FuV – Bergkristall - St. Georgen a.d. Gusen

Maulwurf1984

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#1
Grüß Gott allerseits!

Bin schon des längeren durch die Seite geheimprojekte.at auf dieses Forum gestoßen. Leider funktionierte aber meine Anmeldung über die österreichische Seite irgendwann nicht mehr und ich beschränkte mich auf das mitlesen bisher.

Hab dann zufällig entdeckt, dass einer der User aus dem Forum hier, meine aufgestellte Theorie zu den unterirdischen Stollen und der einstigen Halle im Bereich Bisamberg, welche ich in Youtube zu dem Video Robert Bouchals (Das große Geheimnis des Bisamberges), als Kommentar hinterließ, 1 zu 1 übernommen hat und im Forum postete.

Nach der kurzen Einleitung, nun zum eigentlich Punkt, B8 Bergkristall betreffend.

Wer den offiziellen Bericht der Kommision zu der Anlage St.Georgen/Gusen gelesen hat, und auch mit Herrn Sulzer seiner Recherche sowie der daraus entstandenen ZDF-Doku vertraut ist, kann sich eigentlich nicht mit den gegebenen Antworten seitens der Experten zufrieden geben.

Einerseits wurde weder auf die Georadardaten eingegangen, welche das Team um Sulzer in Auftrag gab, noch wurden die Skizzen (Sammlung Jakob) zu dem Bereich des Octagons, versucht zu erklären/erläutern.

Weiters existiert dieser Bericht der Studiengesellschaft für Atomenergie aus dem Jahre 1968, in diesem die Optionen von Lagerstätten aufgeführt sind und explizit das Stollensystem Gusen und eine 2. Ebene erwähnt werden.

Ebenso gibt es sogar öffentlich zugänglich für jeden ein offizielles Schriftstück in dem eine Skizze der Anlage in Gusen zu finden ist, wo eine mögliche (angedachte) Erweiterung um einige Stollen in Richtung Luftenberg eingezeichnet ist. Genau gesagt als Panzerwerk beschriftet.

Der nächste Punkt der Skepsis auslösen sollt ist das behördliche Vorgehen rund um die Grabungstelle welche als dem ehemaligen Schiessstand zugehörig eingestuft wurde. Warum stoppte das Bundesdenkmalamt diese Grabungen plötzlich und untersagt bis heute die weiterarbeit an der Stelle?

Warum findet sich in sovjietischen Akten, eine Operation der Russen, welche beinhaltete sämtliche Untertage Verlagerung en des 3.Reiches im Gebiet der sovjietischen Besatzungszonen, welche der nuklear & Raketenforschung/ Erzeugung dienten nach Erkundung zu Sprengen (Bei den Anlagen Bergkristall, Quarz und Richard war genau dies der Fall) Zahlreiche andere U–Verlagerungen teilten dieses Schicksal nicht.

Übrigens wird/wurde im Bereich des Oktagons irgendwas Anfang 2018 ausgegraben bzw. überbaut, leider fand ich keine näheren Informationen bisher dazu.


Wie man sieht ist bei weitem noch nicht Alles geklärt zu der Anlage Bergkristall und auch zu anderen Objekten noch nicht.

Wenn man hier für weitere Diskussionen offen ist, kann ich gern einzelne Punkte erläutern und auch auf Quellen verweisen zu einzelnen Behauptungen die ich in den Raum gestellt hab.

Liebe Grüße Tom
 
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Geist

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#2
Wenn man hier für weitere Diskussionen offen ist, kann ich gern einzelne Punkte erläutern und auch auf Quellen verweisen zu einzelnen Behauptungen die ich in den Raum gestellt hab.

Liebe Grüße Tom
Servus Tom,

ja, ohne Quellenangaben wird es keine sinnhafte Diskussion geben können. Ich bitte darum. Der Bereich des Oktagons wird im Expertenbericht ausgiebig behandelt und erklärt. Alle anderen Fragen lassen sich nur diskutieren, wenn du die dazugehörigen Quellen mitteilst. Danke!
 

