Schienen-Spezialisten !

#22
Ich denke das Rätsel um die Lok ist gelöst !

Nach allen Anschein handelt es sich um ein Henschel B 70 b.z.w.
KDL 13, auch als Typ Riesa bezeichnet .
Es wurden seit den 30er etwas mehr als 450 Stück gebaut , die allerdings
Unterschiedlich ausgestattet waren . Es gibt sie als 600 mm und 750 mm
Spurbreite und unterschiedlicher Leistung ( 50 bis 70 PS )
Da sie auch im besetzten Polen gefertigt wurde, existierte nach dem Krieg als RYS
auch im Ostblock weiter . Von dieser Lok wurden auch einige mit 3 Achsen gebaut
die sich äußerlich von dem ursprünglichen Lok unterschied aber Technisch identisch
war . Wenn ich jetzt noch einige Hübsche Bilder oder eine Zeichnung bekommen könnte,
wäre das Perfekt !

Gruß Henry

Wie lange ist den eigentlich so ein Schienenstück ?
Und wie ist den das mit den Loren, gibt es da unterschiedliche Hersteller ?
 
P

Pirat

Guest
#23
Auch der Insider sagt: Henschel

"Wenn es sich also um eine Henschel-Lok handel, und da spricht einiges dafür (z.B. Abschrägung der Führerhausrückwand ab Unterkante Führerhausaufsatz, Bauart der Zylinder-Einströmrohre) dann müßte es sich um die im Bild beigefügte Type handeln. Insgesamt liegen mir Zeichnungen von 9 Henschel-Typen vor, und nur bei dieser ist die Bauart des Wasserkastens identisch mit dem von Dir gesendeten Foto." (Foto Henry). (Zeichnungen aus: Lawrenz, Feldbahnen in Deutschland. Ansonsten hab' ich leider nix von Henschel.

Die Sache mit der Spurweite ist locker zu sehen: derartige Maschinen wurden mit der vom Kunden gewünschten Spurweite geliefert. Also meist von 600mm bis 900mm sozusagen alles drin. - im Programm von Jung findet sich z.B. eine Kiste, die konntest du in 600, 750 oder 900 mm Spurweite haben. Meist war die Variante aber auf zwei beschränkt, also 600/750 oder 900/1000."

Das antwortet der Insider auf meine Anfrage. Danke, DS! Also auch hier die Meinung, es sei die B 70 alias KDL 13; der polnische Nachbau spricht ebenfalls dafür - ähnelt aufffällig der Henschel-Konstruktion.

Was die Hersteller von Loren betrifft (da gab es m.W. diverse) und den Unterbau bzw. die Schienenlängen betrifft, weiß ich leider wenig. Ebenfalls wieder ein Thema für Feldbahner.

Schmalspurige Grüße
Pirat

PS. Die Zeichnung ist zu groß, muß ich runterrechnen und nachreichen.
 
R

Roland

Guest
#24
Feldbahnlok

Moin,

die Feldbahnlok könnte eine Henschel-Lok vom Typ Riesa sein.
Bn2t, 600 bzw. 750mm Spurweite. Leistung zwischen 55 und 70 PS.

Es gibt noch mehrere erhaltene Loks dieser Bauart, u. a. in Berlin, Frankfurt/M, Deinste, Dresden und Neuenmarkt-Wirsberg.

Gruß
Roland
 
P

Pirat

Guest
#25
Henschel Feldbahnlok (Zeichnung)

Hi,

Hier als Nachtrag zum Posting vom Samstag eine Zeichnung der Henschel-Maschine. Stimmt mit dem Foto von Henry wunderbar überein. Ob nun B 70 oder KDL 13 oder Riesa - das Schätzchen von Friedrichshafen scheint erkannt. Auch wenn nun die Bezeichnung FULDA wieder neu wäre

Gute Woche wünscht Pirat
 

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#26
Ich denke das der Name Nebensache ist , auch weil es diese Lok in
Abgewandelter Form auch nach dem Krieg weiter gegeben hat .
Ich werde es bei „ Henschel B 70 / KDL 13 „ belassen, und
als solche wandert Sie ins „ Archiv „ . Die Zeichnung ist super,
allerdings wäre es schön wenn ich eine bessere Auflösung mit
Quellenangabe hätte .

Ach ja ! Noch danke für Mitsuche !

Gruß Henry

Das habe ich noch gefunden :

http://home.t-online.de/home/Rauh2000/hf/Oppermann/Oppermann.htm

Und was heist : Bauart " Bn2t " ?
 
