Stollenanlage in Wien19 Heiligenstädterstrasse

schurli

Active Member
#21
und der andere ist etwa 2 km westlich davon im Norden des Hugo Wolfsparks, fast direkt an der Krottenbachstrasse. In diesem Fall sind es sogar 2 (glaube ich, da schon lange nicht mehr dort gewesen) gemauerte Eingänge, die aus dem Hang herauswachsen.
Der eine Eingang, gegenüber der Görgengasse, wurde schon vor Jahren zugeschüttet. Von dem Mauerwerk ist nichts mehr zu sehen. Ich war auch schon lang nicht mehr dort, aber als Kinder wollten wir immer wissen wo der hingeht. Leider weiß ich es noch immer nicht... Er geht aber definitiv nicht zum Tunnel der Vorortelinie, wie manchmal von uns vermutet wurde. Diese Seite haben wir damals nämlich gründlich erforscht. ;)
 
#22
Das im Hugo Wolf Park ist ein Luftschutzdeckungsgraben (-stollen) der in den Hügel gebaut wurde. Gesamtlänge etwa 440m. Breite 2m.

lg

Cerberus9
 

schurli

Active Member
#23
@cerberus

Danke für die Information. 440 Meter? Wow, wenn wir das damals gewußt hätten, hätten wir uns mehr Mühe gegeben da reinzukommen...
Das müsste ja dann wirklich fast bis zum Türkenschanzpark und zum Tunnel der Vorortelinie reichen.
 

Anhänge

#24
Hugo Wolf Park

@ Schurli

Nicht nur Du wolltest da hinein ;-) wir haben die Mulde davor dann als Halfpipe zum skaten verwendet....war gar nicht mal sooo schlecht.
Aber schön, endlich zu wissen, was es damit auf sich hat - Danke für die Info, Cerberus.
Hast Du sonst noch Infos darüber ? Weil 440 x 2 x 2(geschätzte Höhe ) m = 1760m³ gräbt man ja nicht so mal eben aus dem Hügel ?!

Danke und schönes WE einstweilen,

Bernhard
 
G

Gerald68

Guest
#26
Hallo Schurli

Die 2x2 Stollen waren damals Üblich eine Verlagerung eines Betriebes scheint mir wenn es nur den Stollen gibt aber unwarscheinlich da mann dazu mehr Platz benötigt hätte als einen 2 meter breiten Stollen.

@ Cerberus9 440m geradlinig oder gesamt länge eines Stollen Systemes ?

mfg Gerald
 
#28
@Gerald68:
Habe ohnehin geschrieben Gesamtlänge.
Der Stollen war nicht geradlinig. Ob er für Gräf&Stift Verwendung fand weis ich nicht.
Nach meinen Infos wurde er von Zivilpersonen aufgesucht deren eigene Keller nicht für LS-geeignet waren.

lg

Cerberus9
 
G

Gerald68

Guest
#29
LS- Stollen

Hallo

Das währe Sehr gut möglich Da sich die Gräf & Stift Werke ja Görgengasse Ecke Weinberggasse befanden ca. 150 meter

Mfg Gerald
 
G

Gerald68

Guest
#30
Hallo

Das habe ich gerade Gefunden beim Stöbern im Internet

Zeitzeugen erzählen, sie hätte das starke Bombardement völlig überrascht, da es hier ja keine militärisch wichtigen Ziele gegeben habe. Dabei haben sie offenbar die "Gräf & Stift"-Fabrik übersehen, an deren in den Gehsteig ragenden Luftschutzbunker sich noch Viele erinnern werden. Gleiches gilt für die Vorortelinie. Sie wurde zwar noch in der Kaiserzeit gebaut, aber schon damals mit der Absicht, Truppen und Kriegsgerät rasch um Wien herum verlegen zu können. Die vom Hugo-Wolf-Park in den Tunnel führenden Versorgungsschächte wurden übrigens im 2. Weltkrieg als Luftschutzräume genutzt.

Zu finden auf: http://www.pfarre-krim.at/geschichte.html

mfg Gerald
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#31
U-Anlage Heiligenstädterstraße 67

Habe mir die Zeit genommen, den "Wichert" zu durchstöbern und bin fündig geworden:

Seite 147, Decknamen - Nachträge 08.01.1945:

"Wilhelmine", Wien II, Heiligenstädterstraße 67, Obj.Nr. 676

Leider kein Hinweis auf Nutzung! Auch Wien II verwirrt ein wenig, aber bei den letzten Decknamen-Einträgen/Nachträgen im Jahr 45 lief es sicher nicht mehr ganz so genau...


