Geist

Administrator
Mitarbeiter
Super! Vielleicht bildet sich auf diesem Weg doch noch Bewusstsein und Unterstützung für eine Öffnung oder Errichtung einer Gedenkstätte/eines Schaustollens.
 
DANKE Josef, dass du bei der Ausstellung warst und für den tollen Beitrag!

Das Interesse der Bevölkerung aus der Region an der Geschichte der damaligen Zeit war enorm groß und
die Besucherzahlen (ca. 400!!! in 5 Stunden) haben bei weitem unsere Erwartungen übertroffen.
Es freut uns, dass wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg sind und es motiviert uns weiter zu machen.

In diesem Zuge möchten wir DANKE vor allem der Freiwilligen Feuerwehr Roggendorf sagen, die uns tatkräftig unterstützt
und das Gebäude für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben! Weiteres DANKE in diesem Zuge an alle Personen, die
dieses Projekt unterstützen und sich für die Geschichte der Region engagieren! Weiter so! :)

Anbei auch noch ein paar Fotos von uns zur Ausstellung.

1. Foto: Quarz-Mitglied Rudi gibt Auskunft
2. Foto: Interessierte Besucher beim Ansehen der vielen aufliegenden Fotobücher und Bücher rund um Quarz
3. Foto: Besucher beim Ansehen der Luftbilder
4. Foto: Besucher beim Ansehen der Bücher und des Videos
5. Foto: Besucher beim Ansehen der Ausstellung, im Hintergrund Quarzteam- Mitglieder mit Josef
6. Foto: Michael und Josef im Gespräch :)
 

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H

Harald 41

Guest
Gratuliere zu dem Erfolg :bravo: 400 Personen ist schon gewaltig, hoffe das jetzt eventuell jemand munter wird und zumindest einen Gedenkstollen ermöglicht.

:danke Anita und dem Quarz Team für den unermüdlichen Einsatz.

LG Harry
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
Ehem. Wasserpumpwerk an der Donau

Bei unserer Schifffahrt am 23.04.2014 machte ich auch einige Fotos vom Standort-Bereich des ehemaligen Wasserpumpwerkes für die Wasserversorgung von "Quarz" an der Donau. Leider gelangen die Aufnahmen nicht optimal, da ich zwischen den Köpfen einer niederländischen Reisegruppe "durchfotografieren" musste :)

Die ehemalige Betonruine des Pumpwerks verschwand vor Jahren bei m Ausbau der B33. Das Objekt befand sich in etwa an Stelle des jetzigen gelben Häuschen (dürfte auch irgend ein Pumpwerk für Kanal enthalten?) stromabwärts der Pielachmündung Richtung Schönbühel, bei der Straßenabzweigung nach Hub.

Durch das Niederwasser der Donau sind deutliche Betonstrukturen vom Ufer weg (unterhalb Radweg) auf der Schotterbank Richtung Fließwasser zu erkennen -> siehe Vergrößerung am letzten Bild.
Wäre, wenn auch "Nebenschauplatz", vielleicht interessant fürs "Quarz-Team" ?
 

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Danke Josef für den Beitrag und die Fotos!

Ja das gehört natürlich auch zu der Geschichte rund ums Quarz Roggendorf!

Die Hälfte des betonierten Hochbehälters auf der Hub ist heute in Verwendung.

Lt. Zeitzeugen und auch alten Luftaufnahmen waren damals Leitungen schon teilweise verlegt, aber die Wasserversorgung über die Hub noch nicht fertig und nicht in Betrieb!
 

otto

Reiseleiter
Mitarbeiter
Map Projekt "Quarz"

Für Euch zurechtgeschnippselt ...

Map 25k Projekt "Quarz" - Planungsunterlagen Büro Fiebinger, Wien.
Der Einfachheit halber auf das Wichtigste beschränkt.

1944xxxx-579-4_QUARZ map.jpg

1944xxxx-579-1_QUARZ.jpg

Quelle: U.S. Holocaust Memorial Museum, Washington DC.


