Sie bohrten nach Kupfer und stießen auf Gold

K

Knallfrosch

Guest
#1
Die Lausitz ist wunderschön, aber arm. Fast jeder Fünfte hat hier keinen Job. Das könnte sich bald ändern. Eigentlich sucht die Kupferschiefer Lausitz GmbH (KSL) seit 2008 im Landkreis Spree-Neiße, an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen, nach Kupfer.


Doch bisher galt der Abbau als unrentabel, weil das Metall zu tief lagert. Da die Weltmarktpreise für das Material steigen, bohrten die Lausitzer jetzt bis zu 1300 Meter tief. Dabei stießen sie zufällig auf eine Goldader, und zwar die größte Deutschlands. 15 Tonnen Gold sollen hier liegen, dazu Kupfer, Silber, Platin, Zink. Geschätzter Gesamtwert: rund neun Milliarden Euro.

Jetzt hofft man in der Lausitz auf einen Job-Boom. 800 Bergleute werden für die Arbeit unter Tage benötigt, dazu noch mal 800 Mitarbeiter für die Verwaltung. „Wir müssen selbst Fachpersonal ausbilden, da in Europa für den Bergbau nicht genügend Arbeitskräfte vorhanden sind“, kündigt Projekt-Ingenieur Frank Sauer an.

Gefördert werden sollen nicht nur die 15 Tonnen Gold, sondern auch die 2,7 Millionen Tonnen Kupfer, die hier in der Erde vermutet werden. Das Metall wird besonders in der Elektroindustrie gebraucht.

In den nächsten Wochen wird das 80 Quadratkilometer große Gebiet seismologisch vermessen, um die genaue Lage der Metalle bestimmen zu können. Ab kommendem Jahr können dann die Vorbohrungen für die ersten Schächte beginnen. Bis das Bergwerk mit voller Leistung läuft, werden noch sieben bis zehn Jahre vergehen.

Von dem Schatz wird die Lausitz lange Zeit gut leben können: Die Vorkommen reichen für etwa 50 Jahre.


quelle:http://www.bild.de/BILD/news/2011/0...-lausitz/bohrten-nach-kupfer-fanden-gold.html
 
D

dg0ocg

Guest
#2
Soo, nun muss ich hier das mal kommentieren:

1. Diese Lagerstätte ist schon zu tiefsten DDR-Zeiten erkundet worden und war als Fortführung des Bergbaus auf Kupfer in Verbindung dem Ende des Bergbaus im Mansfelder Revier gedacht. Also...nüscht neues. (Zur Info: Eine derartige Meldung war schon vor über 1 Jahr in der Presse...da ist die Bild ihrem Werbespruch "schnellstes Magazin von Deutschland" nicht gefolgt)

2. Die Lagerstätte setzt sich nach Polen fort und dort wird schon seit über 50 Jahren Kupfert etc. gefördert (die genaue Zahl weiß ich nicht).

3. Gold ist >immer< eine Begleitvererzung von Kupfer. Auch im Mansfelder Revier bzw. Sondershäuser Revier wurde bei der Kupferverhüttung Gold, Silber etc. gewonnen.

Also..Ball flach halten. Noch ist erst ein neues Bergwerkwerk seit der Wende im Osten eröffnet worden (im Erzgebirge auf Flußspat). Und die Lagerstätte in Spremberg sehe ich in den nächsten Jahren noch nicht angefahren.

bis denne

Timm
 
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