Kuriose und außergewöhnliche Sammelleidenschaften und Hobbys

josef

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#61
Kärnten: Dudelsacksammler aus Gurk

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Die einen sind vom Dudelsack hellauf begeistert, die anderen finden die Töne schrecklich. Karl Schnitzer aus Gurk gehört zur ersten Gruppe, denn er ist vom Dudelsack seit vielen Jahren fasziniert. Mittlerweile sammelte er 17 Dudelsäcke und spielt täglich darauf.
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Den Anfang machte der Böhmische Bock
Karl Schnitzer und seine Frau Lydia proben täglich. Die zwei Musiker, die auch schon an der Wiener Staatsoper sangen, sind seit 45 Jahren ein Paar und auch beim Musizieren ein gutes Team.
Lydia Schnitzer beherrscht mehrere Instrumente, ihr Mann spielt 17 verschiedene Dudelsäcke, die er sich in Deutschland, Italien, der Slowakei und in Tschechien anfertigen ließ.

Begonnen hat die Dudelsack-Leidenschaft mit dem Böhmischen Bock, sagte Schnitzer: „Einmal ist ein Freund zu Weihnachten zu uns auf Besuch gekommen, der hatte einen Böhmischen Bock mit. Den habe ich ausprobiert und schon am nächsten Tag wollte ich so ein Gerät haben.“

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Die Dudelsäcke können aus unterschiedlichen Holzarten gemacht werden, jeder klingt anders

Zu Beginn stand ein musikalischer „Schock“
Was mittlerweile harmonisch klingt, war für Lydias musikalisches Gehör am Anfang ein kleiner Schock, erzählte sie. „Am Anfang hat es in den Ohren ein bisschen weh getan, weil man die Töne da noch nicht so erwischt. Meine Freunde haben gesagt ‚du Arme, du musst das aushalten‘ aber es ist dann immer besser geworden.“

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Lydia beherrscht mehrere Instrumente, Karl spielt auf 17 Dudelsäcken

Zuviel Druck macht Ton zu hoch
„Das schwierigste an den Dudelsäcken ist, dass man den Balg, also den Sack, aufpumpen muss und dass dann die Luft gleichmäßig in den Bordun – daher kommt der Ton, der immer mitschwingt – und in die Spielpfeife ausströmt. Wenn man da zu viel Druck ausübt, wird der Ton zu hoch, übt man zu wenig Druck aus, wird der Ton meistens zu tief“

Ob aus Buchsbaum, Oliven- oder Birkenholz, ob aus Ziegen- oder Rindsleder, jeder Dudelsack hat seinen ganz eigenen Klang. Karl Schnitzer sind alle ans Herz gewachsen. „Es ist einfach die Lust, neue Sachen auszuprobieren und neue Klänge zu erforschen.“

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Der Dudelsackfan aus Gurk hofft, dass sich künftig auch mehr junge Menschen für dieses Instrument begeistern können.

Stammt nicht aus Schottland
Der Dudelsack wird zwar vor allem mit Schottland in Verbindung gebracht, stammt aber ursprünglich aus dem arabischen Raum, es gibt Darstellungen und Terrakottafiguren mit Dudelsäcken. Die Sackpfeife, wie der Dudelsack auch genannt wird, in ihrer jetzigen Form entstand im 16. Jahrhundert. In Schottland war er als höfisches Instrument beliebt und verbreitete sich durch die britische Militärmusik von dort in alle Welt.
21.05.2020, red,kaernten.ORF.at
Dudelsacksammler aus Gurk
 

josef

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#62
Im Stall der ausgestopften Tiere
Roland Rauter führt in Döbriach am Millstätter See ein privates Tiermuseum der ganz besonderen Art. 280 Exemplare sind in einem Stall ausgestellt. Die meisten der ausgestopften Tiere sind im Straßenverkehr verendet. Zu sehen sind auch seltene Tierarten.
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Roland Rauter ist Jäger und Mitglied in der Vogelschutzorganisation Birdlife. Die etwa 280 ausgestopften Tiere, die sich in seiner Scheune in Döbriach befinden, sind nicht von Jägern erlegt worden, sondern Opfer des Straßenverkehrs geworden. Perfekt präpariert sind sie aber auch ein Nachweis dafür, welche Tiere in welchen Gegenden Kärntens zu finden sind. „Zu mir kommen viele Jäger und schauen sich die ausgestopften Tiere an.“

Habichtskauz, Biber und Wildkatze
Unter den ausgestellten Exemplaren sind aber auch seltene Tiere, von denen es bereits seit Jahrzehnten gar keinen Nachweis gegeben hat. Etwa ein Habichtskauz oder der erste Biber im Bereich Afritz. Auch eine Wildkatze gehört zu den Ausstellungsstücken, sie wurde tot auf einer Straße in Lendorf gefunden. Zu den seltenen Exemplaren im privaten Museum zählt eine Blauranke, die in Kärnten als beinahe ausgestorben gilt, oder die Zwergdommel.

