Trumps Interesse an Grönland, die Rückgewinnung der Kontrolle über den Panamakanal und "kratzt" sogar an der Souveränität Kanadas

josef

Administrator
Mitarbeiter
#21
EU hilft Grönland
Stationierung von Soldaten „starkes Signal“
1768562964292.png

Vor dem Hintergrund der US-Drohungen zur Übernahme Grönlands hat am Donnerstag auf der Arktik-Insel eine Erkundungsmission mehrerer europäischer NATO-Länder begonnen. So will man den USA zeigen, dass man Sicherheitsbedenken ernst nehme. Frankreich etwa sprach von einem „starken politischen Signal“ und stationierte bereits eigene Soldaten. Warnende Töne kamen unterdessen aus Russland.
Online seit gestern, 21.21 Uhr (Update: heute, 11.32 Uhr)
Teilen
Die bis Samstag geplanten Erkundungen werden explizit nicht als NATO-Mission bezeichnet. „Ein erstes Team französischer Soldaten ist bereits an Ort und Stelle und wird in den nächsten Tagen durch Land-, Luft- und Seestreitkräfte verstärkt“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag. Die Europäer hätten in Grönland eine „besondere Verantwortung“.

„Frankreich und Europa müssen ihre Interessen verteidigen, wo immer sie bedroht sind, ohne die Eskalation zu suchen“, so Macron. Frankreich habe daher entschieden, sich an der von Dänemark lancierten Militärübung in Grönland zu beteiligen. Er prangerte „einen neuen Kolonialismus“ bei „manchen aufseiten der Alliierten“ an, ohne Namen zu nennen.

15 französische Soldaten in Nuuk
Etwa 15 französische Soldaten seien bereits in der grönländischen Hauptstadt Nuuk eingetroffen, sagte der französische Botschafter für den Nord- und Südpol, Olivier Poivre d’Arvor. Die Gebirgsjäger sollten eine gemeinsame Militärübung mit Soldaten anderer europäischer Länder vorbereiten. „Das ist ein starkes politisches Signal.“ Ziel sei es, „den USA zu zeigen, dass die NATO in Grönland präsent ist“. Zugleich gebe es weiter Gespräche mit den USA.

Ein Krisentreffen zwischen den USA, Dänemark und Grönland in Washington war am Mittwoch ergebnislos zu Ende gegangen, US-Präsident Donald Trump hält nach dänischen Angaben an seinen Plänen zur Aneignung von Grönland fest. Der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen sagte nach dem Treffen, Trump wolle Grönland weiterhin „erobern“.

Beteiligung von Schweden und Norwegen
Die deutsche Bundeswehr hatte am Mittwoch die Entsendung von 13 Soldaten nach Grönland auf Einladung Dänemarks angekündigt, diese sollen am Freitag eintreffen. Den Angaben zufolge sollen sie dort die „Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region“ erkunden. Dabei gehe es etwa um Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung. Entscheidend dabei sei die enge Abstimmung mit den US-Partnern.

Auch die NATO-Länder Schweden und Norwegen kündigten ihre Beteiligung an der Mission an. Die Kommandeure hätten den Auftrag, die nächsten Etappen des Manövers „Operation Arctic Endurance“ vorzubereiten, schrieb Regierungschef Ulf Kristersson auf der Plattform X. Insgesamt seien daran Tausende Soldaten aus „mehreren verbündeten Ländern“ beteiligt.

Polen und Spanien zurückhaltend
Es werde erwartet, „dass ab heute und in den kommenden Tagen mehr NATO-Soldaten in Grönland präsent sein werden“, sagte Grönlands Vizeregierungschef Mute Egede am Mittwoch zu Journalistinnen und Journalisten. Es werde unter anderem „mit mehr Flugzeugen und Schiffen gerechnet“. Er fügte hinzu, es würden „Übungen“ abgehalten.

Polen werde keine Soldaten nach Grönland entsenden, sagte Ministerpräsident Donald Tusk. Ein Angriff eines NATO-Landes auf das Territorium eines anderen Landes wäre „das Ende der Welt, wie wir sie kennen“, fügte er aber zugleich Richtung Washington hinzu. Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles schloss eine spanische Beteiligung nicht aus, mahnte aber zur Vorsicht.

Reuters/Janis Laizans
Dänemark kündigte an, seine Militärpräsenz auf Grönland zu verstärken

EU: Dänemark könnte im Ernstfall Beistand verlangen
Unterdessen stellte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas fest, Deutschland und die anderen EU-Staaten könnten auf Antrag Dänemarks Beistand leisten müssen. Grönland sei Teil des Hoheitsgebiets des Königreichs Dänemark und falle daher grundsätzlich unter die Klausel der gegenseitigen Solidarität nach Artikel 42, Absatz 7 des EU-Vertrags, sagte die Sprecherin gegenüber der dpa.

