Klostermarienberg

M

MarioGU84

Guest
#1
Hätte da mal eine Frage, da ich im Netz sonst nichts finde, gibt es in Klostermarienberg im Burgenland noch überrreste die heute noch Sichtbar sind vom 2.WK? Hab etwas in der Zeitung gelsesen.

greets
 
M

MarioGU84

Guest
#3
Hab nur gelesen das man dort noch etwas sehen kann vom 2.WK. Wo genau find ich denn diese Gräben? Wäre um PN dankbar
 
R

Rebel99

Guest
#4
Hallo!
Neben Schützengräben nahezu die ganze Grenze entlang, gibt's auch nahe der Marienkapelle auf der Bergkuppe einen Bunker.
Der Südostwall ist aber meines Wissens nur nördlich vom Ort über die Felder verlaufen. Im Wald können ja eh keine Panzer fahren.

Die Panzer sind in der nähe der heutigen Kläranlage Südlich der Rabnitz über die Grenze gekommen. Angeblich die einzige Stelle im Burgenland, welche halbwegs mit schwerem Gerät befahrbar war. (Angebliche) Panzerspuren sind dort noch am Waldrand sichtbar.
 
H

hannes1284

Guest
#5
Wenn man die Wälder an der ungarischen Grenze entlang geht findet man noch vereinzelt Gruppenstellungen.

War im Grenzeinsatz in Kroatisch Minihof, und dort hat man ab und zu noch Stellungen gefunden.

Der Angriff der Russen wurde in Rechniz abgewehrt, deshalb sind die Russen über Klostermarienberg einmarschiert.
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#10
Heute vor 75 Jahren, es jährt sich wieder einmal...

1585482414460.png

75 Jahre Einmarsch der Roten Armee

1585482356137.png
Am Sonntag vor 75 Jahren haben sowjetische Truppen österreichischen Boden betreten. In Klostermarienberg (Bezirk Oberpullendorf) sind Soldaten der Roten Armee über die Grenze gekommen, um ihren Marsch Richtung Wien fortzusetzen.
Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen
Lange war das Burgenland von Kampfhandlungen verschont geblieben. Doch die Sowjetarmee war in den Märztagen 1945 auf dem Vormarsch in Westungarn. Ein erster Versuch in Schachendorf (Bezirk Oberwart) über die Grenze zu kommen scheiterte. Dennoch flüchteten die deutschen Truppen schließlich. Der Südostwall, ein von Freiwilligen und vor allem von Zwangsarbeitern errichteter Graben und Wall zur Verteidigung, erwies sich als untauglich.

ORF
Bei diesen Waldstück in Klostermarienberg haben sowjetische Truppen erstmals österreichischen Boden betreten.

Rote Armee auf dem Weg nach Wien
Am 29. März feuerten die Sowjets Richtung Klostermarienberg – ohne Gegenreaktion. Die Rote Armee marschierte kampflos in Klostermarienberg ein und durch, weiter nach Wien. Die Kampftruppen seien sehr diszipliniert gewesen und hätten auch die Zivilbevölkerung freundlich behandelt. Der Tross, der dahinter gekommen sei, sei das große Problem gewesen, denn hier habe man die Disziplin nicht mehr aufrechterhalten können, sagte der Zeithistoriker Oliver Rathkolb in einem Interview vor fünf Jahren. Theresia Stifter war damals beim Einmarsch der Roten Armee in Klostermarienberg 17 Jahre alt. „Da waren zwei alte Frauen und denen wollten sie die Uhr wegnehmen. Als eine der Frauen ihre Uhr aber nicht hergeben wollte, wurde sie aber gleich niedergeschossen“, sagte Stifter.

ORF
Ein Gedenkstein erinnert an die geschichtsträchtigen Ereignisse vor 75 Jahren

Zahllose Gräueltaten
Während den Rotarmisten entlang der gesamten Front nach und nach der Durchbruch gelang, verübten SS-Verbände unfassbare Gräueltaten am Südostwall. Ungarische Juden wurden durch das Burgenland nach Mauthausen (Bezirk Perg, OÖ) getrieben. In Rechnitz (Bezirk Oberwart) wurden 180 Menschen erschossen, in St. Margarethen (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) wurden am 30. März 19 ungarische Juden erschossen, eine unbekannte Zahl wurde im Steinbruch ermordet. Auch in Deutsch Schützen (Bezirk Oberwart) kam es zu einem Massaker. Am 13. April eroberten die Sowjets Wien, am 29. April 1945 wurde die Zweite Republik ausgerufen.
29.03.2020, red, burgenland.ORF.at
75 Jahre Einmarsch der Roten Armee
 
Oben