Tips für Verbandskasten für unter Tage und allgemein?

R

Rossi

Guest
#1
Schönen Abend allerseits:
Da ich in nächster Zeit so einige Touren vorhabe, beschäftige ich mich gerade mit einem Ausrüstungsteil, von dem ich zugeben muß, daß ich es sträflich vernachlässigt habe (und auf der letzten Tour sogar vergessen, große Schande über mich): Einem angepaßten Verbandskasten bzw. Beutel.

Bisher verwende ich in etwa den Inhalt eines normalen Autoverbandkastens, den ich hier wohl nicht weiter aufzählen muß. Diesen hab' ich angereichert durch:
- weitere Mullbinden, Kompressen, wasserfestes Pflaster,zwei (angeblich) bei Wicklung halbwegs wasserdichte Deckbinden;
- zwei lange elastische Binden;
- eine kleine (100ml) Flasche jodbasiertes Desinfektionsmittel;
- Abbindeschlauch (hoffentlich nie nötig);
- zwei dieser anti-Auskühlung-Foliendecken;
- ein Fläschchen starkes Schmerzmittel, 5ml;
- zwei Tabletten Beruhigungsmittel;
- Kleinzeug: eine solide Schere, ein Skalpell, eine Rasierklinge, zwei Pinzetten, eine kleine dieser feststellbaren scherenähnlichen Zängchen;
- ein großes Tuch, dünn, aber stabil; 2m x 2m;
- ein kleiner Spiegel;
- und ein 50ml-Flachmännchen mit gutem Schnaps (lacht nicht).

Was meint ihr? Ist das einigermaßen stimmig; fehlt was, wie würdet ihr eine ausreichende Reserve zur Ersten Hilfe unter Tage zusammenstellen?

Bisher habe ich das alles in einen länglichen Sack verpackt, in dem sich ein zusammengerolltes Tuch mit (nun ja, eher provisorisch) eingenähten Fächern und dem Zeugs befindet - hat einerseits Vorteile, wenn man Platz zum ausrollen hat; wenn nicht ist man sicherlich gearscht, inch'allah.
Wie macht ihr das?

Glückauf!
Rossi
 
#3
Lass vor allen Dingen den Abbindeschlauch raus. Darf man nicht mehr machen, starke Blutungen nur mit Druckverbänden (Blutung,Wundauflage, Verbandspäckchen oder so als Druckstempel, Mullbinde zum fest ziehen). Aus jeden Fall neuen Erste Hilfe Kursus machen!
Wofür soll das Schmerzmittel sein? Willst du da mehrere Tage sein? Es sind doch keine Höhlenforschungen geplant, also gehst man wieder raus (kein Schmerzmittel zum Schlucken wirkt schneller als 10 min.) oder lässt Hilfe holen.
Falls du alleine gehen willst nimm Papiere und sonne große Amitüte mit dem langen Reisverschluss mit :D
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
Mitarbeiter
#4
Da würde ich das "50ml-Flachmännchen mit gutem Schnaps" auf alle Fälle auch rauslassen.....

Wichtig ist vor allem, dass jemand weiß, wo du bist, der draußen auf deinen Anruf wartet. Deadline vereinbaren und unbedingt daran halten!
 

Dieter

Ehrenchefchen
Mitarbeiter
#5
Ich zitiere mal wieder aus dem Handbuch für den Bunkerbekloppten:

4.17. Erste Hilfe

Die beste Ausrüstung hilft nichts, wenn man nicht damit umgehen kann. Im Normalfall ist das nur peinlich, im Bereich der Ersten Hilfe kann es lebensbedrohlich sein. Was mitgenommen wird, hängt also von den Fähigkeiten derjenigen ab, die an der Befahrung teilnehmen.

Mindestausstattung sind die Erste Hilfe- Packs, die bei verschiedenen Outdoorausstattern zu bekommen sind. Es gibt diverse Packs für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Die reichen von Motorradfahrer über den Metzger bis zum Waldarbeiter. Für unsere Zwecke bewährt haben sich die wasserdichten Zusammenstellungen für Motorradfahrer oder Bergsportler. Ergänzt werden sollte das Ganze mit einer Beatmungsmaske. Die gibt es mittlerweile in sehr klein faltbaren und damit gewichtssparenden Ausführungen.
Wer sich die Ausgabe sparen möchte und die Ausrüstung selbst zusammenstellen möchte, sollte zumindest folgende Dinge einpacken:

Zwei Rettungsdecken (wie aus dem KfZ bekannt)
Wasserfeste Pflaster für die kleinen Verletzungen
Ein Verbandspäcken

Das ist nicht viel, dürfte aber für die meisten Notfälle ausreichen. Umfangreichere Befahrungen in Objekten mit höherem Gefährdungspotential (die wir natürlich nicht machen...) bedingen auch einen größeren Aufwand bei der Ausrüstung für die Erste Hilfe. Die Zusammenstellung muß derjenige vornehmen, der die Dinge auch anwenden soll. Von daher ist es immer gut, einen Rettungssanitäter oder einen Sanitätshelfer im Team zu haben.


