Kuriose und außergewöhnliche Sammelleidenschaften und Hobbys

josef

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#81
Freizeit: Falknerei – uralte Jagdkultur
Die Beizjagd – also die Jagd mit Greifvögeln – ist eine uralte Angelegenheit. Der junge Lavanttaler Alexander Jandl setzt sich seit Jahren intensiv damit auseinander und trainiert täglich mit seinem zehn Monate alten Wanderfalkenweibchen.
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Falkner trainieren Greifvögel, damit diese bei ihrer Jagd mit dem Menschen kooperieren. Falkner sind Jäger – auch wenn sie das Wild nicht eigenhändig erlegen, sondern die „Arbeit“ den Greifvogel erledigen lassen. Wobei – von seiner Beute bekommt der Falkner vom Vogel nichts ab. Einziger „Lohn“ des Falkners ist es, seinen Vogel beim Jagen beobachten zu dürfen.

Pfeilschnell jagendes Wanderfalkenweibchen
Alexander Jandl lebt in in St. Andrä im Lavanttal, ist 21 Jahre jung, Chemiestudent und hat er eine große Leidenschaft für schnelle Vögel. „Wanderfalken sind die schnellsten Tiere der Welt“. 360 Kilometer pro Stunde schnell kann sein Wanderfalkenweibchen im Sturzflug fliegen.

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Alexander Jandl mit seinem Vater und dem Wandervogelweibchen

„Terzel“ sind kleiner aber umso wendiger
Es handelt sich um ein zehn Monate altes Weibchen. Männchen werden „Terzel“ genannt. „In der Greifvogelwelt ist interessant, dass die Männchen – also die Terzel – meist ein Drittel kleiner sind, als die Weibchen.“ In puncto Schnelligkeit hilft ihnen das allerdings nicht wirklich, allerdings sind die Männchen wendiger. „Die Natur wird schon ihren Grund haben. Männchen sind nicht unbedingt schneller, aber weil sie kleiner sind, ein Stück weit agiler und wendiger. Der männliche Sperber oder Habicht tut sich im Gebüsch leichter, kleine Vögel zu verfolgen.“

In der Brutperiode sitzt das Sperber-Weibchen nur am Horst und brütet die Jungen aus. Das Männchen hat gut damit zu tun, bis zu drei Jungtiere und das Weibchen mit Nahrung zu versorgen. „Der Sperber ist bei uns relativ häufig – wer ein Vogelhäuschen im Garten hat, sieht ihn vielleicht oft nur vorbeizischen. Es ist ein sehr agiler Jäger, wiegt nur 200 bis 300 Gramm und ernährt sich hauptsächlich von kleinen Vögeln.“

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Krallen

Je nach Beutetier wird der richtige Vogel ausgewählt
Auch der Sperber ist für die Falknerei geeignet. „Ich bin ein Sperberweibchen geflogen, drei Jahre lang. Jetzt ist es leider verstorben. Für die Falknerei wählt man immer jenen Vogel aus, je nachdem, welches Wild man hat. Wenn man Hasen zur Verfügung hat, wird es am besten sein, den Habicht zu wählen – das ist ein mittelgroßer Greifvogel von 700 bis 800 Gramm bis zu einen Kilogramm. Bei Elstern wählt man am besten ein Sperberweibchen.“
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Wanderfalke

Die einzige Waffe des Falkners ist „Zeit“
Jandls Wanderfalkenweibchen ist auf Rabenkrähen spezialisiert bzw. trainiert. Die Krähen zu bejagen ist – ausgenommen in der Schonzeit – immer möglich. Aber wie macht man aus einem Falken einen Jagdfalken? Greifvögel lassen sich nicht in herkömmlicher Weise wie Hunde oder Katzen domestizieren. „Sobald ich den Greifvogel als Jungen bekomme – man sagt in der Falknerei: Sobald er trocken ist, das heißt sein Gefieder vollständig ausgewachsen ist, das ist mit fünf bis sechs Wochen der Fall – beginnt eine harte Zeit. Ich muss das Vertrauen des Vogels gewinnen, das geht leider nur mit viel Zeit. Ich sitze an einem ruhigen Ort stundenlang da und lasse den Greifvogel dabei auf meiner Faust sitzen. Nach Tagen – oder je nach Charakter des Vogels – auch Wochen hat er verstanden, dass ich ihm nichts Böses tun will und kein Feind bin. Aber dieses Vertrauen muss man erst gewinnen. Dann geht es mit den ersten Apellflügen los, man lässt den Vogel zur eigenen Faust fliegen. Auch das ist eine große Hürde, die der Vogel überwinden muss, weil er das eigentlich nicht will. Dann kommt der große Moment des ersten Freifluges – auch wenn es heute nicht mehr so kritisch ist wie früher, weil am Vogel ein Sender angebracht ist, und man ihn orten kann.“

