Mondfinsternis, Sternschnuppen-Regen usw. ...

josef

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#1
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07.08.2017 - Mini-Mondfinsternis in Wien zu sehen
Eine partielle Mondfinsternis gibt es heute Abend zu sehen. Die Sicht wird in Wien zwar durch Licht getrübt, bei günstigem Wetter sei das Himmelsereignis mit freiem Auge zu sehen, so die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA).

Bei der partiellen Mondfinsternis tritt der Mond nur zu 24,6 Prozent in den Kernschatten der Erde. Zur stärksten Verfinsterung kommt es um 20.22 Uhr und damit bereits wenige Minuten nach dem Mondaufgang, der in Wien heute um 20.13 Uhr stattfinden wird. Da das relativ geringe Verfinsterungs-Maximum jedoch fast genau mit dem Sonnenuntergang zusammenfällt, findet das Ereignis laut der WAA bei nahezu hellem Himmel statt. Darum wird auch die charakteristische rote Verfärbung des Mondes nicht zu beobachten sein.

Die Sicht wird zwar durch Licht getrübt, die Mini-Mondfinsternis sollte aber mit freiem Auge zu sehen sein, so Alexander Pikhard von der WAA. „Für die Beobachtung dieser Mondfinsternis ist freier Blick zum Horizont nach Südosten unbedingt erforderlich. Aus dicht verbautem Gebiet werden viele dieses Himmelsereignis wohl gar nicht bemerken“, sagte Pikhard. Um die nächste totale Mondfinsternis zu beobachten, gilt es sich noch bis zum 27. Juli kommenden Jahres zu gedulden.

Sternschnuppen-Regen der Perseiden Mitte August
Zwischen dem 11. und 13. August - ergießt sich dann der alljährliche Meteorschauer der Perseiden. Alljährlich Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt.

Himmelsereignisse beobachten
Die WAA lädt Interessierte und Hobby-Astronomen jeweils bei Schönwetter am Abend der Mondfinsternis (ab 19.45 Uhr), sowie in den Nächten vom 11. bis zum 13. August ab 21.00 Uhr zur gemeinsamen Beobachtung der Perseiden auf die Sofienalpe in Penzing. Das Astronomische Büro Wien bietet im Sterngarten Georgenberg in Liesing ab 20.00 Uhr Beobachtungen der Mondfinsternis an.

Der Name kommt daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen. Der Meteorstrom wird auch „Tränen des Laurentius“ genannt, weil sein Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt und als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet wurden.

Die heuer eingeschränkte Beobachtbarkeit hängt mit der Tatsache zusammen, dass der partiell verfinsterte Vollmond vom 7. August auch wenige Nächte danach schon vor Mitternacht aufgeht und dann noch immer relativ hell leuchtet. Trotzdem dürfte sich der Blick zum Himmel vor allem zum Maximum des Meteorenstromes zwischen dem 12. August, 16.00 Uhr, bis zum 13. August, 4.30 Uhr, lohnen.

Keine optischen Hilfsmittel erforderlich
Die besten Chancen auf Sichtungen haben Beobachter im Hochgebirge, wo in dieser Nacht zwischen 1.00 und 4.00 Uhr laut WAA-Angaben zehn und mehr Sichtungen pro Stunde möglich sind. Im innerstädtischen Raum sinke diese Rate jedoch auf drei bis vier beobachtbare Sternschnuppen.

Zur Beobachtung von Meteorschauern braucht man keine optischen Hilfsmittel wie Ferngläser oder gar Fernrohre: Am besten geht es mit dem freien Auge, raten die Astronomen. Wichtig sei ein freier Blick auf den ganzen Himmel, am bequemsten sei die Beobachtung im Liegen. Wiesen oder Felder außerhalb der Stadt würden sich besonders gut anbieten.

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Publiziert am 07.08.2017
Partielle Mondfinsternis in Wien zu sehen
 

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#3
Und nun kommen die "Sternschnuppen"...