Zugleich betonte sie, dass sich die Frage einer Anwendung derzeit nicht stelle. Grundsätzlich gilt eine militärische Konfrontation als sehr unwahrscheinlich, weil sich vermutlich niemand mit der mächtigsten Militärmacht der Welt anlegen würde. Brisant ist die öffentliche Festlegung dennoch.

Von der Leyen sichert Grönländern Unterstützung zu
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sicherte Grönland jedenfalls weitere Unterstützung der EU zu: „Grönland kann politisch, wirtschaftlich und finanziell auf uns zählen.“ Deshalb verstärke die EU ihre Investitionen und die Unterstützung Grönlands. Sie verwies dabei auf Budgetpläne, laut denen der Umfang der finanziellen Unterstützung für Grönland verdoppelt werden soll.

Dänische Regierungschefin: Situation ernst
Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sagte am Donnerstag, es bestehe weiter eine „grundlegende Meinungsverschiedenheit, da die Ambitionen der USA, Grönland zu übernehmen, nach wie vor bestehen“. Die Situation sei ernst, und Dänemark werde sich weiter darum bemühen, „zu verhindern, dass dieses Szenario Realität wird“. Kurz vor dem Krisentreffen im Weißen Haus hatte auch die dänische Regierung angekündigt, ihre Militärpräsenz auf Grönland zu verstärken. Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark, das wie die USA Teil der NATO ist. Eigene Streitkräfte hat die Arktis-Insel nicht.

Trump mit Warnung vor Russland und China
Trump hatte seinen Anspruch in den vergangenen Tagen nicht zuletzt geopolitisch begründet: „Wenn wir Grönland nicht nehmen, werden es Russland oder China tun, und das werde ich nicht zulassen“, sagte er. Der US-Präsident schloss auch militärische Mittel nicht aus.
Laut Rasmussen sind derzeit etwa 200 US-Soldaten in Grönland stationiert. Während des Kalten Krieges waren zu Spitzenzeiten rund 10.000 US-Soldaten auf Grönland. Sowohl die dänische als auch die grönländische Regierung hatten Washington angeboten, dass die USA ihre Militärpräsenz auch ohne Annexion erhöhen könnten. Die Europäer wollen die USA davon überzeugen, dass Grönland am besten im Rahmen der NATO geschützt werden kann.

IMAGO/Ritzau Scanpix/Thomas Traasdahl (Archivbild)
Bereits jetzt sind die USA auf Grönland militärisch präsent

Russland „besorgt“
Russland äußerte sich am Donnerstag angesichts der NATO-Präsenz in Grönland „besorgt“. „Die Entwicklung in den hohen Breitengraden bereitet uns große Sorge“, sagte die russische Botschaft in Belgien. Die westliche Militärallianz verstärke ihre Präsenz dort „unter dem falschen Vorwand einer zunehmenden Bedrohung durch Moskau und Peking“. Zugleich warnte die Sprecherin des russischen Außenministeriums vor einem Übergehen russischer Interessen in der Arktis.

Russland betrachtet Grönland als dänisches Territorium. Die Sicherheitslage um die Insel sei aus Sicht des Völkerrechts „außergewöhnlich“, erklärte das Präsidialamt in Moskau am Freitag zudem.
16.01.2026 red, ORF.at/Agenturen

EU hilft Grönland: Stationierung von Soldaten „starkes Signal“
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#22
Grönland
„Tech-Bros“ befeuern Trumps Politik
1768988911573.png

US-Präsident Donald Trump begründet sein Streben nach Grönland mit nationalen Sicherheitsinteressen und riskiert damit eine Spaltung der NATO und einen Konflikt mit der EU. Hinter seinem Vorgehen, das Gewalt nicht ausschließt, stehen auch die Interessen und der wachsende Einfluss von Trumps größten Wahlkampfspendern und Investoren, darunter „Tech-Bros“ aus dem Silicon Valley und Milliardäre wie der Kosmetikerbe Ronald S. Lauder.
Online seit gestern, 23.26 Uhr
Teilen
Lauder, ehemaliger US-Botschafter in Österreich und wichtiger Unterstützer Trumps, soll den US-Präsidenten bereits in dessen erster Amtszeit Ende 2018 auf die Idee gebracht haben, Grönland zu kaufen bzw. zu übernehmen. Darüber berichtete Trumps ehemaliger Sicherheitsberater John Bolton. Seither investierte Lauder in mehrere Projekte auf Grönland.

Laut einem Bericht der dänischen Zeitung „Politiken“ war ein Unternehmen, das „Luxus“-Quellwasser exportiert, darunter. Zu den Eigentümern gehört der Ehemann der amtierenden grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeldt und lokale Vorsitzende der grönländischen Regierungspartei Siumut, Jörgen Waever Johansen.