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Wanderfalkenweibchen

Partner, Freund – vor allem aber: Nahrungsquelle
Der Vogel sieht den Falkner als Partner, vielleicht auch als Freund – hauptsächlich aber als Nahrungsquelle. Doch wie erkennt der Vogel seinen Falkner? „Ich glaube, dass der Vogel ganz genau weiß, wie der Falkner aussieht, nachdem man soviel Zeit miteinander verbracht hat.“
Meist suche der Vogel auch seinen Falkner, wenn er selbst nichts fange. Sein eigenes Wandervogelweibchen habe sich beim Freiflug auch schon verirrt. „Sie hat nicht gewusst, wohin sie fliegen soll und ist in die falsche Richtung geflogen. Der Vogel ist wie ein Kind, zum ersten Mal in der Luft und muss sich auch erst orientieren.“

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Wanderfalke in der Luft

Zur Belohnung wartet die „Atzung“
Seine Beute bringt ein Greifvogel dem Falkner übrigens nicht, er jagt nur für sich. „Wenn er die Beute fängt, dann frisst er sie auch. Das nennt man kröpfen.“ Für jeden Jäger ist es allerdings nicht leicht, etwas zu erbeuten – das hat die Natur so eingerichtet. Bei den meisten Jagdversuchen geht jedoch etwas schief.

„Die Belohnung – die Atzung – macht den Vogel glücklich, er kann sich seinen Magen vorschlagen. Es handelt sich entweder um Krähen, oder es werden – weil der Vogel meist ja nichts fängt – Wachteln, Tauben oder Eintagesküken gefüttert.“

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Jüngster Falkner in Kärnten
Geradezu in die Wiege gelegt wurde Jandl die Jägerei nicht gerade – auch wenn sein Vater vor etwa dreißig Jahren noch mit der Falknerei Kontakt hatte. „In meinem Fall hatte niemand in der Familie mit der Jagd zu tun. Nachdem ich die Falknerei für mich entdeckt hatte, musste ich zuerst die Jagdprüfung machen. Dann habe ich mich in das Thema hineingefunden.“

Die erste Leidenschaft für das Jagen mit Falken hat Alexander Jandl aber definitiv von seinem Vater geerbt. „Der Vater hat mir als Kind gezeigt, wo im Wald Habichthorste oder Bussardhorste findet. Er hat mir die Falknerei erklärt.“

Seit fünf Jahren ist Jandl nun „dabei“ – er war der jüngste im Jagdkurs. Normalerweise ist die Falknerei eher nichts für junge Leute – weil sie sehr zeitraubend ist. „Damit die Falknerei funktioniert, muss ich jeden einzelnen Tag des Jahres mit dem Vogel arbeiten und mich um ihn kümmern. Ich kann nicht einfach ein paar Wochen Pause von der Falknerei machen. Wenige Menschen finden die Zeit dafür.“
Falkner Alexander Jandl ist mit seinen 21 Jahren einer der Jüngsten im Land. „Falken sind schöne Tiere, diese majestätischen Flieger beobachten zu können ist für mich das Schönste, was es gibt.“ Der Falke lehren einen vor allem eines: „Geduld – ich bin Jungfalkner und weiß, dass ich gar nichts weiß. Es ist ein ewiger Lernprozess.“
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Vogel hebt mit „unnützen Gedanken ab“
Wenn sein Vogel abhebe, sei das der schönste Moment des Tages und er bedeutet völlige Konzentration. „Das Einzige, woran ich dann denke, ist, der Moment in dem ich bin und den Vogel fliege. Man kann sagen, der Vogel hebt mit meinen unnützen Gedanken ab und fliegt damit davon.“
11.02.2021, red, kaernten.ORF.at
Falknerei – uralte Jagdkultur
 