Irgendwie werde ich das wohl erweitern müssen...

Was in der obigen Aufstellung auch für tagelanges Umherkriechen gar nicht geht:

- Skalpell und Rasierklinge! Wozu?? Nutzt zur Erstversorgung gar nix und ist aus gutem Grund slbst in Profikoffern nicht enthalten.

- zum Abbindeschlauch wurde schon was gesagt, Schnaps dito

- Schmerzmittel und Beruhigungsmittel sind sinnlos, sieht man von was gegen Zahnschmerzen oder Migräne bei mehrtägigen Touren ab

- eine derart große Menge Desinfekt ist witzlos und vor allem schwer

- Ich kann mir keine sinnvolle Verwendung von Arterienklemmen (eine kleine dieser feststellbaren scherenähnlichen Zängchen) in der Erstversorgung
vorstellen

- Spiegel und Tuch kann man weglassen wie eine Pinzette. Das Tuch wäre nur sinnvoll als Bergetuch, dann aber wieder viel schwerer. Was hast du damit vor?? Auch für den Spiegel kann ich mir nichts sinnvolles vorstellen, was nicht auch anders ging.

Bei den Binden, Kompressen etc. kann man sicher viel weglassen. Neben Pflaster (am besten Aluderm) sind elastische Binden wichtig.

In deiner Aufstellung oben fehlen das obligatorische Verbandspäcken und eine faltbare Beatmungsmaske. Die wiegt heute noch um die 7 Gramm... Bei längeren Unternehmungen vielleicht auch noch Kältespray, wenn man damit umgehen kann.

Zu bedenken ist wohl auch, das Zeugs wiegt was, man muß es tragen. Etliche Dinge aus der Aufstellung können durch andere Werkzeuge ersetzt werden, die man eh mit hat (haben sollte). Die Pinzette läßt sich fast immer bei der Erstversorgung durch das Multitool ersetzen. Nur so als Beispiel.

Beispiel für eine sinnvolle Zusammenstellung (die in obigem Sinne abgespeckt/ergänzt werden kann) ist das SCOUT Sport- und Freizeit-Notfallset. Lohnt aber nur bei sehr langen Unternehmungen unter Tage.

Hoffe, ich habe nichts wesentliches vergessen...

Gruß

Dieter
 
B

Bastler

Guest
#6
EKG,Defi,Inkubator,Zahnbohrer....ach ja und ein paar hübsche Krankenschwestern sollten auch noch mit...dann bist du wirklich für alle Eventualitäten gerüstet :p
 
D

dg0ocg

Guest
#8
Am besten den Eingang so erweitern, daß man mit dem RTW gleich bis ganz hinten hin fahren kann. :D

Ok, aber mal im Ernst.

Ich finde es gut, daß überhaupt mal jemand die Frage nach der Ersten Hilfe stellt.

@Rossi

Wenn Du Desinfektionsmittel mitnehmen willst, dann laß es Dir in Plasteflaschen geben. Die gehen halt einfach nicht kaputt. Ich hatte mal welches (Name kann ich Dir nicht mehr sagen), daß war in kleinen schraubbaren Plasteampullen. Kam glaub ich von der BW.

Du kannst Dich auch an solchen kommerziellen Produkten orientieren:

http://www.globetrotter.de/de/shop/...3167&GTID=9f2d2144abf936e422881ca89047911fa32

bis denne

Timm
 
#9
Tach auch

das mit den Schmerzmitteln würde ich aber anders sehen und sicherlich dabei haben.
Warum?
Na es ist doch so, das wenn man sich Untertage verletzt, ersteinmal versuchen wird möglichst ohne fremde Hilfe (also nur mit Kameradenhilfe) wieder zurück ans Tageslicht zu kommen. Und ich bin davon überzeugt, das hier ein Schmerzmittel, auch wenn dies erst nach Minuten wirkt, dabei sehr hilfreich sein kann.
Selbst in einem Falle in dem eine eigene Rettung nicht mehr möglich ist, kann es sein das die Rettungskräfte ja erst nach Stunden bei einem sein können, und warum soll man da unnötigen Schmerz noch aushalten müssen?
 