IMAGO/ZUMA Press Wire/Lev Radin (Archivbild)
Milliardär Lauder brachte Trump bereits in dessen erster Amtszeit auf die Idee, Grönland zu kaufen

Strategie und Kontrolle
Lauders Investitionen haben eher „keine wirtschaftliche Substanz“, sagte der Arktis-Sicherheitsexperte Marc Jacobsen vom Royal Danish Defence College. „Wichtig ist hier die enge Verbindung zu grönländischen Entscheidungsträgern. Es geht um Strategie und darum, Kontrolle zu erlangen.“
In einem Kommentar für die „New York Post“ im Februar 2025 schrieb Lauder, dass Trumps Grönland-Konzept „nie absurd“, sondern „strategisch“ gewesen sei. Es gebe einen „Schatz“ an Seltenerdmetallen, die für KI und moderne Technologie unerlässlich seien. Er appellierte an die USA, mit Grönland eine „strategische Partnerschaft“ anzustreben.

„Oligarchische Interessen“
Auch andere Milliardäre nahmen offenbar Trumps Grönland-Ambitionen zum Anlass, verstärkt dort zu investieren. Das US-Politmagazin „New Republic“ schrieb von „oligarchischen Interessen“, die hinter dem Streben nach Grönland stehen. Dazu zählen etwa die Gold- und Zinkvorkommen und wichtige Seltenerdmetalle. Viele der Milliardäre und Investoren, die sich in den letzten Jahren hinter Trump gestellt haben, würden von deren Abbau profitieren, hätten sie doch beispielsweise in Bergbauunternehmen in Grönland investiert, so das Magazin.

Dazu zählt beispielsweise das US-Bergbau- und -Technologieunternehmen KoBold Metals. 2019 begannen Tech-Milliardäre, darunter Amazon-Chef Jeff Bezos und Microsoft-Gründer Bill Gates, zu investieren, berichtete das „Forbes“-Magazin. OpenAI-Chef Sam Altman gab dem Unternehmen 2022 Geld. Auch Meta-Chef Mark Zuckerberg dürfte unter den Investoren gewesen sein.

KoBold Metals gab gegenüber „Forbes“ kürzlich an, keine Explorationsrechte, kein Personal und keine Aktivitäten in Grönland zu haben. Es betrieb allerdings ein Joint Venture mit einem grönländischen Partner und betrieb dessen Angaben zufolge 2022 „hochwertige Explorationsaktivitäten im Wert von etwa 13,4 Mio. US-Dollar“ (rund 11,5 Mio. Euro).

APA/AFP/Getty Images/Marco Bello (Archivbild)
Palantir-Gründer Thiel unterstützt nahezu regellose „Freiheitsstädte“

Libertäre Ideen für Grönland
Abseits der Ressourcen haben manche Tech-Milliardäre auch andere Interessen. PayPal- und Palantir-Gründer Peter Thiel investierte laut „Forbes“ etwa bereits 2021 in das Unternehmen Praxis, das auf Grönland eine „Freiheitsstadt“ („Freedom City“) errichten möchte. Auf seiner Homepage nennt Praxis das Ziel, „die westliche Zivilisation wiederherzustellen“. Kritiker sehen in der Idee dieser „Freiheitsstädte“ Orte ohne Kontrollen, an denen das Kapital über Demokratie und Menschenrechte gestellt wird.

Thiel will schon lange „demokratischer Aufsicht entkommen“ und machte sich für eine Kolonisierung des Weltraums und Gemeinschaften in nicht von einem Staat regierten Meeren (Seasteading) stark. Laut Reuters zählt Thiel zu den führenden Befürwortern und Finanziers dieser Stadtstaatenbewegung, die einen Außenposten in Grönland unterstützen.

Sein Sprecher dementierte zwar, dass Thiel in Pläne und Diskussionen zu Grönland involviert sei. Allerdings investierte Thiel in Pronomos Capital, das mehrere dieser Stadtstaatenprojekte gestartet hat und das wiederum Praxis Geld zur Verfügung stellte. Grönland soll nach den Praxis-Plänen zu einem „Hub für künstliche Intelligenz, autonome Fahrzeuge, Weltraumstarts, Mikrokernreaktoren und Hochgeschwindigkeitszüge“ werden, berichtete Reuters bereits im April über die libertäre Utopie.

Reuters/Ida Marie Odgaard
Musk- und Thiel-Vertrauter Howery wurde unter Trump US-Botschafter für Dänemark

Teststandort für Marskolonisierung
Hinter Praxis steht der ehemalige Surfprofi Dryden Brown, der neue Städte ohne regulatorische Aufsicht und finanzielle Kontrolle schaffen will. Dafür braucht es ein Territorium. Bisherige Bemühungen etwa in Honduras und Nigeria scheiterten. Dennoch erhielt Brown bedeutende Finanzmittel großer US-Investoren, darunter der Risikokapitalgeber und Palantir-Mitbegründer Joseph Lonsdale und OpenAI-Chef Altman über seinen Fonds Apollo Ventures.

