Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich öfters in England zu finden, genauer gesagt an der Südküste Devons. Wunderbar zum erholen und um dem Küstenweitwanderweg zu folgen. (https://www.southwestcoastpath.org.uk/)
Natürlich haben diese rauen Küstenabschnitte immer wieder ihre Opfer gefordert, der Küstenabschnitt ist wahrlich mit Schiffswracks gepflastert. Eines der berühmtesten Geschichten ist die der "Herzogin Cecilie" oder einfach nur ihrer Eleganz wegens "The Dutchess". Das Schiff wurde 1902 von der Deutschen „Rickmers Schiffbau AG“ gebaut und war ein klassischer Windjammer. Zur ihrer Hoch-zeit war sie eines der schnellsten Segelschiffe mit einer Geschwindigkeit von 21 Knoten.
(Public Domain, State Library of Victoria )
Anfangs wurde sie zur „Salpeterfahrt“ nach Chile eingesetzt. So passierte es auch das sie zum Beginn des ersten Weltkrieges „interniert“ wurde und in Chile blieb. Nach dem ersten Weltkrieg kam sie als Reparationszahlung nach Frankreich. Dort wurde sie von Gustav Erikson gekauft (Gustaf Erikson – Wikipedia) und für das „Grain Race“, oder Weizenregatta - den Weizentransport zwischen Australien und Europa eingesetzt. Auf dieser Strecke war die Herzogin Cecilie 4x das schnellste Schiff. Von Perth (Australien) nach Falmouth (England) auf ihrer letzten Fahrt brauchte die Herzogin Cecilie 86 Tage (die zweit schnellste Zeit überhaupt – nur geschlagen von der Parmir oder Parma. (da unterscheidet sich der englische und der Deutsche Wikipedia Artikel.)
Der erste Zwischenstopp in England war Falmouth in Cornwall. Von hier sollte das Schiff weiter nach Ipswich segeln um ihre Fracht (4.295 Weizen). Hier kommt es wieder zu einem Unterschied der örtlichen Geschichte und dem deutschen Wikipedia Artikel. Im Deutschen Artikel steht das sie nach einer Havarie mit einem deutschen Schiff in Portsmouth einlief um eine Kaution zu bezahlen … diese Kollision spielte sich aber im Kattegat ab (Rastede (Schiff) – Wikipedia)
Eine andere Quelle besagt das die Kompass in Falmouth neu kalibriert werden sollte. Auf alle Fälle verließ die „Dutchess“ Falmouth in dichtem Neben und segelte zu nördlich und kollidierte mit dem Ham-Stone.
Der solitäre Felsen am Horiont des Bildes.
Nachdem Teile der Besatzung gerettet wurden und auch Teile der Ladung gelöscht wurden gelang des das Schiff bei einer Springflut frei zu schleppen. Die Hoffnung war hoch das Schiff zu retten. Ursprünglich war geplant das Schiff in die nächste Bucht nach Salcombe zu schleppen.
Allerdings befürchtetet die Touristiker das der Gestank des verrottenden Getreides die Leute verscheuchen würde. So wurde die Herzogin Cecilie in der Bucht außerhalb von Salcombe auf Sand gesetzt – So dachte man.
Starehole Bay, Salcombe
Durch mehrere Herbststürme wurde das schiff aber über den darunter liegenden Felsen geschoben und damit brach der Kiel und das Schicksal des Schiffes war besiegelt.
Da es einer letzten kommerziellen Segler war meinte der Kapitän "wenigstens sei ihr die Schmach der Abwrackung erspart geblieben".
Heute kann man die Reste des Schiffs noch Betauchen – Ideal für einen nachmittags Tauchgang da das Wrack in nur ca. 10 Meter tiefe liegt.