Maulwurf1984

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#3
Gut dann beginn ich mal mit dem was ich gleich zur Hand habe.
Angehängt ist ein Orientierungsplan von 1942 des Magistrat Linz Abteilung 3, worauf eine Nahtstelle "Anbau für Panzer Werk" ersichtlich ist.
Zu finden in der Publikation von Herrn Haunschmied Rudolf Anton zur Landnahme der Schutzstaffel in Raum St.Georgen Gusen (R Haunschmied_Landnahme_OOeHBl_Heft 3_4 2015.pdf)

Bezüglich dem Oktagon und aktuellen Ereignissen waren die Baumassnahmen gemeint die auf dem GoogleEarth Bild zu sehen sind vom Dez2017/Jän2018. Dies ist nur persönliches Interesse ob dazu wer infos hat.
Den zweiten Punkt zum Oktagon bzgl. der Skizzen der Sammlung Jakob reich ich noch nach, darüber wurde im Bericht von 2015 der Kommission aber kein Wort erwähnt.

Die weiteren Dokumente & Quellen muss ich auf meinem Rechner zusammensuchen und bitte daher um etwas Geduld, werd sie so rasch wie möglich nachliefern.

Grüße Tom
 

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Geist

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#4
Ebenso gibt es sogar öffentlich zugänglich für jeden ein offizielles Schriftstück in dem eine Skizze der Anlage in Gusen zu finden ist, wo eine mögliche (angedachte) Erweiterung um einige Stollen in Richtung Luftenberg eingezeichnet ist. Genau gesagt als Panzerwerk beschriftet.
Es handelt sich dabei um den von dir geposteten Orientierungsplan von 1942. Baubeginn war allerdings über ein Jahr später, d.h. man kann davon ausgehen, dass sich die Planungen quasi monatlich geändert haben. Bezüglich vorausschauender Planung war man im Dritten Reich ja Gott sei Dank nicht besonders bewandert, sonst hätte der Krieg noch länger gedauert.

Der nächste Punkt der Skepsis auslösen sollt ist das behördliche Vorgehen rund um die Grabungstelle welche als dem ehemaligen Schiessstand zugehörig eingestuft wurde. Warum stoppte das Bundesdenkmalamt diese Grabungen plötzlich und untersagt bis heute die weiterarbeit an der Stelle?
Es gehört meines Wissens zu den Aufgaben des BDA, Grabungen, die von Nichtarchäologen durchgeführt werden, zu stoppen.

Warum findet sich in sovjietischen Akten, eine Operation der Russen, welche beinhaltete sämtliche Untertage Verlagerung en des 3.Reiches im Gebiet der sovjietischen Besatzungszonen, welche der nuklear & Raketenforschung/ Erzeugung dienten nach Erkundung zu Sprengen (Bei den Anlagen Bergkristall, Quarz und Richard war genau dies der Fall) Zahlreiche andere U–Verlagerungen teilten dieses Schicksal nicht.
Um es kurz zu machen: Die Sowjets haben alles gesprengt, was an Produktionsfläche vorhanden war. Die anderen alliierten Mächte waren nicht so streng. Deshalb ist z.B. Zement noch vollständig erhalten, Quarz und Bergkristall jedoch nicht.
 

Maulwurf1984

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#5
Es handelt sich dabei um den von dir geposteten Orientierungsplan von 1942. Baubeginn war allerdings über ein Jahr später, d.h. man kann davon ausgehen, dass sich die Planungen quasi monatlich geändert haben. Bezüglich vorausschauender Planung war man im Dritten Reich ja Gott sei Dank nicht besonders bewandert, sonst hätte der Krieg noch länger gedauert.


Es gehört meines Wissens zu den Aufgaben des BDA, Grabungen, die von Nichtarchäologen durchgeführt werden, zu stoppen.


