Weitere Projekte für Rechenzentren in der Ostregion

josef

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#1
Leopoldsdorf südlich von Wien bekommt 2027 Rechenzentrum
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Ein Google-Rechenzentrum, das in Kronstorf (Oberösterreich) gebaut wird, hat zuletzt für Aufsehen gesorgt. Es ist aber nicht das einzige Großprojekt, das in den nächsten Jahren ans Stromnetz gehen soll. Ab 2027 soll auch in Leopoldsdorf ein Rechenzentrum entstehen.
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In einem Industriegebiet südlich der Wiener Stadtgrenze soll das Rechenzentrum errichtet werden. Hinter dem Projekt steht der US-Konzern CloudHQ. Gut 200 Megawatt Anschlussleistung soll das neue Rechenzentrum mit drei Gebäuden im Endausbau haben, in einer ersten Ausbaustufe sind es 70 Megawatt, sagte Andreas Graf-Matzner, der bei CloudHQ für die Expansion nach Österreich zuständig ist.

Zum Vergleich: Beim Google-Rechenzentrum in Kronsdorf reicht die Bandbreite von 150 bis 500 Megawatt. Wer das Rechenzentrum in Leopoldsdorf künftig nutzt, ist noch unklar. CloudHQ kümmert sich um den Bau und die Instandhaltung. Die Rechenleistung wird aber vermietet, in der Regel an die bekannten Digitalkonzerne – Unternehmen, die beim Stromeinkauf auch meist auf erneuerbare Quellen achten würden, sagte Graf-Matzner.

Neun Millionen Euro für Gemeinde
Gekühlt werden soll hier anders als in Oberösterreich mit einem geschlossenen Wasserkreislauf, dadurch sei der Verbrauch gering. Aktuell werde überlegt, mit der Abwärme umliegende Haushalte zu heizen. Neun Millionen Euro zahlt CloudHQ an die Gemeinde, etwa für den Kanalanschluss, aber auch für ein neues Naherholungsgebiet.

Die Gemeinde Leopoldsdorf steht jedenfalls hinter dem Projekt, bestätigte Bürgermeister Fritz Blasnek: „Wir haben uns das angeschaut, wir haben uns auch andere Rechenzentren angeschaut und sind zu dem Entschluss gekommen, dass das für uns geeignet ist.“ Zudem erhofft sich Blasnek zusätzlich Aufträge für die lokale Bauwirtschaft und neue Jobs. Bei CloudHQ ist die Rede von 150 Vollzeitstellen, von Security-Mitarbeitern bis zu IT-Fachleuten.

Kritik an fehlenden Gutachten
Der Widerstand gegen das Projekt war in Leopoldsdorf bisher geringer als in Kronstorf, es gibt aber Gegenstimmen. Im benachbarten Maria Lanzendorf kritisieren die Grünen fehlende Gutachten, etwa zu Schall- und Wärmeemissionen. CloudHQ-Manager Graf-Matzner bestätigte das, begründet das aber damit, dass „der Prozess noch nicht angestoßen ist“. Geplant sei ein Baubeginn 2027. Für die dafür nötigen Genehmigungen werde man alle erforderlichen Dokumente vorlegen. Seit Anfang Juni gibt es in Niederösterreich jedenfalls neue Regeln für den Bau von Rechenzentren. Unter Berücksichtigung dieser Richtlinien könnte eine niedrige zweistellige Zahl solcher Zentren entstehen. Das Land befürwortet grundsätzlich den Ausbau, will damit aber Nutzungskonflikte möglichst vermeiden – mehr dazu in Erstmals eigene Regeln für Bau von Rechenzentren (news.ORF.at; 14.6.2026).

Wenige Details zu Microsoft-Standorten
Besonders große Rechenzentren werden derzeit im Großraum Wien gebaut. In Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha), Achau und Vösendorf (beide Bezirk Mödling) sollen laut Website die Rechenzentren der Microsoft Cloud Region Österreich entstehen – mehr dazu in Microsoft eröffnet Rechenzentrum in Ostregion (noe.ORF.at; 30.6.2026).