Das Wrack ist damals schon PR mäßig ausgeschlachtet worden, sogar das Grazer Volksblatt hat berichtet
(c) Grazer Volksblatt, anno.onb.ac.at
Auf Youtube gibt es einige interessante Filmchen über das Ende der "Dutchess"
Youtube Filmsammlung
und natürlich auch in der Folk-Musik hat das Schiff Niederschrift gefunden Herzogin Cecilie - Lied sogar eine polnische Version gibt es davon Herzogin Cecilie - Polnisch
Ich hoffe, der Artikel war interessant und verabschiede mich mit einem Foto des heutigen Sonnenuntergangs

Natürlich haben diese rauen Küstenabschnitte immer wieder ihre Opfer gefordert, der Küstenabschnitt ist wahrlich mit Schiffswracks gepflastert. Eines der berühmtesten Geschichten ist die der "Herzogin Cecilie" oder einfach nur ihrer Eleganz wegens "The Dutchess". Das Schiff wurde 1902 von der Deutschen „Rickmers Schiffbau AG“ gebaut und war ein klassischer Windjammer. Zur ihrer Hoch-zeit war sie eines der schnellsten Segelschiffe mit einer Geschwindigkeit von 21 Knoten.
(Public Domain, State Library of Victoria )
Anfangs wurde sie zur „Salpeterfahrt“ nach Chile eingesetzt. So passierte es auch das sie zum Beginn des ersten Weltkrieges „interniert“ wurde und in Chile blieb. Nach dem ersten Weltkrieg kam sie als Reparationszahlung nach Frankreich. Dort wurde sie von Gustav Erikson gekauft (Gustaf Erikson – Wikipedia) und für das „Grain Race“, oder Weizenregatta - den Weizentransport zwischen Australien und Europa eingesetzt. Auf dieser Strecke war die Herzogin Cecilie 4x das schnellste Schiff. Von Perth (Australien) nach Falmouth (England) auf ihrer letzten Fahrt brauchte die Herzogin Cecilie 86 Tage (die zweit schnellste Zeit überhaupt – nur geschlagen von der Parmir oder Parma. (da unterscheidet sich der englische und der Deutsche Wikipedia Artikel.)
Der erste Zwischenstopp in England war Falmouth in Cornwall. Von hier sollte das Schiff weiter nach Ipswich segeln um ihre Fracht (4.295 Weizen). Hier kommt es wieder zu einem Unterschied der örtlichen Geschichte und dem deutschen Wikipedia Artikel. Im Deutschen Artikel steht das sie nach einer Havarie mit einem deutschen Schiff in Portsmouth einlief um eine Kaution zu bezahlen … diese Kollision spielte sich aber im Kattegat ab (Rastede (Schiff) – Wikipedia)
Eine andere Quelle besagt das die Kompass in Falmouth neu kalibriert werden sollte. Auf alle Fälle verließ die „Dutchess“ Falmouth in dichtem Neben und segelte zu nördlich und kollidierte mit dem Ham-Stone.
Der solitäre Felsen am Horiont des Bildes.Nachdem Teile der Besatzung gerettet wurden und auch Teile der Ladung gelöscht wurden gelang des das Schiff bei einer Springflut frei zu schleppen. Die Hoffnung war hoch das Schiff zu retten. Ursprünglich war geplant das Schiff in die nächste Bucht nach Salcombe zu schleppen.
Allerdings befürchtetet die Touristiker das der Gestank des verrottenden Getreides die Leute verscheuchen würde. So wurde die Herzogin Cecilie in der Bucht außerhalb von Salcombe auf Sand gesetzt – So dachte man.
Starehole Bay, SalcombeDurch mehrere Herbststürme wurde das schiff aber über den darunter liegenden Felsen geschoben und damit brach der Kiel und das Schicksal des Schiffes war besiegelt.
Da es einer letzten kommerziellen Segler war meinte der Kapitän "wenigstens sei ihr die Schmach der Abwrackung erspart geblieben".
Heute kann man die Reste des Schiffs noch Betauchen – Ideal für einen nachmittags Tauchgang da das Wrack in nur ca. 10 Meter tiefe liegt.
Das Wrack ist damals schon PR mäßig ausgeschlachtet worden, sogar das Grazer Volksblatt hat berichtet
(c) Grazer Volksblatt, anno.onb.ac.at
Auf Youtube gibt es einige interessante Filmchen über das Ende der "Dutchess"
Youtube Filmsammlung
und natürlich auch in der Folk-Musik hat das Schiff Niederschrift gefunden Herzogin Cecilie - Lied sogar eine polnische Version gibt es davon Herzogin Cecilie - Polnisch
Ich hoffe, der Artikel war interessant und verabschiede mich mit einem Foto des heutigen Sonnenuntergangs

