Wurde oberhalb eingefüllt wo unten die glatte hohe Wand ist ,mit einem Loch, dann wieder Wand... wo ich eben der Meinung wäre da ist noch der Märzenkeller.
Stimmt, dieses Fahrzeug mit dem der Beton reingepumpt wurde hab ich dort auch gesehen, ich war mir aber nicht sicher ob ein Stollen verfüllt wurde oder eventuell ein Fundament für eine Baumaschine oder ähnliches betoniert wurde. Dass sie das verfüllen ist aber interessant, da muss dann wohl mehr gewesen sein als ich dachte.
Wäre interessant ob der Sophiengutkeller auch zubetoniert wurde oder ob man nur den Eingang wieder zugeschüttet hat. Weißt du eventuell mehr darüber, @Jäger01? Laut deinem Blog warst du ja dort.
 
Die wollten wie gesagt eigentlich nur ein Loch zwecks der Stabilität füllen .Der Beton hörte nicht auf zu fließen ,da kamen sie erst drauf das da ein Stollen drunter ist. Der Keller war innen nach ein paar Meter eingebrochen.
 
Wo soll das gewesen sein? Ich kenne keine Pläne und auch sonst keine Hinweise, dass der Märzenkeller auch nur in die Nähe des Bahnhofs ging. Aber beim Bau der Tiefgarage in der Bockgasse wurde wohl ein Teil des Kellers zerstört.

Meinst du eventuell den geplanten Stollen in der Waldeggstraße? So weit ich weiß wurde der Bau noch lm Anfangsstadium wieder eingestellt, Reste davon sind im Zuge der Westringbaustelle beseitigt worden. Aber das ist auch nur mein beschränktes Wissen darüber aus diesem Forum, mehr hab ich leider nicht darüber herausgefunden. Gut möglich dass beim Bahnhof noch andere Stollen existiert haben, ich kenne aber keine. Beim Neubau des Hauptbahnhofs wären die aber wahrscheinlich zerstört worden.
Im Bereich Froschberg/Ziegeleistraße waren noch LS-Stollen der Reichsbahn.
Weiters gibt es Vermutungen über einen älteren Stollen als Verbindung zwischen der ehem. Ziegelfabrik und den Sandgruben der Sandgasse, was auch Sinn machen würde als Großindustrieller Betrieb. Sowohl beim Ursprung des Märzenkellers als Bierlager als auch bei dem Limonistollen weißt man auf vorhandene Stollen des Sandabbaus hin.
Bezüglich Märzenkeller zeigen eure Diskussionen genau was ich meine, über die genauen Ausmaße
herrschen unklare Verhältnisse. Laut Literatur zur Geschichte des Brauhauses Linz nutzte man etwa ab 1835 Sandstein-Stollen unterhalb des Bauernberges im Bereich Stockhof (2 genaue Adressen werden dort genannt, welche auch mit vorhanden Plänen übereinstimmen sofern man berücksichtigt das bei einer der Adressen die Hausnummern heute nicht mehr übereinstimmen da die Nummerierung geändert wurde.)
Auch die Geschichte der Zwangsarbeiter des KZ Linz II lässt eigentlich darauf schließen dass diese Stollen schon unterirdisch verbunden waren da geschrieben wird die Häftlinge hätten nie Tageslicht gesehen, obwohl sie laut eines Dokuments zum Arbeitseinsatz an verschiedenen Baustellen für den Ausbau des Märzenkeller eingesetzt waren.
Auch gibt es bei einem unter Denkmalschutz stehenden Haus auf privaten Grundstück noch einen Notaustieg der mit den Ausmaßen des Planes übereinstimmt.
Wie gesagt es sind da eigentlich noch einige Fragen offen, obwohl vieles als erforscht dargestellt wird.
 