Um es kurz zu machen: Die Sowjets haben alles gesprengt, was an Produktionsfläche vorhanden war. Die anderen alliierten Mächte waren nicht so streng. Deshalb ist z.B. Zement noch vollständig erhalten, Quarz und Bergkristall jedoch nicht.
Nicht falsch verstehen, aber bei solchen Antworten kann ich mir die Arbeit Dokumente raus zu suchen dann eher sparen.
Das es sich bei der Skizzierung um einen Orientierungsplan von 1942 handelt, steht doch schon in meiner Beschreibung zu dem Dokument. Auch der Baubeginn erst Monate später und eventuelle Umplanungen bis dahin, sind irrelevant für die These die Anlage Bergkristall war von Beginn an schon umfangreicher angedacht wofür man diesen Plan Als Beweis sehen kann (selbst wenn ein Ausbau nie stattfand, widerspricht Diese Skizze der Expertenaussage es gäbe nirgends in den Quellensammlungen auch nur einen Hinweis auf weitere Stollen)

Bezüglich vorausschauender Planung, gibt es eigentlich mehr als genug Bespiele, welche andere Rückschlüsse darüber zulassen aber respektiere deine Meinung dazu natürlich.

Das BDA hat den Auftrag zur Erforschung & Erhaltung kulturellen Erbes. Auf Reste eines Schiessstandes die dort angeblich zum Vorschein kamen trifft dies aber weniger zu, somit gibt’s hier Klärungsbedarf mit welcher Begründung dort weiteres Graben untersagt wurde trotz Genehmigung des Grundstückbesitzers. Einen Archäologen den Grabungen beizuziehen wäre wohl keine Sache der Unmöglichkeit würde hier nicht absichtlich blockiert & auf Zeit gespielt. Somit stellt sich weiterhin die Frage was es mit dem besagten Bereich auf sich hat? Was versucht man dort zu schützen?

Dem letzten Punkt bezüglich der Sprengungen muss ich leider vehement widersprechen weder die U-Verlagerung Languste noch Renke wurden gesprengt um nur 2 Beispiele anzuführen genauso wenig wie andere Objekte in Tschechien wie die Anlage Zechstein
 

Geist

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#6
Das es sich bei der Skizzierung um einen Orientierungsplan von 1942 handelt, steht doch schon in meiner Beschreibung zu dem Dokument. Auch der Baubeginn erst Monate später und eventuelle Umplanungen bis dahin, sind irrelevant für die These die Anlage Bergkristall war von Beginn an schon umfangreicher angedacht wofür man diesen Plan Als Beweis sehen kann (selbst wenn ein Ausbau nie stattfand, widerspricht Diese Skizze der Expertenaussage es gäbe nirgends in den Quellensammlungen auch nur einen Hinweis auf weitere Stollen)

Bezüglich vorausschauender Planung, gibt es eigentlich mehr als genug Bespiele, welche andere Rückschlüsse darüber zulassen aber respektiere deine Meinung dazu natürlich.
Warum soll es irrelevant sein, dass ein Plan lange vor der Durchführung Inhalte aufweist, die letztendlich nicht ausgeführt wurden? Gerade zur Feststellung, ob es eine Erweiterung der Anlage gab, ist es von außerordentlicher Wichtigkeit zu wissen, dass Planungen im Dritten Reich quasi wöchentlich umgeworfen wurden. Ein Plan von 1942 einer Anlage, die erst über ein Jahr später errichtet wurde, bekommt durch dieses Wissen den ihm zustehenden Argumentationswert, nämlich keinen.
Das Buch von Norbert Schausberger zur Rüstung in Österreich 1938–1945 gibt einen sehr guten Einblick in planloses Planen. Waren die Maschinen zur Fertigung eines Teiles fertig montiert, kam der Befehl alles wieder abzubauen und die Anlage für die Fertigung eines anderen Teils vorzubereiten. Das war gang und gäbe.