Zuletzt bearbeitet:
P

Pirat

Guest
#28
Bauart-Bezeichnungen (Dampflokomotive)

B = Achsfolge (hier: 2 Kuppelachsen)

In Deutschland zählt man die Achsen des Dampfloks, gekuppelte Achsen in Buchstaben, Schlepp- und Drehgestellachsen (nicht gekuppelt, also antriebslos) in Ziffern. Also ist eine klassische Schnellzugdampflok wie die Baureihe 01 mit einem zweiachsigen Drehgestell, dann 3 Kuppelachsen und
dann eine Schleppachse eine 2-C-1. Die Henschel mit nur 2 Kuppelachsen folglich eine B.

n = Nassdampf

Man unterscheidet Nassdampf (meistens kleinere Loks) und Heißdampf. Heißdampf ist getrockneter Dampf: Nassdampf wird zuerst in Sattdampf umgewandelt und dann in der Überhitzern auf noch höhere Temeraturen gebracht. Da der D. so bei gleichem Druck einen höheren Rauminhalt einnimmt, ist das besser für die Dampfmaschine. Höhere Wirkungsgrad, aber eben auch kompliziertere Technik.

2 = 2 Zylinder

Es gab und gibt auch Drei und Vierzylinder-Maschinen; Verbundmaschinen mit teilweise doppelter Dampfexpansion (erst arbeitet der Dampf in den Hochdruck-Zylindern, dann muß er in den Niederdruckzylinder den Rest der Energie expandieren). Feldbahnloks haben i.d.R. die einfacheren 2 Zylinder-
Maschinen.

t = tender

Tenderlok, also mit eingebautem Tender, im Gegensatz dazu die Schlepptender-Lokomotiven.

Also ist eine Bn2t eine Maschine mit 2 Kuppelachsen, Nassdampf-Dampfmaschine, 2 Zylindern und Tender. Alles klar?

rußige Grüße
Pirat

Zur Zeichnung melde ich mich dann nochmals (ist größer als hier mit 600 x 600 möglich)
 
#30
Re: Doppeldampfstunde

Original geschrieben von Pirat
Hi Roland, das war nun ziemlich genau zeitgleich. Nun sind kaum noch Fragen offen! Frohes Dampfen wünscht P.
Glaubt das nicht !
Nach sorgfältiger Prüfung aller Bilder ist noch eine Lok aufgetaucht !
Leider werde ich mir erst noch einen direkt Abzug aus dem Bundesarchiv holen
müssen , damit man mehr erkennen kann !
Sicher ist , das der Wasserkästen nicht den Absatz hat wie die B70 .

Gruß Henry
 

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P

Pirat

Guest
#31
Die Lok qualmt? Der Kopf raucht!

Gibt es auch einen Joker bei diesen schwierigen Fragen, Henry?

Eine Baureihe nach diesem Foto zu indentifizieren, dürfte nur dem Gottvater aller Feld- und Schmalspurbahnen möglich sein. Soviel ist allerdings sicher: Das muß eine andere und kleinere Maschine sein, weil der Kesseldurchmesser der neuen Rätsellok erheblich geringer ist, wodurch der Kesselscheitel auch deutlich tiefer am Führerhaus ansetzt. Viel mehr ist leider nicht zu erkennen.

Aber jetzt mal die Gegenfrage: was hat denn eine 2D1 für eine Achsfolge und was wird (Bezeichnung in anderen Ländern) gezählt, wenn von 4-8-2 die Rede ist? Später fragen wir auch noch nach den Achsfolgen von Pacifics und Mikados =:cool:

Smile! Pirat
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
#32
Re: Die Lok qualmt? Der Kopf raucht!

Original geschrieben von Pirat

Aber jetzt mal die Gegenfrage: was hat denn eine 2D1 für eine Achsfolge und was wird (Bezeichnung in anderen Ländern) gezählt, wenn von 4-8-2 die Rede ist? Später fragen wir auch noch nach den Achsfolgen von Pacifics und Mikados =:cool:

Smile! Pirat
OOOOOOO je !:D :confused:

Gruß Henry
 
R

Roland

Guest
#33
Moin,

@Pirat
ich wollte das nicht ganz so ausführlich beschreiben, deshalb war ich etwas schneller. ;) Allerdings hast Du bei bei den Fragen nach den Dampfloks noch die Garrats vergessen.:D :D

@Henry
eine etwas bessere Aufnahme wäre zur Identifizierung von Vorteil. So sieht das aus wie eine Geisterschlacht in der Waschküche. ;)

Gruß
Roland
 
P

Pirat

Guest
#35
Fragen in allen Spurweiten

Hi.

@Roland: Und was ist mit den Mallets und Franco-Crostis? Wenn Henry weiter so diffizile Fragen stellen, entwickeln wir uns noch zum team-lukas als Eisenbahnappendix im Erdwurmforum ;-) Da kommt sicher noch einiges auf uns zu...