Im Bereich Froschberg/Ziegeleistraße waren noch LS-Stollen der Reichsbahn.
Weiters gibt es Vermutungen über einen älteren Stollen als Verbindung zwischen der ehem. Ziegelfabrik und den Sandgruben der Sandgasse, was auch Sinn machen würde als Großindustrieller Betrieb. Sowohl beim Ursprung des Märzenkellers als Bierlager als auch bei dem Limonistollen weißt man auf vorhandene Stollen des Sandabbaus hin.
Bezüglich Märzenkeller zeigen eure Diskussionen genau was ich meine, über die genauen Ausmaße
herrschen unklare Verhältnisse. Laut Literatur zur Geschichte des Brauhauses Linz nutzte man etwa ab 1835 Sandstein-Stollen unterhalb des Bauernberges im Bereich Stockhof (2 genaue Adressen werden dort genannt, welche auch mit vorhanden Plänen übereinstimmen sofern man berücksichtigt das bei einer der Adressen die Hausnummern heute nicht mehr übereinstimmen da die Nummerierung geändert wurde.)
Auch die Geschichte der Zwangsarbeiter des KZ Linz II lässt eigentlich darauf schließen dass diese Stollen schon unterirdisch verbunden waren da geschrieben wird die Häftlinge hätten nie Tageslicht gesehen, obwohl sie laut eines Dokuments zum Arbeitseinsatz an verschiedenen Baustellen für den Ausbau des Märzenkeller eingesetzt waren.
Auch gibt es bei einem unter Denkmalschutz stehenden Haus auf privaten Grundstück noch einen Notaustieg der mit den Ausmaßen des Planes übereinstimmt.
Wie gesagt es sind da eigentlich noch einige Fragen offen, obwohl vieles als erforscht dargestellt wird.
Die Ausmaße des Märzenkellers kann man anhand der sehr detaillierten Pläne relativ gut eingrenzen, im Vergleich zu anderen Stollen, wo die Pläne viel weniger Sinn ergeben. Was mich interessiert, wie viel vom hinteren Teil des Märzenkellers (also der Verbindung zum Cembrankeller) tatsächlich gebaut wurde. Dass die beiden Stollen verbunden sind/waren (zählt es als Verbunden wenn eine Mauer dazwischen ist?) steht außer Frage, wie es dahinter aber wirklich aussieht wissen leider nur die wenigsten. Ich zähle nicht darunter, und selbst wenn ich eines Tages das Glück dazu hätte würde ich wohl nicht im Forum darüber berichten, es wird gute Gründe geben wieso über den Märzenkeller geschwiegen wird.

Vermutlich ist es nicht ganz wörtlich zu nehmen, wenn es heißt, die Häftlinge hätten nie das Tageslicht erblickt. Es wurden bekanntlich beim Bau aller Stollen und beim Betrieb der U-Verlagerungen in Linz KZ-Häftlinge als Zwangsarbeiter eingesetzt. Dass alle diese Stollen miteinander verbunden waren ist schon alleine aus geographischen Gründen auszuschließen. Da wäre interessant, ob die Häftlinge zentral beim Märzenkeller untergebracht waren und dann zb zu den Baustellen des Schlossberg- oder Rudolfstollens gebracht wurden oder ob es dort währen des Baus Unterbringungsmöglichkeiten gab. Als dann die Bomben fielen mussten die Häftlinge jedenfalls raus, da wäre es ebenfalls interessant zu wissen wo sie danach einquartiert waren. Die großen Stollen wurden wohl laut einer Aussage von Herrn Paltinger bei seiner Führung durch den Limonikeller nicht mehr großartig weiter gegraben, um durch die Bauarbeiten die Verwendung als LS-Stollen nicht zu behindern. Andererseits gibt es Zeitzeugenberichte, dass die Zivilisten beim Fliegeralarm in die Stollen rannten und sahen, wie die KZ-Häftlinge raus getrieben wurden. Ob diese Beobachtung wirklich so passiert ist sei dahin gestellt, ich hab nicht viel dazu gefunden.
 
