Mannersdorfer Wüste

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max_gf

Guest
#1
Wir waren bereits mehrmals bei Mannersdorf (Bruck/Leitha) in der sog. Mannersdorfer Wüste wandern. Dort gab es früher ein grosszügig angelegtes Kloster. Mittlerweile sind bereits viele Mauern sehr verfallen, aber genau dies macht den Eindruck diese zu sehen noch interessanter. Anbei ein auszug der alten Gemäuer.
 

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#4
An einem schönen Spätsommertag besuchte ich die Mannersdorfer Wüste, die ich schon länger aufsuchen wollte, da durfte natürlich ein Abstecher zu dem Kalkofen Baxa nicht fehlen, der hier schon einige male gezeigt wurde. Leider hatte das Museum geschlossen, jedoch fand ich den Weg zum Bergbaulehrpfad wo ich auch gleich die Abzweigung in den Naturpark Wüste Mannersdorf fand.

ein kleines Update und die ersten Augenblicke vom Kalkofen Baxa und dem Bergbaulehrpfad:
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#9
Aufnahmen zum Naturpark Wüste in Mannersdorf:
Den regen Andrang bei schönem Wetter hätte ich nicht gedacht, es waren doch sehr viele Leute unterwegs.

Der Naturpark Mannersdorf-Wüste liegt in der Gemeinde Mannersdorf am Leithagebirge im südöstlichen Niederösterreich, ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Leithagebirge und stellt ein Naherholungsgebiet am Rande des Wiener Beckens dar. Der Name leitet sich von einer ungenauen Übersetzung des griechischen Wortes „eremos“ als "Einsiedelei, Wüste" ab, die sich im Volksmund durchsetzte.

Der Naturpark wird von Eichen-Hainbuchenwäldern an den Hängen des Leithagebirges geprägt. Sein Hauptbereich befindet sich im Areal des 1783 von Kaiser Joseph II. aufgehobenen Klosters der unbeschuhten Karmeliter „St. Anna in der Wüste“. Das Gebiet ist von einer 4,5 Kilometer langen Mauer umschlossen.

1986 wurde das Gebiet als Naturpark eröffnet. 2015 wurde ein Rundweg durch den Park angelegt, der thematisch den Erkenntnissen des römischen Kaisers Mark Aurel gewidmet ist, der hier angeblich Station machte.
Sehenswürdigkeiten
  • Klosteranlage mit Klosterkirche „St. Anna in der Wüste“
  • Reste der Klostermauer um das Areal und Ruinen von Nebengebäuden
  • Ruine Scharfeneck: 1555 bei einem Blitzschlag zerstört
  • Museum in Mannersdorf am Leithagebirge
  • Industriedenkmal „Kalkofen“ Baxa
Quelle: Naturpark Mannersdorf Wüste (Wiki)

Wüstenbründl
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#11
Die Leopoldskapelle am Weg zum St. Anna Kloster:
In das Klostergebiet kam man durch die Toranlage "Äußere Pforte". Sie bestand aus Leopoldskapelle und Pförtnerhäuschen. Leopoldakapelle und Pförtnerhäuschen waren vom Kloster und von außen zugänglich.

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HF130C

Well-Known Member
#12
Herzlichen Dank für die umfangreichen und interessanten Eindrücke.

Beitrag #7, erstes Bild, zeigt eine Feldbahndrehscheibe sehr seltener Bauart mit oben liegenden Tragrollen.

Normalerweise besteht so eine Drehscheibe aus einer Grundplatte, einem darauf laufenden Walzenstern und der darüber liegenden Drehplatte, auf die die Feldbahnfahrzeuge geschoben wurden. Statt dem Walzenstern wurden auch Kugelkränze verwendet, je nach Größe und Hersteller.

Bei dieser Drehscheibe wurden die Walzen hingegen oberhalb der Drehplatte angeordnet und ragen durch Öffnungen hindurch auf die Grundplatte und rollen dort ab. Interessant ist hier auch die konzentrische Anordnung dreier Walzenumläufe. Dies weist doch auf schwere Lasten oder gar die Verwendung mit Lokomotiven, z.B. bei einem Lokschuppen, hin.

Grund für die aufwendige und außergewöhnliche Bauart ist die dadurch bedingte niedere Bauhöhe bei hoher Traglast, die dem Einbau auf vorhandene Betonflächen zulässt und den Bau einer versenkten Drehscheibengrube erspart.

Nachteil der Konstruktion ist die Anfälligkeit der Walzenhalterungen bei Entgleisungen oder zu nieder bauenden Fahrzeugen. Wie man aber sieht, hat das einstige Personal aber gut auf die Drehscheibe aufgepasst!
 
#14
Bei meiner interessanten Wanderung in der Mannersdorfer Wüste und Umgebung erblickte ich noch einige verlassene Steinbrüche in der Gegend:
Der Weitblick ist doch herrlich;):D

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sehr schönes Kunstwerk:)
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josef

Administrator
Mitarbeiter
#18
Herkunft des Namens "Wüste":

Eine „Wüste“ als Erholungsort
In Mannersdorf am Leithagebirge (Bezirk Bruck an der Leitha) gibt es eine „Wüste“ als Erholungsort. Mehr als 100 Hektar groß ist der Naturpark und lädt zum Wandern, Radfahren oder Spazierengehen ein. Kristina Sprenger hat „Die Wüste“ aufgespürt.
Online seit heute, 19.00 Uhr
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In Mannersdorf, am Westhang des Leithagebirges, erstreckt sich auf über 100 Hektar der Naturpark. Der Name kam durch eine unpräzise Übersetzung des griechischen Wortes „eremos“, das so viel wie „Einöde", Einsiedelei“ oder „Wüste“ bedeutet, zustande. „Wüste“ hat sich dann schließlich als Bezeichnung durchgesetzt.
ORF
Rudolf Ackerl, Obmann-Stellvertreter vom Naturpark „Die Wüste“ mit Kristina Sprenger vor dem Karmeliterkloster

Zentrum des heutigen Erholungsgebietes ist das ehemalige Karmeliterkloster St. Anna, das 1644 gegründet wurde. Mehr als hundert Jahre lebten und beteten hier die „unbeschuhten Karmeliter“. Unter Maria Theresia erlebte das Kloster seine Blütezeit. Die Monarchin beehrte das Kloster mehrmals, ihr Sohn Joseph II. löste das Kloster dann 1783 auf.

Link:
Eine „Wüste“ als Erholungsort
 
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