Landesmuseum Burgenland: Vorbereitungen für Ausstellung „Unsere Amerikaner“ anlässlich Jubiläum 100 Jahre Burgenland bei Österreich 2021

josef

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Vorbereitungen für Amerika-Ausstellung
Im Landesmuseum in Eisenstadt wird an der Jubiläumsausstellung „Unsere Amerikaner“ gearbeitet. Diese Ausstellung soll zum 100. Jubiläum des Burgenlands nächstes Jahr an die vielen burgenländischen Auswanderer erinnern.
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Hinter der Fassade des Landesmuseums Burgenland werden in den Archiven, den Büro- und Schauräumen viele Dokumente und Exponate für die nächste große Ausstellung gesichtet. Dabei geht es um die Geschichte der burgenländischen Auswanderer nach Amerika und diese beginnt schon sehr früh, nämlich Mitte des 19. Jahrhunderts.

„Es gibt mehrere Wellen die für die Amerika-Auswanderer relevant sind: die erste Welle war ab den 1850er Jahren , das waren die klassischen Siedler, die man aus den Wildwest-Filmen kennt, die mit dem Planwagen gegen Westen gezogen sind, dort Land erworben und eine Farm gegründet haben. Ab den 1890er Jahren setzt dann die sogenannte ‚Industriewanderung‘ ein, wo die große Masse der Burgenländer ausgewandert ist“, so der Direktor des Landesmuseums Burgenland Gert Polster.

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„One Eyed Jacks“ von Gustav Rehberger

Lebensgeschichten von Menschen
Erzählt werden in der Ausstellung Geschichten und zwar die Lebensgeschichten von etwa 50 bis 60 Menschen. Sie zogen in wirtschaftlich schweren Zeiten aus, um das große Glück zu finden. Sie ließen ihre Familie zurück, wurden von Heimweh geplagt, viele fanden aber auch eine neue Heimat und etliche kehrten wieder zurück. Ihre persönlichen Schicksale waren von Höhen und Tiefen geprägt.

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Der Direktor des Landesmuseums Burgenland Gert Polster zeigt ORF-Burgenland-Redakteurin Silvia Freundensprung-Schöll die Reisetoilette

Künstler und skurrile Exponate
In der Ausstellung zu sehen sein wird dieses Bild „One Eyed Jacks“ von Gustav Rehberger. Der gebürtige Riedlingsdorfer hat in den USA Karriere als Künstler gemacht. Das Gemälde war die Vorlage für das Kinoposter zum Western „One Eyed Jacks“ auf deutsch „Der Besessene“ mit Marlon Brando in der Hauptrolle. „Er hat drüben dann Kunst studiert, weil das Talent in der Schule in Amerika entdeckt worden ist. Wir haben aber auch ein gegenläufiges Beispiel: Erwin Reisner, ein Künstler aus dem Jennersdorfer Bezirk, der eigentlich in den USA geboren ist und die künstlerische Karriere dann im Burgenland gemacht hat“, sagte Polster.

Es gibt aber auch skurrile Exponate, wie etwa eine Reise-Toilette einer Auswandererfamilie aus Stadtschlaining. Die Ausstellung „Unsere Amerikaner“ wird ab Frühling 2021 im Landesmuseum Burgenland zu sehen sein.
12.11.2020, red, burgenland.ORF.at
Vorbereitungen für Amerika-Ausstellung
 

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„Unsere Amerikaner“ virtuell eröffnet
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Den burgenländischen Auswanderinnen und Auswanderern nach Amerika ist eine Sonderausstellung im Landesmuseum in Eisenstadt zum Jubiläumsjahr 100 Jahre Burgenland gewidmet. Eröffnet wurde die Ausstellung gestern Abend virtuell im Internet.
Online seit heute, 12.41 Uhr
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Vor allem Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts zog es viele Burgenländerinnen und Burgenländer aus wirtschaftlichen Gründen nach Amerika, um dort ihr Glück zu finden.

In der Ausstellung sind viele Dokumente, Fotos und die unterschiedlichsten Exponate aus dem Besitz der einstigen Amerika-Auswanderer und ihrer Nachkommen zu sehen.

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Die Lebensgeschichten von 63 Burgenländerinnen und Burgenländer wurden aufgearbeitet
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Das Gemälde des gebürtigen Riedlingsdorfers Gustav Rehberger diente als Vorlage für das Kinoplakat zum Western „One Eyed Jacks“ mit Marlon Brando in der Hauptrolle.
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Die Ausstellung läuft bis zum 11.November 2022
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Weil die Coronavirus-Pandemie Veranstaltungen mit Publikum derzeit unmöglich macht, wurde die Eröffnung der Sonderausstellung „Unsere Amerikaner“ aus dem Landesmuseum Burgenland wurde live im Internet übertragen. Der neue burgenländische Generalmusiktheaterintendant Alfons Haider führte durch die Online-Veranstaltung. „Über 160.000 sollen es gewesen sein, die in langen Jahren das Burgenland verlassen haben.
Grund genug, im 100-jährigen Bestehen des Burgenlandes dazu eine dazugehörige Ausstellung zu machen“, so Haider.

63 Lebensgeschichten erzählen über die Auswanderung
Erzählt werden in der Ausstellung die Lebensgeschichten von 63 Menschen aus dem Burgenland, die nach Amerika ausgewandert sind. „Anhand von Einzelgeschichten kann man das viel charmanter und interessanter erzählen und die unterschiedlichsten Schicksale zeigen“, so Ausstellungkurator und Landesmuseumsdirektor Gert Polster.

Zur Eröffnung der Ausstellung schickte die höchste Repräsentantin der amerikanischen Botschaft in Österreich, Geschäftsträgerin Robin Dunnigan, eine Grußbotschaft. „Unsere Amerikaner“ läuft bis 11. November und kann, sofern es die Covid-19-Regeln erlauben, auch real besucht werden.
26.03.2021, red, burgenland.ORF.at

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„Unsere Amerikaner“ virtuell eröffnet
 
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