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#1
Nachstehend einige ältere (von Dias) und ein paar aktuellere Fotos von der Kraftwerksgruppe Kaprun:

1. Blick von der Taleinfahrt "Kapruner-Tal" zur Limbergsperre - unterer Stausee Wasserfallboden (vor 2001 – Dia).

2. Lärchwand-Schrägaufzug vor Umbau (vor 2001 – Dia).

3. Trasse des Schrägaufzuges.

4. Lubi der Stauseen: Unten „Limbergsperre“ -> Mauerhöhe 120 m, Fußdicke 37 m, Kronenbreite 6 m, Kronenlänge 357 m mit Stausee „Wasserfallboden“ und darüber rechte Seite „Moosersperre“ -> Mauerhöhe 107 m, Fußdicke 66,5 m, Kronenbreite 6,7 m, Kronenlänge 494,4 m. Nach dem das Tal teilende Felsengebilde der „Höhenburg“ ist auf der linken Seite die „Drossensperre“ -> Mauerhöhe 112 m, Fußdicke 24,6 m, Kronenbreite 7,1 m und Kronenlänge 357,7 m. Hinter den beiden Staumauern befindet sich der Stausee „Mooserboden“[/url].(c) Folder der "Tauernkraft"
5.u.6. Blick vom „Mooserboden“ runter zum „Wasserfallboden“ mit der „Limbergsperre“
 

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#2
KW Kaprun - Teil 2

2. Teil:

7.u. 8.Staumauer der „Moosersperre“ Blickrichtung „Höhenburg“.

9. Blick von der „Höhenburg“ über die „Moosersperre“ zum Stausee „Mooserboden“.

10. Druckrohrleitung zum „Krafthaus“ (Turbinen- u. Generatorhalle) der „Hauptstufe“ am vorderen Kapruner Tal. Die Leitung kommt vom Stausee „Wasserfallboden“ (vor 2001 – Dia).

11. „Krafthaus Hauptstufe“ – am Baustil erkennt man noch den Baubeginn in der NS-Zeit…(vor 2001 – Dia).

12. Freiluftschaltanlage gegenüber Krafthaus Hauptstufe (vor 2001 – Dia).
 

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#4
Effizienzsteigerung und Modernisierung...

Kraftwerk Kaprun noch leistungsfähiger

Das Wasserkraftwerk in Kaprun (Pinzgau) ist künftig noch leistungsfähiger. Bei Modernisierungsarbeiten wurde Technik aus den 1950er Jahren auf den neuesten Stand gebracht. Der Verbund und die Austrian Power Grid investierten insgesamt 81 Millionen Euro.

Das Kraftwerk Kaprun ist ein Sinnbild für den Wiederaufbau Österreichs. Zehn Jahre nach dem zweiten Weltkrieg wurde es fertiggestellt und dient seither als Regelkraftwerk für Spitzenstrom-Phasen. Seit den 1950er Jahren wurde es immer wieder modernisiert, zuletzt 2012 um eine Effizienzsteigerung zu erreichen, sagt Helmut Biberger, Leiter der Kraftwerksgruppe Kaprun.

„Einerseits haben wir bei Maschine 1 und 2 die sogenannte Lauffreude erneuert und bei dem Maschinensatz 3 und 4 in den letzten zwei Jahren einen neuen Generator eingebaut. Durch diesen neuen Generator haben wir eine Leistungssteigerung von 20 Megawatt pro Maschine. Das bedeutet, die komplette Kraftwerksleistung ist um 30 Prozent erhöht worden“, so Biberger.

Auch Umspannwerk wurde verstärkt
Durch die Effizienzsteigerung des Kraftwerks wurde eine Verstärkung des Umspannwerks in Kaprun durch die Austrian Power Grid (APG) notwendig. „Diese Platzverhältnisse hier in Kaprun in dem engen Talschluss haben es nicht mehr möglich gemacht eine Freiluftschaltanlage zu errichten. Daher hat die APG den Beschluss gefasst hier eine 380kV gasisolierte Innenraumschaltanlage zu errichten“, erklärt Helmut Tamerl von der APG.

