Schienen-Spezialisten !

#1
Ein Paar Fragen an Schienen-Spezialisten !

Also ! Auf Großbaustellen wurden früher für den Transport
Von Erdaushub, Sand, Kies u.s.w. Gleise Für Schmalspurbahnen
Verlegt . Nun wurden auf meinen ( Spielplatz ) einige Schienenstücke
mit kleinen Profil ausgegraben was erstaunlich ist , da dise
Bereits beim Bau der V2 Prüfstelle Raderach eingegraben worden
sein müssten !
Mich interessiert nun alles was mit diesen Schienen ( Bahn ) zu tun hat !
Profilform, Spurbreite , Fernbindungselemente, Schrauben, Fahrzeuge
( Loren ?), Identifikationsmerkmale an den Schienen, Hersteller u.s.w.
Zeitraum: bis 1942 .

Gruß Henry
 
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#2
Ein Bild , dass das betreffenden Gleis zeigt .
Das Ende kommt nach ca. 100 m links. Bei Baggerarbeiten wurde ein Teil dieser
davor liegender Straße wider freigelegt !

Gruß Henry
 

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Guest
#7
Hallo!

Was willst Du wissen?

Ist eine Tenderlokomotive Achsfolge "B". Spurweite 600mm dürfte stimmen. 2 Zylinder (Heusinger Steuerung) und steinkohlebefeuert. Es kommen sicher hunderte Hersteller in Frage - sieht aber deutsch oder österreichisch (Donaumonarchie) aus.

Die Lok hilft Dir wahrscheinlich kaum weiter - die waren so häufig wie heute LKWs...

LG,
Markus
 
#8
Hallo Markus :

Ganz einfach !
Zur zeit werden auf unserer Kreismülldeponie Bauarbeiten größeren
Umfangs durchgeführt, diese befindet sich auf dem eigentlichen Prüffeld
für die V2 . Da nun das Abfallwirtschaftsamt großzügigerweise
ein Auge auf alles hat was da so im Boden ist ( Bomben oder Historischer Schrott )
und ein Interesse an der Endsorgung dessen hat, melden diese sich entweder
bei der Kampfmittelbeseitigung oder bei mir ! Die Arbeiten finden auf einem
abgesperrten Gelände statt, auch ich habe da zeitlich nur begrenzt Zugang und die
Arbeiten gehen sehr schnell voran ! Eigentlich achte ich nur auf Technische Überbleibsel
der Prüfstände, aber auch Reste der Feldbahn sind von Historischem Wert und die möchte ich
sichern ! Da ich mich bisher aber damit nicht befasst habe, muss ich mir im Schnelldurchgang
Einiges an Feldbahnwissen einverleiben um vor Ort den Arbeitern bei zu bringen auf was sie
achten müssen !

Gruß Henry
 
P

Pirat

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#9
Feldbahnen (Lokomotiven)

Salü Henry,

Feldbahnlokomotiven ähneln sich aufgrund von Größe/Achslast meistens ziemlich, sind in der Regel B-Kuppler. Diese könnte von Krauss sein. Das Foto ist nicht sehr scharf/hell - der erkennbar helle Hebl hinter dem Zylinder könnte aber auf eine Stephenson-Steuerung hinweisen, was wiederum typisch für
Krauss wäre.

Hier mal eine Suchmaschine speziell für Eisenbahn-Themen, da gibt es auch eine eigene Rubrik für Feldbahnen (leider sind einige URLs schon wieder überholt):

http://www.bahnsuche.de/pages/gross//Deutschland/

Unter Schmalspur ist auch was zu finden, obwohl eigentlich eine andere Disziplin (Feldbahnen = temporärer Einsatz). Wie Markus schon geschrieben hat: Es wird sich sicher ein Feldbahnkenner finden, der ein gepostetes
Bild evaluieren kann. Viel Erfolg.