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#82
Vier Tonnen Lego: Ein Sammler sortiert
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Die Begeisterung für Lego-Bausteine geht bereits über mehrere Generationen. Jetzt in Zeiten von Corona nützt etwa der größte steirische Sammler mit seinen Kollegen die Zeit, um seine vielen Steine zu sortieren – es geht um vier Tonnen Legosteine.
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Die Zahl der einzelnen Legosteine kann Josef Friedl aus St. Veit in der Südsteiermark nicht mehr exakt feststellen. Er schätzt seine Sammlung nur mehr nach Gewicht: „Die Anzahl der Steine zu schätzen ist unrealistisch, das geht ganz schwer – aber wenn ich so in die Menge gehe, auf das Gewicht hin – da bin ich schon bei drei, vier Tonnen“, schmunzelt Friedl.

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In Friedls Lego-Reich hat alles seinen Platz

Die Wintermonate zu Coronazeiten nützt der Sammler, um gebrauchte Steine zu säubern und den Altbestand zu sortieren – nach Farbe und Alter, versteht sich: „In den 80er Jahren hat es gerade einmal so fünf Farben gegeben und das hat sich jetzt hochgeschaukelt auf dreißig bis vierzig Farben und die verändern sich laufend.“ Insgesamt 4.000 verschiedene Einzelsteine müssen exakt verwahrt werden, um sie bei Bedarf auch wieder zu finden.
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Auch kleine Spielzeugautos sind hier zu finden

Raritäten in den Vitrinen
Auch wahre Raritäten fernab von Lego entdeckt man in den zahlreichen Vitrinen, etwa aus den 1950er und 1960er Jahren: „Beim Eingang vom Kastner & Öhler ist einmal eine Schütte gestanden und dort hat man um einen Schilling diese Fahrzeuge mitnehmen können“ – heute werden diese Modelle um 800 Euro gehandelt, erklärt Franz Tomberger, der die Leidenschaft fürs Legosammeln mit Friedl teilt.

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Rund 11.000 Teile: ein Luxuswagen aus Lego

Noch wertvoller ist aber ein ganz besonderes Fahrzeug, das Hansjürgen Monsberger gerade steuert: „Dieser Lkw besteht aus ca. 10.500 bis 11.000 Teilen, kostet ca. 3.500 Euro und ist knappe 15 Kilogramm schwer und das Modell kann eigentlich alles, was ein echter Lkw auch kann: Es fährt, hat luftgefederte Fahrersitze, eine kippbare Kabine; die Brille hinten und auch der Kran sind betätigbar.“

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Das Schloss Rabenhof soll hier aus Lego entstehen

Aktuell wird im Baustein-Hobbykeller an einem Architektur-Projekt gearbeitet, so Josef Friedl: „In unserer Ortschaft hat es ein Schloss gegeben, das Schloss Rabenhof. Und da bin ich jetzt von ein paar Leuten gebeten worden, das aus Lego nachzubauen und jetzt haben wir begonnen und versuchen das in den nächsten 14 Tagen, drei Wochen, fertigzustellen.“
13.02.2021, red, steiermark.ORF.at
Vier Tonnen Lego: Ein Sammler sortiert
 

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#83
Private Sternwarte im Garten
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Ein Sachsenburger hat sich für den eigenen Garten eine knapp drei Meter hohe Sternwarte gebaut, ausgestattet mit einem professionellen Teleskop. Ausgetüftelt, berechnet und gebaut wurde es allein von von Willi Penker, seine Frau Inge teilt aber die Leidenschaft des Sterneschauens.

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Der astronomiebegeisterte Pensionist baute dreieinhalb Monate lang an der begehbaren Sternwarte und sorgt damit nicht nur bei den Nachbarn für Aufsehen. Das Pensionistenpaar Willi und Inge Penker nutzt häufig die Chance zum Sterne schauen im eigenen Garten. Es gab nach der Fertigstellung viele Vermutungen von Nachbarn und Passanten, worum es sich handeln könnte, sagte Willi Penker: „Da war alles dabei, von Mausoleum über Griller, die Leute haben offenbar keine Vorstellungskraft. Aber jetzt hat es jeder überlauert, es ist eine Sternwarte.“