Die Ausmaße des Märzenkellers kann man anhand der sehr detaillierten Pläne relativ gut eingrenzen, im Vergleich zu anderen Stollen, wo die Pläne viel weniger Sinn ergeben. Was mich interessiert, wie viel vom hinteren Teil des Märzenkellers (also der Verbindung zum Cembrankeller) tatsächlich gebaut wurde. Dass die beiden Stollen verbunden sind/waren (zählt es als Verbunden wenn eine Mauer dazwischen ist?) steht außer Frage, wie es dahinter aber wirklich aussieht wissen leider nur die wenigsten. Ich zähle nicht darunter, und selbst wenn ich eines Tages das Glück dazu hätte würde ich wohl nicht im Forum darüber berichten, es wird gute Gründe geben wieso über den Märzenkeller geschwiegen wird.

Vermutlich ist es nicht ganz wörtlich zu nehmen, wenn es heißt, die Häftlinge hätten nie das Tageslicht erblickt. Es wurden bekanntlich beim Bau aller Stollen und beim Betrieb der U-Verlagerungen in Linz KZ-Häftlinge als Zwangsarbeiter eingesetzt. Dass alle diese Stollen miteinander verbunden waren ist schon alleine aus geographischen Gründen auszuschließen. Da wäre interessant, ob die Häftlinge zentral beim Märzenkeller untergebracht waren und dann zb zu den Baustellen des Schlossberg- oder Rudolfstollens gebracht wurden oder ob es dort währen des Baus Unterbringungsmöglichkeiten gab. Als dann die Bomben fielen mussten die Häftlinge jedenfalls raus, da wäre es ebenfalls interessant zu wissen wo sie danach einquartiert waren. Die großen Stollen wurden wohl laut einer Aussage von Herrn Paltinger bei seiner Führung durch den Limonikeller nicht mehr großartig weiter gegraben, um durch die Bauarbeiten die Verwendung als LS-Stollen nicht zu behindern. Andererseits gibt es Zeitzeugenberichte, dass die Zivilisten beim Fliegeralarm in die Stollen rannten und sahen, wie die KZ-Häftlinge raus getrieben wurden. Ob diese Beobachtung wirklich so passiert ist sei dahin gestellt, ich hab nicht viel dazu gefunden.
Meinst du diese Übersichtspläne des Vermessungsamtes & Stadtbauamtes der Stollenanlagen von Linz? Ist zumindest der einzige Plan den ich vom Märzenkeller kenne, obwohl es davon auch abgeänderte Versionen gibt, wo z.b. eine Verbindung zwischen Aktienkeller und dem Märzenkeller eingezeichnet wurde. (welche es aber so definitiv nicht gibt)

Es stellt sich auch die Frage warum man für die Häftlinge des KZ Linz II, eine nicht öffentlich zugängliche „Gedenkstätte“, im Teil des Märzenkellers hinter dem Cembrankeller errichtete, dort wo eigentlich einer der beiden Parallel-Stollen des Märzenkellers tief in den Berg weiter führen sollte. Der Andere diente unter anderem als Schießkeller und wurde hinter dem Kugelfang klar erkennbar abgemauert.

Würd eigentlich gar nicht mal behaupten zum Märzenkeller wird geschwiegen, sondern eher da wird & wurde viel verschleiert und abgelenkt.

Auch der „Limonikeller“ war ursprünglich zur Bierlagerung als „Märzenkeller“ ausgebaut worden weshalb es ja auch die Verbindung zu den Brauereikellern der Aktienbräu AG gibt. Wann & wie es wirklich zur Namensgebung kam ist ungeklärt. Bezweifle auch eher, das es die Limonigasse seit dem 19jhd. geben soll da dies eigentlich nur ein Weg zu einer der Sandgruben an der Sandgasse war.
Die Geschichte mit Zitronen als Namensgeber lieh man sich einfach aus Graz.
 