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Modell des Rechenzentrums von Microsoft

Bei Microsoft hält man sich aber bedeckt, wie weit der Bau bereits fortgeschritten ist. Auch zum Energieverbrauch der Zentren äußert sich Microsoft nicht. Grundsätzlich decke man den Stromverbrauch zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie. In Österreich greift man etwa auf Wasserkraft aus den Kraftwerken Mayrhofen/Tuxbach (Tirol) und Freudenau (Wien) zurück.

Viele Anfragen für Rechenzentren
Kronstorf und Leopoldsdorf sind zwei konkrete Beispiele für geplante Rechenzentren, aber nicht die einzigen, sagte Gerhard Christiner vom Netzbetreiber Austrian Power Grid (APG): „Bei uns sind 2.500 Megawatt Rechnungszentrumsleistung angefragt, das muss nicht kommen, wir wissen aber, dass bei den Verteilernetzkollegen Anfragen noch einmal in dieser Größenordnung vorliegen.“

Doch auch die Energiewende etablierter Industriebetriebe fordert die Netze. Ein neuer, strombetriebener Ofen der Voest braucht etwa 150 Megawatt, die geplante Wasserstoffproduktion der OMV in Bruck an der Leitha ähnlich viel. Für all diese neuen Großverbraucher müssen die Stromnetze weiter ausgebaut werden.
Gleichzeitig würden sie sich aber positiv auf die Netztarife auswirken, sagte der APG-Chef: „Der Tarif ist immer Kosten durch Menge, und wenn die bezogene Menge größer wird, verteilt sich das auf mehr Kunden und dadurch ist es für den Einzelkunden subjektiv günstiger.“ Christiner rechnet damit, dass sich der österreichische Stromverbrauch in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten in etwa verdoppeln wird.
25.07.2026, red, noe.ORF.at
Leopoldsdorf bekommt 2027 Rechenzentrum
 

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#2
Offenbar Rechenzentrum in Nickelsdorf geplant
In Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) ist offenbar ein Rechenzentrum geplant. Es könnte laut „profil“ eine ähnliche Dimension wie das umstrittene Google-Projekt im oberösterreichischen Kronstorf (Bezirk Linz-Land) erreichen.
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Bürgermeister Gerhard Zapfl bestätigte gegenüber dem ORF Burgenland, dass es vor längerer Zeit schon Überlegungen gegeben hat, an diesem Industriestandort etwas „Sinnvolles“ zu machen. Konkretes könne er dazu aber nicht sagen. Näheres werde er erst bei einem Termin Mitte August erfahren.

Wirtschaftsagentur bestätigt konkrete Planungen nicht
Das Grundstück bei der Autobahnabfahrt Mönchhof gehört der Wirtschaftsagentur Burgenland. Die Rede ist von einer Fläche von 41 bis 50 Hektar. Von der Wirtschaftsagentur hieß es am Freitag, man könne konkrete Planungen für ein Großrechenzentrum nicht bestätigen. Es gebe keinen umsetzungsreifen Plan und dementsprechend könne auch keine Beteiligung vorgesehen sein.

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ORF
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Die Wirtschaftsagentur habe im gesamten Burgenland Grundstücke, die zur Ansiedlung von Betrieben und zur Schaffung von Arbeitsplätzen verwendet werden sollen, so auch jenes in Nickelsdorf. Für diese und andere Flächen würden laufend mit unterschiedlichen Interessenten Gespräche zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts geführt. Bei der Netz Burgenland GmbH wiederum hieß es, dass es mehrere Anfragen für Hyperscaler, also besonders große Rechenzentren, gebe.

