Mysteriöser Diebstahl eines Hubschraubers vom Flugplatz Mauterndorf

josef

Administrator
Mitarbeiter
#1
Hubschrauber von Thomas Morgenstern gestohlen
1790683592465.png

In Mauterndorf (Lungau) ist in der Nacht auf Montag ein Hubschrauber gestohlen worden, der von der Firma des ehemaligen Skisprungstars Thomas Morgenstern betrieben wird. Laut Polizei war die Aktion offenbar gut vorbereitet: Die Täter dürften die Maschine vollgetankt und eine mondhelle Nacht für den Flug genutzt haben. Das Landeskriminalamt Salzburg ermittelt.
Online seit gestern 28.09.2026, 13.55 Uhr (Update: gestern, 18.30 Uhr)
Teilen
1790684286035.png
Die Maschine des Typs Robinson R44 wurde offenbar aus einem Hangar entwendet. Unbekannte Täter starteten den Hubschrauber laut Polizei Salzburg gegen 1.50 Uhr vom Flugplatz Mauterndorf.

Einbruchsspuren am Hangar
Ein Mitglied des Flugvereins, das sich auf dem Flugplatz aufhielt, nahm die Startgeräusche eines Hubschraubers wahr. Den Piloten, der die Maschine üblicherweise fliegt, konnte es nicht erreichen. Danach stellte das Vereinsmitglied Beschädigungen und Einbruchsspuren an der Eingangstür des Hangars fest, teilte die Polizei am Montag mit.

Ein Sprecher von Morgenstern bestätigte der APA Medienberichte, wonach der Hubschrauber von Morgensterns Firma betrieben wird. Eigentümer der Maschine ist der ehemalige Spitzensportler aber nicht. Morgenstern bietet damit Hubschrauberrundflüge und persönliche Erlebnisflüge an.

Hubschrauber vor dem Start aufgetankt
Der Bezirkspolizeikommandant des Lungaus, Felix Gautsch, schilderte dem ORF Salzburg die Vorgehensweise der Täter: „Es gab einen Einbruch bei der Hintertür zum Hangar. Der Hubschrauber wurde vom Hangar auf diesem Rangierwagen hinausgefahren, der dann wieder ordentlich zurückgestellt wurde.“ Bevor die Maschine in Betrieb genommen worden sei, sei sie an der Tankstelle am Flugplatz Mauterndorf noch vollgetankt worden, so Gautsch. Hinweise auf den oder die Täter gibt es derzeit noch nicht. Die am Montag gesicherten Spuren würden nun ausgewertet. „Es gibt Fingerabdruckspuren, DNA-Spuren. Wir müssen aber schauen, ob die nicht auch zum Flugplatzbetreiber gehören“, sagte Gautsch.

Fotostrecke mit 2 Bildern
ORF
Bilder aus besseren Tagen: Stolz präsentierte Skisprungstar Thomas Morgenstern den rund 600.000 Euro teuren Hubschrauber
ORF
Am Flugplatz Mauterndorf war die Maschine des Typs Robinson R44 „zuhause“

Polizei vermutet gut vorbereitete Tat
Vieles deute auf eine gut geplante Auftragsarbeit hin, erklärte der Bezirkspolizeikommandant. „Es ist zu vermuten, dass zumindest ordentlich vorerhoben wurde vom Dieb oder von den Dieben und dass diese sich gut vorbereitet haben auf diese Aktion.“

Der Hubschrauber sei nicht nachtflugtauglich. Die Täter hätten daher offenbar eine mondhelle Nacht abgewartet. „Das war eben gestern und vorgestern ideal für einen Flug dann in der Finsternis“, sagte Gautsch.

Fotostrecke mit 2 Bildern
ORF
Ein Bild von 2015, das die Anfänge von Thomas Morgensterns Helikopterkarriere zeigt

