Hotel Alpenhof im Pertisau

#1
Vorgeschichte:
Hotel Alpenhof

Das Hotel Alpenhof, mit damals 70 Fremdenzimmern, entstand 1899 in
unmittelbarer Nähe eines Sees. Sein Erbauer war der Hotelier Friedrich
Tschoner. 1929 wurde das um die Jahrhundertwende errichtete Hotel
nach den Plänen des Architekten Siegfried Mazagg umgebaut. 1960
wurde der Hotelbetreib eingestellt. Seit dem verfällt das Gebäude
zusehens.

Mein Kumpel und ich waren am samstag dort und haben es uns angeschaut es ist leider schon sehr mitgenommen aber es ist es wert sehr nicer LP.
 

Anhänge

Geist

Worte im Dunkel
Mitarbeiter
#2
Da du den Namen so schön dazugeschrieben hast, nehme ich an, dass es sich um eine offizielle Begehung des Hauses handelte. Deshalb gibt es hier noch ein paar schnell recherchierte Hintergrundinfos zum Hotel Alpenhof in Pertisau:

Die Sorgenkinder des Denkmalschutzes

Am Sonntag kann am „Tag des Denkmals“ die Bevölkerung sonst nicht zugängliche Bauten besichtigen, etwa gelungene Restaurierungen. In der Praxis stößt der Denkmalschutz aber auch an Grenzen, besonders dann, wenn geschützte Objekte nicht mehr benutzt werden und verfallen.

Ein neues Haus statt dem alten, unklare Besitzverhältnisse oder fehlendes Interesse: Es gibt viele Gründe warum denkmalgeschützte Bauten nicht mehr benutzt werden. Aus Juwelen können so innerhalb weniger Jahre Schandflecke werden, bei denen aber das Denkmalamt den Abriss verbietet.

Der Tiroler Landeskonsverator Werner Jud widmete sein Vorwort zum gerade erschienen Denkmalbericht des Landes Tirol diesen Sorgenkindern. Unter den fast 5.000 geschützten Denkmälern in Tirol gebe es 20 bis 30 Sorgenkinder, die das Denkmalamt schon lange beschäftigen.

Ambiente eines Geisterschlosses

Ein solches Sorgenkind ist an einem der schönsten Plätze Tirols zu finden. Es ist das Hotel Alpenhof in Pertisau.


ORF.at/Hermann Hammer
Das ehemalige Hotel Alpenhof in Pertisau am Achensee

1929 wurde das um die Jahrhundertwende errichtete Hotel nach den Plänen des bekannten Tiroler Architekten Siegfried Mazagg umgebaut. In den sechziger Jahren wurde der Hotelbetrieb eingestellt und seitdem verfällt das monumentale Haus. Zahlreiche Tafeln warnen vor Einsturzgefahr und verbieten den Zutritt. Der Landeskonservator sagte, in der Schweiz oder in Südtirol seien solche Objekte oft voll in Betrieb und begehrt. Es gebe zahlungskräftige Publikum, das dieses historische Ambiente schätze. Beim Alpenhof ist es laut Jud bis jetzt daran gescheitert, dass sich die Besitzerin das nicht vorstellen kann. „Ich könnte es mir sehr wohl vorstellen und ich glaube es gebe auch Investoren, die so etwas angehen würden.“

Jud: Leuten fehlt oft Vorstellungskraft"
„Oft fehlt den Leuten die Vorstellungskraft, dass man aus einer Ruine ein schönes und benutzbares Objekt machen kann“, meinte Jud. Da helfe es, wenn man Beispiele von Restaurierungen zeige. Außerdem brauche es lange Gespräche und Diskussionen bis man zu gemeinsamen Lösungen komme.

Das ehemalige Hotel in Pertisau ist kein Einzelfall, wenn es um aufgegebene Gastronomiebetriebe geht, die im denkmalgeschützten Zustand seit Jahren vor sich hingammeln. Weitere Beispiele sind etwa der ehemalige Gasthof Neuwirt in Rinn unterhalb der Kirche im Ortszentrum oder auch das Gasthaus „Zum Tiroler“ in der Geigergasse in Wattens.
Der komplette Artikel befindet sich hier: Die Sorgenkinder des Denkmalschutzes
 
Oben