Kritik an Rechenzentrum in Kronstorf
An dem geplanten Rechenzentrum von Google in der oberösterreichischen 3.500-Bewohner-Gemeinde Kronstorf hatte es zuletzt viel Kritik gegeben. Grund dafür sind der hohe Stromverbrauch und mögliche negative Folgen für die Enns. Denn das Datencenter dürfte täglich bis zu 5,8 Millionen Liter erwärmtes Kühlwasser in den Nebenfluss der Donau pumpen – mehr dazu in Debatte über Google-Zentrum verschärft sich.
31.07.2026, red, burgenland.ORF.at/Agenturen
Offenbar Rechenzentrum in Nickelsdorf geplant
 

josef

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#3
Rechenzentrum in Leopoldsdorf muss UVP durchlaufen

Das geplante Rechenzentrum des US-Konzerns CloudHQ in Leopoldsdorf (Bezirk Bruck an der Leitha) wird einem Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren unterzogen. Das ergab ein Feststellungsverfahren durch das Land, das der Konzern selbst beantragt hatte.
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Das Feststellungsverfahren wurde von der Abteilung Umwelt- und Anlagenrecht im Amt der NÖ Landesregierung durchgeführt und war von CloudHQ selbst für das Projekt angestoßen worden, wie zuletzt die „Niederösterreichischen Nachrichten“ (NÖN) berichteten. Die nunmehrige Entscheidung bedeute, dass „das eingereichte Rechenzentrum in Leopoldsdorf einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden muss“, hielt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf auf Anfrage fest.

„Die Gesellschaft benötigt offensichtlich immer höhere Rechenleistungen, das können wir uns nicht alleine aussuchen und das soll auch nicht alleine den USA, China etc. überlassen werden. Aber wir können die Errichtung dieser Rechenzentren und ihre Auswirkungen prüfen, und das ist gut für das Land und die Region“, so Pernkopf.

Drei Einheiten geplant
Geplant sind die Errichtung und der Betrieb von drei Rechenzentrumseinheiten, bestehend jeweils aus einem dreistöckigen Gebäude samt Abwasseranlagen und geschlossenen Kühlsystemen mit Abwärmenutzungskonzept. Hinzu kommt ein Umspannwerk.

Die Gesamtfläche liegt bei 6,7 Hektar, wobei nicht das ganze Ausmaß verbaut werden soll. Aus Sicht der Experten des Landes ergibt sich die Verpflichtung zur Umweltverträglichkeitsprüfung insbesondere aus geplanten großen Notstromaggregaten mit einer Brennstoffwärmeleistung von insgesamt rund 470 Megawatt (MW).
Verschärfung des Raumordnungsgesetzes im Frühjahr
In Niederösterreich war im Frühjahr das Raumordnungsgesetz hinsichtlich Rechenzentren verschärft worden. Komplexe über drei Hektar Fläche brauchen zusätzlich zu einer Gemeindewidmung auch eine Standortverordnung der Landesregierung – mehr dazu in Neue Regeln für Rechenzentren in Kraft (noe.ORF.at; 17.7.2026).

Nach zuvor mehr als 100 Anfragen für neue Rechenzentren sei diese Zahl seitdem deutlich zurückgegangen, betonte Pernkopf. Das eingereichte Projekt in Leopoldsdorf sei jedoch schon vorher anhängig gewesen und unterliege diesen Raumordnungsregelungen daher noch nicht.
11.09.2026, red, noe.ORF.at/Agenturen
Rechenzentrum in Leopoldsdorf muss UVP durchlaufen
 