Manuel Aster
Um diesen Helikopter soll es gehen

Ermittlungen in alle Richtungen
Die Polizei ermittelt nun buchstäblich in alle Himmelsrichtungen. Gemeinsam mit Austro Control und dem Österreichischen Bundesheer sucht die Polizei nach dem Hubschrauber, sagte Polizeisprecherin Valerie Bachler. Sie bestätigte, dass die Maschine über Kroatien geortet worden sei.
29.09.2026, red, salzburg.ORF.at/Agenturen
Hubschrauber von Thomas Morgenstern gestohlen
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#2
Hubschrauber-Diebstahl gibt weiter Rätsel auf
Nach dem mysteriösen Diebstahl eines Hubschraubers beim Flugplatz in Mauterndorf (Lungau) in der Nacht auf Montag laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die Maschine des Typs Robinson R44, die von der Firma des Ex-Skisprungstars Thomas Morgenstern betrieben wurde, soll Medienberichten zufolge am Montag um 4.20 Uhr über der Insel Pag in Kroatien geortet worden sein.
Online seit heute, 12.10 Uhr
Teilen
Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt die Polizei bereits vorliegende Informationen nicht bekannt, nur so viel: Der gestohlene Hubschrauber habe das Bundesgebiet kurz nach 2.00 Uhr verlassen. Im Laufe des Montags bestätigte die Polizei gegenüber der APA, dass die Maschine in Kroatien geortet worden sei. „Wo genau, wird aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgegeben“, sagte am Dienstag die Polizeisprecherin. Es handle sich um hochsensible Daten, die man von der Flugraumüberwachung zur Verfügung habe.

Die Tatzeit sei konkretisiert worden, werde aber ebenfalls aus ermittlungstaktischen Gründen nicht öffentlich gemacht, erklärte die Sprecherin. Laut Medienberichten soll der Hubschrauber um 1.50 Uhr gestohlen worden sein. Ein Mitglied des Flugvereins hatte Startgeräusche gehört und den Piloten nicht erreicht. Als er nachschaute, stellte der Mann am Hangar Einbruchsspuren fest und alarmierte die Polizei.

Schaden von mehreren hunderttausend Euro
Der Eigentümer, der Wagrainer Hotelier Manuel Aster, sagte auf ORF-Anfrage, dass durch den Diebstahl ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro entstanden sei. Neu kostet der Hubschrauber bis zu 800.000 Euro. Der Obmann des Flugplatzes Mauterndorf, Robert Wieland, der Zeuge des nächtlichen Diebstahls war, wundert sich, dass der Diebstahl überhaupt gelingen konnte.

Täter gingen offenbar gezielt vor
Bisherigen Ermittlungen zufolge sind die unbekannten Täter über die Hintertüre eingebrochen und transportierten den Hubschrauber mit einem Rangierwagen aus dem Hangar. „Es wurden 365 Liter getankt, der Tank des Hubschraubers hat Platz für 170 Liter“, sagte Manuel Aster, Gastronom und Inhaber von Aster’s Mountainclub in Wagrain. Die Polizei bestätigte, dass bei der Tankstelle des Flugplatzes Mauterndorf die doppelte Menge des Treibstoffs für den Hubschrauber entnommen worden ist. Eine Videoüberwachung gebe es dort nicht.

„Die Täter müssen Professionelle gewesen sein, die das genau geplant haben“, sagte Aster. „Es wurden ein Ortungssystem ausgebaut, der Absturzsender entfernt und der Transponder ausgeschaltet.“ Die Maschine sei nicht nachflugtauglich, und vom Flugplatz Mauterndorf aus dürfe man in der Nacht nicht fliegen.

Mit dem vollgetankten Helikopter kann man bei durchschnittlichen Bedingungen circa zweieinhalb Stunden fliegen, sagte ein Sprecher von Thomas Morgenstern am Dienstag zur APA. Die Firma von Morgenstern bietet mit dem Hubschrauber vom Flugplatz Mauterndorf Rundflüge an. Die Diebe haben wohl die mondhelle Nacht mit klarem Himmel gezielt für den Coup gewählt.

Keine Transponderdaten vorhanden
Für die zivile Flugsicherung ist die Austro Control zuständig. Gemeinsam mit der Polizei und dem Bundesheer versucht sie derzeit, mögliche Flugspuren zu finden. Nach ersten Erkenntnissen liegen jedoch keine Transponderdaten vor. Das Funkgerät, das normalerweise mit Bodenstationen kommuniziert, dürfte demnach deaktiviert worden sein, sagt Austro-Control-Sprecher Markus Pohanka. Weitere Ortungsmöglichkeiten hat das Bundesheer: Es kann auch sogenannte Primärradardaten auswerten. Damit lassen sich Flugzeuge auch dann erfassen, wenn der Transponder nicht eingeschaltet ist.