Gruß
Gerd
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
Planungsunterlagen Büro Fiebinger - Kartenausschnitte

Gerd :danke für die Kartenausschnitte :bravo:

Interessant ist die Verwendung einer alten Karte des K.u.k. Militärgeographischen Instituts Wien mit dem Seitenaufdruck IV-1942 (linker unterer Kartenrand Blatt 2).

Jedenfalls stammt die Grundkarte aus der Zeit vor 1898, da im Pielachtal - Bereich Obergrafendorf, die 1898 eröffnete "Mariazellerbahn" noch nicht eingezeichnet ist!

Am Ausschnitt Roggendorf-Loosdorf ist die Anschlussbahn vom Westkopf Bf. Loosdorf zur Anlage Quarz jedoch eingezeichnet! Diese dürfte, wie auch der Lageplan der projektierten Stollenanlage, händisch ergänzt worden sein.

Habe mich ein wenig gespielt und den tatsächlichen Kartenschnitt dargestellt:
 

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josef

Administrator
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Projekt Wasserleitung Donau - Quarz

...gehört natürlich auch zu der Geschichte rund ums Quarz Roggendorf!
Die Hälfte des betonierten Hochbehälters auf der Hub ist heute in Verwendung.
Lt. Zeitzeugen und auch alten Luftaufnahmen waren damals Leitungen schon teilweise verlegt, aber die Wasserversorgung über die Hub noch nicht fertig und nicht in Betrieb!
Bekam eine Anfrage betreffend Verlauf der projektierten und tw. fertiggestellten Wasserleitung.

Am nachfolgenden GM-Bild habe ich die Eck- (End-)Punkte der Leitung eingezeichnet:

- Rechteck GELB: Ehemaliges Pumpwerk am rechten Donauufer zwischen Pielachmündung und Schönbühel an der B33 (Straßenkreuzung zur Auffahrt auf das Hochplateau auf die "Hub").
- Rechteck ORANGE: Heute noch existierender Hochbehälter auf der "Hub".
- Kreis ORANGE: Bereich Stollenanlage "Quarz".

Die orange Linie ist nur eine grobe Darstellung des Leitungsverlaufes, die genaue Lage ist mir nicht bekannt.
 

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josef

Administrator
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Bilde mir ein, mal irgendwo gelesen zu haben, dass Donauwasser besser zum Atombombenbau geeignet sei, Mineralgehalt oder so ...
These zur Herstellung von "Schwerem Wasser" in der Anlage "Quarz" findest du im Buch von

Markus Schmitzberger;
"Was die US Army in der Alpenfestung wirklich suchte"


...wird, wie ich gerade bei "Amazon" sehe, gebraucht um 79,- bis 119,- Euronen gehandelt! :D http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&page...e US Army in der Alpenfestung wirklich suchte - 12.05.2014 - 14.00h
EUR 79,00 gebraucht (2 Angebote)
EUR 119,00 gebraucht (1 Angebot)


Lies mal hier, aber Vorsicht, die jeweiligen Doppelseiten sind versetzt dargestellt!

lg
josef
 
C

Claudius

Guest
Sind Euch eigentlich die A.C.I.U.Interpretationsberichte der Amerikaner aus Fruehjahr 1945 zu Roggendorf bekannt? Habe mich auch mal bei meinem Buchprojekt intensiv mit Quarz/Roggendorf/Melk auseinandergesetzt.Wenn ich mich recht erinnere, hat Markus Schmitzberger den einen Bericht auch im Buch gebracht.Aber von schwerem Wasser steht an der entscheidenden Stelle des Berichts nichts, sonder nur secret projekt oder secret weapon.Habe glaube ich damals, 2006,sogar bzgl der Stelle einen Schriftverkehr mit Dr.Rainer Karlsch gehabt.
 
T

tigerhai1

Guest
Ergänzung zu Bild 1

Am Bild 1 sogar unser Hochwohlgeborener Herr Bürgermeister :bravo:
Ein voller Erfolg war eine heute Nachmittag im Feuerwehrhaus in Roggendorf von der ARGE Quarz abgehaltene Informationsveranstaltung zum Thema „ROGGENDORF 1944/45 und danach“!