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Die fertige Sternwarte

Faszination von Anfang an
Seit Jahrzehnten ist Penker von der Astronomie begeistert: „Das ist schon seit der Kindheit da, jetzt hat man Zeit und Möglichkeit, sich das zu gönnen.“ Er hätte schon damals viel dafür gegeben, einmal in eine Sternwarte schauen zu können. „Ich will auch anderen Menschen die Möglichkeit bieten, in den Genuss zu kommen, in die unendlichen Weiten zu schauen. Das Gefühl zu erleben. Es kommt nicht so sehr auf das Sehen, sondern auf dass Wahrnehmen an. Das ist phantastisch wenn man den unendlichen Kosmos mit unserer kleinen Menschlichkeit vergleicht.“

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Willi und Inge in der Sternwarte

Seine Frau habe ihn inspiriert, sagte Penker. Das Ganze im Freien aufzubauen sei kalt und dauert lange, da sei er oft total erfroren zurück ins Haus gekommen. Ein Häuschen sei da natürlich besser, dachte sich Ehefrau Inge. Seit 45 Jahren sind die beiden verheiratet, so Inge Penker: „Ich habe die Idee gehabt, er hat sie ausgeführt, wie immer machen wir alles miteinander.“ Sie habe sich gefreut, als ihr Mann ihr von den Plänen zur Sternwarte erzählte. Auch sie liebe die Natur, das gehöre der Himmel dazu: „Ich bin froh, dass er die Technik macht und ich nur schauen brauche.“

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In seiner Werkstatt tüftelte, rechnete und baute Willi Penker

Viel Zeit in Pension und Lockdown
Willi Penker sagte, leider sei der Himmel in den letzten Monaten oft bewölkt gewesen. Am besten sei die Sicht bei wolkenlosem Himmel und Neumond. Die Pension und auch die Lockdowns hätten Zeit genug gebracht, um das Projekt umzusetzen: „Im ersten Lockdown habe ich versucht, die Pläne umzusetzen, habe vorher schon das ganze Material besorgt.“ In seiner kleinen Werkstatt habe er alles zurechtgeschnitten und konstruiert. „Wichtig war mir, alles selbst auszurechnen. Nicht nur, dass ich eine Sternwarte habe, sondern das Spannende war auch der Weg dahin, das Bauen, das Rechnen, das Schauen, wie die Berechnungen in der Praxis ausschauen. Das war ein schöner Weg für mich.“ Die ganzen trigonomischen Berechnungen durchzuführen habe er mit alten Schulbüchern wieder gelernt.

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Willi Penker mit seinem Teleskop

Hunderte Einzelteile führten zum Ganzen
Er hatte 200 Dreiecke für die Kuppel vor sich liegen gehabt, das seien ganze Türme gewesen. Dann fange man mit dem Zusammenschrauben an und in kurzer Zeit ergebe sich das ganze Werk: „Aber erst mit dem letzten Teil weiß man, man hat es richtig gemacht.“ In den nächtlichen Stunden in der Sternwarte erlebt Inge Penker ihre eigenen Wunder: „Unsere Sonne ist nur ein kleiner Punkt in der Galaxie und wieviele es gibt. Als wir Kinder warten, dachten wir, unsere ist alles. Jetzt wissen wir, dass es eine neben der anderen gibt und wie das alles zusammenhängt, das ist spannend.“
18.02.2021, red, kaernten.ORF.at
Private Sternwarte im Garten
 

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#86
Kultauto K.I.T.T. fährt durch Neunkirchen
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In den 1990er Jahren galt der sprechende K.I.T.T. aus der Serie „Knight Rider“ mit David Haselhoff als das absolute Kultauto.
Bastler Marc Ulm aus Neunkirchen ließ der wohl bekannteste Wagen der Filmgeschichte nie los. Er baute K.I.T.T. originalgetreu nach.

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Marc Ulm träumt seit seiner Jugend von K.I.T.T., dem schwarzen Kultauto, mit dem David Hasselhoff alias Michael Knight in der TV-Serie „Knight Rider“ auf Verbrecherjagd ging. „Ich bin mit der Serie aufgewachsen, das Auto hat mich immer schon fasziniert. K.I.T.T. war einfach mein Jugendtraum“, erzählt der Bastler gegenüber noe.ORF.at. Vor drei Jahren fasste der Neunkirchner schließlich den Entschluss, seinen Traum in die Tat umzusetzen und das Auto originalgetreu nachzubauen.