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Regelmäßig werden die Tiere von Roland Rauter entstaubt und gereinigt
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Ein ausgestopfter Waschbär erwartet die Besucher gleich beim Eingang

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Die Blauranke gilt in Kärnten als beinahe ausgestorben

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Auch eine ganze Fuchsfamilie ist im Museum zu sehen

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280 Exemplare hat Roland Rauter mittlerweile in seinem Tiermuseum gesammelt

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Ein seltenes Exemplar einer Zwergdommel findet sich ebenfalls im Museum

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Die meisten der ausgestopften Tiere sind im Straßenverkehr verendet

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Diese Fischotter wurde ebenfalls Opfer des Straßenverkehrs

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Vor allem Jäger gehören zu den Besuchern des privaten Tiermuseums

Immer wieder werden überfahrene Tiere bei Roland Rauter abgegeben. „Da kommen die Leute und dann muss man halt so tun, als ob es einem leid tut, aber eigentlich freue ich mich über ein weiteres Exemplar. Weil tot ist eh schon tot.“

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Auch diese Wildkatze wurde Opfer im Straßenverkehr

„Einen Bären hätte ich noch gerne“
Das Tiermuseum ist sein privater Rückzugsort, sagt Rauter, der über sich selbst lachen kann. „Manche sagen, das sei eine Sammelleidenschaft, ich sag, ich hab vielleicht einen Vogel.“ Was er noch gerne in seinem Museum hätte? „Einen Wolf vielleicht, oder einen Luchs, oder einen Bären, die würden gut in mein Museum passen.“
07.06.2020, red, kaernten.ORF.at
Im Stall der ausgestopften Tiere
 

struwwelpeter

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#63
„Einen Bären hätte ich noch gerne“
Naja, einen Bären im Straßenverkehr zu erlegen, da möchte ich nicht im Auto sitzen.:eek:

Skurill ist auch diese Aussage:
„Da kommen die Leute und dann muss man halt so tun, als ob es einem leid tut, aber eigentlich freue ich mich über ein weiteres Exemplar. Weil tot ist eh schon tot.“
 

josef

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#64
Vom Gärtner zum Oldtimer-Restaurateur

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Alte Fahrzeuge sind für viele Menschen faszinierend. Einige widmen sich Traktor-Oldtimern und bringen sie mit viel Liebe und Aufwand wieder in Schuss, um sie bei gemeinsamen Ausfahrten zu präsentieren. Einer von ihnen ist Josef Haumer aus Ruprechtshofen (Bezirk Melk).

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Josef Haumer ist pensionierter Gärtner und passionierter Oldtimer-Restaurateur. Zurzeit arbeitet der 67-Jährige an einem 15-PS-Oldie von Steyr, die Restauration ist in der Schlussphase. Die Teile dafür sind – oft über Umwege – aber noch erhältlich.

In seiner kleinen Landwirtschaft seien immer Traktoren im Einsatz gewesen, erzählt er, die Leidenschaft zum „Zangeln“ packte ihn aber erst später. Für ein Erntedankfest sei ein alter Traktor gesucht worden. Er habe so einen gehabt, aber: „Der war verstaubt, nicht funktionsfähig. Da entschloss ich mich, ihn herzurichten. Und schon hatte mich das Virus gepackt.“ Das wirkte sich so aus, dass er inzwischen sechs Traktoren in der Garage stehen hat.

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Josef Haumer ist passionierter Oldtimer-Restaurateur
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300 Arbeitsstunden bis zum Schmuckstück
Drei bis sechs Monate und um die 300 Arbeitsstunden dauert es, um einen solchen Veteranen zum chromglänzenden Schmuckstück zu machen. Beim Reparieren hilft man sich gegenseitig, denn Josef Haumer ist nicht allein. In den Nachbarorten Ruprechtshofen und St. Leonhard am Forst haben sich um die 50 Oldtimerfans zum Verein „Traktorfreunde Leonhofen“ zusammengeschlossen.

Wenn ein solches Werk fertig ist, steht einer Parade nichts mehr im Wege. Die Traktorfreunde fahren dann gemeinsam aus, aber in kleineren Gruppen, erzählt Josef Haumer: „Wir fahren höchstens mit 15 Traktoren aus, um den Verkehr nicht zu behindern, nehmen ausschließlich Nebenstraßen und legen auch immer wieder Stopps ein, um Autos vorbeizulassen.“ Trotzdem haben die Oldies schon viele ferne Ziele gesehen, bei Treffen in ganz Österreich.

Immer wieder Angebote
Wer so ein Hobby hat, braucht eben nach Gleichgesinnten nicht lang zu suchen. Und nach neuen Objekten. Immer wieder würden ihm alte Traktor-Skelette angeboten mit dem Ziel, wieder funktionsfähige Maschinen daraus zu machen, sagt Haumer. Aber er will kein Museum oder Ähnliches eröffnen, dieses Hobby soll ganz privat bleiben. Wenn der „15er“, den er in Arbeit hat, fertig ist, dann wird aber doch wohl doch irgendwo wieder ein alter, verstaubter Veteran darauf warten, von Josef Haumer und seinen Freunden auf Hochglanz gebracht zu werden.