Pirat
 
P

Pirat

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#10
Dornier (Baumaßnahmen mit Feldbahnbetrieb)

Henry, vielleicht noch ganz interessant (falls nicht schon bekannt): In Deiner Nähe wurde in der 30er Jahren eine Feldbahn betreiben, um den Wohnungsbau u.a. für Arbeiter bei Dornier voran zu treiben. Hierzu gibt es unter diesem Link eine interessante Beschreibung der damaligen Zustände
in der Vor- und Kriegszeit in Friedrichshafen:

http://www.gzg.fn.bw.schule.de/kurse/gk12inf01sey/BollinTh/geschichte.html

Tja, und als Tipp in Normalspur: Das Museum der Sauschwänzles-Bahn in Blumberg, als nicht weit entfernt, ist sagenhaft liebe voll gemacht und immer einen Besuch wert. Die verstehen es dort ausgezeichnet, auf die Details der großen Dampfbahnzeit einzugehen (allerdings alles in 1435 mm).

Pirat

just for fun, jenseits der Interboot: http://www.sauschwaenzlebahn.de/d/frameset.html
 
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#11
Die Sauschwänzle Bahn kenn ich, ist ja nicht so weit weg von mir.
Die Seite vom gzg ( Graf Zeppelin Gymnasium ) kenn ich auch,
schließlich kopieren die fleißig Inhalte und ganze Seiten für ihre
„ Projekte „ !
Die Seite unten , ist durchgehend mein Text, allerdings nicht mehr auf dem neuesten Stand !
Ich sehe es nicht als geklaut, aber ein bisschen einfach machen die Schüler es sich dennoch !

Gruß Henry


http://www.gzg.fn.bw.schule.de/kurs...lussarbeit/FN_unter_Hitler/Das_KZ/das_kz.html
 
P

Pirat

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#13
Frage nach den Feldbahnlok

Ahoi.

daß Du so nah an der Quelle (Schule) bist, wußte ich nicht, FN war schon klar. Gratuliere auch zu der Forschungs- und Infoarbeit. Da klaffen sicher riesige Lücken. Wenn die Schüler abschreiben: Immerhin positiv, daß sie Zugang zu dem Stoff bekommen.

Was die Herkunft der Lok betrifft, war ja die eigentliche Frage, kann ich selbst nur raten. Da muß ein Feldbahner ran. In Frankfurt haben sie eine größere Sammlung, die wissen viellecht mehr: http://www.feldbahn-ffm.de/

Mir fällt dazu nur auf: für eine FB-Lok ein ziemllicher Brummer, hat auch vergleichsweise große Wasserkästen und eben evtl. Stephenson-Steuerung (Foto), war aber in der Spurweite verbreitet. Kann also auch z.B. von Jung oder O&K sein.

Grüße von Pirat
 
#14
Noch ein Bild, dürfte ein der ersten sein die 1942 auf dieser Baustelle gemacht wurden.
Man kann die Lock nicht gut erkennen, aber das mit der Größe ist richtig. Im
vergleich mit den Loks die ich in zwischen auf den verschiedenen Seiten gesehen habe,
ist das tatsächlich ein richtiger „ Brummer „ ! Es wäre schön wenn wir den Typ
ermitteln könnten !
Von den Schienen habe ich Bisher 3 Stücke bergen könne
die völlig verbogen sind und sich zu einem Stück zusammen fügen ließen.
Die Schiene wurde durch „ Bruch „ zerlegt , was man deutlich erkennen konnte.
Das interessante daran ist , das die Schiene wahrscheinlich durch eine Explosion zerstört wurde. Was dann den Schluss zuläst das ein Teil des 600 mm Schienen-Netzes im
Herbst 1944 immer noch bestanden hat . Nun ist das im ersten Augenblick nichts
besonderes , außer das es für uns ( geschichtlich ) eine völlig neue Erkenntnis ist
und deswegen einige neu Fragen aufkommen !

Im übrigen kam mir bei dieser Feldbahngeschichte ( Grubenbahn ) der Gedanke das
Es überhaupt sehr interessant sein könnte etwas mehr Hintergrundmaterial zu diesen
Thema hier einzubringen. Schließlich gab es diese Dinger auf fast jeder Baustelle,
überirdisch oder unterirdisch, in Stollen oder beim Bunkerbau u.s.w. !

Gruß Henry
 

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Pirat

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#15
"Baustellen-Bahn"

Moin moin.