Laut Polizei wurden Spuren gesichert, auch Tatortspuren, die mit Daten auch aus internationalen Datenbanken verglichen werden. „Primär stehen Befragungen im Vordergrund. Wir gehen davon aus, dass die Täter mit dem Flugplatz örtlich vertraut waren. Die Tat war sehr gut geplant“, sagte die Polizeisprecherin. Einvernommen werden auch Personen, die Zugang zum Flugplatz haben.

Ohne Papiere kaum verwendbar
Das Verschwinden eines Hubschraubers ist in der Luftfahrt äußerst ungewöhnlich, sagen Fachleute. Für jede Maschine sind die dazugehörigen Papiere entscheidend. Darin ist etwa dokumentiert, wie alt der Motor ist und wie lange einzelne Komponenten bereits im Einsatz sind. Auch Ersatzteile können kaum weiterverkauft werden, wenn ihre bisherige Laufzeit nicht lückenlos dokumentiert ist. Die Daten eines Fluggeräts liegen digital vor, wichtige Unterlagen werden zudem sicher verwahrt. Dass ein Hubschrauber unbemerkt und illegal mehrere Landesgrenzen überfliegt, ist laut Fachleuten nur schwer vorstellbar. Ohne die entsprechenden Papiere lässt sich die Maschine zudem kaum legal betreiben oder weiterverkaufen.
29.09.2026, red, salzburg.ORF.at/Agenturen

Hubschrauber-Diebstahl gibt weiter Rätsel auf
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#3
Hubschrauber
Diebstahl Gesprächsthema unter Piloten
1790685159222.png

Der Diebstahl eines Hubschraubers aus der Flotte des ehemaligen Kärntner Skispringers Thomas Morgenstern beschäftigt nicht nur die Kriminalisten, sondern ist auch Gesprächsthema unter Piloten und Flugzeugexperten. Nicht nur, dass es kaum bis gar nicht vorkommt, dass Hubschrauber gestohlen werden. Auch ist völlig unklar, was das Ziel ist.
Online seit heute, 13.03 Uhr
Teilen
Seit Montag suchen Kriminalisten, das Bundesheer, Mitarbeiter der Austro Control mithilfe der Behörden in Kroatien einen ganz bestimmten Hubschrauber, und zwar eine Maschine des Typs Robinson R44, der Helikopter, der zur Firma des früheren Profi-Skispringers Thomas Morgenstern gehört. Er wurde in der Nacht aus einem Hangar vom Flugplatz Mauterndorf im Salzburger Lungau gestohlen – mehr dazu in Hubschrauber von Thomas Morgenstern gestohlen (salzburg.ORF.at).

Der Transponder wurde ausgebaut, das Bundesheer und die Austro Control haben den Helikopter getrackt. Demnach soll der Hubschrauber zunächst über die Steiermark und Kärnten geflogen sein und kurz nach 2.00 Uhr soll er die Grenze überflogen haben. Wo genau wollen die Ermittler aus kriminaltaktischen Gründen nicht sagen.

Diebe können Hubschrauber in Europa nicht verkaufen
Gegen 5.00 Uhr soll sich der Hubschrauber dann jedenfalls in Kroatien befunden haben. Der Helikopter wurde von den unbekannten Tätern am Flugplatz auch aufgetankt. 170 Liter passen in den Tank, 365 Liter wurden aber entnommen, deshalb gehe man davon aus, dass zusätzlich Tankbehälter mitgenommen wurden.

Unter Piloten und Flugerfahrenen ist der Diebstahl Gesprächsthema, zumal ein Flug über die Alpen in der Nacht ohne Geräte, denn solche besitzt der gestohlene Helikopter nicht, schon ungewöhnlich sei. Thomas Jank, der Geschäftsführer der ARA-Flugrettung sagte, dass man mit einem gestohlenen Hubschrauber in Europa nicht weit komme: „Aufgrund der sehr engmaschigen Überwachung in Europa ist es schwer, so ein Fluggerät weiterzubekommen, ohne dass es auffällt, aufgrund der verschiedensten Registrierungen. Und somit ist es sehr unwahrscheinlich, dass der in Europa irgendwo wieder am Markt erscheint.“