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#4
Rechenzentren sorgen für Diskussionen
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KI, E-Mails, Onlinebanking – für all das braucht es Rechenzentren. In Niederösterreich wird nun verstärkt darüber diskutiert. Eine Expertin ortet noch politischen Handlungsbedarf. In Stetten bei Korneuburg ist aktuell ein Rechenzentrum angedacht, die Pläne sorgen für Widerstand.
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Eine 4,3 Hektar große Ackerfläche könnte bald zur Spielwiese für digitale Konzerne werden – das befürchten in Stetten (Bezirk Korneuburg) derzeit zumindest viele Einwohnerinnen und Einwohner. Denn es gibt Pläne für ein Datenzentrum in einer Größe, die rund sechs Fußballfeldern entspricht.
Vor einem Monat gründete Markus Weigl daher eine Bürgerinitiative. Eine Petition mit dem Titel „Rechenzentrum Stetten: Keine Umwidmung ohne Antworten“ hat nach aktuellem Stand rund 3.000 Unterschriften. „Ich möchte, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen klar sind, und ich möchte, dass sichergestellt wird, dass der Ressourcenverbrauch und Themen wie Abwärme etc. in einer ökologisch verträglichen Art und Weise ausgestaltet werden. Das ist möglich. Da gibt es internationale Beispiele. Das ist keine Raketentechnik“, sagte Weigl bei einem Lokalaugenschein von noe.ORF.at.

Projekt vor Gesetzesnovelle eingereicht
Die Bürgerinitiative fordert vor allem mehr Informationen von der Gemeinde. Informationen wollte noe.ORF.at bei Bürgermeister Thomas Windsor-Seifert einholen. Für ein Interview sei es aber zu früh, so der Ortschef. Das mögliche Datencenter in Stetten befinde sich erst in einer frühen Planungs- und Prüfungsphase, ließ er in einem schriftlichen Statement wissen: „Ob und in welcher Form ein solches Projekt tatsächlich umgesetzt werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.“

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Markus Weigl aus Stetten fordert gemeinsam mit einer Bürgerinitiative mehr Informationen rund um das geplante Rechenzentrum

Auch einen Gemeinderatsbeschluss zur Umwidmung von Flächen gebe es noch nicht. Sollte es zu einem Bau kommen, würde aber die Gemeinde darüber entscheiden. Denn das Projekt wurde bereits vor einer Raumordnungsnovelle eingereicht, mit der das Land erstmals Regeln für Rechenzentren beschlossen hat. Die Regeln wurden im April angekündigt und gelten seit Anfang Juni.
Für den Bau kleiner Rechenzentren bis maximal 0,5 Hektar ist die Gemeinde zuständig. Für mittlere Rechenzentren in der Größe von einem halben Hektar bis drei Hektar sind ebenfalls die Gemeinden zuständig – für diese Zentren gibt es eine eigene Widmungskategorie, der Bau muss in Abstimmung mit dem Land und den Netzbetreibern erfolgen.

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Große Projekte über drei Hektar steuert das Land in Zukunft direkt über Einzelstandortverordnungen – mehr dazu in Erstmals eigene Regeln für Bau von Rechenzentren (noe.ORF.at; 16.4.2026).

Bereits umgesetzt wurde ein Projekt von Microsoft in Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha), in Vösendorf (Bezirk Mödling) befindet sich ein zweites derzeit im Bau. Dem Land liegen außerdem einige weitere Projekte vor – etwa in Achau (Bezirk Mödling) mit 3,5 Hektar, Kottingbrunn (Bezirk Baden) mit 0,8 Hektar, zwei in Leopoldsdorf (Bezirk Bruck an der Leitha) mit 6,2 bzw. 4,5 Hektar und Zistersdorf (Bezirk Gänserndorf) mit 14 Hektar.

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Nachhaltigeres Leben durch KI
An die Standorte, an denen Rechenzentren gebaut werden können, werden jedenfalls bestimmte Anforderungen gestellt: Es braucht ausreichend Fläche, Wasser, Strom und eine gute Internetanbindung. Gleichzeitig könnten Rechenzentren aber für Österreich durchaus Vorteile bringen.