@bunkertommy schreibt:
Könnten dort die Gräf&Stift-Werke gewesen sein?Platz wäre ja genug vorhanden.Das der "Parkplatz-Stollen" nicht alles sein kann ist wegen der zahlreichen Türen und Abzweigungen denkbar und einen Schiessstand gibt es ja auch noch irgendwo.Weiss jemand mehr darüber,wie gross diese Stollen wirklich sind?Der Berg mit dem Park ist gross genug,um mehrere Stollen bzw. Fabrikshallen darin zu verbergen.
Hast Du irgendwelche Hinweise/Anhaltspunkte zu Gräf & Stift? Zu dieser Firma lagen ja die beiden Türkenschanzparktunnels der Verbindungsbahn (Decknamen "Drossel" und "Amsel II") viel näher und dort waren andere Firmen etabliert (Saurer, Donauländische Apparatebau Ges. [Donag], Amme-Luther-Seck)... oder waren die eben früher im Rennen um unterirdische Produktionsflächen...?

lg
josef
 
B

bunkertommy

Guest
#32
Hallo Josef!
Nein,habe leider keine Anhaltspunkte wegen Gräf&Stift.War nur ein Verdacht von mir,da ich 1.beim Stöbern mehrmals darüber gestolpert bin und 2.von der Grösse der Röhre fasziniert war,als ich vor Ort gewesen bin.Durch diese Röhre könnten locker zwei LKW`s nebeneinander fahren.
Mfg.Thomas
 
V

velcade

Guest
#33
Die 2 Eingänge im Hugo Wolf Park sind ehemalige Luftschutzbunker und gingen ursprünglich in den Eisenbahntunnel der Verbindungsbahn jetzt Vorortelinie.Meine Großeltern sind dort einige Mal gesessen, bei Luftangriffen.Sie wurden aber abgemauert.Es gibt Gerüchte wonach die Stollen von der Radelmayergasse bis nach Grinzing gehen sollen.In der Plüchlgasse gibt es ebenfalls einen Stolleneingnag unter dem Sportplatz Hohe Warte,der als Garage genutz wird.Die Keller der Fa.Kattus haben nichts mit den Kellern von der Heiligenstädterstraße zu tun.Die Fa.Gräf & Stift war in der Krim -Weinberggasse und wurde in den 80ziger Jahren abgerissen.Dort steht jetzt ein Gemeindebau.In der Radelmayergasse wo jetzt der Gemeindebau steht war bis in die 70ziger eine Weinkellerei die Keller sind Richtung Döblinger Hauptstraße gegangen und gegenüber die Herrenhauskellerei vom Konsum. Im Sievringer Steinbruch gab es im 2.WK eine Flakstellung. Der Bunker ist noch vorhanden , jedoch geflutet.
 
#35
@velcade

Auch von mir ein herzliches Willkommen.

Gleich zum Thema; woher weist du (Quelle), daß im Steinbruch Sievering eine Flakstellung war?

lg

Cerberus9
 
V

velcade

Guest
#36
Danke für die freundliche Aufnahme.Bin schon seit langem ein stiller Leser.Bin 1956 in Döbling geboren und wohne seitdem dort. Meine Grosseltern hatten eine Firma in der Krim ,sie hatten uns oft aus den Kriegstagen erzählt.Mich interessiert vorallem die Geschichte des Bezirks.Ich hätte auch gerne den Fund beim Schloss Cobenzl gemacht.Habe mit einem Freund auch schon über das Forum geplaudert und er hat mir erzählt,das er vor Jahren den Schirach-Bunker mit einem Freund erkundet hat.Das Pläne davon bei der Feuerwache am Steinhof liegen.Es soll aber noch eine Quelle geben wo man die Pläne anschauen kann.wenn ich das jetzt hier reinschreibe,ist dort ein run und die Leute werden sie wegsperren.Ich war in den 70iger Jahren in der Kellergasse in Stammersdorf,oben am Ende wo links die Senderstrasse abbiegt ist rechts ein kleiner Wald,dort hat mir ein Schulfreund damals gesprengte Betontrümmer gezeigt und hat gemeint hier war einmal eine Kaserne. Ich war heuer zufällig wieder in der Gegend die Trümmer sind weg. Es existiert einzig noch betonierte Fläche ein Schutzbunker und Teile einer Strasse .Jetzt lauft eine Stromüberlandleitung über den Wald.Weiss jemand mehr von dort?
lg velcade
 
V

velcade

Guest
#38
Danke Josef.Genauso hat es damals ausgesehen.Leider ist dort fast nix mehr.
War gestern auf www.lexikon-der-wehrmacht.de wenn man Gliederung des Heeres anklickt und dann Einrichtungen,sind Standorteim Wehrkreis angegeben.Wien war Wehrkreis XVII.
lg velcade
 
G

Gerald68

Guest
#39
JA JA.

Wenn alle Spuren Beseitigt sind und Alle Zeugen Tot sind dann wird aus Vergangenheit Geschichte. :gruebel

Mfg Gerald
 
Oben