Gregory Douglas, Aus den US-Geheimarchiven

W

wolfmann

Guest
#1
Hallo,

Harald Fäth zitiert in seinem Buch 1945- Thüringens Manhattan Projekt das Buch von Gregory Douglas :"Geheimakte Gestapo-Müller : Dokumente und Zeugnisse Teil 2"; aus den US-Geheimarchiven dahingehend, daß Müller kurzgefaßt dem US-Verhörbeamten mitteilt daß die Gestapo den Funkverkehr der russischen Atomspione in den USA an Rußland dechiffriert hat und die Ergebnisse an eigene Wissenschaftler (SS ?) gegeben hat.

Wie ich an anderer Stelle bereits sagte will ich diesen Informationen an der Quelle, in den USA, nachgehen und suche noch etwas spezifischere Angaben zur Quelle, den 'Müller'-files.

Da beide Teile der Bücher indiziert sind, habe ich sie im Handel nicht bekommen. An einer Uni-Bibliothek fand ich Teil 1, der mir nichts nützte.
Meine Frage:
Kann mir jemand, der das Buch Teil 2 hat, dieses für kurze Zeit zur Verfügung stellen ?
Oder könnte jemand mir die betreffenden Stellen (alles bezüglich Atomforschung in D) bzw die dazugehörigen Quellenangaben scannen oder kopieren ?

Vielen Dank in voraus

Gruß

Wolfgang
 
A

Anke

Guest
#3
Hallo Wolfgang,

zumindest die englischsprachige Version dieser Bücher ist frei im Buchhandel zu beziehen. Vielleicht ist das eine Alternative, falls die Bücher auf anderem Wege nicht zu bekommen sind.

Viele Grüße

Anke
 
W

wolfmann

Guest
#5
Vielen Dank an alle.
@anke
Dir auch vielen dank für den Tip, die englischen Versionen in Amazon.de sind zwar gelistet, aber mit "nicht lieferbar" gekennzeichnet. Bei Amazon.com sind sie vorhanden, kosten aber locker 40 - 80 Euro, je Band. Ist ggf. die Investition wert.

@Harry
warte bitte noch mit dem suchen, ich habe gerade ein Antiquariat im Web gefunden, die das Buch zu einem vernünftigen Preis angeblich haben. Falls nicht, sende ich Dir eine PN.

Noch mals herzlichen Dank

Wolfgang
 

Kracher

Active Member
#8
Danke für die Links.

Ja, mich hatten gewisse Aussagen zum Themenbereich "Kulturgut" interessiert. Nach Angaben von Douglas habe er Müller noch in 1965 selbst gesprochen. Dadurch relativieren sich die Aussagen zum Kulturgut unabhängig davon ob dieses Gespräch stattgefunden oder nicht stattgefunden hat.

Breitmann kommt in "US Intelligence and the Nazis" zu ähnlichen, negativen Einschätzungen im Hinblick auf die Personalie Heinrich Müller und hatte dabei u.A. Zugang zu War Room Dokumenten.
 
#9
Weitere Ermittlungen

So, ich habe in dieser Angelegenheit mal etwas weiter ermittelt.

In RG 226, Entry 119A, Box 22, Folder 621 befindet sich eine "target list" der gewünschten Gesprächspartner für eine Einvernahme. Heinrich Müller steht neben Schellenberg, Ohlendorf und weiteren auf dieser Liste.

In der gleichen RG findet man dann auch noch counterintelligence reports der OSS die den Stand der Dinge beim Befragungsprojekt darstellen, im Fall Müller aber negativ ausfallen.

Interessanter ist dann die RG 319, in der sich Hinweise auf die Festsetzung eines Heinrich Müllers in Altenstadt finden lassen. (RG319, IRR, Entry 134B, Heinrich Müller) Leider finden sich in dieser RG mehrere Heinrich Müllers.

Klar scheint, dass nichts klar ist. Gänzlich ausgeschlossen kann die Möglichkeit der Existenz Müllers nach dem 2.5.1945 daher nicht.
 
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