Aufgeschlossen gegenüber der Idee der „Freedom City“ dürfte sich Berichten zufolge auch Ken Howery zeigen, der PayPal-Mitgründer und Freund von Tech-Milliardär Elon Musk. Er wurde Anfang vergangenen Jahres US-Botschafter in Dänemark. Eine seiner Aufgaben: Verhandlungen über den Erwerb Grönlands führen. Für Praxis-Mitgründer Brown ist Grönland und seine raue Umgebung ein guter Teststandort für die Kolonisierung des Mars, die zu einer der größten Ambitionen von Musk zählt.
21.01.2026, sile, ORF.at/Agenturen

Links:
Ronald Lauder – Wikipedia
Jeff Bezos – Wikipedia
Elon Musk – Wikipedia
Peter Thiel – Wikipedia
Bill Gates – Wikipedia
Mark Zuckerberg – Wikipedia
Sam Altman – Wikipedia
Joe Lonsdale - Wikipedia
Praxis (proposed city) - Wikipedia
Praxis
„New Republic“-Artikel

„Forbes“-Artikel
Grönland: „Tech-Bros“ befeuern Trumps Politik
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#23
Kehrtwende bei Grönland
EU erleichtert, aber „wachsam“
1769172673694.png

Beim Sondergipfel in Brüssel Donnerstagabend haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs erleichtert gezeigt, aber auch Wachsamkeit eingemahnt. Zudem wurde betont, das transatlantische Bündnis erhalten zu wollen. Initiiert wurde das Treffen noch vor der vorläufigen Beilegung des Streits mit den USA über Grönland.
Online seit gestern 22.01.2026, 22.37 Uhr (Update: heute, 0.54 Uhr)
Teilen
Ursprünglich wollten die Europäer über mögliche Gegenmaßnahmen zu den angekündigten Zöllen von US-Präsident Donald Trump beraten. Mit dem von ihm angekündigten Rahmenvertrag zu Grönland seien nun auch die angedrohten Zölle vom Tisch, so Trump Mittwochabend. Die Gründe für den Rückzieher nannte Trump nicht. Auch Details zu dem angekündigten Vertrag blieben bisher offen.

Am Abend kündigte Trump auf dem Rückweg von Davos in die USA an, dass die USA bei der Sicherheit Grönlands künftig mit der NATO zusammenarbeiten wollen. Man werde das gemeinsam mit dem Bündnis machen: „Das ist wirklich so, wie es sein sollte.“

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte nach dem Gipfel an, dass die EU ihre Präsenz in der Arktis ausbauen und sich künftig entschlossener gegen Druck von außen zur Wehr setzen wolle. „Wir arbeiten daran, die Beziehungen zwischen der EU und Grönland zu verbessern, und in diesem Zusammenhang wird die Kommission bald ein umfassendes Investitionspaket vorlegen.“

Die EU habe zu wenig in die Sicherheit investiert, man müsse die „Anstrengungen verstärken“. Die Beziehungen zu Partnern in der Region wie Großbritannien, Kanada, Norwegen und Island müssten zudem gestärkt werden. Das sei zu einer „echten geopolitischen Notwendigkeit“ geworden.

Macron: „Wachsam bleiben“
Es sei ein „gutes Ergebnis“, sagte der deutsche Kanzler Friedrich Merz nach dem Gipfel in Brüssel. Der französische Präsident Emmanuel Macron mahnte aber, trotz der „akzeptableren“ Situation „wachsam“ zu bleiben. Mehrere Staats- und Regierungschefs und -chefinnen hoben die Geschlossenheit Europas hervor. Wenn Europa mit Einheit reagiere, „kann es sich Respekt verschaffen“, so Macron.

Er spielte damit vor allem darauf an, dass die EU klargemacht hatte, dass sie in diesem Fall die Erpressungsversuche mit den zusätzlichen Zöllen nicht akzeptieren will. Hätte Trump seine Ankündigungen wie geplant zum 1. Februar umgesetzt, wären so möglicherweise bereits ab dem 7. Februar Sonderzölle auf US-Warenexporte im Wert von 93 Milliarden Euro erhoben worden.

„Wir haben etwas gelernt“
„Wir haben etwas gelernt“, sagte auch die dänische Premierministerin Mette Frederiksen. Wenn Europa zusammenstehe, könnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Die letzten Tage hätten gezeigt, wie stark die EU sei, wenn sie geeint auftrete. Sie dankte in Brüssel explizit für diese Unterstützung. Die EU müsse nun Konsequenzen ziehen und ihre Verteidigungs- und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit stärken, sagte Merz.

