Semmering-Basistunnel

josef

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#21
Aussichtsturm in Mürzzuschlag eröffnet

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Die Region Mürzzuschlag ist um eine Besucherattraktion reicher. Am Freitag eröffnete die ÖBB den sogenannten Infoblick Mürzzuschlag. Von diesem Aussichtsturm aus, kann man die Bauarbeiten des Semmering-Basistunnels beobachten.
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Von dem hölzernen, spektakulären Bauwerk neben den Südbahngleisen, hat man einen direkten Blick auf das Westportal des Semmering-Basistunnels und damit auch auf die Baustelle.

Der Infoblick Mürzzuschlag ist 365 Tage im Jahr tagsüber für Besucher frei und kostenlos zugänglich.

Mit Erlebnisfernrohr in die Zukunft blicken
Aus etwa 15m Höhe kann man beobachten, wie die Arbeiten an der Tunnelbaustelle voranschreiten und der Bahnhof sowie sämtliche Gleisanlagen für die neuen Anforderungen adaptiert werden.
Auf der obersten Plattform gibt es ein Erlebnisfernrohr, das sozusagen eine Reise in die Zukunft bietet, denn wo heute noch Bagger und Bohrwägen auffahren, können Besucher durch das Fernrohr sehen, wo das spätere Portal liegen wird.

ÖBB, Ebner
Finanziert wurde der Turm – es gibt übrigens in Österreich vier Stück dieser Art jeweils an Tunnelbaustellen – aus dem Budget, das im Rahmen des Tunnelbaus für Kommunikation und Information vorgesehen ist.

Ausflugsziel und Besuchermagnet
Der Infoblick ist aber nicht nur ein Informationsangebot für Anrainer, sondern soll auch Ausflugsziel und Besuchermagnet der Region werden, hofft der Bürgermeister von Mürzzuschlag, Karl Rudischer. Besonders gut lasse sich etwa auch der Besuch des Infoblicks mit einer Wanderung entlang des Bahnwanderweges kombinieren.

Informationen rund um die Tunnelarbeiten, gibt es zudem auch in einer Infobox am Bahnhof Mürzzuschlag. Der rund 27 km lange Semmering-Basistunnel zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag, der die Fahrtzeit mit der Bahn von Graz nach Wien deutlich reduzieren wird, soll übrigens Ende 2026 fertig sein.
red, steiermark.ORF.at

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Verkehr: Aussichtsturm in Mürzzuschlag eröffnet
 

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#25
Bau des Semmeringtunnels verzögert sich

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Der Bau des Semmeringtunnels zwischen Niederösterreich und der Steiermark verzögert sich um rund ein Jahr und wird erst 2027 eröffnet. Das haben die ÖBB am Freitag mitgeteilt. Grund für die Verzögerung ist ein Nachbruch bei den Bauarbeiten.
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Während man sich bei den Bauerarbeiten auf steirischer Seite mit allen Baulosen im Zeitrahmen befindet, wie die ÖBB am Freitag mitteilten, sei man in Niederösterreich Mitte 2019 im schwierigsten Bereich des gesamten Projektes angelangt. Jetzt ist fix: Der Bau des Bahntunnels wird ein Jahr länger dauern als ursprünglich geplant.


APA/ Martin Hirsch
Der Semmeringtunnel soll jetzt erst mit Fahrplanwechsel im Dezember 2027 eröffnet werden

Schlamm und Wasser bei Nachbruch ausgetreten
Bei einem Nachbruch nahe Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) seien Schlamm und Wasser ausgetreten, heißt es. Das sei zwar an sich bei solchen Bauprojekten nichts Ungewöhnliches, teilte ÖBB-Sprecher Christopher Seif im Gespräch mit noe.ORF.at mit, allerdings dauere es jetzt länger, den betroffenen Abschnitt über einen anderen Stollen zu erreichen und fertigzustellen.

Die Bauarbeiten für den Semmeringtunnel hatten bereits im vergangenen Sommer für Aufregung gesorgt. Bei den Bauarbeiten war Wasser und Sand aus dem Gebirge gelöst worden, wodurch sich die Bäche in der Umgebung weiß gefärbt hatten – mehr dazu in Gloggnitz: Aufregung um weiße Bäche (noe.ORF.at; 8.7.2019).

ORF/Katharina Sunk
Die weißen Bäche rund um Gloggnitz hatten im Sommer für Aufregung gesorgt

Inbetriebnahme mit Fahrplanwechsel 2027
Im Tunnelbau gebe der Berg die Rahmenbedingungen vor, wurde seitens der ÖBB auch im Gespräch mit der Austria Presseagentur betont. „Wir müssen dem Berg die Zeit geben – und das tun wir“, so die Bahn. Die Baustelle befinde sich in einer geologisch komplexen Zone, heißt es. Wie die Gesteinsschichten tatsächlich auf die Bauarbeiten reagieren, würde man immer erst im Berg sehen.