Laut Ivona Brandic, Expertin für Rechenzentren an der TU Wien, werde dabei häufig übersehen, dass die durch Rechenzentren ermöglichte künstliche Intelligenz unser Leben nachhaltiger gestalten könnte: „Da spreche ich davon, dass die KI in der Landwirtschaft genutzt wird, wo dann zum Beispiel weniger Wasser verbraucht wird. Oder dass die KI in der Medizin genutzt wird, wo wir dann einfach viel kosteneffizientere Systeme haben“, meint die Expertin.

Profitieren könnten Bewohnerinnen und Bewohner, die in der Nähe von Rechenzentren leben, etwa auch durch eine kostenlose Heizung, wenn die Abwärme des Rechenzentrums genutzt wird, sagt die Expertin.

Expertin ortet viel Handlungsbedarf
Derzeit gebe es laut Brandic aber noch viel Unklarheit – auch in rechtlicher Hinsicht. „Die Prozesse, um solche Gesetze zu adaptieren, dauern eine Zeit. Wir befinden uns jetzt genau in diesem Puffer, wo die Technologie da ist. Rechenzentren werden gebaut, aber die Gesetze sind noch nicht da, die dann entsprechend regulieren, damit auch Umweltstandards eingehalten werden und der Umweltschutz nachhaltig erfüllt wird.“

Somit besteht auf politischer Ebene laut der Expertin noch deutlicher Handlungs- und Nachholbedarf. Auf Anfrage wollte der zuständige Landesrat und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf kein Interview geben. In einem schriftlichen Statement betont er aber, dass die Rechenleistungen nicht alleine den USA oder China überlassen werden sollten. Der Bau der Zentren und die Auswirkungen sollten ausreichend geprüft werden, heißt es.

Für den Bau von Rechenzentren gibt es derzeit nur in Niederösterreich konkrete Regeln. Viele Stimmen – etwa Naturschutzorganisationen und die Interessenvertretung Austrian Data Center Association (ADCA) – fordern einen nationalen Plan. Der zuständige Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll betont gegenüber noe.ORF.at, dass dieser bereits erarbeitet werde und Teil der neuen KI-Strategie des Bundes sei. Die Details dazu sind noch offen.
21.09.2026, Niklas Varga und Michelle Kreuzer, noe.ORF.at
Rechenzentren sorgen für Diskussionen
 
#5
Der Bau von Rechenzenten bringt dem Staat sehr wenig.

Als positiver Effekt sind die zusätzlichen, spezialisierten Arbeitsplätze zu nennen und die errichtete Infrastruktur, welche wiederum für andere Firmenansiedlungen Anschub leistet. Und Bauleistung, Vormaterialien, laufender Betrieb. Steuern - vielleicht ein wenig.
Sehr negativ sind der Energie, Wasser und Bodenverbrauch.

Wenn ein Staat order irgendwas "aufmuckt", sind die Daten sehr schnell wieder weg und es bleibt nur eine nutzlose Hülle übrig.
Was der Betreiber in diesem Rechenzentrum macht, diese Information bleibt sowieso bei ihm. Da erfolgt kein Wissenstransfer. Theoretisch könnten über dieses Rechenzentrum auch Drohnen gesteuert werden.
Weiters stellen diese Zentren unbedingt zu vernichtende Ziele im Falle einer Auseinandersetzung dar.

Und falls jemand einwendet: Ja, aber dann haben wir keine KI !!
Wir verwenden dann ein anderes Rechenzentrum auf der Welt. Die Antwortzeiten sind technisch kein Problem. Im übrigen geht der Internet Verkehr in Österreich größtenteils wie auch sonstwo auf der Welt über die großen Hub's. Zum Beispiel über VIX in Wien. Dort sind die Carrier "für die letzte Meile" und das hat auch finanzielle Gründe.