12.07.2020, Robert Salzer, noe.orf.at

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Vom Gärtner zum Oldtimer-Restaurateur
 

josef

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#65
Briefmarken: Die „Aktie des kleinen Mannes“
Die „Aktien des kleinen Mannes“ nannte man Briefmarken damals. Wer früher Briefmarken sammelte, holte sich die weite Welt nach Hause. Aber wer interessiert sich heute noch für die Feinheiten der Philatelie?

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Briefe und damit Briefmarken werden in Zeiten von Mail, Whatsapp und SMS immer seltener. Es gibt sie aber noch, die Philatelisten: Sie lieben die Jagd und den Tausch von seltenen Briefmarken. In Bludenz trifft sich einmal im Monat der örtliche Briefmarkensammlerverein.

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Start jedes Treffens ist eine kleine Auktion, bei der Sammler fehlende Marken zu kleinen Preisen erstehen können. Doch die meisten sind langjährige Briefmarkenfans mit jeweils ganz speziellen Sammlerleidenschaften.
So werden Briefmarken etwa nur zu einem bestimmten Thema oder nur aus einem Land gesammelt.

Link:
Briefmarken: Die „Aktie des kleinen Mannes“
 

josef

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#66
Tullner sammelt Schlüsselanhänger aus aller Welt
Leopold Schödl besitzt inzwischen über 7.500 Stück, darunter viele seltene Exemplare.
NÖN, Ausgabe Tulln, von Helga Urbanitsch. Erstellt am 09. August 2020

Leopold Schödl bei seiner umfangreichen Sammlung von Schlüsselanhängern aller Art auf dem Dachboden seines Hauses.
Foto NÖN, Urbanitsch

Leopold Schödl entdeckte bereits als 10-Jähriger sein großes Interesse an Schlüsselanhängern, als er 1962 von seinem Vater einen geschenkt bekam.

Inzwischen sind es gezählte 7.500 Stück, aus aller Welt und aus den verschiedensten Materialien, darunter Leder, Kunststoff und Metall. In Seiner Sammlung, die der gelernte Maschinenschlosser und Betriebsleiter am Dachboden seines Hauses feinsäuberlich in Vitrinen, geordnet nach Themen und Ländern, aufbewahrt, finden sich auch seltene Stücke und Anhänger mit Funktionen wie zum Beispiel Fotoapparate.

„Die Teile kommen aus aller Welt, Bekannte und Verwandte wissen von meinem Hobby und es kommen immer mehr dazu“, freut sich der leidenschaftliche Sammler.

Aber nur mit gekauften Schüsselanhängern gibt sich Leopold Schödl nicht zufrieden, es werden auch Stücke nach eigenen Vorstellungen angefertigt. Diese werden auch mit Sprüchen, Bildern und Gedanken versehen.

Kreativität wird im Hause Schödl groß geschrieben. Gattin Christine, die früher auch Mitglied in der Tullnerfelder Schreibstube war, bringt in Mußestunden gerne ihre Gedanken zu Papier, dabei werden viele Erinnerungen festgehalten.
Das Ehepaar Schödl betrieb 35 Jahre lang einen Gastbetrieb in Unterpaschenbrunn, Sierndorf.
Jetzt in der Pension genießen sie die Zeit mit Kindern und den drei Enkelkindern. Und es wird weiter gesammelt - und geschrieben.
Tullner sammelt Schlüsselanhänger aus aller Welt
 
#67
Briefmarken:

Ich habe früher auch Briefmarken gesammelt; dieser Bereich ist aber seit Jahrzehnten mehr oder weniger tot.
Die Preise, welche in eigenen Katalogen oder Online publiziert werden, werden regelmäßig bedeutend unterschritten.

Betreffend Briefmarken gibt es jedoch interessante Neuerscheinungen der österreichischen Post, die das Potential für Wertsteigerungen haben:
Crypto Stamp eine Briefmarke die einen Wert verkörpert, der auf Etherium basiert und auch als Briefmarke genutzt werden kann (weltweit die Erste).
Etherium ist quasi die zweite digitale Währung hinter Bitcoin.
Die Post war auch wesentlicher Wegbereiter in Österreich betreffend Kauf von digitalen Währungen in unkomplizierter Form für den "kleinen Mann".

Gerade vor einigen Wochen wurde eine zweite Tranche an Crypto Stamps der österreichischen Post ausgegeben Hier

Wer sich dafür interessiert, findet auf Willhaben viele Angebote.

Nochmal den Beitrag #65 von Josef gelesen:
Stimmt, die Aktie des kleinen Mannes.
Für uns erzählen die Briefmarken auch die Geschichte eines Landes.
z.B. ist mir eine Briefmarke in Erinnerung "Eupen Malmedy wieder deutsch", oder die Hitler Briefmarken, dessen Gesicht schraffiert wurde bei Untergang des deutschen Reiches.
Übrigens waren Briefmarken eine wichtige Einnahmensquelle für Hitler's Privattasche (sein Portrait).
 
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