Dänemark habe zudem die NATO gebeten, in der Arktis präsenter zu sein. Es brauche eine permanente NATO-Präsenz um Grönland, so Frederiksen. Schon zuvor hatte sie sich zu Verhandlungen mit den USA bereiterklärt, nicht aber zu Fragen der Souveränität. Der europäische Teil der NATO müsse in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen, sagte auch Merz. Zudem brauche es eine wettbewerbsfähige Volkswirtschaft in Europa.

EU-Ratspräsident Antonio Costa sagte, die EU werde sich weiterhin gegen jede Form von Nötigung verteidigen und für ihre Interessen, ihre Mitgliedsstaaten und ihre Bürger eintreten: „Sie hat die Macht und die Instrumente, um das zu tun und wird das auch tun, wenn es nötig ist.“

Beziehung zu USA schützen
Die Beziehungen zwischen den USA und der EU hätten in der vergangenen Woche „einen schweren Schlag erlitten“, sagte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Aber Uneinigkeiten zwischen Verbündeten wie den USA und der EU würden nur Gegnern wie Russland nützen.

Auch Kanzler Christian Stocker (ÖVP) sprach von einer „sehr schwierigen Phase“ der transatlantischen Partnerschaft. Die Zukunft werde zeigen, ob der Schaden „permanent oder temporär ist“. Die Zölle seien „eine neue Bedrohung“, auf die es eine Antwort brauche. Die Rücknahme der militärischen Bedrohung und der angedrohten Zölle sei jedenfalls „ein Schritt in die Deeskalation“ und zu begrüßen. Es sei „der richtige Schritt, der hier gesetzt wird“.

Zugleich warben die Staats- und Regierungschefs darum, die Beziehung zu den USA zu schützen – auch mit Blick auf die NATO. Es müsse versucht werden, das Verteidigungsbündnis zu erhalten, meinte etwa Merz: „Dieses transatlantische Bündnis gibt man nicht so einfach auf.“ Es habe nicht nur militärische, sondern auch politische Bedeutung.

Lehne: EU hat „systematisch nachgegeben“
Europa müsse sich die Frage stellen, ob die Strategie, die gegenüber den USA angewandt wurde, sinnvoll gewesen ist, analysierte der EU-Experte Stefan Lehne vom Carnegie Institute in Brüssel am Donnerstag im ZIB2-Interview. Im ersten Jahr Trumps habe die EU in vielen Bereichen „systematisch nachgegeben“. Als Lohn für das Appeasement, manche sprächen auch von Unterwerfung, sei Europa von Trump immer schlechter behandelt worden.

Die Katastrophe sei nun abgewendet, aber das Problem sei noch da, sagte Lehne. Der Sondergipfel sei ein guter Anlass, zu überlegen, wie sich Europa robuster positionieren könne. Im aktuellen Fall habe sich abgezeichnet, dass Europa auf die neuen Zolldrohungen reagieren werde, das sei ein erster Erfolg gewesen.
23.01.2026, red, ORF.at/Agenturen
Kehrtwende bei Grönland: EU erleichtert, aber „wachsam“
Link:
Kehrtwende von Trump: EU will nun "umfassend" in Grönland investieren
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#24
Handelsstreit mit Kanada
Trump droht mit Blockade neuer Brücke
1770730036278.png

In einem neuen Versuch, Druck auf den nördlichen Nachbarn auszuüben, hat US-Präsident Donald Trump die Blockade der Eröffnung einer Brücke zwischen den USA und Kanada angedroht. Er werde deren Eröffnung nicht zulassen, bis Kanada die USA mit der Fairness und dem Respekt behandle, den die USA verdienten, schrieb der Republikaner am Dienstag (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social.
Online seit heute, 11.26 Uhr
Teilen
Die Brücke über den Detroit River verbindet die Stadt Windsor in der kanadischen Provinz Ontario mit der US-Stadt Detroit im nördlichen Bundesstaat Michigan. Die nach dem kanadischen Eishockeyspieler Gordie Howe benannte Brücke mit sechs Fahrspuren soll auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden können. Seit 2018 wird gebaut, die Eröffnung ist für heuer geplant.

Kanada finanziert nach eigenen Angaben die Baukosten in der Höhe von 4,7 Milliarden Dollar (3,95 Mrd. Euro), die dann mit den Mautgebühren refinanziert werden sollen. Die seit Langem geplante Brücke soll den Handel zwischen den Nachbarländern weiter ankurbeln. Trump schrieb, die Brücke müsste auch mindestens zur Hälfte den USA gehören. Man wolle rasch Verhandlungen aufnehmen.