Das BDA hat den Auftrag zur Erforschung & Erhaltung kulturellen Erbes. Auf Reste eines Schiessstandes die dort angeblich zum Vorschein kamen trifft dies aber weniger zu, somit gibt’s hier Klärungsbedarf mit welcher Begründung dort weiteres Graben untersagt wurde trotz Genehmigung des Grundstückbesitzers. Einen Archäologen den Grabungen beizuziehen wäre wohl keine Sache der Unmöglichkeit würde hier nicht absichtlich blockiert & auf Zeit gespielt. Somit stellt sich weiterhin die Frage was es mit dem besagten Bereich auf sich hat? Was versucht man dort zu schützen?
Wenn das so spannend ist, soll halt der Grundstücksbesitzer einen Archäologen beauftragen, der mal mit dem Bodenradar drüber fährt. Viel wird er nicht finden, ist ja nur ein Schießstand.
Es wird in Gusen weder etwas verschleiert noch etwas verzögert. Es gab hier keine zweite Ebene. Dafür gibt es weder Pläne noch Zeitzeugenberichte. Ich konnte vor zwei Jahren mit einem Zeitzeugen sprechen, der dort in der Tankdeckelfertigung für Me 262 gearbeitet hat. Er war kein Zwangsarbeiter, berief sich also bei seinen Schilderungen auf Wahrnehmungen, die nicht von Hunger und Schmerz verzerrt und beeinträchtigt waren. Er hat während der Monate seiner Tätigkeit keine zweite Ebene gesehen oder von ihr gehört.

Dem letzten Punkt bezüglich der Sprengungen muss ich leider vehement widersprechen weder die U-Verlagerung Languste noch Renke wurden gesprengt um nur 2 Beispiele anzuführen genauso wenig wie andere Objekte in Tschechien wie die Anlage Zechstein
Die Sprengungen in den Anlagen hatten den Sinn, die unterirdische Produktion unmöglich zu machen bzw. keine Anlage zugänglich zu belassen, die man anschließend ständig kontrollieren hätte müssen. Das bewerkstelligte man einerseits mit Sprengungen wie sie in Quarz und Bergkristall durchgeführt wurden, nämlich durch Sprengungen hauptsächlich an den Kreuzungspunkten der Längs- und Querstollen. Das war aber nicht immer so. Manchmal wurden auch nur die Produktionsanlagen gesprengt wie z.B. in Languste. Auch die Franzosen haben in Stichling nicht einfach alles in die Luft gejagt, sondern gezielt die betonierten Einbauten in der "Messerschmitthalle". Gab es Gründe für eine friedliche und/oder privatwirtschaftliche Nachnutzung, wurde auch mal nicht gesprengt, so wie es z.B. in Schwechat der Fall war.
 
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#7
Hallo Tom und andere!

Angehängt ist ein Orientierungsplan von 1942 des Magistrat Linz Abteilung 3, worauf eine Nahtstelle "Anbau für Panzer Werk" ersichtlich ist.
Zu finden in der Publikation von Herrn Haunschmied Rudolf Anton zur Landnahme der Schutzstaffel in Raum St.Georgen Gusen (R Haunschmied_Landnahme_OOeHBl_Heft 3_4 2015.pdf)
Die Textstelle aus den zitierten Oö. Heimatblättern Seite 188 lautet:
https://www.land-oberoesterreich.gv.at/files/publikationen/KD_Heimatblatt_3_4_2015.pdf


"Der älteste überlieferte Orientierungsplan zum Stollenbauvorhaben mit der Tarnbezeichnung „Bergkristall“ geht höchstwahrscheinlich auf ein Luftwaffenkommando zurück, das bereits im August 1942 vor Ort aktiv gewesen war und in irgendeiner Form mit dem Magistrat der Gauhauptstadt Linz (AB. 3) kooperierte. 138"

Mit der Fußnote Nr. 138 zitiert sich der Autor selbst : Vgl. Rudolf A. Haunschmied, u. a., Reconsidered, 2007, S. 127 ff.
Als Quelle für den Plan wird dort "Sammlung Haunschmied" angegeben. (Auf Amazon mittels Blick ins Buch von mir eingesehen)


Ich würde gerne das Original sehen. Die Linien der Stollen schauen in ihrer Genauigkeit aus als wären sie mit dem Computer gezeichnet. Im Gegensatz zur Unlesbarkeit des Stempelkopfes. Mir kommt auch das Datum des Planes, 23. August 1942 (ein Sonntag !), sehr Früh vor.