otto

... nicht mehr im Dienst.
Mitarbeiter
#10
Joe hat geschrieben:
...
Wichtig ist vor allem, dass jemand weiß, wo du bist, der draußen auf deinen Anruf wartet. Deadline vereinbaren und unbedingt daran halten!
Oh ja, da ist was drann !
Unbedingt für die "Alleingänger" zu empfehlen. Via "GSM-Schwatzholz" einer Person des Vertrauens sagen wo man sich aufhält, am Besten schon mal vorher erklären wo es genau ist - bei "überfallartigen" Anrufen ... "ich geh jetzt mal da oder dort rein" merkt sich meist der Angerufene nicht immer worum es eigentlich geht; zumal wenn derjenige auch noch vollkommen ortsfremd ist und viele km entfernt sitzt.
Wenn dann dabei was schiefgeht ... :gruebel - nicht drann zu denken.

Gruß
Gerd
 
R

Rossi

Guest
#11
dg0ocg hat geschrieben:
Ich finde es gut, daß überhaupt mal jemand die Frage nach der Ersten Hilfe stellt.
Sagen wir: Man bemüht sich!
Aber eines hätte ich wohl etwas deutlicher ausdrücken sollen, und dafür bitte ich um Entschuldigung; mein Fehler: Der 'Kasten' soll nicht nur rein für Befahrungen dienen, sondern auch andere Touren wie zB, nun ja, Wandertouren, Klettertouren (obwohl ich nicht mehr klettere, geh' ich manchmal mit) usw. dienen.

dg0ocg hat geschrieben:
Wenn Du Desinfektionsmittel mitnehmen willst, dann laß es Dir in Plasteflaschen geben. Die gehen halt einfach nicht kaputt. Ich hatte mal welches (Name kann ich Dir nicht mehr sagen), daß war in kleinen schraubbaren Plasteampullen. Kam glaub ich von der BW.
Ich hab' es in eine dieser... Polyäthylen?... Chemikalientropfflaschen mit aufgesteckter Kappe abgefüllt. Tut bisher sehr gut, und der Stöpsel sitzt bombenfest (da hatte ich zuerst Bedenken).

Vielen Dank für das Link, und auch die anderen, die mir Links schreiben; ich werde sie mir gleich in Ruhe anschauen.

Hägar hat geschrieben:
Lass vor allen Dingen den Abbindeschlauch raus. [...] Aus jeden Fall neuen Erste Hilfe Kursus machen!
Du hast recht. Wenn meine Kenntnisse hier veraltet sind, dann womöglich auch woanders. Ich werde mich in Ruhe umschauen und einen belegen; die nächste große Tour ist noch hin.

Dieter hat geschrieben:
- Schmerzmittel und Beruhigungsmittel sind sinnlos, sieht man von was gegen Zahnschmerzen oder Migräne bei mehrtägigen Touren ab
Wie gesagt, ich habe wohl schlecht ausgedrückt, daß es auch für Touren sein soll. Und da hat sich das Schmerzmittel schon ganz gut bewährt, wie zB als einer in den Vogesen auf ein Steinchen im Mampf biß, und es ihm einen kompletten Backenzahn zerbröselt hat. Der war echt fertig mit der Welt.

Dieter hat geschrieben:
- eine derart große Menge Desinfekt ist witzlos und vor allem schwer
Gewicht ist nicht soo wichtig, weil ich ein ziemlicher Brocken bin, aber du hast nicht unrecht. Ich kann's zumindest in eine 50er umfüllen, das reicht auch.

Dieter hat geschrieben:
- Ich kann mir keine sinnvolle Verwendung von Arterienklemmen (eine kleine dieser feststellbaren scherenähnlichen Zängchen) in der Erstversorgung vorstellen
Ich dachte, ich könne sie brauchen, um etwa Verbandsenden oder so kurzzeitig aneinander festzuklemmen. Aber sie kann wohl raus.

Dieter hat geschrieben:
- Spiegel und Tuch kann man weglassen wie eine Pinzette. Das Tuch wäre nur sinnvoll als Bergetuch, dann aber wieder viel schwerer. Was hast du damit vor?? Auch für den Spiegel kann ich mir nichts sinnvolles vorstellen, was nicht auch anders ging.
Das Tuch dachte ich zum Zerschneiden evtl. Der Spiegel (so 3x4cm) hatte lustigerweise schon so seine Einsätze, damit man sich hinterher anschauen kann. Da hat's mir mal kräftig einen Ast über die Stirn gezogen (ein Schnitt), und ich war durchaus beruhigt, als ich mir's anschauen konnte, vor und nach der Pflasterung. Aber womöglich wäre der in einem anderen Abteil besser aufgehoben, wie zB Kulturbeutel (da einen reinzutun, auf die Idee kam ich erst gar nicht:).

