Waldgebiete eine entscheidende Rolle spielen. An vielen Stellen übersteigt das Feuer die Löschkapazitäten, daher bleibt oft die Evakuierung die einzige Option.

Frage: Welche Rolle spielt der Klimawandel bei den derzeitigen Waldbränden?

Antwort: Die Brände in Spanien und Frankreich "gehören zu den extremsten, die wir je in Europa erlebt haben – sowohl hinsichtlich ihrer Ausdehnung als auch der Ausbreitungsgeschwindigkeit und der dadurch ausgelösten Pyrocumulonimbus-Stürme", sagte Theodore Keeping, Waldbrandexperte vom Imperial College London, gegenüber dem britischen SMC. Entscheidend sei das heiße und trockene Sommerwetter: Aufeinanderfolgende heiße und windige Tage lassen Brände immer schneller wachsen. Der Klimawandel führt dazu, dass solche Bedingungen immer wahrscheinlicher und intensiver werden, weshalb wir europaweit deutlich extremere Waldbrände beobachten.

Frage: Was sind Pyrocumulonimbus-Wolken – und warum sind sie gefährlich?

Antwort: Ein Pyrocumulonimbus ist ein extrem kraftvolles, durch Feuer ausgelöstes Gewitter. Ein solches Gewitter entsteht, wenn ein intensiver Waldbrand genügend Wärme freisetzt, um eine schnell aufsteigende Säule aus heißer Luft, Rauch und Feuchtigkeit zu erzeugen. Ist die Atmosphäre ausreichend instabil, kann sich diese Säule zu einer voll entwickelten Gewitterwolke auswachsen, erklärt Francesca Di Giuseppe, Koordinatorin für Brandprognosen am Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF). Der Brand erzeugt gewissermaßen sein eigenes Wetter. Derartige Wolken können starke Fallwinde, Blitzschläge und unberechenbare Windverhältnisse auslösen und den Rauch bis in die obere Troposphäre oder sogar die untere Stratosphäre transportieren – ihre Auswirkungen sind daher mit denen eines mäßigen Vulkanausbruchs vergleichbar. Pyrocumulonimbus-Ereignisse sind in Australien, Kanada und den Vereinigten Staaten gut dokumentiert. Dass sie in Frankreich auftreten, zeugt von der außergewöhnlichen Intensität der aktuellen Brände. "Wir müssen anerkennen, dass sich diese Naturgewalt unserer Kontrolle entzieht. Es ist ein kriegsähnliches Szenario, bei dem wir ständig unter Beschuss sind und uns alle in Sicherheit bringen müssen", formuliert der französische Feuerwehrsprecher Eric Brocardi.

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Frage: Sind solche Megabrände die neue Normalität?

Antwort: "Sobald wir als Gesellschaft akzeptiert haben, dass wir das Klima verändern, werden diese Brände Teil der neuen Normalität; mit anderen Worten: Sie sind genau das, was wir erwartet haben", sagt Juli G. Pausas vom Forschungszentrum CIDE (Centre for Research on Desertification) in Valencia: "Seit Jahrzehnten wird davor gewarnt, dass die Folgen sehr schwerwiegend sein könnten, wenn wir die Temperaturen weiter in die Höhe treiben." Bei den Hitzewellen, die wir derzeit erleben, könne fast jede Art von Vegetation in Brand geraten. Falls die Brennstoffmengen in den Wäldern nicht reduziert würden, müsse man sich tatsächlich auf solche Brände einstellen, sagt Jesús Santiago Notario del Pino von der Universität La Laguna. Das Problem habe sich über Jahrzehnte aufgebaut und lasse sich nicht kurzfristig lösen.

Frage: Was haben Schafe und Ziegen damit zu tun?

Antwort: Die zunehmende Landflucht hat in Spanien, aber auch in Frankreich und Italien dazu geführt, dass die Orte auf dem Land schrumpfen. Ehemalige Felder und Weiden, wo einst Schafe, Ziegen und Kühe grasten, sind inzwischen verbuscht. Auf nicht mehr bewirtschafteten Flächen bleibt viel mehr trockene Biomasse liegen – ein idealer Treibstoff für die Flammen.

Frage: Wie lassen sich künftige Schäden verhindern?

Antwort: Fachleute nennen vor allem die Bewirtschaftung verwaister Flächen und Vegetationsmanagement als Präventionsmaßnahmen. Besonders wichtig seien Mosaiklandschaften, in denen große Waldflächen durch weniger brennbare Bereiche, etwa landwirtschaftlich genutzte Flächen, unterbrochen werden. Weiters plädieren Expertinnen und Experten für kontrolliertes Abbrennen risikoreicher Flächen, die später als natürliche Brandschneisen dienen könnten. Besonders rund um Wohnhäuser und Siedlungen brauche es konsequente, finanziell geförderte Schutzmaßnahmen. Außerdem müssen ein Risikobewusstsein etabliert sowie Frühwarnsysteme und das Krisenmanagement verbessert werden. Aus Sicht der Forschung gibt es genug Wissen darüber, wie verheerende Schäden durch Brände vermieden werden können – warum es noch an der Umsetzung hapert, hat kürzlich eine österreichische Studie aufgearbeitet.