Mit Fotos, Luftbildern, Plänen, Karten, Zeichnungen, Dokumentkopien und Kurzfilmen wurde der lokalen Bevölkerung der Bau der Stollenanlage „Quarz“ im Zusammenhang mit den Mühen und Leiden der dort eingesetzten Arbeitssklaven des KZ-Nebenlagers Melk nahegebracht. Von den während der kurzen Bauphase eingesetzten 15.000 Häftlingen mussten 5.000 ihr Leben lassen…

Ich glaube kaum, dass die Veranstalter mit einem derart großen Besucherandrang und Interesse der Bevölkerung rund um Roggendorf-Loosdorf-Melk gerechnet hatten. Es zeigt, dass sehr wohl ein gewisses Informationsmanko, von den Behörden durch jahrelanges Schweigen, Verdrängen und Unterdrückung von Hinweisen usw. bewusst gesteuert, besteht! Darum gehört dem Team von der „ARGE Quarz“ besonderer Dank, Lob und Anerkennung für die Arbeit rund um die schwierige sachliche und objektive Aufarbeitung dieser düsteren Monate und Jahre der jüngeren Regionalgeschichte!
Möchte mich nochmals für die persönliche Einladung bedanken.

Nun einige Impressionen rund um die Veranstaltung – Teil 1:

1. Die zugeparkte Dorfstraße von Roggendorf
2. Der Veranstaltungsort für die Ausstellung und Info-Veranstaltung
3. Dichtes Gedränge um die Bild- und Schautafeln. Vorne die Betrachter der Filme
4. Anita (@hean11) im Dauereinsatz, mit viel Engagement und Sachwissen beantwortete sie unermüdlich die Fragen der Besucher…
5. Ein seltener Moment mit ein wenig mehr Platz zur Betrachtung der Lubi aus 1944/45.
6. Peter und Michael (@urli) als weitere Vertreter des "Quarz-Teams"…
 
Frage zu Beitrag über Wien 3. Bezirk

Hallo !

Mir ist in deinen beitrag aufgefalle. Du schreibst :

Zitat @travelmate:

"All dies soll eben lieber unter der Erde bleiben, denn dort ist es gut aufgehoben....so denken zumindest die Regierenden.
Anscheinend aber nicht alle, denn nun will ja im 3.Bezirk ein gewisser Herr etwas aktuell machen "
Da ich im 3.Bez. aufgewachsen bin und dort auch Bunkeranlagen kenne,würde mich Interesieren worauf Du das bezogen hast !
 
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josef

Administrator
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NÖN - Ausgabe Melk, 27. November 2018

Wieder ein Versuch für die "Unterschutzstellung" der Stollenanlage:

NS-Anlage in Roggendorf
„Braucht politische Erinnerungsarbeit“Verein MERKwürdig und Arbeitsgruppe B9 Quarz wollen Stollen unter Denkmalschutz stellen. Bisher ist Versuch gescheitert.


Foto: Verein MERKwürdig
Die Stollenanlage wurde im Jahr 1944 errichtet.

Die Gedenkfeierlichkeiten zum Anschluss an Nazi-Deutschland im Jahr 1938 bringen auch weniger bekannte Erinnerungsorte wieder ins öffentliche Blickfeld. Einer davon ist das NS-Stollensystem in Roggendorf. Die Planungen für die Errichtung einer unterirdischen Rüstungsanlage der Steyr-Daimler-Puch-AG gehen auf das Jahr 1944 zurück, als die Bombardierung der Alliierten stärker wurde und eine Produktionsverlagerung in den Untergrund erfolgte. Vom KZ-Außenlager Melk, welches eigens dafür entstand, wurden die mehr als 10.000 Zwangsarbeiter per Zug nach Roggendorf transportiert. Nach Kriegsende gab es zwar Versuche, die Stollenanlage zu sprengen. Dies scheiterte aber und noch heute sind rund acht Kilometer Stollen erhalten.

