Pegel extrem niedrig
Dürre legt 90-jähriges Schiffswrack in Donau frei
Die anhaltende Hitze und Dürre in Europa lässt den Wasserpegel der Donau dramatisch absinken. Mehrere Länder verzeichnen Rekordtiefstände, in Kroatien wurde ein vor fast 90 Jahren gesunkenes Frachtschiff freigelegt. Das Niedrigwasser schränkt auch in Österreich die Schifffahrt ein.
Ob Ungarn, Kroatien, Serbien oder Rumänien: In all diesen Ländern sanken die Pegelstände der Donau auf dramatisch niedrige Werte. Grund dafür sind die Hitzewellen, die Europa dieser Tage heimsuchen, und der zugleich ausbleibende Regen.
Fluss gibt Schiff und Bombe frei
Besonders drastisch zeigt sich die Dürre nahe der kroatischen Stadt Lovas. Hier legte der niedrige Wasserstand sogar das 1937 gesunkene ungarische Frachtschiff „Fulton“ frei, das damals mit Kohle ins serbische Novi Sad unterwegs war. Auch eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg enthüllte der niedrige Donaupegel.
Der niedrige Wasserpegel zeigt sich nahe der kroatischen Stadt Lovas besonders drastisch:
Der Frachter sank 1937, aufgrund des niedrigen Pegels tauchte er jetzt wieder auf.
(Bild: REUTERS)
„Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Donau jemals einen niedrigeren Wasserstand hatte als jetzt, und sie befindet sich derzeit auf ihrem tiefsten Stand, was auch durch Messungen der letzten hundert Jahre bestätigt wird“, sagt Zvonimir Balic, ein Fischer aus Lovas, der Nachrichtenagentur Reuters. „Wahrscheinlich liegt es daran, dass Wasser in Wasserkraftwerken zurückgehalten wird, sowie an ökologischen Faktoren im Allgemeinen. Hinzu kommt der Faktor schwerer Dürren – es regnet nicht, und in den Alpen schmilzt wahrscheinlich kaum Schnee, da es auch dort nicht viel geschneit hat“, so der Fischer.
Historisch niedriger Pegel
Lea Vidic, die Bürgermeisterin der Stadt, betont, dass sich selbst die ältesten Einwohner von Lovas nicht daran erinnern können, dass die Donau jemals einen so niedrigen Wasserstand hatte.
Flussabwärts in Serbien zeigt sich ein ähnliches Bild. Im Hafen von Novi Sad trieben kürzlich Dutzende Boote nur noch in grünem Schlamm – das Einzige, was übrig blieb, als das Flusswasser zurückging. Die niedrigen Wasserstände der Donau und der schiffbaren Flüsse Tisa und Sava beeinträchtigen Handel und Tourismus, Experten warnen vor langfristigen Auswirkungen auf Fische und andere Wildtiere.
Schifffahrt in Österreich eingeschränkt
Auch in Österreich schränkt die niedrige Donau den Schiffsverkehr ein. Güterschiffe können nicht voll beladen werden, die DDSG Blue Danube bietet derzeit nur einen eingeschränkten Fahrplan mit ihren Passagierschiffen an. Der Hafen verzeichnet wegen des Niedrigwassers weniger Schiffsverkehr. Eine behördliche Sperre gibt es aber nicht, so der staatliche Wasserstraßenbetreiber viadonau. Die Verantwortung liege dabei bei den Schiffsführern, hieß es gegenüber der APA.
29.07.2026, Matthias Fuchs
Dürre legt 90-jähriges Schiffswrack in Donau frei
Dürre legt 90-jähriges Schiffswrack in Donau frei
Die anhaltende Hitze und Dürre in Europa lässt den Wasserpegel der Donau dramatisch absinken. Mehrere Länder verzeichnen Rekordtiefstände, in Kroatien wurde ein vor fast 90 Jahren gesunkenes Frachtschiff freigelegt. Das Niedrigwasser schränkt auch in Österreich die Schifffahrt ein.
Ob Ungarn, Kroatien, Serbien oder Rumänien: In all diesen Ländern sanken die Pegelstände der Donau auf dramatisch niedrige Werte. Grund dafür sind die Hitzewellen, die Europa dieser Tage heimsuchen, und der zugleich ausbleibende Regen.
Fluss gibt Schiff und Bombe frei
Besonders drastisch zeigt sich die Dürre nahe der kroatischen Stadt Lovas. Hier legte der niedrige Wasserstand sogar das 1937 gesunkene ungarische Frachtschiff „Fulton“ frei, das damals mit Kohle ins serbische Novi Sad unterwegs war. Auch eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg enthüllte der niedrige Donaupegel.
Der niedrige Wasserpegel zeigt sich nahe der kroatischen Stadt Lovas besonders drastisch:
Der Frachter sank 1937, aufgrund des niedrigen Pegels tauchte er jetzt wieder auf.
(Bild: REUTERS)
„Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Donau jemals einen niedrigeren Wasserstand hatte als jetzt, und sie befindet sich derzeit auf ihrem tiefsten Stand, was auch durch Messungen der letzten hundert Jahre bestätigt wird“, sagt Zvonimir Balic, ein Fischer aus Lovas, der Nachrichtenagentur Reuters. „Wahrscheinlich liegt es daran, dass Wasser in Wasserkraftwerken zurückgehalten wird, sowie an ökologischen Faktoren im Allgemeinen. Hinzu kommt der Faktor schwerer Dürren – es regnet nicht, und in den Alpen schmilzt wahrscheinlich kaum Schnee, da es auch dort nicht viel geschneit hat“, so der Fischer.
Historisch niedriger Pegel
Lea Vidic, die Bürgermeisterin der Stadt, betont, dass sich selbst die ältesten Einwohner von Lovas nicht daran erinnern können, dass die Donau jemals einen so niedrigen Wasserstand hatte.
Flussabwärts in Serbien zeigt sich ein ähnliches Bild. Im Hafen von Novi Sad trieben kürzlich Dutzende Boote nur noch in grünem Schlamm – das Einzige, was übrig blieb, als das Flusswasser zurückging. Die niedrigen Wasserstände der Donau und der schiffbaren Flüsse Tisa und Sava beeinträchtigen Handel und Tourismus, Experten warnen vor langfristigen Auswirkungen auf Fische und andere Wildtiere.
Schifffahrt in Österreich eingeschränkt
Auch in Österreich schränkt die niedrige Donau den Schiffsverkehr ein. Güterschiffe können nicht voll beladen werden, die DDSG Blue Danube bietet derzeit nur einen eingeschränkten Fahrplan mit ihren Passagierschiffen an. Der Hafen verzeichnet wegen des Niedrigwassers weniger Schiffsverkehr. Eine behördliche Sperre gibt es aber nicht, so der staatliche Wasserstraßenbetreiber viadonau. Die Verantwortung liege dabei bei den Schiffsführern, hieß es gegenüber der APA.
29.07.2026, Matthias Fuchs
Dürre legt 90-jähriges Schiffswrack in Donau frei