Bordeaux liegt unter einer dichten Rauchwolke. Die Gesundheitsgefahren sind erheblich.
AFP/ED JONES

Frage: Welche Folgen haben Brände dieser Größenordnung?

Antwort: Die Brände haben erhebliche Auswirkungen: Sie stellen eine Lebensgefahr dar, zerstören Gebäude und haben bereits Hunderttausende in die Flucht getrieben. Darüber hinaus ist mit erheblichen Gesundheitsgefahren zu rechnen: Schätzungen gehen von weltweit weit über 100.000 zusätzlichen Todesfällen aufgrund der Rauchbelastung durch Waldbrände aus. Kaum berücksichtigt würden ökologische Folgen, nicht nur für die Artenvielfalt in den betroffenen Gebieten, sondern auch für den Wasserhaushalt und die Nähr- und Schadstoffkreisläufe, betont Elisabeth Dietze von der Universität Göttingen: "Durch Vegetationsverbrennung können gesundheitsgefährdende Stoffe entstehen, die unter anderem sowohl die Luft- als auch die Wasserqualität beeinflussen können. Dies ist besonders relevant für die Brandnachsorge und in Trinkwasserschutzgebieten. Auch die Abflussdynamik auf Waldbrandflächen verändert sich, was nach großen Bränden in Mittelgebirgen den Hochwasserschutz beeinflussen kann."

Frage: Wie geht es weiter?

Antwort: Die etwas niedrigeren Temperaturen und die höhere Luftfeuchtigkeit bei Bordeaux bieten den Einsatzkräften zwar eine kurze Verschnaufpause. Aber: "Eine vollständige Bekämpfung von Bränden dieser Größenordnung ist nicht möglich, ohne dass das Feuer deutlich nachlässt, und die Rückkehr sehr heißer Bedingungen in den kommenden Tagen macht eine weitere Ausbreitung dieser Brände wahrscheinlich", sagt Theodore Keeping. Mit August, dem wärmsten Monat, nähere sich die Hochsaison erst – und mit September und Oktober würden weitere traditionell trockene Monate folgen.
(Karin Krichmayr, 28.7.2026)

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Kampf gegen verheerende Brände in Europa
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In Spanien wütet der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte des Landes. In Frankreich erreichen die Feuer mit etwa 100.000 Hektar verbrannter Fläche seit Jahresbeginn einen historischen Höchstwert. Hunderttausende Menschen waren bisher gezwungen zu fliehen. Auf eine nachhaltige Entspannung der Lage muss weiter gewartet werden: In Spanien und Frankreich ist ab Mittwoch erneut mit Temperaturen weit über 30 Grad zu rechnen.
Online seit gestern 28.07.2026, 23.07 Uhr
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APA/AFP/Ed Jones
An der Atlantikküste in Frankreich wurden zuletzt zahlreiche Schneisen gerodet, um den Flammen Einhalt zu gebieten. Angesichts einer neuen Hitzewelle versucht die Feuerwehr mit allen Mitteln, die Waldbrände in den Griff zu bekommen.
AP/Baz Ratner
Im Einsatz sind 2.750 Feuerwehrleute aus ganz Frankreich und einige auch aus anderen europäischen Ländern
APA/AFP/2026 Planet Labs Pbc
Ein Satellitenbild vom 26. Juli lässt das Ausmaß der Zerstörung erahnen: Rund 42.000 Hektar Wald und Buschland waren bisher von den Bränden betroffen
APA/AFP/Romain
Die Feuer waren vergangene Woche ausgebrochen und haben die beliebte Urlaubsdestination Cap-Ferret in der Region Aquitanien erreicht
Reuters/Florion Goga
Mehr als 220.000 Menschen mussten seither in Sicherheit gebracht werden
APA/AFP/Ed Jones
Das Feuer hatte sich auch auf bis zu 15 Kilometer der Großstadt Bordeaux genähert und diese in Rauch gehüllt
APA/AFP/Ume
In Spanien treffen die Waldbrände vor allem die Provinz Avila sowie die benachbarten Regionen Madrid und Toledo. Dort verwüsteten die Flammen zusammen bisher knapp 80.000 Hektar Wald- und Buschland.
APA/AFP/Miguel Riopa
In der Region Pelayos de la Presa nahe Madrid standen auch Boote in Flammen
APA/AFP/Jose Jordan
Tausende Hektar Land brannten außerdem im Gebiet Vall d’Uixo in der Provinz Castello im Osten des Landes nieder
IMAGO/Europa Press/Ángel Sánchez
Seit dem Wochenende verlangsamte sich die Ausbreitung der Brände deutlich. Die Einsatzkräfte feierten am Dienstag erhebliche Erfolge bei der Bekämpfung der Brände in Spanien.
APA/AFP/Oscar Del Pozo
Die anstehende Hitzewelle, die bis Sonntag anhalten soll und Temperaturen bis zu 42 Grad bringen dürfte, könnte die Löscharbeiten allerdings wieder deutlich erschweren

29.07.2026, red, ORF.at/Agenturen

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