„Fantastische Leuchtspuren“ am Nachthimmel
In der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignet sich mit dem Meteorenschauer der Perseiden wieder ein Naturschauspiel: Dabei handelt es sich um Meteorenstaub, der am Himmel verglüht. Das Planetarium lädt zur Sternschnuppenparty.

„Die Perseiden sind ein jährlich wiederkehrender Sternschnuppenstrom, beziehungsweise ein Meteorenstrom“, erklärt Klaus Kieneswenger, Programmmanager des Planetariums Wien. Eigentlich handle es sich bei den Perseiden um Meteoren und Staub, die der Komet „Swift-Tuttle“ auf seiner Umlaufbahn verloren habe, so Kieneswenger.


APA/EPA/Singer
Die Perseiden tauchen jedes Jahr etwa um dieselbe Zeit am Himmel auf

Meteorenschauer „keinesfalls gefährlich“
Durch die Interaktion mit der Atmosphäre, in der sie sich befinden, verglühen die Meteore nun im Fall. Dadurch entstehe das bekannte Bild einer „Sternschnuppe“, wie man im Volksmund sagt. „Wir werden Richtung Nord, Nord-Ost fantastische Leuchtspuren sehen“, so auch Werner Gruber, Physiker und Direktor des Planetariums.

„Das ist aber keinesfalls gefährlich“, beruhigt er gleich. Die Steine sind zum Großteil mikroskopisch klein. Auch größere Brocken, sogenannte Boliden, verglühen zur Gänze. Von Mitte Juli bis Ende August befindet sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne an dem Platz, an dem die Perseiden sichtbar sind. Am besten sieht man sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag.

„Am besten sichtbar fernab der Städte“
„Am klarsten kann man den Meteorenschauer fernab von Städten, in der Natur beobachten“, rät Kienesweger. Wer es an diesem Wochenende nicht schafft, Wien zu verlassen, dem bietet das Planetarium Wien ein Alternativprogramm: eine Sternschnuppenparty.

Ab 19.00 Uhr gibt es kostenlose Shows im Planetarium zu sehen. Besucherinnen und Besucher sind außerdem dazu eingeladen, bei schönem Wetter Decken mitzubringen. Damit kann man gemeinsam auf der Kaiserwiese vor dem Planetarium den Perseidenschauer genießen. Außerdem stehen Fernrohre zur Verfügung, durch die man Jupiter und Saturn sehen kann. Vor Ort werden auch erfahrene Astronominnen und Astronomen sein, um Fragen zu beantworten.


dpa/Marcus Führer
Der Himmel weint über das Martyrium des Laurentius, so die Sage

Die „Tränen des Laurentius“
Der Name „Perseiden“ kommt übrigens daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen. Alternativ wird der Meteorstrom auch „Tränen des Laurentius“ genannt, weil sein Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt. Der Meteorenschauer wurde als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet.
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Publiziert am 11.08.2017
http://wien.orf.at/news/stories/2859610/
 

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#4
27.07.2018 - Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts
Totale Mondfinsternis am 27. Juli
Totalität der Verdunkelung beginnt um 21.30 Uhr und endet um 23.13 Uhr
Wien – Vorausgesetzt das Wetter passt, werden wir in den kommenden Tagen eine astronomische Besonderheit beobachten können: In der Nacht auf den 28. Juli findet mit 43 Minuten die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts statt – allerdings leider nicht zur Gänze: Der Mond geht in Österreich erst kurz vor Beginn der Totalität um 21.30 Uhr auf.

In Wien oder Graz wird der Mond um 20.29 Uhr aufgehen, in Klagenfurt um 20.32, Linz um 20.38, in Salzburg wird der Mond um 20.42 Uhr erstmals sichtbar und in Bregenz schließlich um 20.54 Uhr. Die Totalität endet um 23.13 Uhr. Um 00.19 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten und um 00.43 Uhr verschwindet der Halbschatten am rechten Mondrand.

Roter Mond
Ab etwa 22.00 Uhr wird es in Mitteleuropa dunkel genug sein, dass der Mond als rote Scheibe im Südosten gut sichtbar wird. Die Quelle der rötliche Färbung ist das Licht der Sonne, das von der Erdatmosphäre in Richtung Mond gestreut wird. Am beeindruckendsten dürfte sich der Anblick des Mondes in dieser Nacht kurz vor Ende der Totalität um exakt 23.14 Uhr erweisen.