Der Semmeringtunnel soll nun mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 in Betrieb gehen. Dieser neue Zeitplan sei laut Seif auch realistisch. Dass es zu einer weiteren Verzögerung kommen könnte, schließt Seif gegenüber noe.ORF.at aus.
03.01.2020, red, noe.ORF.at/Agenturen
Bau des Semmeringtunnels verzögert sich
 

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#27
Tunnelbau unter schwierigen Bedingungen

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Vor einer Woche wurde bekannt, dass sich die Eröffnung des Semmeringbasistunnels um ein Jahr verschiebt. noe.ORF.at begab sich am Freitag auf Lokalaugenschein. Laut ÖBB soll die Verzögerung keine Mehrkosten verursachen, dennoch sind umfangreiche Sicherungsbauten notwendig.
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Es war am 15. April 2019: In die Tunnelröhre 1 drangen bei Göstritz (Bezirk Neunkirchen) Wasser- und Geröllmassen ein. Bis an die Oberfläche im Wald tat sich ein trichterförmiges Loch auf. Der Göstritzbach färbte sich in weiterer Folge wegen des ausgewaschenen Gesteins milchig weiß. Dieses Unglück, bei dem zum Glück niemand verletzt wurde, beschäftigt die Tunnelplaner bis heute und sorgt – laut derzeitiger Prognose der ÖBB – für eine Verschiebung der Eröffnung der Strecke um ein Jahr, auf Dezember 2027.

Während man auf der steirischen Seite mit den beiden Tunnelröhren gut vorankommt und im Plan liegt, ist der Tunnelbau in Niederösterreich im geologisch komplexesten Bereich des Projektes angelangt. Das Gestein zwischen Schottwien und Maria Schutz (Bezirk Neunkirchen) ist bunt zusammengewürfelt. Es ist porös, locker, wasserhaltig. Man stoße keine zwei Bohrtage hintereinander auf das gleiche Gestein, wird bei unserem Lokalaugenschein berichtet. „Auf der einen Seite befinden sich die stark wasserführenden Karbonate und auf der anderen Seite finden sich Schiefer- und anderes Störungsmaterial, fein zerrieben und trocken, das überhaupt nichts aushält“, erläutert der Tunnelbau-Experte der TU Graz, Wulf Schubert. „Genau diese Kontaktzonen sind extrem kritisch und gefährlich“,

Ein „Dach“ gegen weitere Gerölleintritte
Im Risikobereich bei Göstritz – 3.5 Kilometer von Gloggnitz entfernt – wird nun von der Tunnelröhre 2 aus die Tunnelröhre 1 an der Oberseite abgedichtet. Dazu wird ein Schacht in Richtung Tunnelröhre 1 schräg nach oben getrieben, um den Krater wie mit einer Ziwschendecke abzudichten und mit horizontalen Pfählen zu stabilisieren.

Erst wenn dieses „Dach“ fertig ist, kann der Vortrieb der Tunnelröhre 1 auf niederösterreichischer Seite wieder aufgenommen werden. „Wir haben aus dem Ereignis zu Ostern 2019 dazugelernt und gehen entsprechend vorsichtig vor. Dass wir in diesem Bereich für 150 Meter ein halbes Jahr brauchen, ist eine grobe und eher pessimistische Schätzung. Wir hoffen, dass es wesentlich schneller geht“, sagt Schubert.

ORF
Die Tunnelbauer kämpfen derzeit vor allem mit den unterschiedlichen Gesteinsschichten

Laut ÖBB keine Mehrkosten durch Verzögerung
Derzeit haben die Verzögerungen laut ÖBB keine Auswirkungen auf die Kosten. „Wir haben beim Semmering-Basistunnel aufgrund unseres Kostenhandbuches entsprechende Risikovorsorgen getroffen und können auf diese Weise dieses eine Ereignis mit der Verschiebung um ein Jahr noch einmal abdecken. Wir gehen heute davon aus, dass wir kein weiteres Ereignis wie Ostern 2019 haben werden. Sollten aber in den Vortriebsarbeiten zukünftig unvorhergesehene Unglücke eintreten, wird man über Mehrkosten reden müssen“, sagt Gerhard Gobiet, der Projektleiter des Semmering-Basistunnels.

3.3 Milliarden Euro sind derzeit als Gesamtkosten für den Semmeringbasistunnel budgetiert. Derzeit sind 45 Prozent der Tunnellänge von 28 Kilometern abgeschlossen. Nach der jüngsten Prognose soll 2021 der Durchstich erfolgen. 2025 und 2026 sollen die Gleise, Oberleitungen und Signalanlagen eingebaut und der Testbetrieb begonnen werden. Derzeit sind 1.000 Mitarbeiter beim Tunnelbau beschäftigt.
10.01.2020, Hannes Steindl, noe.ORF.at
Tunnelbau unter schwierigen Bedingungen
 
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