Zum Beispiel:
Bei permanter, fixer Datenverbindung:
Mit dem Befehl tracert unterirdisch.de - angefragt unter Windows cmd - sieht man:
Um mit unterirdisch.de zu kommunizieren, habe ich 8 Hops (Verbindungen z.B. Router Hardware) gebraucht.
Begonnen von mir zu Hause (Wiener Neustadt AT) zu UPC-Magenta-T-Mobile nach Wien dann Deutschland (München), und am Ende dort wo unterirdisch.de gehostet wird, in Sachsen (Lobau) beim kasserver All-Inkl.
Und das Ganze in 28ms (Millisekunden).
Ein Rechenzentrum verhält sich dann wie 1 Hop.

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Bei mobiler Verbindung über Handy (das meiste im Endconsumer-Bereich geht über mobile Verbindung):
Über Handy (4G) benötige ich jetzt:
39ms bei 10 Hops.
Nachdem ich Spusu verwende, komme ich direkt nach Wien und dann nach Deutschland.

Dazu gibt es auch viele Tools für den PC, um sich das optisch anzeigen zu lassen.
 
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josef

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#6
Kottingbrunn bekommt Rechenzentrum
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In Kottingbrunn (Bezirk Baden) entsteht ein neues Rechenzentrum für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Forschung. Am Montag erfolgte der Spatenstich für den Bau. Der Strom für den Betrieb soll von einer Photovoltaikanlage aus der Nähe kommen.
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Das Greencore Data Center soll auf einer Fläche von 4.200 Quadratmetern im Wirtschaftspark Kottingbrunn entstehen. Der Standort wird laut dem Betreiber in mehreren Schritten ausgebaut: Ab Oktober 2027 soll der erste Teil des Rechenzentrums in Betrieb gehen, ein weiterer ist für 2029 geplant, der vollständige Ausbau dann ab 2030.

Wenn das Zentrum völlig ausgebaut ist, soll es eine IT-Leistung von bis zu 6,4 Megawatt bieten. Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen sollen dort ihre Daten speichern und digitale Anwendungen betreiben können.

Solarstrom vom benachbarten Flugplatz
Der Betrieb soll möglichst ressourcensparend erfolgen. Vorgesehen ist, überschüssigen Strom aus der Photovoltaikanlage am Flugplatz Wien-LOAV in Kottingbrunn zu nutzen. Die Anlage gehört der Flughafen Wien AG und hat insgesamt eine Leistung von 9,3 Megawatt. Ein Teil davon ist für die Versorgung des Rechenzentrums vorgesehen.

Auch bei der Kühlung setzt das Projekt auf einen möglichst niedrigen Energie- und Wasserverbrauch. Im Regelbetrieb sollen Trockenkühlsysteme eingesetzt werden, die ohne wasserbasierte Kühlung auskommen. Außerdem wird technisch vorbereitet, die Abwärme der Server künftig für die Nah- und Fernwärme zu nutzen.
29.09.2026, red, noe.ORF.at
Kottingbrunn bekommt Rechenzentrum
 

josef

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#7
Leopoldsdorf
CloudHQ legt Pläne für Rechenzentrum offen
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CloudHQ, der Betreiber des geplanten Rechenzentrums in Leopoldsdorf bei Wien, hat am Donnerstag seine konkreten Pläne präsentiert. Die Bedenken der Bürger verstehe man, sie würden aber auf „Missverständnissen“ beruhen. Die Kritik wurde nur unwesentlich kleiner.
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Es sind drei Gebäude – jeweils so groß wie ein Fußballfeld – mit einer Anschlussleistung von 150 Megawatt, die CloudHQ in Leopoldsdorf (Bezirk Bruck an der Leitha) bauen will. Das Areal bekommt auch ein Umspannwerk, versorgt werden die Rechenzentren über eine eigene Stromleitung, die in der Erde verläuft und von CloudHQ bezahlt wird, vom Umspannwerk der APG Süd, das etwa drei Kilometer entfernt ist.