Nach vielen Stunden des Bastelns und Tüftelns ist K.I.T.T. aus Neunkirchen seit kurzer Zeit sogar für den Straßenverkehr zugelassen. Der Weg dahin war steinig. Alleine die Beschaffung eines passenden Basisautos war kompliziert, schildert Marc Ulm, der übrigens kein gelernter Mechaniker ist. „Ich habe eigentlich Bautischler gelernt. Das Auto zu bauen, war ‚learning by doing‘. Zudem bin ich Teil einer circa 30-köpfigen WhatsApp-Gruppe, in der ich mich mit anderen Tüftlern austausche und in der man sich gegenseitig hilft.“

Der Wagen spricht mit seinem Besitzer
Mehr als 700 Arbeitsstunden steckte der K.I.T.T.-Fan bereits in sein Auto, damit es heute genauso aussieht wie das Original. Kompromissbereit sei er weder bei der Anschaffung noch beim Feinschliff gewesen, erinnert sich Ulm. „Ich habe alles von einem 82-er Schlachter genommen: die Kotflügel, Motorhaube, Gurte, die Innenausstattung und die Sitze. Es sollte ausnahmslos alles so sein wie K.I.T.T.“

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ORFSeit kurzem ist Marc Ulms K.I.T.T.-Nachbau sogar für die Straße zugelassen
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Mit Ausnahme des niederösterreichischen Kennzeichens gleicht der Wagen seinem großen amerikanischen Bruder in sämtlichen Details

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In und um Neunkirchen sorgt das Auto für interessierte Blicke. Nicht selten wird Marc Ulm auf seinen Wagen angesprochen und lässt ihn bereitwillig fotografieren


Heute gleicht der Wagen aus Neunkirchen seinem amerikanischen Bruder nicht nur optisch, sondern Ulms Auto spricht sogar wie K.I.T.T. – 500 Sätze beherrscht der Wagen! Zur Verbrecherjagd eignet sich das Auto trotz seiner vielen Details jedoch nur bedingt, räumt sein Besitzer ein. „Er hat nur 140 PS. Verbrecher zu jagen würde nur funktionieren, wenn sie zu Fuß unterwegs sind“, lacht Marc Ulm.

Nach K.I.T.T.-Bau folgt Planung für „A-Team“-Van
Nach dem erfolgreich erfüllten Traum, seinen eigenen K.I.T.T. in der Garage stehen zu haben und neuerdings sogar auf Spritztouren ausführen zu können, schweben Ulm bereits die nächsten zwei Projekte vor. Sollte David Hasselhoff einmal nach Österreich kommen, würde Ulm ihn gerne in seinem Auto Platz nehmen und ein Innenraumdetail von ihm signieren lassen.

Und auch das nächste Bastelprojekt hat Ulm bereits ins Auge gefasst: „Mein Ziel wäre es, noch einen ‚A-Team‘-Van zu bauen. Da muss ich aber erstens noch Nerven sammeln und zweitens meine Frau überzeugen, die vermutlich nicht so begeistert wäre. Wobei sie bei K.I.T.T. anfänglich auch nicht begeistert war – und jetzt steht er zu Hause in der Garage!“
20.02.2021, red, noe.ORF.at
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Kultauto K.I.T.T. fährt durch Neunkirchen
 

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#87
Steirer im Modellbau-Fieber
Zahlreiche Modellbauer hat in der Coronazeit das Bastelfieber erwischt – auch Josef Kaufmann aus Hart bei Graz: Sein riesiges Modell der Mariazellerbahn hat beeindruckenden Zuwachs bekommen; darunter allein 500 neue Bäume.

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„Die Streckenlänge ist über 100 Meter, der Ausstellungsraum hat 100 Quadratmeter“, schildert Josef Kaufmann bei einem Rundgang durch seine riesige Modellbahnanlage in Hart bei Graz. Hier hat er seit Beginn der Corona-Pandemie unzählige Stunden verbracht: „Ich habe bei einem kleineren Bahnhof einmal meine Stunden mitgeschrieben: Das waren 1.000 Stunden. Seitdem habe ich gar nicht mehr mitgeschrieben, weil das einfach unüberschaubar wird“ – trotzdem hat er alles ganz genau im Blick – vom Führerstand aus.