Schöne Grüße Kurt
 
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#8
Ich würde gerne das Original sehen. Die Linien der Stollen schauen in ihrer Genauigkeit aus als wären sie mit dem Computer gezeichnet. Im Gegensatz zur Unlesbarkeit des Stempelkopfes. Mir kommt auch das Datum des Planes, 23. August 1942 (ein Sonntag !), sehr Früh vor.

Schönen Grüße Kurt
Ich wollte ja nicht gleich am Anfang der Diskussion dem Diskussionsstarter irgendetwas unterstellen, aber angemerkt haben möchte ich schon, dass die abgebildeten Reichspapageien nicht so ganz dem Original entsprechen. :D
In diesem Sinne: Ja bitte, man möge das Original zeigen.
 

Maulwurf1984

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#9
Tja mir etwas zu unterstellen wäre recht interessant gewesen, da ich lediglich ein öffentliches Dokument, welches auf einer offiziellen Seite des Landes publiziert wurde, samt Quellenangabe, verweise. Wenn hier Jemand der Meinung ist, daran wurde irgendwas gefälscht muss er sich an das Land OÖ richten und den Verfasser dieser 38 Seiten langes Berichtes. Wenn ich eine Publikation von einer staatlichen Seite (Gv.at) beziehe, gehe ich davon aus, dass dieser Text samt Skizzen auf ihre Echtheit untersucht wurde bevor man sie dort veröffentlicht.

Dass die Skizze per Computer angefertigt wurde bezweifle ich eher, da zwar auf den ersten Blick die Linien sehr gerade und rechtwinkelig wirken, aber bei genauerer Betrachtung dies nicht sind, vor allem die kleineren Abschnitte wie beim Bereich des heutigen Zugangs oder bei der Stelle der Mariengrube.

Da auch im Text eigentlich nirgends die Vermutung einer weiteren Ebene oder anderer Stollenerweiterungen nicht explizit erwähnt wird, wäre auch das Motiv interessant, warum Herr Rudolf A. Haunschmied hier etwas gefälscht haben soll. Auch in der Doku des Herrn Sulzer kam dieses Dokument nicht vor soviel mir jetzt bekannt ist, was natürlich nichts über die Echtheit jetzt aussagen würde.

Anfügen will ich noch zu den Kommentaren von Herrn Geist, dass es schon lustig ist, erst den Stop der Grabungen im Bereich der Liegenschaft des Schützenvereins, damit zu begründen, dass kein Archäologe diese Grabung beaufsichtigte und im nächsten Beitrag zu behaupten, dort gäbe es nichts von archäologischen Wertes zu finden. Dies widerspricht sich im Kern der Aussage.
Auch die weiteren Angaben über Gespräche mit einem Zeitzeugen der kein Häftling war, sind so reines Hörensagen, abgesehen davon, dass in dieser Aussage auch Zeugenaussagen von Zwangsarbeitern eigentlich diskreditiert und abgewertet werden. (Wobei ich weiß dies lst so sicherlich nicht gemeint gewesen).
Ebenso die Aussage über die Sprengung durch die Sowjets, wo in der ersten Antwort, Diese erst Alles gesprengt haben sollen und nach meinem Einspruch samt Beispielen, plötzlich doch unterschiedlich vorgegangen wurde.

Bin zwar nur Amateur den Geschichte und diese Hinterlassenschaften interessieren, aber dennoch meiner Meinung nach recht gut und umfangreich informiert. Ich nenne einige Bücher zu dieser Zeit angefangen von B. Perz - das Projekt Quarz, über F. Seidler Organisation Tod & Phantom Alpenfestung sowie das Standardwerk von H.Wichert mein eigen und habe auch genug Recherche zum Architekt Fiebinger & Hans Kammler und Organisationen wie die DEST betrieben. Also bitte so wie ihr von mir Fakten & Quellen verlangt für eine konstruktive Diskussion, so würde ich mir diese auch bei den Antworten wünschen zu meinen Kommentaren.