Dieter hat geschrieben:
Bei den Binden, Kompressen etc. kann man sicher viel weglassen. Neben Pflaster (am besten Aluderm) sind elastische Binden wichtig.
Hab' ich die elastischen Binden nicht aufgeführt? Muß gleich mal nachschauen.

Dieter hat geschrieben:
In deiner Aufstellung oben fehlen das obligatorische Verbandspäcken und eine faltbare Beatmungsmaske. Die wiegt heute noch um die 7 Gramm... Bei längeren Unternehmungen vielleicht auch noch Kältespray, wenn man damit umgehen kann.
Diese Masken schau' ich mir mal an (7g sind ja wirklich wenig). Verbandspäcken hab' ich (vergaß ich wohl), ein großes und zwei kleines, aluminiumbedampft anti-kleb. Und nun ja, Kältespray: Ich habe Zweifel, ob ich damit richtig umgehen kann, und nicht evtl. mehr schade als nutze. Dennoch, wenn du es für wertvoll hältst, werd' ich mich mal schlaumachen drüber.

Joe hat geschrieben:
Wichtig ist vor allem, dass jemand weiß, wo du bist, der draußen auf deinen Anruf wartet. Deadline vereinbaren und unbedingt daran halten!
Ich mache es nie anders, in der Tat sehr wichtig; und ich gebe den Leuten genaue Beschreibungen, was sie machen sollen und wo usw..

Vielen Dank für eure Tips!

Glückauf,
Rossi

PS. Das Schnäpschen ist eher für die Helfer nach getaner Hilfe;).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Dieter

Ehrenchefchen
Mitarbeiter
#13
Noch mal zur Frage: Medikamente ja, nein vielleicht - und wenn ja, was für welche?

Ich hab in diversen Praktika im Rettungsdienst viel Elend gesehen. Und ich möchte es mal so zusammenfassen: Das meiste Elend rührte nicht daher, daß wer was falsches bei der Erstversorgung gemacht hätte. Meist war der Auslöser, das gar nichts gemacht wurde. Wenn allerdings im Vorfeld Medikamente gegeben wurden, hat das in den meisten Fällen eine notärztliche Behandlung erheblich erschwert. Der konnte dann nicht mehr so behandeln, wie es eigentlich zweckmäßig gewesen wäre. Oder noch schlimmer: Es werden Symptome verfälscht, was zu nachfolgend falscher Behandlung führt.

Ich bin also erst einmal gegen Medikamentengabe durch Nicht-Notärzte bei der Erstversorgung. Ausgenommen die paar Dinge, die der ausgebildete RS/RA machen kann und manchmal auch einfach muß.

Ich gebe aber auch Hoefo Recht: Irgendwie muß man ja raus aus der Anlage und wenn das mit Unterstützung der Kameraden irgendwie geht, dann wird man das aus nachvollziehbaren Gründen heraus natürlich auch versuchen. Man braucht also was für zwei Fälle: Akute Erkrankung und Unfall.

Bei wirklich akuter Erkrankung hat man unter Tage fast keine Chance. Die Mehrzahl der Erkrankungen kommt aber nicht von heut auf morgen. Die meisten Betroffenen wissen davon. Sie müssen angehalten werden, die entsprechenden Notfallmedikamente auch wirklich mitzunehmen. Und natürlich sollte die Gruppe Bescheid wissen.

Für die Unfallgeschichten machen nur starke Schmerzmittel Sinn, sieht man von der Gelonida für die leichteren Dinge ab. Und hier hat es ein Problem: Das sind meistens Stoffe, die dem BtmG unterliegen und die damit besonders verschreibungspflichtig sind. Man kommt nicht ran. Fortral wäre so ein Medikament. Nach rektaler Gabe wirkt es nach 10 bis 20 Minuten für 3 bis 5 Stunden. Das sollte reichen. Aber wie gesagt, man kommt nicht ran. Einzig Tramadol ist noch auf normales Rezept erhältlich, in der Wirkung aber wesentlich schwächer und wegen einiger Wechselwirkungen ins Gerede gekommen. Nun ist wenig besser als gar nichts. Die meisten von uns werden sich aus den genannten Gründen wohl auf "normale" Schmerzmittel verlassen müssen...