Die Bahn des Mondes um die Erde hat die Form einer Ellipse, die Entfernung Erde-Mond schwankt dabei zwischen etwa 357.000 und 407.000 Kilometer. Der Unterschied im scheinbaren Durchmesser des Mondes vom Minimum (Erdferne) bis Maximum (Erdnähe) beträgt nur etwa 14 Prozent, das entspricht der Größendifferenz Ein- und Zwei-Euro-Münze – und ist mit freiem Auge nur sehr schwer erkennbar.

Mondfinsternisse können sich prinzipiell nur bei Vollmond ereignen, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht. Nur bei dieser Konstellation kann der Mond in den Schatten der Erde gelangen, was man dann als Mondfinsternis wahrnimmt. Sonnenfinsternisse ereignen sich dagegen stets bei Neumond. (red, APA, 24.7.2018)

foto: ap/the roanoke times
Eine längere Mondfinsternis als am 27. Juli wird wohl keiner von uns je wieder beobachten können.

Totale Mondfinsternis am 27. Juli - derStandard.at
 

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#6
21.01.2019: Montagfrüh wird bei gutem Wetter eine totale Mondfinsternis zu sehen sein

Mondfinsternis für Frühaufsteher
Montagfrüh wird bei gutem Wetter eine totale Mondfinsternis zu sehen sein. Das passiert das nächste Mal erst wieder in zehn Jahren. In Wien kann man das Naturphänomen gemeinsam mit Astronomen beobachten.
Das Himmelsschauspiel ist aber Frühaufstehern vorbehalten: Um 4.34 Uhr beginnt der Mond in den Kernschatten der Erde einzutreten, um 5.41 Uhr startet die totale Verfinsterung. Für eine gute Stunde wird das Naturereignis dann zu sehen sein. Zum Ende der Totalität hin wird es in Wien nämlich schon recht hell sein. Zehn Minuten nach Sonnenaufgang geht in Wien dann um 7.46 Uhr der Mond partiell verfinstert unter.


APA-Grafik/Martin Hirsch
Verlauf der Mondfinsternis am 21. Jänner in Wien

Wer die Mondfinsternis nicht nur verschlafen vom eigenen Schlafzimmerfenster aus ansehen möchte, hat in Wien einige Möglichkeiten, gemeinsam mit Experten und Expertinnen dieses Ereignis zu erleben. Beispielsweise in der Urania-Sternwarte, die zum „Mondfinsternisfrühstück“ lädt. Neben dem Blick durchs Teleskop kann man sich beim Frühstück erklären lassen, was hier genau passiert.

Innerstädtisch gute Sicht auf Hochhäusern
Diejenigen, die der Natur noch etwas näher kommen wollen, sind auf der Sofienalpe richtig: Die Astronomen und Astronominnen der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) informieren dort über das Phänomen. Auch im Sterngarten Georgenberg in Mauer wird vom Astronomischen Büro Wien zum gemeinsamen Staunen geladen.

In der Stadt selbst wird es laut Alexander Pikhard von der WAA aber schwierig sein, die Finsternis wirklich gut zu sehen. Denn man würde einen relativ tiefen Blick nach Nord-West brauchen, den man innerstädtisch eventuell am besten von Hochhäusern aus erhaschen kann. Ansonsten sind - vorausgesetzt das Wetter spielt mit - der Wienerberg oder entlang der Donau gute Aussichtspunkte. Im Gegensatz dazu hat man laut Pikhard vom Kahlenberg aus keine gute Sicht.


APA-Grafik/Martin Hirsch
Die nächste totale Mondfinsternis findet erst wieder am Silvesterabend 2028 statt

Rund eine Stunde „totale Verfinsterung"
Eine Mondfinsternis ereignet sich, wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie stehen und der Schatten der von der Sonne beleuchteten Erde auf den Mond fällt. Tritt der Mond in den Kernschatten der Erde, wird er von den direkten Sonnenstrahlen völlig abgeschirmt. Im Halbschatten erreicht immer noch ein Teil des Sonnenlichts den Mond.

