Lost Places in Österreich

alte Tankstelle in der Steiermark
 

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Warum in die Ferne schweifen, wenn der Lost Place liegt so nah? Altes Haus (Teil 1).
Anmerkung (Off-Topic): Für diejenigen, welche immer nach solchen und ähnlichen Orten per PN fragen. Geht doch mal auf mapire.eu - Das Portal für historische Karten. Z. B. die Karte "Habsburg-Empire" aufrufen, und mit dem aktuellen Overlay vergleichen. Wenn auf der alten Karte Häuser eingezeichnet sind und auf der neuen "eigentlich fast" nichts mehr erkennbar ist, werdet ihr (wahrscheinlich) fündig. Möglicherweise aber nur noch mit einen Metalldetektor ;-)
20190901_101012.jpg 20190901_101029.jpg 20190901_101108.jpg 20190901_101135.jpg 20190901_101228.jpg 20190901_101251.jpg 20190901_101320.jpg 20190901_101344.jpg 20190901_101415.jpg 20190901_101439~2.jpg
 
Danke für die interessanten Eindrücke aus dieser Fabrik.

Die ersten 2 Bilder zeigen einen ölgefeuerten Dampfkessel, unten mittig die beiden Ölbrenner, rechts oben die Wasserstände und das Manometer.
Interessant ist die Abgasführung durch das Vierkantrohr, offensichtlich hat man das Abgas noch einer Verwendung, etwa in einem Wärmetauscher zugeführt.

Alle Armaturen sind handgesteuert, mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es ein Vorkriegsmodell.

Bilde 223 zeigt einen weiteren Kessel, vermutlich zur Luftheizung, ebenfalls ein sehr altes Modell.

Könnte es sich bei Bild 231 um eine Druckleitung für ein Wasserkraftwerk handeln?
 
Danke für die interessanten Eindrücke aus dieser Fabrik.

Die ersten 2 Bilder zeigen einen ölgefeuerten Dampfkessel, unten mittig die beiden Ölbrenner, rechts oben die Wasserstände und das Manometer.
Interessant ist die Abgasführung durch das Vierkantrohr, offensichtlich hat man das Abgas noch einer Verwendung, etwa in einem Wärmetauscher zugeführt.

Alle Armaturen sind handgesteuert, mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es ein Vorkriegsmodell.

Bilde 223 zeigt einen weiteren Kessel, vermutlich zur Luftheizung, ebenfalls ein sehr altes Modell.

Könnte es sich bei Bild 231 um eine Druckleitung für ein Wasserkraftwerk handeln?
Hallo HF130C,
besten Dank für deine technischen Ausführungen! Zu Bild 231, es gab linker Hand einen Werksbach wo es auch eine Brücke gibt, der jedoch bereits trocken ist. Vermutlich wurde hier ein Kraftwerk angetrieben? Jedoch konnte ich diesbezüglich keine weiteren Hinweise warnehmen.

lg
Michi
 
Es war der sogenannte Turbinengraben oder Werkskanal, der die beiden Bäche die das Areal "umschließen" verband. Bis zum Hochwasser 2002 war dieser noch Wasserführend. Beide Wehren (handbetrieben), welche die beiden Bäche aufgestaut haben wurden beseitigt, seitdem ist der Kanal trocken. Der Kanal verläuft unter dem Versandgebäude, der Appretur, der Tischlerei und unter der Schlosserei quer unter dem ganzen Fabriksgelände. Man kann sogar in den Kanal in der Fabrik einsteigen (dort wo die Wehrschieber sind, im nächsten Raum nach der Tischlerei). War aber noch nicht drinnen um "Lost Kanal Fotos" zu machen. ;-) Das Wasser wurde für die Appretur gebraucht und für das Kesselhaus. Je nach Wasserstand und Anstau durch die beiden Wehren der beiden Bäche änderte sich die Fließrichtung.
In früheren Zeiten (bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts) wurde die Transmission mit Wasserkraft betrieben (daher Turbinengraben), danach wurde auf Dampfkraft erweitert.
 
Zu Bild 231: Das ist der Schweröltank ;-)
Außen am Gebäude: Das ist die Öltankentlüftung vom Öltank (wurde mit Schweröl befüllt) im Öltankhaus. Die Befüllung erfolgte mit Tankwägen. Das Öl wurde nicht in den Tank gepumpt, sondern es floss von alleine in den Tank, da der Öltank unterhalb des Strassennivau liegt. Das Dach des Ölhauses stürzte im Jahr 2005 aufgrund hoher Schneelast ein.
Zum Kessel im Kesselhaus: Am Foto erkennbar ist eine dünne Dampfleitung, welche nach oben führt. Rechts daneben der Hebel bzw. die Stange, welche die Dampfsignalpfeife auslöste (Arbeitszeitbeginn und Ende). Die Dampfsignalpfeife befindet sich im aufgesetzten Dach des Kesselhauses.
 
Zuletzt bearbeitet:

josef

Administrator
Mitarbeiter
...die Dampfsignalpfeife auslöste (Arbeitszeitbeginn und Ende).
Auch ein Relikt aus vergangenen Zeiten! Solche "akustische Signale" kennt die heutige Jugend sicher nicht mehr ;)
Kann mich noch gut erinnern, wie damals in den 1950-60iger Jahren die verschiedenen Fabrikssirenen heulten. Wie weit sich darunter auch noch "Dampfpfeifen" befanden, kann ich nicht mehr sagen. An den unterschiedlichen Tonlagen konnte man die Signale den einzelnen Betrieben zuordnen. Am häufigsten "lärmten" sie zu Schichtbeginn/-Ende um 6h, 14h und 22 h. Es gab aber auch Betriebe, bei denen das Sirenengeheul Jausen- und Mittagspausen anzeigten...
 
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