Die Ausmaße des Märzenkellers kann man anhand der sehr detaillierten Pläne relativ gut eingrenzen, im Vergleich zu anderen Stollen, wo die Pläne viel weniger Sinn ergeben. Was mich interessiert, wie viel vom hinteren Teil des Märzenkellers (also der Verbindung zum Cembrankeller) tatsächlich gebaut wurde. Dass die beiden Stollen verbunden sind/waren (zählt es als Verbunden wenn eine Mauer dazwischen ist?) steht außer Frage, wie es dahinter aber wirklich aussieht wissen leider nur die wenigsten. Ich zähle nicht darunter, und selbst wenn ich eines Tages das Glück dazu hätte würde ich wohl nicht im Forum darüber berichten, es wird gute Gründe geben wieso über den Märzenkeller geschwiegen wird.
Vermutlich ist es nicht ganz wörtlich zu nehmen, wenn es heißt, die Häftlinge hätten nie das Tageslicht erblickt. Es wurden bekanntlich beim Bau aller Stollen und beim Betrieb der U-Verlagerungen in Linz KZ-Häftlinge als Zwangsarbeiter eingesetzt. Dass alle diese Stollen miteinander verbunden waren ist schon alleine aus geographischen Gründen auszuschließen. Da wäre interessant, ob die Häftlinge zentral beim Märzenkeller untergebracht waren und dann zb zu den Baustellen des Schlossberg- oder Rudolfstollens gebracht wurden oder ob es dort währen des Baus Unterbringungsmöglichkeiten gab. Als dann die Bomben fielen mussten die Häftlinge jedenfalls raus, da wäre es ebenfalls interessant zu wissen wo sie danach einquartiert waren. Die großen Stollen wurden wohl laut einer Aussage von Herrn Paltinger bei seiner Führung durch den Limonikeller nicht mehr großartig weiter gegraben, um durch die Bauarbeiten die Verwendung als LS-Stollen nicht zu behindern. Andererseits gibt es Zeitzeugenberichte, dass die Zivilisten beim Fliegeralarm in die Stollen rannten und sahen, wie die KZ-Häftlinge raus getrieben wurden. Ob diese Beobachtung wirklich so passiert ist sei dahin gestellt, ich hab nicht viel dazu gefunden.