Daher ist am Montag um 3.35 Uhr der Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde nicht wahrnehmbar. Eine leichte Verfinsterung des Erdtrabanten können geübte Beobachter erst ab etwa 4.00 Uhr sehen. Zu dieser Zeit steht der Mond noch einigermaßen hoch im Westen, erklärte Pikhard weiter.


APA/dpa"Sven Hoppe
Im Jahr 2015 zeigte sich der Mond über Wien bei einer Finsternis schon einmal blutrot

Mond rötlich gefärbt
Auch bei einer totalen Finsternis kann man den Mond noch gut sehen, er ist dabei rötlich gefärbt. Die Farbe kommt durch das Sonnenlicht zustande, das in der Erdatmosphäre gestreut wird. „Es ist das gleiche Rot wie bei einem Sonnenaufgang oder -untergang“, so Pikhard.

Die nächste totale Mondfinsternis, die man von Wien aus im vollen Verlauf sehen kann, findet erst am Silvesterabend 2028 statt. Auf die nächste partielle Mondfinsternis muss man nicht so lange warten, die gibt es bereits in der Nacht auf den 17. Juli dieses Jahres.

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Publiziert am 20.01.2019
Mondfinsternis für Frühaufsteher
 

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#8
Klare Sicht auf totale Mondfinsternis
Früh aufstehen und sich warm anziehen musste man Montagfrüh, um die totale Mondfinsternis beobachten zu können. Doch das wurde vielerorts mit perfekter Sicht auf einen rot verfärbten Vollmond belohnt.
Im Verlauf des Wochenendes war die Wetterprognose für die Mondfinsternis immer besser geworden, zuletzt hieß es, dass sich die Nebeldecke über der Bundeshauptstadt im Laufe der Nacht auflösen sollte. Tatsächlich herrschte pünktlich zum Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde um 4.34 Uhr beste Sicht auf den Erdtrabanten.

Langsam schob sich im Verlauf einer Stunde der Erdschatten immer mehr über die Mondscheibe, bis um 5.41 Uhr die totale Verfinsterung begann. Bis 6.44 Uhr und damit bis in die Morgendämmerung dauerte die totale Mondfinsternis. Um 7.46 Uhr ging der Mond dann etwa in Wien partiell verfinstert unter.

Seit Wochen „erstmals wieder freie Sicht“
Alexander Pikhard von der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) freute sich über reges Interesse trotz minus sechs Grad und „Unzeit“ und vor allem über die gute Sicht. „Seit sechs Wochen gibt es erstmals wieder freie Sicht auf den Himmel“, sagte er. Entsprechend viele Fernrohre und Kameras waren auf das Himmelsschauspiel gerichtet.


APA/Georg Hochmuth
Hobbyastronomen warten auf die Mondfinsternis auf der Sophienalpe in Wien

Dutzende Personen waren etwa auf die Sofienalpe in Wien-Penzing gekommen, wo man sich über „seit Wochen erstmals freie Sicht auf den Himmel freute“. Die Urania lud dazu ein, die Mondfinsternis in der Sternwarte zu beobachten. Auch in Sozialen Netzwerken beschäftigte viele das Himmelsspektakel, Bilder wurden aus ganz Österreich hochgeladen.

Nächste Mondfinsternis im Dezember 2028
Eine Mondfinsternis ereignet sich, wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie stehen und der Schatten der von der Sonne beleuchteten Erde auf den Mond fällt. Tritt der Mond in den Kernschatten der Erde, wird er von den direkten Sonnenstrahlen völlig abgeschirmt. Man kann ihn aber durch das Sonnenlicht, das in der Erdatmosphäre gestreut wird, noch immer gut sehen, er ist von diesem Streulicht rot gefärbt.


