Kirchberg am Wagram

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fokker

Guest
#1
Hallo, erstmal....

tolles Forum hier.
also gleich zur Sache.

In Kirchberg am Wagram genauer Neustift soll bis 45 ein TüPl gewesen sein, in 2 Gebäuden war die SS stationiert, in Uzenlaa, waren Nebelwerfer. (sollten die Donau schützen, damit die Russen nicht übersetzten, lauft Zeitzeugen)
Diese Information habe ich von jemandem der damals 12 jahre alt war,

Weiß jemand genaueres darüber?
 

josef

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#2
Hallo Olaf,
vorerst einmal besten Dank für deinen 1. Beitrag.
In Kirchberg am Wagram genauer Neustift soll bis 45 ein TüPl gewesen sein, in 2 Gebäuden war die SS stationiert
Einen "Tüpl", also "Truppenübungsplatz", der von "Großeinheiten" (=> Truppen) beübt wurde, gab es dort sicher nicht! Wenn schon, dann eventuell eine kleinen Übungsplatz (=> "Schinderwiese"...), aber auch dazu fehlen mir Informationen zu irgend welchen Ausbildungseinheiten usw. in dieser Gegend! Und SS-Einheiten waren in den letzten Tagen der "Tausend Jahre" dort in allen Orten einquartiert.
in Uzenlaa, waren Nebelwerfer. (sollten die Donau schützen, damit die Russen nicht übersetzten, lauft Zeitzeugen)
Artillerie gab es nicht nur in Utzenlaa, sondern entlang der Front am nördlichen Donauufer von ca. Theiss bis in den Raum Stockerau.

Siehe dazu auch http://www.unterirdisch-forum.de/forum/showthread.php?t=8627 -> Beitrag #35 "Regiment Konopacki"...

lg
josef
 

josef

Administrator
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#3
LW-Schießplatz Bereich Donaudorf-Jettsdorf

Zum angesprochenen Thema fällt mir zu der Gegend noch ein Bericht eines leider bereits verstorbenen glaubwürdigen und seriösen Zeitzeugen ein:

Demnach befand sich im Augebiet südöstlich Donaudorf - Jettsdorf (etwa Bereich Nordkopf Donaubrücke Traismauer) auf einer größeren Lichtung ein temporärer LW-Schießplatz. Fallweise hielten dort fliegende Verbände vom Flh. Fels Luft-Boden-Schießübungen mit Bordwaffen ab. Geschossen wurde auf Planen mit aufgemalten Zieldarstellungen, die auf Holzpflöcken befestigt waren. Ob außer den in Fels stationierten Einheiten auch welche von anderen Plätzen dort übten, konnte mein Informant nicht beantworten.

lg
josef
 
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fokker

Guest
#4
Ja, dort wo man die neue Donaubrücke baute, musste man erst die Gegend von Mienen befreien.
Da spielte sich wahrscheinlich einiges ab, bzw. vermutete man damals, daß sich dort viel abspielen wird.

Was mich halt interessieren würde, ob man vielleicht genaueres über Neustift herausfinden könnte, bzw, wo genau in Uzenlaa die Nebelwerfer waren, ob die direkt an der Ortsgrenze stationiert waren oder in der Au Richtung Donau...

Übrigens, für diese Gegend sind die Luftbilder in google Maps nicht wirklich brauchbar,
aber die bei bing maps sehrwohl....
http://www.bing.com/maps/#JndoZXJlM...lMjIuMTY1MDgyMzEzNzc5OCU3ZS0xMi43NjE1NzU2OTk1


Das könnte die Besagte Lichtung der Luftübungen sein, man sieht dort verdächtige kreisrunde Punkte in der Landschaft:
http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=48.38607539568909~15.728120891255926&lvl=18&dir=0&sty=h&form=LMLTCC
 

josef

Administrator
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#5
Ja, dort wo man die neue Donaubrücke baute, musste man erst die Gegend von Mienen befreien.
Da spielte sich wahrscheinlich einiges ab, bzw. vermutete man damals, daß sich dort viel abspielen wird.
Das von den Russen angelegte Minenfeld wurde am Südufer entdeckt! Siehe dazu einen Thread aus 2007:

http://www.unterirdisch-forum.de/forum/showthread.php?t=4742

...genaueres über Neustift herausfinden könnte, bzw, wo genau in Uzenlaa die Nebelwerfer waren...
Vor Ort recherchieren, hinfahren und in den Gemeindeämtern nachfragen bzw. alte Leute ausfragen!
Das könnte die Besagte Lichtung der Luftübungen sein, man sieht dort verdächtige kreisrunde Punkte in der Landschaft
So etwas ist reine Spekulation! Bedenke, die Sache ist über 66 Jahre her und besonders Augebiete verändern durch raschwüchsige Baumarten sehr schnell das Aussehen. Noch dazu wurde dort durch den Bau des Donaukraftwerkes der Uferbereich bis weit ins Hinterland gewaltig umgestaltet. Zu den runden Formationen: Lt. meinem Informanten nur Übungen mit Bordwaffen und keine Bombenabwürfe (in Fels waren auch keine Bomber stationiert)! Eventuell zugeschüttete Granattrichter durch Beschuss russischer Artillerie vom Südufer? In diesem Bereich befand sich ja fast 3 Wochen lang der nordwestliche Eckpunkt des letzten Frontbereiches...

lg
josef
 
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