Was sonst dabei rauskommt, könnt ihr im Anhang an den Kommentar finden, was zwar ne Diskussion über Wahrheit/Fäschung auslösen wird aber dennoch nicht so als Beweis anerkannt wird obwohl die Quelle bekannt ist (Gutachten der Studiengesellschaft für Atomenergie von 1968)
 

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#10
Anfügen will ich noch zu den Kommentaren von Herrn Geist, dass es schon lustig ist, erst den Stop der Grabungen im Bereich der Liegenschaft des Schützenvereins, damit zu begründen, dass kein Archäologe diese Grabung beaufsichtigte und im nächsten Beitrag zu behaupten, dort gäbe es nichts von archäologischen Wertes zu finden. Dies widerspricht sich im Kern der Aussage.
Nein, daran ist nichts lustig. Die österreichische Gesetzeslage sieht vor, dass an einer Grabung ein Archäologe beteiligt sein muss, ansonsten ist es eine Raubgrabung, deshalb wurde die Grabung von Sulzer auch durch das BDA gestoppt. Beauftragt nun der Grundeigentümer einen Archäologen, so wird ihm dieser legal – von der BDA ungestoppt – einen Schießstand ausgraben. Fertig.

Auch die weiteren Angaben über Gespräche mit einem Zeitzeugen der kein Häftling war, sind so reines Hörensagen, abgesehen davon, dass in dieser Aussage auch Zeugenaussagen von Zwangsarbeitern eigentlich diskreditiert und abgewertet werden. (Wobei ich weiß dies lst so sicherlich nicht gemeint gewesen).
Den Absatz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Einerseits machst du mir den absurden Vorwurf, Zeugenaussagen von Zwangsarbeitern zu diskreditieren und andererseits bezeichnest du ein real von mir durchgeführtes Zeitzeugengespräch als "reines Hörensagen". Lern du erst mal die Arbeit von Historikern, Archäologen und Professionisten anderer Fachrichtungen wertzuschätzen, bevor du dich in solche Abgründe verirrst. Etwas kritisch zu hinterfragen, finde ich gut und ist absolut notwendig, vor allem in unseren Zeiten von Fake News und Panikmache. Kritisches Hinterfragen bedeutet aber nicht, die Ergebnisse einer Kommission so lange in Frage zu stellen, bis man jemanden findet, der auch nicht dran glaubt, sondern die Aussagen herzunehmen und zu überprüfen. Wenn du also kritisch hinterfragen möchtest, wie ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Geologie auf die Idee kommt, es könnte keine tieferliegende Sohle in St. Georgen an der Gusen vorhanden sein, dann lies dir mein Zitat unten aus dem Expertenbericht durch und setz dich dann nochmal in die Bibliothek der GBA, um herauszufinden, in welcher Höhe Grundwasser und Granit dort tatsächlich stehen bzw. damals standen. Ich bin mir sicher, das hervorragende Fachpersonal der GBA wird dir helfend zur Seite stehen um deine Fragen zu beantworten.

Ebenso die Aussage über die Sprengung durch die Sowjets, wo in der ersten Antwort, Diese erst Alles gesprengt haben sollen und nach meinem Einspruch samt Beispielen, plötzlich doch unterschiedlich vorgegangen wurde.
Ich liebe es mit Leuten zu diskutieren, die unbedingt etwas nicht verstehen wollen. Es gibt mehr als nur Schwarz und Weiß.