Gruß

Dieter
 
#14
Moin!
Normale Schmerztabletten müssen mit, und natürlich Durchfallstopper. Pflaster, Verbände etc. habe ich noch nie gebraucht(nehme sie aber trotzdem mit). Aber Kumpel mit plötzlichen Kopfschmerzen oder Scheisserei(liegt es an der Campingverpflegung?) erlebe ich oft. Traubenzucker finde ich auch wichtig, fällt aber mehr unter Proviant.

Glückauf!
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#15
Passt irgendwie auch dazu:
Durst macht Schmerzen schlimmer

Wer sich mit dem Hammer auf den Daumen geklopft hat, sollte als erstes einen Schluck Wasser zu sich nehmen - das könnte den Schmerz lindern. Denn wer durstig ist, empfindet Schmerz stärker, wie eine Studie zeigt...
mehr...
 
R

Rossi

Guest
#16
So, erstmal vielen Dank für die Kritik und die Anregungen!

Ich habe mich bemüht, die Sache nochmal zu durchdenken, und habe daher folgende Änderungen ausgeführt:
- Was die Medikamente angeht: Das Schmerzmittel werde ich nach wie vor weiterhin mitführen, und auch die beiden Beruhigungstabletten. Beides wiegt sehr wenig und nimmt kaum Raum weg. Nicht, daß ich damit jemals leichtfertig umgegangen wäre (siehe zerbröselten Zahn und der Fall, daß es einer schaffte, sich mit meinem Klappspaten einen Handballen zu zerquetschen), aber ich habe mir Dieters Kritik betreffs eventueller notärztlicher Behandlung zu Herzen genommen, und werde mich bemühen, damit äußerst sorgsam umzugehen.
- Die Klemmzange und die Rasierklinge habe ich ausrangiert.
- Desinfektion habe ich auf 30ml reduziert.
- Der Spiegel ist kosmetisch und kommt in den Kulturbeutel, und damit raus aus dem Nötigsten. Es ist wahr: Ein Verbandssack hat klein zu sein.
- Ich habe die 'Heizung' unterschätzt. Daher habe ich eine Rolle (5 Stück) Teelichter hinzugefügt, und dazu 20 Tabletten Esbit (Trockenspiritus).
- Den Abbindeschlauch habe ich ausrangiert; wegen meiner offensichtlich veralteten Erste-Hilfe-Kenntnisse belege ich baldigst einen aktuellen Kurs.
- Für akute Erkrankungen kann ich mich schlecht vorbereiten; das habe ich also nicht vorbereitet.
- Eine weitere Foliendecke; wiegt ja nix.
- Eine Beatmungsmaske, obwohl die, die ich kaufte, ca. 30g wiegt:).
- Zwei weitere alubedampfte Päcken; eine groß, eine klein.

Da ich manchmal mit einem Hochallergiker (Bienen usw.) und einem Zuckerkranken unterwegs bin, habe ich ein weiteres, ganz kleines Säckchen gerichtet, das ich mitnehme, wenn einer von beiden mitkommt. Das enthält:
- Eine Spritze Cortison,
- Mehrere Stücke Traubenzucker,
- Eine Spritze Insulin.

Besser so, alles in allem?

Glückauf,
Rossi
 
S

Sepp

Guest
#17
Auffi!
Ich kenne jemanden vom älteren Semester,der hat immer noch ne Packung Aspirin(ASS)dabei.Wegen Infarkt.
Gut finde ich wirklich,Loperamid dabei zu haben. :eek:
 
#18
der Thread ist zwar schon ein bisschen her, aber zum Nachlesen super

ich würde noch einige Paare (Ersatz-)Einmalhandschuhe einpacken, haben ja nur ein paar Gramm und nehmen nicht viel Platz weg

Latexhandschuhe reißen leicht beim Anziehen, vorallem wenn sie schon ein bißchen älter sind und außerdem hab ich selten saubere Hände/Finger, wenn ich irgendwo (vorallem Untertag) unterwegs bin, möchte ja keinen zusätzlichen Schmutz oder Keime in die Wunde bringen, vom Selbstschutz mal abgesehen

es könnte theoretisch auch passieren, dass es mehrere Verletzte gibt, dann kann ich zwischen den Verletzten die Handschuhe wechseln und übertrage nichts

es wäre wirklich toll, sollte etwas passieren und man muss helfen, dass DANACH, wenn alle versorgt und in Sicherheit sind bzw den Rettungskräften übergeben wurden, sämtliche Verpackungen und so eingesammelt und mitgenommen werden
 
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