Kritik an Carney
Der US-Präsident warf Kanada vor, für den Bau „nahezu“ keine US-Produkte wie Stahl genutzt zu haben. Generell müsse Kanada die USA „vollständig für alles entschädigen (…), was wir ihnen gegeben haben“, so Trump. Zudem kritisierte er die jüngst von Kanadas Premier Mark Carney angekündigte begrenzte Annäherung an China in Handelsfragen. Deswegen hatte er dem Nachbarland unlängst bereits mit einem 100-Prozent-Zollsatz auf den Warenimport gedroht.

1770730120417.png
„Strategische Partnerschaft“ mit China
Carney hatte Mitte Jänner bei einem Peking-Besuch eine „neue strategische Partnerschaft“ mit China verkündet und eine Vereinbarung für ein Handelsabkommen bekanntgegeben. In diesem Rahmen soll Peking bis zum 1. März die Zölle auf Rapsimporte aus Kanada von derzeit 84 Prozent auf rund 15 Prozent senken. China will zudem Besuchern aus Kanada die visumfreie Einreise ermöglichen.

Im Gegenzug soll Kanada 49.000 chinesische Elektrofahrzeuge zu neuen Vorzugszöllen von 6,1 Prozent importieren. Trump wiederum drohte Kanada mit Strafzöllen auf die Einfuhr kanadischer Flugzeuge. Trump greift häufig zu Zöllen, um seinen Willen durchzusetzen. Bisweilen nutzt er Zölle aber auch nur als Drohgebärde und setzt diese letztlich nicht um.

Eindringliche Rede in Davos
Nach der China-Reise hielt Kanadas Premier Carney beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine viel beachtete und eindringliche Rede, die auch als Kritik an Trump und dessen aggressiver „America First“-Politik verstanden wurde. Der US-Präsident hatte mehrfach davon gesprochen, dass Kanada als Bundesstaat in die USA integriert werden sollte.

Die USA sind für Kanada mit Abstand der wichtigste Handelspartner – die beiden Länder gelten traditionell als enge Verbündete. Sektorzölle der USA in den Bereichen Autos, Stahl und Aluminium treffen die kanadische Wirtschaft hart. Dennoch blieben bisher mehr als 85 Prozent des bilateralen Handels der beiden Länder von dem Handelskonflikt unberührt.
10.02.2026, red, ORF.at/Agenturen

Handelsstreit mit Kanada: Trump droht mit Blockade neuer Brücke
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#25
Geopolitik
Trump kündigt Entsendung von US-Lazarettschiff nach Grönland an, Premier sagt "nein, danke"
Das Schiff soll der Versorgung von Kranken dienen, die keine Hilfe bekommen würden. Nur: Zuletzt gab es keine Berichte über medizinischen Bedarf

Ob der Schritt mit der dänischen Regierung abgestimmt war, ist unklar.
AFP/ORIANE LAROMIGUIERE

Washington/Brüssel – Die USA wollen nach Angaben von Präsident Donald Trump ein Lazarettschiff nach Grönland schicken und riskieren damit neue Spannungen im Verhältnis zum Nato-Partner Dänemark. Es solle bei der Versorgung von Kranken helfen, die auf der Arktisinsel keine Hilfe bekämen, schrieb Trump in einem Post auf seiner Plattform Truth Social. "Es ist auf dem Weg!!!" Er sprach von einem "tollen" Schiff, nannte ansonsten aber keine weiteren Einzelheiten.

Der grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen lehnte am Sonntag die Idee der Entsendung eines US-Krankenhausschiffs ab. Seine Antwort lautete: "Nein, danke."

Trumps wiederholte Drohungen, die zum Königreich Dänemark gehörende und strategisch bedeutende Insel notfalls auch mit Gewalt zu annektieren, hatten in den vergangenen Wochen zu Verwerfungen zwischen Europa und den USA geführt.

Der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen sagte dem Fernsehsender DR, dass Dänemark nicht über Trumps Pläne mit dem Lazarettschiff informiert worden sei. Er versicherte dabei auch, dass Grönland die nötige medizinische Versorgung von Dänemark erhalte.

Renovierungsarbeiten
Die US-Marine verfügt über zwei große Lazarettschiffe. In der Vergangenheit wurden die schwimmenden Krankenhäuser etwa nach Naturkatastrophen wie massiven Erdbeben oder verheerenden Hurrikans für Hilfseinsätze in betroffene Gebiete verlegt. In der Hochphase der Corona-Pandemie kamen sie zeitweise auch in US-Häfen zum Einsatz. Die Lazarettschiffe haben nach Angaben der Marine eine Kapazität von jeweils rund 1.000 Krankenhausbetten, davon 80 Betten auf der Intensivstation. Trump illustrierte seinen Post mit der Darstellung eines Schiffes, auf dem der Name eines der beiden Marine-Lazarettschiffe prangt: USNS Mercy.