„Topmodernes Kraftwerk in alter Hülle“
Eine besondere Herausforderung beim Umbau war, dass die Arbeiten erledigt werden mussten während zwei Generatoren weiterliefen. Außerdem mussten neue Teile an die bestehenden Fundamente maßangefertigt werden. „Das Kraftwerk Kaprun Hauptstufe ist ja teilweise schon während des zweiten Weltkrieges gebaut und in den letzten Jahren immer wieder erneuert worden. Für mich ist das ein topmodernes Kraftwerk in einer alten Hülle“, meint Biberger.

Die Austrian Power Grid investierte 58 Millionen Euro, der Verbund 23 Millionen. Damit wären zumindest vorerst die Modernisierungsarbeiten abgeschlossen.
http://salzburg.orf.at/news/stories/2816981/

1. Die Stauseen Limberg und Mooserboden im Winter
2. Die neue 380kV gasisolierte Innenraumschaltanlage in Kaprun
3. Querschnitt durch die Kraftwerksgruppe Kaprun

Bildquellen:
1. u. 2.: http://salzburg.orf.at/news/stories/2816981/
3.: https://www.verbund.com/de-at/ueber-verbund/kraftwerke/unsere-kraftwerke/kaprun-limberg-2
 

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#6
Tauernkraftwerke: Kapruner Stausee entleert
Salzburgs größter Speichersee in Kaprun (Pinzgau) ist seit zehn Tagen leer. Grund ist die Wartung von sonst unter der Wasseroberfläche liegenden Anlageteile. Eine derartige Entleerung wird nur alle zehn Jahre durchgeführt.
Knapp 85 Millionen Kubikmeter Wasser fasst der Speicher Mooserboden der Tauernkraftwerke in Kaprun (Pinzgau) normalerweise. Damit wird Strom für rund 70.000 Haushalte produziert.

Um die Anlagenteile, die üblicherweise unter Wasser liegen zu warten, wird der Speicher etwa alle zehn Jahre entleert, sagt Betriebsingenieur Alexander Zotter: „Zweck der Arbeiten ist es, für die Behörde sicher zu stellen, dass wir die Anlagen sicher betreiben können und auch den Zustand unter Wasser zu inspizieren. Gleichzeitig werden Wartungsarbeiten durchgeführt,“ sagt Zotter.

Bildergalerie:


Blick über die Moosersperre zum viel tiefer gelegenen Stausee Wasserfallboden - von der über dem leeren Stausee Mooserboden fliegenden Foto-Drohne






Weitgehend geleerter Stausee Mooserboden mit Blick zur Hohen Riffl in der Großglocknergruppe




Alle Fotos Verbund/Wolfgang Syrowatka
Einlaufbauwerke für die Druckrohrleitung

Konkret soll der Speicherseee Mooserboden noch bis zum 12. April entleert bleiben. Dann sollen die Wartungsarbeiten und die behördlichen Überprüfungen abgeschlossen sein. Bis Ostern soll der auf rund 2.000 Meter Höhe gelegene Speichersee dann wieder befüllt sein.

Publiziert am 14.03.2019
Tauernkraftwerke: Kapruner Stausee entleert
 

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#7
Suche nach Angehörigen der Zwangsarbeiter von Kaprun

Tausende Deportierte mussten im Pinzgau für die Nazis schuften. Was wurde aus ihnen, und wo leben ihre Verwandten, fragt ein Pinzgauer Historiker
Salzburg – "Es ist ganz klar", sagt der Geschichtswissenschafter Rudi Leo, "das ist ein Propagandafoto." In Wahrheit sei es den von den Nazis versklavten Zwangsarbeitern auf der Kraftwerksbaustelle in Kaprun nicht so gut ergangen, wie das Foto suggeriert. "Festes Schuhwerk, ordentliche Bekleidung, volle Schüsseln und auf der Bank in der Sonne sitzen, und dahinter das Plakat einer Kulturveranstaltung, das war nicht der Alltag", erklärt Leo.


oto: bildstelle daf-propaganda / archiv rudi leo
Sechs Zwangsarbeiter wurden vor einer Baracke in Kaprun für die NS-Propaganda fotografiert.

