Freilichtmuseen, Museumsdörfer und historische Landtechnik in Österreich

HF130C

Well-Known Member
Vielen herzlichen Dank für die umfangreiche Reportage.

Von dem Museum wurden viele interessante Exponate zusammengetragen. Wie so oft, mangelt es am Platz bei der Ausstellung, aber privat sind geräumige Hallen meist nicht zu finanzieren. Hier wäre die Gemeinde oder das Land gefragt, entsprechend zu handeln.

Zwei Bemerkungen zu den Bildern: Der abgebildete Motortyp JW15 war in der österr. Landwirtschaft stark vertreten, wurde aber auch zum Antrieb von Feldbahnloks, Dieselkarren, Pumpenaggregaten oder Kompressoren verwendet, diesfalls als Unterbauart mit zusätzlichem Kompressorkolben.
Zumindest in den diversen Aggregaten sind auch Baujahre nach 1960 vorhanden, und da der Motor vom Aufbau ziemlich ident mit der JW20 Ausführung ist (nur das Zylindervolumen ist kleiner), machte ein Weiterbau wenn gefordert Sinn.

Ganz arg ist allerdings das abgebildete Telefon: Hier passt einiges nicht. Der Handapparat links gehört keinesfalls auf das Gerät, da das Telefon selbst mittig ein Mikrophon zum Hineinsprechen hat und zwei Mikrophone technisch nicht praktikabel sind. Trotzdem ist der Handapparat interessant, wurde er doch aus einem österreichischen Stielhörer abgeleitet, an den der Mikrophonteil angeschraubt wurde. Solche Handapparate fanden sich an den - damals teuren - Privatgeräten, die in Fabriken oder herrschaftlichen Häusern in der Monarchie zu finden waren.

Eine weitere Unstimmigkeit ist beim Mikrofon in der Mitte des Gerätes zu finden: Der gebogene Trichter gehört hier nicht her, ein gerader Trichter wäre logischerweise richtig, Der gebogene Trichter gehört zu einem moderneren Handapparat ab 1910. Das Gerät selbst ist keine Staatstype und stammt aus einer privaten Anlage, etwa einem größeren Geschäft oder einer Fabrik und ist eher einfacherer Bauart.
 
Hallo Gerhard,
! Lag das an deinem Scharm oder an Emma ;) - wahrscheinlich beides!
vielen lieben Dank auch für dein Lob,ist ein sehr interessantes Museum gewesen und Herr Schmid ein ganz ein netter Mensch. Ich denke es lag an Emma das ich die andere Garage auch sehen durfte;):). Es gibt noch 2 Garagen aber leider nicht in der Nähe,sonst hätte ich die mir auch noch ansehen dürfen.
Lg
Michi
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
30 Jahre Dorfmuseum Mönchhof

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Das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Dorfmuseum Mönchhof feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen. Auf größere Feierlichkeiten musste man Coronavirus-bedingt aber verzichten. Mit den Besucherzahlen ist man dennoch zufrieden.

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Das Museum gibt Einblick in das Dorfleben am Heideboden ab der Zeit um 1890 bis in die 1960er Jahre. Errichtet wurde das Museum von der Familie Haubenwallner. Alles begann sehr klein, das Museum ist im Laufe der Jahrzehnte immer weiter gewachsen, auch besuchermäßig, sagte Museumsgründer Josef Haubenwallner.

„Wenn man ganz ehrlich ist, hat es in den ersten zehn Jahren klein angefangen – da waren zwischen 5.000 und 10.000 Besucher hier. Nach zehn Jahren waren es dann 20.000 Besucher. Jetzt kommen im Schnitt 45.000 bis 50.000 Besucher und da sind wir schon sehr zufrieden“, so Haubenwallner. Für ihn sei wichtig, dass die Gäste zufrieden hinausgehen, was die beste Werbung sei.

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Museumsgründer Josef und Christine Haubenwallner
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Häuser aus der Umgebung abgetragen
Josef Haubenwallner ist gelernter Steinmetz und Maurer. Auch heute dreht er mit seinem alten Waffenrad noch täglich eine Runde durch sein Dorf. „Die Häuser sind aus der Umgebung – aus allen Ortschaften, wo das weggerissen worden wäre, hab ich das sozusagen kostenlos entsorgt. Ganz wichtig war für mich auch eine Kirche, denn ein Dorf ohne Kirche ist für mich kein Dorf“, erklärte Haubenwallner. Weil es in der Region keine Kirche zum Abtragen gab, baute sich Haubenwallner zusammen mit einigen Helfern im Jahr 2000 seine eigene Kirche.

Maßgeblich unterstützt wurde der Aufbau des Dorfmuseums von seiner Ehefrau Christine. „Ich bin in den letzten 30 Jahren hauptsächlich für die Finanzierung zuständig gewesen. Es ist alles privat finanziert worden. Wir haben immer geschaut, wie viel etwas kosten wird und dann hab ich gesagt, ob es in Ordnung geht. Meistens hat er überzogen, aber wenn etwas mehr gekostet hat, haben wir eben einen kleinen Kredit aufgenommen“, so Christine Haubenwallner.

18.000 Exponate
Zu sehen gibt es hier an die 18.000 verschiedene Exponate. Der Museumsgründer ist mittlerweile 71 Jahre alt und stolz auf sein Lebenswerk. „Wenn ich ehrlich bin, bin ich schon stolz. Man muss sich vorstellen, dass ein Mensch allein das auf die Füße gestellt hat“, so Haubenwallner. Die beiden Töchter des Ehepaars wollen das Museum weiterführen. Damit auch künftige Generationen sehen und erleben können, wie ihre Vorfahren einst gelebt, gearbeitet und gewohnt haben.
14.09.2020, red, burgenland.ORF.at
30 Jahre Dorfmuseum Mönchhof
 
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