Mehr als 80 Zuggarnituren, Geräusche inklusive
Im Maßstab 1:87 ist die Modell-Mariazellerbahn fast schöner als das Original: „Es sind momentan – glaube ich – so 84 Zuggarnituren. Der Großteil auch mit Sound. Das macht natürlich bei den Besuchern und vor allem auch bei den Kindern irrsinnig was her, wenn man die Geräusche hört, die Durchsagen, die Dampfgeräusche.“

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Josef Kaufmann
Unterwegs mit der Modell-Mariazellerbahn …
Josef Kaufmann
Unterwegs mit der Modell-Mariazellerbahn …
Josef Kaufmann
Unterwegs mit der Modell-Mariazellerbahn …
Josef Kaufmann
Unterwegs mit der Modell-Mariazellerbahn …
Josef Kaufmann
Unterwegs mit der Modell-Mariazellerbahn …
Josef Kaufmann
Unterwegs mit der Modell-Mariazellerbahn …
Josef Kaufmann
Impressionen der Modellwelt … Flugplatz Mariazell
Josef Kaufmann
Unterwegs mit der Modellbahnwelt …
Josef Kaufmann
Impressionen der Modellbahnwelt …
Josef Kaufmann
Unterwegs mit der Modell-Mariazellerbahn …
Josef Kaufmann
Impressionen der Modellbahnwelt …

Da geht auch Josef Kaufmann das Herz auf – im letzten Jahr, während Österreich von einem Lockdown in den nächsten geschlittert ist, wurde seine Modelleisenbahn immer größer und schöner: „Ich fahre von meinem Ausgangsbahnhof bis zum Bahnhof Gusswerk – da ist das letzte Stück ungefähr 15 Minuten.“

Zehnjähriges Jubiläum auf Schiene
In diesen 15 Minuten Fahrtzeit steckt enorm viel Arbeit: „Ich habe die Zeit enorm genützt und einen Teil der Anlage überarbeitet; da waren etwa die Bäume nicht mehr schön oder die Wiesen nicht mehr saftig grün. Das habe ich dann neu begrünt. Aber die Hauptgeschichte war eigentlich, dass ich Bäume gemacht habe – in der Coronazeit an die 500.“

Was jetzt trotzdem schon überfällig ist? Besucher, die seine Anlage bestaunen können: „Es steht eigentlich unser zehnjähriges Jubiläum an, das wir voriges Jahr im August über zwei Tage lang feiern wollten. Wir hoffen, dass das heuer im August funktionieren wird.“ Bis dahin gibt Josef Kaufmann Vollgas: Die Modell-Mariazellerbahn in Hart bei Graz wird in den nächsten Monaten wohl noch ein wenig weiterwachsen.
21.02.2021, red, steiermark.ORF.at

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Steirer im Modellbau-Fieber
 

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#88
„Simpsons“-Sammlung: 3.400 Exponate zum Verkauf
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Eine große Sammlung zur längstlaufenden amerikanischen Zeichentrick-Fernsehserie steht jetzt in Adnet (Tennengau) zum Verkauf. Christian Seywald will für über 3.400 Exponate zu den „Simpsons“ 40.000 Euro.
Christian Seywald teilt sein Zuhause mit einer ganz besonderen Familie – den Simpsons. Homer, Marge, Lisa, Bart und Maggie sind seit 1989 im Fernsehen zu sehen – das macht sie zur wohl bekannteste TV-Familie der Welt.

Die Simpsons lösten bei dem 38-jährigen Adneter eine außergewöhnliche Sammelleidenschaft aus. 2003 begann alles: „Ich habe mir da ein Heft gekauft, wie man’s in jeder Trafik bekommen hat, und hab das am Strand gelesen“, schildert Seywald. „Hinten war dann ein Abo. Und ich habe mir gedacht: Das wäre interessant, das machen wir. Ich habe mir über dieses Abo die Hefte schicken lassen. Daraus ist dann die ganze Leidenschaft entstanden, die dann im Endeffekt zu dieser Sammlung geführt hat.“

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Fanartikel zur TV-Serie „Die Simpsons“ im Keller des Adneter Sammlers

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Adneter Sammler Christian Seywald mit Figuren aus der TV-Serie „Die Simpsons“
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Extrem seltener rosaroter Homer Simpson in der Hand von Sammler Christian Seywald
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Figuren von Charakteren aus der TV-Serie „Die Simpsons“
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Socken zur TV-Serie „Die Simpsons“

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Shorts mit Bart Simpson – Fanartikel zur TV-Serie „Die Simpsons“

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Comichefte der TV-Serie „Die Simpsons“

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Figuren aus der TV-Serie „Die Simpsons“