Meinst du diese Übersichtspläne des Vermessungsamtes & Stadtbauamtes der Stollenanlagen von Linz? Ist zumindest der einzige Plan den ich vom Märzenkeller kenne, obwohl es davon auch abgeänderte Versionen gibt, wo z.b. eine Verbindung zwischen Aktienkeller und dem Märzenkeller eingezeichnet wurde. (welche es aber so definitiv nicht gibt)
Ich beziehe mich auf die Pläne, die ich letztes Jahr im Stadtarchiv gefunden habe. Ich habe sie damals bereits im Forum gepostet, aber hier sind sie noch mal:

Es stellt sich auch die Frage warum man für die Häftlinge des KZ Linz II, eine nicht öffentlich zugängliche „Gedenkstätte“, im Teil des Märzenkellers hinter dem Cembrankeller errichtete, dort wo eigentlich einer der beiden Parallel-Stollen des Märzenkellers tief in den Berg weiter führen sollte. Der Andere diente unter anderem als Schießkeller und wurde hinter dem Kugelfang klar erkennbar abgemauert.
Meinst du die Kapelle, die in der nicht weiter gebauten, nicht ausgemauerten Sackgasse in den Sandstein gebaut wurde und vom Cembrankeller aus zugänglich ist?
Es handelt sich um eine privat von Herrn Cembran in Auftrag gegebene Kapelle, um der verstorbenen Zwangsarbeiter zu gedenken. Als die Weinkellerei Cembran noch existierte, fanden auch gelegentlich Veranstaltungen statt, bei dem auch die Kapelle besucht wurde.

Würd eigentlich gar nicht mal behaupten zum Märzenkeller wird geschwiegen, sondern eher da wird & wurde viel verschleiert und abgelenkt.
Das stimmt durchaus, mir ist auch aufgefallen dass der Märzenkeller überdurschnittlich gut verschlossen ist. Alle anderen bekannten Stollenanlagen sind oder waren regelmäßig offen und die Türen sind auch wesentlich weniger stabil, sodass sie hin und wieder aufgebrochen werden. Eventuell möchte man unangemessenem Verhalten vorbeugen? Wobei im Aktienkeller ja meines Wissens nach auch KZ-Häftlinge arbeiten mussten, und der war jahrelang offen und wird es vermutlich irgendwann auch wieder sein. Der Märzenkeller ist ziemlich sicher die nächsten Jahre weiterhin zu.

Auch der „Limonikeller“ war ursprünglich zur Bierlagerung als „Märzenkeller“ ausgebaut worden weshalb es ja auch die Verbindung zu den Brauereikellern der Aktienbräu AG gibt. Wann & wie es wirklich zur Namensgebung kam ist ungeklärt. Bezweifle auch eher, das es die Limonigasse seit dem 19jhd. geben soll da dies eigentlich nur ein Weg zu einer der Sandgruben an der Sandgasse war.
Die Geschichte mit Zitronen als Namensgeber lieh man sich einfach aus Graz.
Ich meine mich zu erinnern einmal gehört zu haben, dass der Name von einem Herrn Limoni stammt. Ich weiß aber nicht, woher ich das habe, wer dieser Mann gewesen ist und aus welcher Zeit der Name stammt.
Der Stollenkomplex, der heute als Limonikeller bekannt ist, ist zwar sehr gut bekannt und als einziger der Stollen derzeit öffentlich und völlig legal zu betreten, jedoch ist auch nicht alles darüber geklärt. Ein Teil davon ist jedenfalls schon sehr alt und hat vor dem Krieg existiert. Ebenso wird auf Plänen und in Quellen zwischen zwischen dem Limonikeller und dem C-Lazarett unterschieden, die Bezeichnung Sandgassenstollen kommt auch vor. Heute wird für die ganze Anlage meist nur der Begriff Limonistollen oder korreker Limonikeller genutzt.
 
Wäre interessant ob der Sophiengutkeller auch zubetoniert wurde oder ob man nur den Eingang wieder zugeschüttet hat. Weißt du eventuell mehr darüber, @Jäger01? Laut deinem Blog warst du ja dort.
Wird wohl zugeschüttet worden sein und gehörte wohl zum Haus; in dem Stollenprofil artigen Keller führte zwar eine Stiege hinab, welcher jedoch nicht verstürzt endete, sondern nicht weiter vorgetrieben wurde.
 
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