APA/Georg Hochmuth
Die verschiedenen Phasen der Mondfinsternis am Montag über Wien

Die nächste totale Mondfinsternis, die man von Wien aus im vollen Verlauf sehen kann, findet erst am 31. Dezember 2028 statt. Auf die nächste partielle Mondfinsternis muss man nicht so lange warten, die gibt es bereits heuer, und zwar in der Nacht auf den 17. Juli.

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Publiziert am 21.01.2019
Klare Sicht auf totale Mondfinsternis
 

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#10
Am Abend des 16. Juli 2019 ist eine partielle Mondfinsternis zu beobachten
Partielle Mondfinsternis in der Nacht auf morgen
Eine partielle Mondfinsternis ist in der Nacht auf morgen in ganz Österreich zu beobachten. Der Erdtrabant wird sich ab 22.01 Uhr zunehmend verdunkeln und um 23.32 die größte Verfinsterung erreichen. Dann werden rund zwei Drittel der Mondscheibe von der Erde beschattet. Zum Beobachten ist freie Sicht nach Südosten wichtig, da der Mond in einer sehr tiefen Bahn über den Himmel zieht.
Mondfinsternisse gibt es nur bei Vollmond. Sonne, Erde und Mond stehen dabei genau auf einer Linie, und der Erdtrabant wandert durch den Schatten der Erde. Dabei kann der Mond vollständig (totale Mondfinsternis) oder nur teilweise (partielle Mondfinsternis) in den Kernschatten der Erde eintauchen.
In der Nacht auf Mittwoch werden die nördlichen, also oberen zwei Drittel der Mondscheibe im Kernschatten der Erde liegen, das untere Drittel wird als liegende Mondsichel den Nachthimmel erhellen. Die partielle Finsternis endet um 1.00 Uhr. Die nächste totale Mondfinsternis ist in Österreich am 16. Mai 2022 zu sehen, allerdings nicht über den gesamten Verlauf.
red, ORF.at/Agenturen
Partielle Mondfinsternis in der Nacht auf morgen
 

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#11
Partielle Mondfinsternis: Der Mond wird heute ein wenig dunkel
Ab 22 Uhr wird der Mond dunkler, als er sein sollte – über Österreich ist in der Nacht auf Mittwoch eine partielle Mondfinsternis zu beobachten

Im August 2017 gab es die bisher jüngste partielle Mondfinsternis über Österreich zu bewundern.
Foto: Der Plankenauer

Wien – Eine partielle Mondfinsternis ist in der Nacht auf Mittwoch in ganz Österreich zu beobachten. Der Mond wird sich ab 22.01 Uhr zunehmend verdunkeln und um 23.32 die größte Verfinsterung erreichen. Dann werden rund zwei Drittel der Mondscheibe von der Erde beschattet. Zum Beobachten ist freie Sicht nach Südosten wichtig, da der Mond in einer sehr tiefen Bahn über den Himmel zieht.

Mondfinsternisse gibt es nur bei Vollmond. Sonne, Erde und Mond stehen dabei genau auf einer Linie, und der Mond wandert durch den Schatten der Erde. Dabei kann er vollständig (totale Mondfinsternis) oder nur teilweise (partielle Mondfinsternis) in den Kernschatten der Erde eintauchen.

In der Nacht auf Mittwoch werden die nördlichen, also oberen zwei Drittel der Mondscheibe im Kernschatten liegen, das untere Drittel wird als liegende Mondsichel den Nachhimmel erhellen. Die partielle Finsternis endet um 1 Uhr. Die nächste totale Mondfinsternis ist in Österreich am 16. Mai 2022 zu sehen, allerdings nicht über den gesamten Verlauf.