Bin zwar nur Amateur den Geschichte und diese Hinterlassenschaften interessieren, aber dennoch meiner Meinung nach recht gut und umfangreich informiert. Ich nenne einige Bücher zu dieser Zeit angefangen von B. Perz - das Projekt Quarz, über F. Seidler Organisation Tod & Phantom Alpenfestung sowie das Standardwerk von H.Wichert mein eigen und habe auch genug Recherche zum Architekt Fiebinger & Hans Kammler und Organisationen wie die DEST betrieben. Also bitte so wie ihr von mir Fakten & Quellen verlangt für eine konstruktive Diskussion, so würde ich mir diese auch bei den Antworten wünschen zu meinen Kommentaren.

Was sonst dabei rauskommt, könnt ihr im Anhang an den Kommentar finden, was zwar ne Diskussion über Wahrheit/Fäschung auslösen wird aber dennoch nicht so als Beweis anerkannt wird obwohl die Quelle bekannt ist (Gutachten der Studiengesellschaft für Atomenergie von 1968)
Dieses Dokument war auch der Expertenkommission bekannt. Ich zitiere aus dem Expertenbericht (Seite 26):
"4.3.16. Angeblich unter Verschluss gehaltenes Gutachten der österr. Studiengesellschaft für Atomenergie aus dem Jahre 1968 ist in der Bibliothek der Geologischen Bundesanstalt für jedermann frei zugänglich und entspricht nicht der Realität.
Univ.-Prof. MR Dr. Leopold Weber, ein international anerkannter Experte für Geologie, Geotechnik und Bergbau (früher Geologe bei der obersten Bergbaubehörde) hat das Gutachten geprüft und dabei festgestellt, dass die geologischen Schlussfolgerungen darin äußerst vage und nicht nachvollziehbar sind.
Das in der Kartenbeilage dargestellte Stollennetz entspricht in keiner Weise der zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Expertise vorhandenen Ausdehnung der Untertagehohlräume. Auch entsprechen die Angaben der Stollenquerschnitte nicht der Realität.
Hinweise, dass sich über dem bekannten Stollensystem eine weitere Etage befinden soll, konnten im Zuge der Sicherungsmaßnahmen (Anm.: der BIG) durch viele Bohrungen nicht bestätigt werden. Unterhalb des bestehenden Systems ist die Existenz einer weiteren Anlage von tieferen Untertagehohlräumen unwahrscheinlich, weil dadurch in den Grundwasserkörper eingegriffen und ein Teil im Granit liegen würde. Die Konturierung mit der Bezeichnung „maximale Ausdehnung des Stollensystems“ ist spekulativ und durch nichts begründet.
(Näheres dazu siehe Gutachten Prof. Weber sowie Berichte Prof. Perz und S Consult im Anhang)." [Unterstreichungen durch deinen Lieblingsmoderator, nicht im Original zu finden und dient nur der Hervorhebung der kritisch zu hinterfragenden Sachverhalte durch Aushebung entsprechender Dokumente in der GBA]
Quelle: https://www.land-oberoesterreich.gv...richte_Stollenanlage_Bergkristall_2015(1).pdf
 
#11
Was sonst dabei rauskommt, könnt ihr im Anhang an den Kommentar finden, was zwar ne Diskussion über Wahrheit/Fäschung auslösen wird aber dennoch nicht so als Beweis anerkannt wird obwohl die Quelle bekannt ist (Gutachten der Studiengesellschaft für Atomenergie von 1968)
Hallo Tom,

Ich habe gesehen dass der Bericht von Gerhard Müller (1968) aus 5 Seiten besteht. Da hast daraus nur Fragmente veröffentlicht.

- dein Anhang 1 SGA - Lagerstätten: Müller schreibt: "Die Geometrie der unteren Sohle des Stohlennetzes ist aus der geologischen Karte (Skizze 2) ersichtlich, ..."
- dein Anhang 2 SGA - Situationsskizze Gusen: Kartenbeschriftung rechts oben lautet aber Skizze 1 !!!

Ist also nicht ganz stimmig. Was ist nun was? Müller schreibt von "...zwei übereinander liegenden Etagen..."
Ist es dir möglich den gesamten Bericht hier zu posten.

Schöne Grüße, Kurt
 
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