Steinkohlenbergbau in den Niederlanden

L

Lucien

Guest
#1
So, nach einiges erst Mal gelesen zu haben auf diesem Forum wird es an der Zeit mich auch Mal zu beteiligen.
Besteht hier interesse daran wo sich die ehemailgen Holländischen Gruben befanden? Ich bin zur zeit damit beschäftigt diese zu suchen und in Google earth als sogenante "placemarks" einzustellen.
Lasst mich bitte Mal wissen was ihr davon hält oder welche Wünsche es dazu gibt.
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
#2
Das Interesse besteht, meinerseit wenigstens. Ich war letztens in Heerlen und habe mir die Reste eine Grube angesehen.
Gruß
Joe
 
L

Lucien

Guest
#3
Zuerst ein wenig Geschichte.

Die Geschichte des Bergbaus in den Niederlanden geht zurück bis 3100 Jahre v. Chr., als Untertage grosse Mengen Feuerstein abgebaut wurden in Süd-Limburg. Im Mittelalter wurde vermehrt Kalkstein abgebaut, auch Untertage wie zum Beispiel im St. Pietersberg bei Maastricht. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Kalkstein abgebaut in Tagebau, wie der von der ENCI in ENCI-Steinbruch, zur Herstellung von Zement.

Seit dem 12. Jahrhundert, gab es kleinere Kohlegruben in den Orten in der Nähe der Abtei Rolduc im Wurmtal in der heutigen Stadt Kerkrade, und Seit dem ende des 19. Jahrhundert gab es großere Steinkohlenbergwerken und Braunkohlegruben in Limburg. Diese Gruben wurden teilweise in Privatbesitz und teilweise im Besitz des Staates entwickelt. Für die Staatliche Nutzung der Gruben wurde ein Unternehemen aufgerichtet mit den Namen “Staatsmijnen”heute bekannt als DSM, mit den Gruben Maurits, Emma, Wilhelmina, Hendrik und Beatrix. Bis um 1960 gab es große Nachfrage nach Kohle und das Gebiet wuchs zu einem der reichsten Gebiete der Niederlande. In der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg produzierten die Gruben auf ein Maximum um die Inlandsnachfrage zu beliefern. Nach 1960 verringerte sich die Nachfrage nach Kohle, unter anderem weil Dampfmaschinen und Dampfzüge zunehmend ersetzt wurden durch Elektromotoren, Erdöl und Erdgas was in den Niederlanden gewonnen wurde. Dies, und die relativ hohen Lohnkosten in den Niederlanden führten zu einem Rückgang in der Bergbauindustrie. Die letzte Schachtanlage wurde am 31. Dezember 1974 geschlossen. DSM arbeitete weiter in der petrochemischen Industrie und wurde später privatisiert.

Die niederländische Bergwerke förderten verschiedene Sorten von Kohle. Die verscheidene Arten darf ich bei euch Deutschen als bekannt vermuten, oder?Ich hoffe die Sorten sind richtig übersetzt worden, sonst bitte ich um Korrektur.:hilfe2:

In den Niederlanden, förderten die Domaniale, die Oranje-Nassau Gruben, die Willem Sophia, die Wilhelmina, und die Laura und Julia magere Kohle. Von den staatlichen Bergwerken förderten Maurits und Hendrik Fettkohle die Emma hatte sich auf Fett- udn Esskohle spezialisiert.

Private Bergwerke

Oranje Nassau I
Zeitraum: 1899 - 1974
Produktion: 31978000 Tonnen

Oranje Nassau II
Zeitraum: 1904 - 1971
Produktion: 34.64.000 Tonnen

Oranje Nassau III
Zeitraum: 1917 - 1973
Produktion: 38265000 Tonnen

Oranje-Nassau IV
Zeitraum: 1925 - 1966
Produktion: 13754000 Tonnen

Laura & Vereeniging - Bergwerk Laura
Zeitraum: 1905 - 1968
Produktion: 31885000 Tonnen

Laura & Vereeniging - Bergwerk Julia
Zeitraum: 1926 - 1974
Produktion: 31963000 Tonnen

Willem-Sophia
Zeitraum: 1902 - 1970
Produktion 22678000 Tonnen

Domaniale
Zeit um 1815 - 1969
Produktion: 37990000 Tonnen

Staatsmijnen

Wilhelmina
Zeitraum: 1906 - 1969
Produktion: 59235000 Tonnen

Emma
Zeitraum: 1911 - 1973
Produktion 109.032.000 Tonnen

Hendrik
Zeitraum: 1915 - 1963
Produktion 61203000 Tonnen

Maurits
Zeitraum: 1923 - 1967
Produktion 96214000 Tonnen

Beatrix
Zeitraum: Baubeginn im Jahr 1958 - im Jahr 1962 den Bau gestoppt
0 Tonnen Produktion (Bau nie vollendet durch Schließung Bergbau ab 1965)

Heutzutage ist im Schachtgebäude II der ehemaligen Grube "Oranje - Nassau I" in Heerlen das Niederländische Bergbaumuseum beheimatet.

(Artikel ist eine Übersetzung aus Wikipedia)

In den folgenden Beiträgen werde ich versuchen ein wenig über jedes Bergwerk einzeln zu erzählen und die dazugehörige Koördinate in Google einzustellen. Bitte lasst mich Zeit, es ist nich alles so gut dokumentiert wie die Deutsche bergwerke!
Für wer English oder Niederländisch lezen kann, gibt es noch iesen Link:
http://www.citg.tudelft.nl/live/pagina.jsp?id=f15cfa0f-f1fc-4b4c-a2e1-c65c75208047&lang=nl
 
D

dbtechnik

Guest
#4
Hallo Lucien,

von meiner Seite besteht auch Interesse mehr über das Thema zu erfahren.
Freue mich deshalb schon auf weitere Beiträge!

Gruß Detlef
 
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