Reste des fürstlichen Fuhrparks der Esterházys

josef

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Der fürstliche Fuhrpark der Esterházy
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Zur Hochblüte der Esterházys um 1800 hatte der fürstliche Fuhrpark rund 30 Fahrzeuge umfasst, heute sind nur noch sechs Kutschen vorhanden. An ihnen hat nicht nur der Zahn der Zeit genagt. Auch die legendären Sissi-Filme haben den historischen Karossen nicht gutgetan.
Online seit heute, 14.34 Uhr (Update: 16.44 Uhr)
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Im Schloss Esterhazy in Eisenstadt parkt das aufwändig restaurierte Gala-Coupé. Fürst Nikolaus der Prachtliebende hat sich das Goldstück seinerzeit gegönnt, kurz vor seinem Tod, Ende des 18. Jahrhunderts. „Sie ist außerdem ein äußerst bemerkenswertes Objekt einer damals modernen, progressiven Kutsche italienischen Typus“, erklärt Florian T. Bayer von den Sammlungen Esterházy. Der fürstliche Ferrari war seinerzeit mit zwei unterschiedlichen Pferdestärken unterwegs. Ganz im Gegensatz zur damaligen Mode.

Der fürstliche Ferrari war seinerzeit mit zwei unterschiedlichen Pferdestärken unterwegs. Ganz im Gegensatz zur damaligen Mode. „Die Esterházy konnten es sich leisten“, erklärt Bayer. Zwei edle, aber unterschiedliche Rösser vorzuspannen, ist auch heute noch als sogenannte Esterhazy-Anspannung bekannt.

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Zwei unterschiedliche Rösser vor der Kutsche, wird auch heute noch „Esterhazy-Anspannung“ genannt

Seit langem ausgespannt haben vier Kutschen aus fürstlichen Beständen. In einem Lager in Wien Liesing stehen Wägen, die Mitte der 1950er-Jahre für die legendären Sissi-Filme benutzt wurden.

Restaurierung schwierig und teuer
Als Filmrequisite verunstaltet klebt etwa noch das Habsburger-Wappen aus Plastik über der originalen Bemalung. Der Umgang mit den historisch wertvollen Staatskarossen war geradezu frevelhaft. Eine Restaurierung der ruinierten Schätze wird äußerst schwierig und extrem teuer. Ist deshalb auf die lange Bank geschoben.

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Florian Staudner ist der letzte Kutschenbauer Wiens

Hoffnung besteht derzeit für die sechste noch vorhandene Esterhazy-Kutsche. Der letzte Kutschenbauer Wiens, Florian Staudner, im 10. Bezirk hat sich um den sogenannten Vis-a-vis-Wagen angenommen. „Eigentlich ist es so, dass sehr viel fehlt und in der Zwischenzeit sehr viel verloren gegangen ist“, so Staudner. Es bedarf viel handwerklichen Knowhows und historischen Gespürs. Die Restaurierung dürfte Monate, wenn nicht Jahre dauern.
29.06.2024, red, burgenland.ORF.at
Der fürstliche Fuhrpark der Esterházy
 
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