Der Historiker hat sich auf die Zeitgeschichte des Salzburger Pinzgaus, seiner Heimat, spezialisiert. Er ist Autor des Standardwerks Pinzgau unterm Hakenkreuz. Früher seien solche Fotos oft einfach achtlos weggeworfen worden, erzählt er. Seit er auf Facebook die Gruppe "Historischer Pinzgau" betreibt, würden sich aber immer wieder Leute melden, die Fotos oder andere Dokumente besitzen.

"6 Belgier"

Konkret habe sich eine Frau gemeldet, die im Keller eine Truhe mit alten Fotos ihres inzwischen verstorbenen Vaters gefunden hatte. Darunter auch das Bild von sechs Zwangsarbeitern. "Alle Rechte: Propagandaamt DAF Bildstelle", steht auf der Rückseite. Daneben der handschriftliche Vermerk: "6 Belgier". DAF steht für Deutsche Arbeitsfront – die NS-Einheitsorganisation war eine Art Gegenpol zu den von den Nazis zerschlagenen Gewerkschaften.

Der Historiker möchte nun dieses Fotomaterial nutzen, um in die Tiefe zu forschen. Was wurde aus den abgebildeten Personen? Haben einzelne die menschenunwürdige Behandlung in den Lagern und die oft lebensgefährliche Arbeit überlebt? Gibt es Verwandte? Leo sucht mithilfe sozialer Medien und auch mithilfe einer Zeitung wie DER STANDARD.

Tausende Arbeitssklaven
Wie viele solcher Arbeitssklaven die Nationalsozialisten zu der am 16. Mai 1938, zwei Monate nach dem "Anschluss" Österreichs, eröffneten Kraftwerksbaustelle nach Kaprun verschleppten, sei nicht mehr mit Sicherheit feststellbar, sagt Leo. Unter anderem deshalb, weil Kriegsgefangene nicht in den Meldekarteien erfasst wurden.

Er bezieht sich auf die Wiener Zeithistorikerin Margit Reiter, die für den Zeitraum 1939 bis 1945 für Kaprun rund 6.300 als Zahl angibt. Ein sehr hoher Anteil der Zwangsdeportierten sei noch unter 20 Jahre alt gewesen.

Auf der Flucht verhungert
Neben sowjetischen waren polnische, belgische, italienische und französische Kriegsgefangene eingesetzt. Laut Margit Reiter wurden allein am 28. Juni 1940 rund 1.000 belgische Gefangene nach Kaprun geschickt. Wie viele die Torturen überlebt haben, wisse freilich niemand.

Gibt es tatsächlich die Chance, mehr als sieben Jahrzehnte später familiäre Spuren der Verschleppten nachzuzeichnen? Historiker Leo meint Ja und erzählt die Geschichte des jungen Italieners Giuseppe Groppo. Der junge Mann wurde 1944 im Alter von 17 Jahren von italienischen Faschisten in Mason in der Provinz Vicenza verhaftet und der SS ausgeliefert. Groppo wurde sofort deportiert und nach Kaprun gebracht. Nur wenige Wochen später gelang ihm die Flucht, und er versuchte über die Berge nach Italien zu gelangen. Auf dieser Flucht ist Groppo verhungert.

"Bergopfer"
Seine Leiche wurde später von zwei jungen Mädchen bei einer Alm im Gemeindegebiet Fusch an der Glocknerstraße gefunden. Bei seiner Arbeit an dem Buch Bruck unterm Hakenkreuz stieß Leo auf eine Zeitzeugin und auf Groppos Geschichte. Sein Name fand sich auch im Bergopferverzeichnis der Gemeinde.

Nach langwierigen Recherchen in Pfarrämtern, Archiven und Meldeämtern in Italien konnte Leo letztlich die heute lebenden Familienangehörigen finden und sie über Groppos Schicksal, der bis dahin als "in Deutschland vermisst" galt, aufklären. Im Jahr 2014, rund 70 Jahre nach seinem Tod, fand schließlich in Fusch an der Glocknerstraße die erste Gedenkfeier für Giuseppe Groppo statt.


foto: thomas neuhold
Der Pinzgauer Historiker Rudi Leo bei einer Gedenkwanderung zur Fundstelle des auf der Flucht verhungerten Giuseppe Groppo.

(Thomas Neuhold, 14.3.2019)
Suche nach Angehörigen der Zwangsarbeiter von Kaprun - derStandard.at
 
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