Beide Lazarettschiffe der US-Marine liegen allerdings derzeit für Renovierungsarbeiten in einer Werft in Mobile, im Bundesstaat Alabama, vor Anker. Zumindest auf Fotos von Ende Jänner ist zu sehen, dass sie sich noch in einem Trockendock befanden. Ein Zeitrahmen für die Fertigstellung der Arbeiten war nicht bekannt. Die Seite vesselfinder.com meldet, beide der Schiffe seien derzeit noch in Alabama und würden sich nicht bewegen.

Keine Infos über Bedarf
Auf dem riesigen Gebiet Grönlands leben nur knapp 57.000 Menschen. Zuletzt gab es keine Berichte über einen großen medizinischen Bedarf dort, der die Entsendung eines Lazarettschiffs als nötig erscheinen ließe.

Kurz vor Trumps Ankündigung half Dänemark noch dem US-Militär mit einem medizinischen Notfall auf einem US-U-Boot. Man habe ein Besatzungsmitglied, das dringend medizinische Hilfe benötigte, aus einem US-U-Boot in grönländischen Gewässern evakuiert, teilte das Joint Arctic Command, das Teil der dänischen Streitkräfte ist, am Samstag mit. Die Hilfe sei sieben Seemeilen vor der grönländischen Hauptstadt Nuuk erfolgt.

Ein Hubschrauber des dänischen Verteidigungsministeriums habe die Person abgeholt. Sie sei dann an die grönländischen Gesundheitsbehörden und die Klinik in Nuuk übergeben worden.

Abstimmung unklar
Es blieb zunächst auch unklar, ob die laut Trump geplante Entsendung des Lazarettschiffs mit Dänemarks Regierung oder der im weitgehend autonomen Grönland abgestimmt war. Auch der Zeitrahmen der Verlegung blieb unklar: Einerseits schrieb Trump, dass das Schiff bereits unterwegs sei, andererseits dauert es normalerweise einige Zeit, ein Lazarettschiff mit voller Personalstärke auszustatten. Im Regelbetrieb, wenn die Schiffe vor Anker liegen, befindet sich nur eine minimale Besatzung an Bord.

In Grönland ist neben öffentlichen Gesundheitseinrichtungen in der Fläche das Krankenhaus Königin Ingrid in der Hauptstadt Nuuk für kompliziertere Fälle zuständig. In Einzelfällen werden Patienten für aufwendigere Eingriffe auch aus Grönland nach Dänemark ausgeflogen.

Europäische Länder wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich haben sich im Konflikt mit den USA hinter Dänemark und Grönland gestellt. Die Regierungen in Kopenhagen und Nuuk lehnen eine Annexion durch die Vereinigten Staaten entschieden ab. Inzwischen haben sie Gespräche mit Trumps Regierung aufgenommen – mit dem Ziel, einen Kompromiss zu finden.
(APA, red, 22.2.2026)
Trump kündigt Entsendung von US-Lazarettschiff nach Grönland an, Premier sagt "nein, danke"
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#26
„Funktionierende Gesundheitsversorgung“
Grönland lehnt US-Lazarettschiff ab
1771843446639.png

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Ankündigung, ein Lazarettschiff nach Grönland zu schicken, für frische Irritationen gesorgt. Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen lehnte Trumps Vorstoß am Sonntag ab. Der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen sagte dem TV-Sender DR zuvor, dass Dänemark nicht über Trumps Pläne informiert worden sei. Beide betonten, dass kein Bedarf für derartige Hilfe bestehe.
Teilen
„Die Idee von Präsident Trump, ein amerikanisches Lazarettschiff hierher nach Grönland zu schicken, ist zur Kenntnis genommen worden“, schrieb Nielsen auf Facebook. „Aber wir haben ein öffentliches Gesundheitssystem, in dem die Behandlung für die Bürger kostenlos ist.“ Nielsen erklärte weiter, Grönland bleibe offen für Dialog und Zusammenarbeit, auch mit den USA. „Aber reden Sie mit uns, anstatt mehr oder weniger willkürliche Kommentare in sozialen Netzwerken abzugeben“, fügte er hinzu.

Ähnlich hatte sich zuvor auch der dänische Verteidigungsminister geäußert: „Die grönländische Bevölkerung erhält die benötigte Gesundheitsversorgung. Entweder in Grönland selbst oder, falls eine Spezialbehandlung erforderlich ist, in Dänemark. Es besteht also kein Bedarf an einer speziellen Gesundheitsinitiative in Grönland“, erklärte er.

Dänische Ministerpräsidentin mit Seitenhieb
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen reagierte mit einem Seitenhieb gegen die USA, ohne Trump oder sein Land direkt zu erwähnen. Sie sei froh, „in einem Land zu leben, in dem alle Menschen freien und gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsversorgung haben“ und in dem nicht „Versicherungen und Vermögen darüber entscheiden, ob man eine angemessene Behandlung bekommt“, schrieb Frederiksen am Sonntag auf Instagram. In Grönland lebe man denselben Ansatz.