Keine Frage, daß Bild läßt erkennen, daß es um eine Baustellen-Bahn handeln muß. Problem: Weil das alles immer nur sehr befristet betrieben wurde, gibt es über diesen Zweig auch meistens so gut wie keine Dokumente. Baustellenbahnen waren so selbstverständlich, das hat kaum interessiert (schade, gerade auch die "Trümmerbahnen" sind ein interessentes, aber stark vernachlässigtes Feld der Kriegs- und unmittelbaren Nachkiegsgeschichte).

Wo es u.U, etwas einfacher werden kann, ist Herkunft/Einsatz der Lok. Für ein Baubähnle in der Tat eine ungewöhnlich große Maschine. Ich habe die Fotos mal an einen Freund gepostet, der einen Autor für Feldbahnliteratur im Freundeskreis hat. Dieser müßte zu der Lok mehr sagen können.

Dazu zwei Fragen: Weiß Du, ob das andere Fotos auch aus dem Zeitraum stammt (ca. 1942)? Gibt es über die Herkunft der beiden Bilder Infos? Alte Prints oder war das wo abgedruckt? Das würde weiterhelfen.

So long, Grüße. Pirat

PS. Die Lok auf dem Lorenzug-Bild scheint nicht mit dem Lokbild identisch zu sein, dunkle Stelle auf dem Dach (könnte Lufthutze zur Entlüftung sein)
 
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Pirat

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#16
Naher Verwandter...

nicht ganz unähnlich der abgebildeten Maschine ist diese Feldbahnlok von O&K, Spurweite 600mm; allerdings ist die Form der Wasserkästen nicht identisch. Und die Rauchkammer (Länge) sieht doch auch ein wenig anders aus. Wir bleiben den schmalen Bahnen aber auf der Spur... P.
 

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#17
Das Bild mit den Lok vor den Loren ist wahrscheinlich im Juni – Julie 1942 gemacht
worden, das mit der großen Lock Anfang Mitte 43 .
Alle Aufnahmen entstammen ein und der selben Bilderserie, allerdings sind es
187 Bilder insgesamt und alleine die 32 Abzüge die ich habe waren so teuer das ich
auf Bilder verzichtet habe die bereits veröffentlicht wurden !
Daher die Schlechte Bildqualität ! Im Augenblick kann ich nicht sagen ob es
Noch mehr Bilder mit diesen ( dieser )Lok gibt, dazu müsste ich erst ins Bundesarchiv.
Allerdings , eins ist dabei wo man eine Lok von hinten erkennt !

Gruß Henry
 

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Pirat

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#20
Die Henschel-Lok

Liebe Bahnspurenleser.

Der an Henry gemailte Hinweis war gut und Justus (super!) hat mit dem Link auch fast ins Schwarze getroffen, aber trotzdem könnte das Ziel um knappe 150 mm verfehlt sein...

Die Henschel-Maschine hat die Spurweite 750 mm, die Feldbahnen aber wahrscheinlich (?) 600 mm. Nun ist es aber möglich, daß die Kassler das Modell in zwei Spurweiten-Versionen gebaut haben. Oder aber, daß das Foto von Henry eine Maschine von einer 750 mm-Bahn zeigt. Uff- das ist jetzt wirklich eine Sache für Schmalspurspezialisten.

Erstaunlich ist die Übereinstimmung in wesentlichen Merkmalen der Henschel B 70 mit der gesuchten Maschine: Vor allem die beiden Absätze am vorderen Wasserkastenviertel und am Führerhaus, Domanordnung, Höhe Schornstein, Proportionen und Türausschnitte Führerhaus. Dafür fehlen allerdings wieder Fensterhutzen, Läutwerk, was aber leicht veränderbar wäre.

Was mich allerdings wundert: Die Henschel bringt knapp 10 Tonnen (!) auf die Waage, bei einem B-Kuppler bedeutet das 5 Tonnen Achslast. Ist das nicht ein bißchen viel für eine Feld- bzw. Baustellenbahn? Jetzt sind echt die Insider jenseits der 1435 mm-Fraktion gefragt. Ich reiche den Fund der Findigen mal weiter.

Es bleibt schwer spannend!
Pirat
 
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