US-Navy will Kampfjets künftig mit dem 3D-Drucker flicken
Ein neues Druckverfahren soll die schnelle Reparatur kleiner Schäden vor Ort ermöglichen. Das soll die gewohnten langen Ausfallzeiten unnötig machen, finale Tests stehen aber noch aus
US-Navy will Kampfjets künftig mit dem 3D-Drucker flicken
Ein neues Druckverfahren soll die schnelle Reparatur kleiner Schäden vor Ort ermöglichen. Das soll die gewohnten langen Ausfallzeiten unnötig machen, finale Tests stehen aber noch aus
Einfach Ersatzteile drucken anstatt auf die Gnade des Herstellers zu hoffen: Diese Idee ist wohl jedem, der einen 3D-Drucker besitzt, schon einmal gekommen. Die U.S. Navy testet nun aber einen Einsatz, der eine komplett andere Tragweite hat. Will man doch mithilfe eines neuen Druckverfahrens künftig sogar Kampfjets flicken.
Mit einem neuen 3D-Druckverfahren sollen Reparaturzeiten für manche Schäden halbiert werden
Naval Air Warfare Center Aircraft Division
Entwicklung
Entwickelt wurde das Verfahren von Ingenieuren des Naval Air Warfare Center Aircraft Division (NAWCAD) und des Fleet Readiness Centers Southwest (FRCSW) und ist zunächst für F/A-18 Super Hornets gedacht. Dabei sollen Verbundstoff-Patches gedruckt werden, die Schäden an dafür geeigneten Stellen des Kampfjets ausbessern sollen. Dazu zählt alles, was aus Verbundwerkstoffen gefertigt ist – etwa die Triebwerksklappen.
Die Idee dahinter ist einfach erklärt: Bisher setzen selbst einfache Reparaturen Kampfjets oft länger außer Gefecht. Braucht es dazu doch die Überführung der beschädigten Komponenten in ein Reparaturdepot, was logischerweise einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Kann diese Reparatur hingegen direkt auf dem jeweiligen Stützpunkt erfolgen, sind die Kampfjets vergleichsweise schnell wieder nutzbar – von einer Halbierung der Ausfallzeiten ist dabei die Rede.
Testlauf
Bei alldem muss betont werden: Derzeit ist das Verfahren zwar weit fortgeschritten, die finalen Tests fehlen aber noch. So wurde die Methode bisher lediglich Labor- und Bodentests unterzogen, Flugtests sollen dann diesen Sommer folgen.
Grundsätzlich funktioniert das Verfahren so, dass die Verbundstoff-Patches nach standardisierten Schritten auf die beschädigte Flugzeugoberfläche aufgebracht und dann geprüft werden. NAWCAD-Commander Rear Admiral Todd Evans sieht darin einen Schritt zu einer größeren Unabhängigkeit der Fliegerstaffeln von externer Unterstützung.
Sollten die Tests gut verlaufen, stehen die Chancen jedenfalls gut, dass das 3D-Druck-Verfahren wirklich zum Einsatz kommt. Hat die Navy doch schon jetzt 3D-Drucker an 22 der eigenen Wartungsstandorte für andere Aufgaben in Nutzung. Damit müsste man also die Kapazitäten nicht von Grund auf neu aufbauen.
(apo, 5.7.2026)
Mit einem neuen 3D-Druckverfahren sollen Reparaturzeiten für manche Schäden halbiert werden
Naval Air Warfare Center Aircraft Division
Entwicklung
Entwickelt wurde das Verfahren von Ingenieuren des Naval Air Warfare Center Aircraft Division (NAWCAD) und des Fleet Readiness Centers Southwest (FRCSW) und ist zunächst für F/A-18 Super Hornets gedacht. Dabei sollen Verbundstoff-Patches gedruckt werden, die Schäden an dafür geeigneten Stellen des Kampfjets ausbessern sollen. Dazu zählt alles, was aus Verbundwerkstoffen gefertigt ist – etwa die Triebwerksklappen.
Die Idee dahinter ist einfach erklärt: Bisher setzen selbst einfache Reparaturen Kampfjets oft länger außer Gefecht. Braucht es dazu doch die Überführung der beschädigten Komponenten in ein Reparaturdepot, was logischerweise einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Kann diese Reparatur hingegen direkt auf dem jeweiligen Stützpunkt erfolgen, sind die Kampfjets vergleichsweise schnell wieder nutzbar – von einer Halbierung der Ausfallzeiten ist dabei die Rede.
Testlauf
Bei alldem muss betont werden: Derzeit ist das Verfahren zwar weit fortgeschritten, die finalen Tests fehlen aber noch. So wurde die Methode bisher lediglich Labor- und Bodentests unterzogen, Flugtests sollen dann diesen Sommer folgen.
Grundsätzlich funktioniert das Verfahren so, dass die Verbundstoff-Patches nach standardisierten Schritten auf die beschädigte Flugzeugoberfläche aufgebracht und dann geprüft werden. NAWCAD-Commander Rear Admiral Todd Evans sieht darin einen Schritt zu einer größeren Unabhängigkeit der Fliegerstaffeln von externer Unterstützung.
Sollten die Tests gut verlaufen, stehen die Chancen jedenfalls gut, dass das 3D-Druck-Verfahren wirklich zum Einsatz kommt. Hat die Navy doch schon jetzt 3D-Drucker an 22 der eigenen Wartungsstandorte für andere Aufgaben in Nutzung. Damit müsste man also die Kapazitäten nicht von Grund auf neu aufbauen.
(apo, 5.7.2026)