In den folgenden Jahrzehnten waren die Stollen immer wieder Abenteuerspielplatz für die örtliche Jugend und hatten magische Anziehungskraft für Höhlenforscher. Nachdem die Anlage immer wieder rechtsextreme und neonazistische Gruppen anzog, wurde der reguläre Zugang versperrt und ein Betretungsverbot verhängt. So wurden Neonazi-Umtriebe gestoppt.

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Foto: Verein MERKwürdig
Im Jahr 2018 wurde das bestehende Mahnmal entlang der Westbahnstrecke revitalisiert.
Neben der Arbeitsgemeinschaft "Quarz B9" engagierte sich in den letzten Jahren auch der Verein MERKwürdig für die Anlage. Christian Rabl vom Verein MERKwürdig betont die Wichtigkeit, die Stollenanlage, die zur größten bestehenden ihrer Art in Österreich gehört, zu erhalten und als Gedenkort zugänglich zu machen: „Aufgrund der historischen Bedeutung gibt es seit mehreren Jahren den Versuch, die Anlage unter Denkmalschutz zu stellen. Dies scheiterte bisher aber immer an den unklaren Zuständigkeits- und Besitzverhältnissen.“

Hauer: „Wir dürfen jetzt nicht mehr warten“
Für den Verein MERKwürdig-Obmann Alexander Hauer ist es wichtig, das Areal der Stollenanlage in Roggendorf rasch unter Denkmalschutz zu stellen. „Wir arbeiten aktuell intensiver denn je daran. Es braucht politische Erinnerungsarbeit. Wir dürfen jetzt nicht mehr warten“, glaubt Hauer daran, dass 2019 das Gelände endlich unter Denkmalschutz gestellt werden könnte. Er dankt dabei auch der Arbeitsgemeinschaft B9 Quarz, diese habe „wesentliche Basisarbeit“ geleistet.


Für Rabl sind die Orte Melk und Roggendorf in ihrer historischen Bedeutung direkt miteinander verknüpft: „Der Stollen Roggendorf ist nicht ohne die Gedenkstätte Melk denkbar!“ Zuletzt verstärkte der Verein die Vermittlungsarbeit der KZ-Gedenkstätte Melk und zog dabei auch die Stollenanlage in Roggendorf intensiv mit ein. Ein weiterer Schritt war die Revitalisierung des bereits seit dem Jahr 2002 bestehenden Mahnmals bei der ehemaligen Verladerampe entlang der Westbahn in Rogendorf. Für 2019 ist auch eine eigene Gedenkveranstaltung in Roggendorf geplant. „Diese soll das Bewusstsein für die Existenz der Stollenanlage in der lokalen Bevölkerung verankern“, betont Rabl.

Eine NÖN-Anfrage an das Bundesdenkmalamt zum Thema Denkmalschutz der Stollenanlage blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.
„Braucht politische Erinnerungsarbeit“
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo
Ich habe mich vor ca. 30 Jahren einmal dafür interessiert, wem diese Anlage eigentlich gehört. Dazu habe ich einen direkten Anrainer gefragt und der sagte mir, dass der Berg dem Stift Melk gehört und Dieses hat die Gründe an 17 Bauern verpachtet. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Ich habe es nie nachgeprüft. Aber es muss auf jeden Fall im Privatbesitz sein, weil sonst die BIG mit der Sicherung beauftragt worden wäre! (Bei Staatsbesitz)
Ich habe mich damals bei der ehem. Berghauptmannschaft Wien erkundigt, wie die Besitzverhältnisse bei alten Bergwerken sind. Es hieß, wenn der Bergbau aufgelassen ist, dann gehört das Bergesinnere demjenigen auf wessen Grund sich der Eingang befindet! Wenn ich also einen Grund mit Stolleneingang hätte, wäre ich automatisch auch Bergwerksbesitzer. Hiermit müsste Quarz dem Stift gehören oder dem Pächter des Eingangsbereiches. Das wäre meine Theorie zu den Besitzverhältnissen.

LG Flughund
 
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