Die Meteorologen der ZAMG versprechen für das Ereignis am Dienstag gute Sicht, der nächtliche Himmel sollte großteils wolkenfrei sein. Laut ZAMG lohnt sich während der Finsternis auch ein Blick in den umliegenden Sternenhimmel: In Nähe des Mondes sind die hellen Planeten Jupiter und Saturn zu sehen. Zudem fliegt wenige Minuten nach 23 Uhr die Internationale Raumstation (ISS) von West nach Ost durch die Szenerie und ist mit freiem Auge als auffällig leuchtender Punkt zu sehen.
(APA, 16.7.2019)
Partielle Mondfinsternis: Der Mond wird heute ein wenig dunkel - derStandard.at
 

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#12
METEORSCHAUER
Perseiden: Sternschnuppen-Höhepunkt 2019 ist am Dienstag 13.08. zu erwarten
Die Beobachtungsbedingungen sind in diesem Jahr nicht optimal, in den frühen Morgenstunden gibt es aber dennoch gute Chancen


109P/Swift-Tuttle heißt der Komet, der uns alljährlich die Perseiden beschert.
Foto: iStock
Der alljährliche Meteorstrom der Perseiden steht bevor: In diesem Jahr erreicht der Sternschnuppenregen am Dienstag, 13. August sein Maximum. Da jedoch nur zwei Tage später bereits Vollmond sein wird, ist die Sicht vom Licht beeinträchtigt. In Europa fällt der Hauptakt des Meteorstroms außerdem in die Tagstunden. Trotzdem gibt es viele Chancen zur Beobachtung.

Blick auf Perseus
Das Maximum wird 13. August zwischen 4.00 und 17.00 Uhr erreicht werden, wie es auf der Homepage der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) heißt. Damit sind die frühen Morgenstunden am Dienstag der aussichtsreichste Zeitpunkt, um tatsächlich Sternschnuppen in relativ hoher Frequenz sehen zu können. Gegen 4.00 Uhr früh könnte die Anzahl der Meteore bei rund 110 pro Stunde liegen.
Für Wien rechnet die WAA mit den besten Beobachtungschancen am 11. August ab ungefähr 1.30 Uhr, am 12. August gegen 2.20 Uhr und am 13. August kurz nach 3.00 Uhr jeweils bis zum Beginn der Morgendämmerung (am Dienstag ab 3.36 Uhr). Die besten Chancen zur Beobachtung hat man in Gegenden, wo das Dunkel der Nacht noch relativ ungestört ist.

Fortschreitende Lichtverschmutzung
Im Zuge des fortschreitenden Ausbaus der Beleuchtung schrumpfen diese Gebiete jedoch zusehends, wie Forscher in einer Aussendung des Naturhistorischen Museum (NHM) Wien kürzlich warnten. Wie stark Kunstlicht das Dunkel der Nacht in Österreich verdrängt, wird im Rahmen des vom NHM geleiteten Projekts mit dem Titel "Lebensraum Naturnacht" analysiert.
Im Rahmen erster Erhebungen, die der Astronom Günther Wuchterl durchgeführt hat, wurden etwa unerwartet hohe Werte an Lichtverschmutzung im Nationalpark Kalkalpen gemessen. "Besonders dramatisch war der Kontrast zwischen dem intakten Himmel beim Blick in Richtung Süden, in Richtung Alpenhauptkamm, und des hell erleuchteten Himmels in Richtung Alpenvorland", so Wuchterl. Es sei überraschend, "wie weit die vom Großraum Linz verursachte Lichtverschmutzung bereits in den Nationalpark vorgedrungen ist".

Hinlegen und hinaufschauen
Sternschnuppen entstehen, wenn kleinste Partikel und Staubkörner mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen, dort verglühen und in der Luft Leuchteffekte hervorrufen. Der Staub kann von Kometen stammen, die auf ihren Runden um die Sonne einen Teil ihres Materials verlieren.
Diese winzigen Partikel umkreisen weiter auf der Bahn des Kometen die Sonne. Kreuzt die Erde diese Bahn, erzeugen die Staubteilchen einen sogenannten Meteorschauer. Alljährlich Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt.

Zur Beobachtung von Meteorschauern braucht es keine optischen Hilfsmittel wie Ferngläser oder gar Fernrohre: Am besten geht es mit dem freien Auge, raten die Astronomen. Wichtig sei ein freier Blick auf den ganzen Himmel. Und noch ein Tipp: Im Liegen ist es am bequemsten.
(APA, red, 9.8.2019)

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Perseiden: Sternschnuppen-Höhepunkt am Dienstag zu erwarten - derStandard.at
 
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