Diebstahl sehr außergewöhnlich
Selbst wenn der Hubschrauber zerlegt werden würde, wäre nachvollziehbar, woher die Teile kommen, so Jank: „Die wichtigsten Teile eines Hubschraubers sind natürlich mit verschiedensten Nummern registriert und somit ist da ein Weiterverkauf oder eine Weitergabe, ohne dass es auffällt, undenkbar.“

In jedem Fall sei der Diebstahl außergewöhnlich und skurril, so Jank. Thomas Morgenstern war für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar, es seien laufende Ermittlungen, hieß es von Seiten seines Pressesprechers.
29.09.2026, red, kaernten.ORF.at
Diebstahl Gesprächsthema unter Piloten
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#4
Keine neue Spur von gestohlenem Hubschrauber
1790775114214.png

Zwei Tage nach dem mysteriösen Diebstahl eines Hubschraubers auf dem Flugplatz Mauterndorf (Lungau) ist die Maschine des Typs Robinson R44 mit dem Kennzeichen OE-XHK noch immer nicht gefunden worden. Die letzten Spuren soll es aus dem Luftraum an der Adria-Küste Kroatiens geben.
Online seit heute, 11.07 Uhr
Teilen
Auch der Täter oder die Täterin seien noch nicht ausgeforscht, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch auf APA-Anfrage erklärte. Die Ermittlungen würden weiterhin „auf Hochtouren“ laufen.

Zuletzt soll der Helikopter, der einem Pongauer Gastronomen gehört und von der Firma des Ex-Skisprungstars Thomas Morgenstern betrieben wurde, am Montag um 4.20 Uhr über der Insel Pag in Kroatien lokalisiert worden sein. Die Polizeisprecherin bestätigte zwar, dass der Hubschrauber in Kroatien geortet wurde, über den Ort machte sie aber keine Angaben. Aus ermittlungstaktischen Gründen würden vorliegende Informationen nicht bekanntgegeben, hieß es.

Samo Vidic/Red Bull Content Pool

Suche schwierig
Die Suche gestaltet sich schwierig, weil Ortungssysteme im Hubschrauber deaktiviert worden sind. Derzeit würden gesicherte Radardaten untersucht, um herauszufinden, welcher weitere Flugweg eingeschlagen wurde, hatte der Sprecher von Austro Control, Markus Pohanka, am Dienstag erklärt: „Sämtliche Flugspuren werden jetzt detailliert ausgewertet. In Zusammenarbeit mit dem Bundesheer und der Polizei werden die Erkenntnisse zusammengetragen. Die Nachforschungen werden von uns unterstützt.“

Heli nicht nachtflugtauglich
Der Helikopter hat den österreichischen Luftraum am Montag kurz nach 2.00 Uhr verlassen. Die Diebe haben wohl die mondhelle Nacht mit klarem Himmel gezielt für den Coup gewählt. Die Maschine ist laut dem Pongauer Eigentümer Manuel Aster aus Wagrain nicht nachtflugtauglich. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter mit dem Flugplatz örtlich vertraut waren. Derzeit werden gesicherte Spuren ausgewertet und Personen einvernommen, darunter auch jene, die Zugang zum Flugplatz haben.

Stefan Voitl/Red Bull Content Pool

Morgenstern verwundert über Entwicklung
Wer die Täter sind und zu welchem Zweck sie den Hubschrauber mit einem Neuwert von 700.000 bis 800.000 Euro gestohlen haben, bietet viel Raum für Spekulationen. Ohne die entsprechenden Papiere lasse sich die Maschine kaum legal betreiben oder weiterverkaufen, erklärte etwa der Geschäftsführer von Heli Austria, Roy Knaus, gegenüber dem ORF Salzburg. Er hält den Verkauf oder Handel mit Einzelteilen in Europa für ausgeschlossen.