@Henry: Für die Lösung der Feldbahn FN brauchen wir bessere Bilder. Aber ist auch Überlingen für Dich ein Thema? Bei den Recherchen nach "Deiner Lok" alias Henschel FULDA hat ein Bekannter daran erinnert, daß es in Überlingen auch Feldbahnen zu Rüstungszwecken gegeben hat. Ich zitiere den Hinweis: "Auf Fotos in dem Buch "Die Eisenbahn am Bodensee", (EK-Verlag) ist eindeutig zu sehen, daß zu Zeiten WKII hinter dem dortigen Bahnhofsgelände, vor dieser Tuffsteinwand eine größere Feldbahn-Anlage bestand, die dem mit KZ-Häftlingen betriebenen Stollenbau 'Für Rüstungszwecke' dienlich war. Das Bild stammt vom fotografischen Lokalmatador Siegfried Lauterwasser." Die Aufnahme stammt aus 1946, nach der Sprengung der Stollen durch die Franzosen.

Ich nehme mal an, das wäre für Dich eine neue "Baustelle", aber da wir da beim Suchen darüber gestolpert sind, poste ich das mal. Es ist zu vermuten, daß es bei den Rüstungsbetrieben in der Region eine Reihe von Querverbindungen gab (ich meine jetzt nicht die Gleise). Nähe Überlingen saßen auch die Bodensee-Werke, die im Raketenbau tätig waren (ich weiß allerdings nicht genau, ab wann).

Da scheinen die Themen nicht auszugehen. Beste Grüße von Pirat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
#37
Also was Überlingen betrifft, da halte ich mich zurück!
Was du meinst, ist der Goldbacher Stollen und das KZ Außenlager Aufkirch.
Die Stollen haben etwas mit der U-Verlagerung der Friedrichshafener Industrie zu tun aber
nicht mit der Fertigung von V2 Teilen !
Ich befasse mich ausschließlich mit der Serienfertigung der V2 ( A4 ), den Zulieferer
und den Leitfirmen .Hier wiederum speziell der Anteil der Fa. Zeppelin und
den dazu gehörenden Anlagen ( Raderach ). Daneben interessiere ich mich noch für
den Entwicklungsanteil der Fa. Zeppelin an den A7 und A4b, A9 .
Natürlich beinhaltet dieses Interesse auch das gesamte Umfeld um das A4, so also auch
den Bau der Fertigung und Prüfstätten . Das heißt, ist da irgendwo eine Lok oder eine
Maschine, dann möchte ich wissen was das für eine Lok oder Maschine ist !
Das mit dem Seewerk halte ich für ein Gerücht da es keinen Nachweis für eine
Raketen-Teilefertigung gibt !

Übrigens: Martin Kohler der Betreiber dieser 3D Seite ist ein Klassenkamerad von mir
( Grundschule )!

Gruß Henry
 
P

Pirat

Guest
#38
Überlingen also nicht...

@Henry

Hi, so klein ist also die Welt. Hatte Dir das gemailt, weil ich nicht weiß, wie weit Deine regionale Recherche in Sachen A4-Erprobung, Zwangsarbeit etc. geht. Bei Raketen kamen mir die Bodensee-Werke in Überlingen in den Sinn, wußte nicht, daß die damals nix mit A4 zu tun hatten. War nur eine Überlegung, ich will da erst gar keine Gerüchte aufkeimen lassen. Heute sind die BW mit Raketentechnologie beschäftigt; wann der Einsteig begann, entzieht sich meiner Kenntnis.

Eher in Schienenfragen firm - grüßt der Pirat
 
F

Feldbahner

Guest
#39
Henry hat geschrieben:
Glaubt das nicht !
Nach sorgfältiger Prüfung aller Bilder ist noch eine Lok aufgetaucht !
Leider werde ich mir erst noch einen direkt Abzug aus dem Bundesarchiv holen
müssen , damit man mehr erkennen kann !
Sicher ist , das der Wasserkästen nicht den Absatz hat wie die B70 .

Gruß Henry

Hallo Henry!

Bin noch nicht lange hier dabei, aber das Rätselraten muß ja mal ein Ende finden!
Bei diesem Foto, auch wenn es sehr schlecht ist hanbelt es sich um eine Henschel "Monta" mit 60 PS, lieferbar in 600 oder 750 mm Spurweite lt.Henschel-Typenkatalog.
Bei Deinem ersten Bild handelt es sich tatsächlich um eine "Riesa" mit 70 PS, angeboten für dieselben Spurweiten.
Eine "Fulda" ist als 90PS-Lok für 600/750/900 mm Spurweite angeboten worden, und hat keine äußeren Einströmrohre( vom Dom zum Zylinder)- was bei den keineren Typen üblich war.
Noch Fragen?

Es grüßt der Feldbahner
 
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