Rosaroter Homer das rarste Stück
Der Adneter besitzt über 3.400 Fanartikel der gelben Zeichentrickfiguren – vieles davon noch originalverpackt. Eines der wertvollsten Stücke der Sammlung ist eine rosarote Figur des Simpsons-Familienvaters Homer: „Die gibt’s recht selten“, sagt Seywald. „Es ist so: Die sind in Kartons und Foliensackerl verpackt – und man weiß nicht, was drinnen ist. Wenn eine Figur in zehn Sackerl einmal drinnen ist, ist sie natürlich nicht so wertvoll wie eine Figur, die nur einmal in 1.000 Sackerln drinnen ist. Das ist wirklich eine jener Figuren, die nur sehr, sehr, sehr selten vorkommt.“
Alles lagert – fein säuberlich sortiert – vorerst noch in einem eigenen Raum im Keller. Die Sammlung soll aber den Besitzer wechseln. Online bietet Christian Seywald das gesamte Konvolut für 40.000 Euro zum Verkauf an.

40.000 Euro durch „persönlichen Aufschlag“
Der stolze Preis sei gerechtfertigt, sagt der Sammler: „Wenn ich was eingekauft habe, habe ich im Lauf der Zeit immer zusammengeschrieben, was das Ganze gekostet hat. Das heißt: Den Warenwert der ganzen Sammlung kann ich auf einen Euro genau festlegen. Und dann gibt’s natürlich noch den persönlichen Aufschlag von mir – so sind die 40.000 Euro zustandegekommen.“ Wie hoch der reine Warenwert ist, das „bleibt mein Geheimnis“, sagt Seywald.

Findet der Adneter einen anderen Simpsons-Begeisterten mit gut gefülltem Geldbörserl, sollte der auch ein wenig Zeit mitbringen: Denn der Umzug der Familie Simpson wird wohl kaum unter einem Tag erledigt sein.
23.02.2021, red, salzburg.ORF.at
„Simpsons“-Sammlung: 3.400 Exponate zum Verkauf
 

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#90
Der Teppichknüpfer aus Graz
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Der 81-jährige Grazer Peter Zach schöpft viel Lebensfreude aus dem Knüpfen von Teppichen. Dutzende Kunstwerke entstanden so in den letzten Jahrzehnten – die Spur seiner verarbeiteten Wollfäden reicht bis nach Kanada.

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Es waren die Stickereiarbeiten seiner Mutter, die Peter Zach schon als Kind begeistert haben, „und ich bin dann nach Wien gekommen und habe in der Wiedner Hauptstraße gewohnt, und da war ein Teppichgeschäft, an dem musste ich jeden Tag vorbei. Das hat mich fasziniert, und so hat es begonnen.“

Bunte Wolle aus dem Orient
Seither hat ihn das Hobby nicht mehr losgelassen: Ob abstrakte Motive, Erinnerungen an seine Kindheit im Waldviertel oder religiöse Teppiche – Peter Zach lässt sie alle aus zigtausenden Knoten bunter Wolle entstehen. „Es ist eine spezielle Teppichknüpfwolle, mit der ich jetzt knüpfe, die ist aus dem Orient, aber ich bekomme nicht mehr alle Farben, und jetzt bin ich auf der Suche nach neuem Material.“

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Über 100 Teppiche hat der pensionierte Spitzenkoch Peter Zach bisher geknüpft.

Ein halbes Jahr für einen Teppich
Die meisten Teppich knüpft Peter Zach in seiner Lieblingsgröße: 1,18 Mal 2,2 Meter. Im Schnitt dauert es ein halbes Jahr, bis ein Teppich fertig ist. „Manches muss man vorzeichnen, wobei bei der originalen Täbriz braucht man Vorlagen, weil jeder Knopf vorgegeben ist, damit das Muster stimmt“, erklärt Zach.

Dem Laien mag das stundenlange Einknüpfen von Wollfäden meditativ bis hin zu monoton erscheinen – es erfordert jedoch volle Konzentration, denn im Nachhinein könne man nichts mehr korrigieren, so Zach: „Wenn einmal der Schuss drauf ist, ist der Knopf fest.“ Der größte Vorteil seines Hobbys sei, dass er nie um ein Geschenk verlegen sei, sagt Peter Zach: Auch das Hochzeitsgeschenk für seine Frau war einst ein Teppich.
24.02.2021, red, steiermark.ORF.at
Der Teppichknüpfer aus Graz
 
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