Morgenstern, der mit dem Hubschrauber Rundflüge angeboten hat, ist der gleichen Meinung. „Die ganzen Teile haben Seriennummern, die haben eine gewisse Ablaufzeit – kalendarisch oder auch nach Stunden“, sagte er am Mittwoch gegenüber Ö3. In Europa sei es aus seiner Sicht daher kaum möglich, solche Teile legal in einen anderen Hubschrauber einzubauen: „Wenn, dann glaube ich, geht das irgendwo in andere Teile der Welt.“
Für ihn sei es unverständlich, „dass man mitten in der Nacht einen Hubschrauber stehlen kann und vor allem über einige Ländergrenzen fliegen kann, ohne dass man irgendwo gesichtet wird“.
30.09.2026, red, salzburg.ORF.at
Keine neue Spur von gestohlenem Hubschrauber
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#6
Hubschrauberdiebstahl
Experten: Sicherung von Fluggeräten oft mangelhaft
1791217082275.png

Von Thomas Morgensterns Helikopter fehlt weiterhin jede Spur, sie verliert sich in Kroatien. Die Maschine wurde vor einer Woche auf dem Flugplatz Mauterndorf (Lungau) gestohlen. Doch wie kann man einen Hubschrauber überhaupt stehlen? Fachleute sagen: Wer genug kriminelle Energie mitbringt, hat es erstaunlich leicht.
Online seit heute, 8.44 Uhr (Update: 11.47 Uhr)
Teilen
Ein Hubschrauberdiebstahl wie jener vor einer Woche wäre grundsätzlich auch auf anderen Flugplätzen in Salzburg möglich, sagte der Geschäftsführer eines der größten Hubschrauberunternehmen des Landes, Roy Knaus von Heli Austria.

„Also ich traue mir zu behaupten, es kann jeder Hubschrauber der Polizei oder des Bundesheeres – wenn der nicht in einer Kaserne steht – jederzeit entführt werden. Wenn man so einen Hangar einfach aufbricht, das wäre auch auf anderen Flugplätzen möglich. Wenn Sie das etwa in Zell am See machen, würden Sie vielleicht noch leichter abhauen können“, so Knaus.

ORF
Der Flugplatz in Zell am See (Pinzgau)

Salzburger Flughafen verweist auf hohe Sicherheit
Vom Geschäftsführer des Zeller Flugplatzes, Sven Kilzer, hieß es am Montag in einer schriftlichen Stellungnahme: „Herr Knaus hat aus meiner Sicht recht, man muss die Rahmenbedingungen an einem Flugplatz berücksichtigen. Verschiedene geeignete Sicherheitsmaßnahmen sind sicherlich entscheidend und erschweren derartige kriminelle Ereignisse. Am Flugplatz Zell am See bestehen schon lange derartige Sicherheitsmaßnahmen.“ Außerdem verwies man in Zell am See darauf, dass ein Diebstahl grundsätzlich sogar an großen Flughäfen möglich sei.
Der Flughafen Salzburg weist diese Einschätzung für den eigenen Standort entschieden zurück und verweist auf umfassende Sicherheitsmaßnahmen: etwa Passagierkontrollen, einen speziellen Sicherheitszaun, flächendeckende Kameraüberwachung und eine eigene, rund um die Uhr besetzte Polizeiinspektion.

Versicherung gegen Diebstahl möglich
Der Aufenthaltsort des aktuell gestohlenen Hubschraubers vom Typ Robinson ist weiterhin unklar. Grundsätzlich können solche Maschinen auch gegen Diebstahl versichert werden.

„Ein Hubschrauber ist natürlich ein besonderes Risiko und kein Alltagsrisiko für ein Versicherungsunternehmen, aber unter besonderen Bedingungen – was die Sicherheit betrifft – und ähnlich wie man ein Auto auch versichern kann, kann man einen Hubschrauber Kasko versichern“, erklärte der Sprecher der Versicherungen von der Wirtschaftskammer Salzburg, Josef Pöchtrager. Im Fall Morgenstern dürfte die Maschine nicht gegen Diebstahl versichert gewesen sein.

„Außergewöhnliche Fälle nehmen zu“
Die Voraussetzungen für eine solche Versicherung sind je nach Fluggerät beispielsweise die Unterbringung in einem versperrbaren Hangar oder zusätzliche Alarm- und Sicherungssysteme. Die Zahl solcher außergewöhnlichen Diebstähle nehme tatsächlich zu.
„Wir merken schon, dass außergewöhnliche Fälle mehr werden – wie etwa ein Schmuckdiebstahl aus einem Museum oder Ähnliches. Hier verändert sich die ‚Landschaft‘ und den Standarddiebstahl sehen wir immer weniger“, so Pöchtrager. Unterdessen laufen die Ermittlungen zum Helidiebstahl in Mauterndorf weiter.
05.10.2026, red, salzburg.ORF.at
Experten: Sicherung von Fluggeräten oft mangelhaft
 
Oben