IMAGO/ZUMA Wire/U.S. Navy (Archivbild)
US-Lazarettschiff „USNS Mercy“

„Es ist auf dem Weg!!!“
Trump ließ in der Nacht auf Sonntag auf seinem Onlinedienst Truth Social mitteilen, dass das Schiff bei der Versorgung von Kranken helfen, die auf der Arktisinsel keine Hilfe bekämen, helfen solle. „Es ist auf dem Weg!!!“ Der Präsident sprach von einem „tollen“ Schiff, nannte ansonsten aber keine Einzelheiten.

Trumps wiederholte Drohungen, die zum Königreich Dänemark gehörende und strategisch bedeutende Insel notfalls auch mit Gewalt zu annektieren, hatten in den vergangenen Wochen zu Verwerfungen zwischen Europa und den USA geführt.

1.000 Krankenhausbetten pro Schiff
Die US-Marine verfügt über zwei große Lazarettschiffe. In der Vergangenheit wurden die schwimmenden Krankenhäuser etwa nach Naturkatastrophen wie schweren Erdbeben und verheerenden Hurrikans für Hilfseinsätze in betroffene Gebiete verlegt. In der Hochphase der Coronavirus-Pandemie kamen sie zeitweise auch in US-Häfen zum Einsatz.

Die Lazarettschiffe haben nach Angaben der Marine eine Kapazität von jeweils rund 1.000 Krankenhausbetten, davon 80 Betten auf der Intensivstation. Trump illustrierte seinen Post mit der Darstellung eines Schiffes, auf dem der Name eines der beiden Marine-Lazarettschiffe prangt: „USNS Mercy“.

Lazarettschiffe zuletzt beide in Werft
Unklar ist allerdings, inwieweit und wie schnell die beiden Schiffe überhaupt einsatzfähig sind. Ende Jänner hatte eine Werft in Mobile im US-Staat Alabama auf Facebook mitgeteilt, dass nun auch die „USNS Comfort“ dort angekommen sei und damit beide Lazarettschiffe dort lägen. Für die „Comfort“ waren dort nach früheren Angaben des Pentagons Arbeiten bis Ende April geplant.

Das Schiffsverkehrsportal Vesselfinder verortete beide Schiffe zuletzt weiter in Mobile – wobei nur für die „USNS Mercy“ am Sonntagvormittag mitteleuropäischer Zeit aktuelle Daten vorlagen, für die „USNS Comfort“ stammten die letzten Angaben von Anfang des Monats.
Hinzu kommt, dass Trump zwar schrieb, dass das Schiff bereits unterwegs sei – normalerweise dauert es aber einige Zeit, ein Lazarettschiff mit voller Personalstärke auszustatten. Im Regelbetrieb, wenn die Schiffe vor Anker liegen, befindet sich nur eine minimale Besatzung an Bord.

Keine Berichte über medizinischen Bedarf in Grönland
Auf dem riesigen Gebiet Grönlands leben nur knapp 57.000 Menschen. Zuletzt gab es keine Berichte über einen großen medizinischen Bedarf dort, der die Entsendung eines Lazarettschiffs als nötig erscheinen ließe. In Grönland ist neben öffentlichen Gesundheitseinrichtungen in der Fläche das Krankenhaus Königin Ingrid in der Hauptstadt Nuuk für kompliziertere Fälle zuständig. In Einzelfällen werden Patienten für aufwendigere Eingriffe auch aus Grönland nach Dänemark ausgeflogen.

Vorfall mit US-U-Boot
Am Samstagnachmittag musste in grönländischen Hoheitsgewässern ein Besatzungsmitglied eines US-U-Boots wegen eines medizinischen Notfalls ausgeflogen werden, wie das dänische Arktiskommando auf Facebook mitteilte. Ein dänischer Militärhubschrauber holte die Person von Bord, sie wurde in ein Krankenhaus in Nuuk gebracht. Ob ein Zusammenhang zwischen Trumps Ankündigung und dem Vorfall besteht, war unklar.
Europäische Länder wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich hatten sich im Konflikt mit den USA hinter Dänemark und Grönland gestellt. Die Regierungen in Kopenhagen und Nuuk lehnen eine Annexion durch die Vereinigten Staaten entschieden ab. Inzwischen haben sie Gespräche mit Trumps Regierung aufgenommen – mit dem Ziel, einen Kompromiss zu finden.
23.02.2026, red, ORF.at/Agenturen

„Funktionierende Gesundheitsversorgung“: Grönland lehnt US-Lazarettschiff ab
 
Oben