Die Gebäude im Industriegebiet würden etwa 25 Meter hoch, ähnlich einem Wohnhaus mit sieben Etagen, sagte Andreas Graf-Matzner, der bei CloudHQ für die Expansion nach Österreich zuständig ist: „Es sind hohe Gebäude, da gibt es nichts zu beschönigen, aber es gibt auch andere Gebäude im Ort mit derselben Höhe.“ Im Inneren seien auf drei Stockwerken Datenhallen mit Servern und Büros geplant.

Geschlossener Wasserkreislauf
Die PV-Anlage auf den Dächern soll etwa 1.200 Kilowatt erzeugen. Gekühlt werde wie in einem Heizungssystem zu Hause mit einem geschlossenen Wasserkreislauf, der einmal befüllt wird: 230.000 Liter Wasser pro Gebäude, aber „solange wir keine Leckage haben, befüllen wir das nie wieder“, so Graf-Matzner Donnerstagvormittag bei einem Pressegespräch vor Journalisten. Am Abend präsentierte die Firma ihre Pläne der Bevölkerung, was durchaus hitzig wurde.

Mit der Abwärme könnten etwa private Haushalte, Betriebe und ein Freibad geheizt werden, sagte Graf-Matzner. Die Verteilung sei aber „Sache des örtlichen Nahwärmebetreibers“, das „liegt nicht unserem Einflussbereich“. Am Donnerstag habe es erste Gespräche mit der EVN gegeben, für die eine Versorgung laut Graf-Matzner „auch wirtschaftlich Sinn“ machen müsse. So manche Zuhörer beklagten, warum das nicht schon im Vorfeld passierte.

Fehlende Gutachten
Dass in Leopoldsdorf ein Rechenzentrum geplant ist, sorgt seit dem Sommer für große Diskussionen. Der Widerstand gegen das Projekt war in Leopoldsdorf bisher geringer als in Kronstorf, es gibt aber einige Gegenstimmen. Kritisiert wird vor allem die Gemeinde, die schon seit einem Jahr von den Plänen wusste. Bei der Diskussion bemängelten Bürger und Bürgerinnen die Informationspolitik sowie fehlende Gutachten, etwa zu Lärm-, Schall- und Wärmeemissionen.
Graf-Matzner verwies hier auf ein Wärmegutachten. Darin heißt es: Ein „nachweisbarer Einfluss bis in eine Höhe von 60 Metern kann ausgeschlossen werden. Wenn überhaupt, sind Temperaturänderungen von weniger als 1 K (ein Kelvin, das entspricht einem Unterschied von einem Grad Celsius, Anm.) zu erwarten.“ Auch beim Schall liege man „unter den zulässigen gesetzlichen Grenzwerten“.

„Transparenz schafft Verständnis“
Generell könne er die Bedenken der Bevölkerung zum Teil verstehen, diese würden aber „auf Missverständnissen“ und „viel Unwissenheit“ beruhen. „Unsere Branche hat jahrelang unter dem Radar gelebt, und plötzlich kommen alle hoch.“ Zugleich arbeite man „bewusst sehr verdeckt“, „wir verarbeiten Daten, das ist ein hochsensibles Thema“. Man sei aber „dabei, das zu beseitigen, denn Transparenz schafft tatsächlich auch Verständnis dafür“.

CloudHQ ist eine US-Firma, die 2016 gegründet wurde und weltweit etwa 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen kümmere sich um den Bau samt Klimatisierung, Stromversorgung und Sicherheit sowie die Instandhaltung von Rechenzentren, so Graf-Matzner, so auch in Leopoldsdorf. „Was wir nicht machen, ist die IT.“ Die Rechenleistung wird vermietet.

ORF
Wer die Rechenzentren in Leopoldsdorf künftig nutzen wird, darauf antwortete Graf-Matzner: „Das darf ich nicht sagen.“ Zu den bisherigen Kunden zählen aber mehrere US-Firmen wie Oracle, Microsoft, Amazon und Facebook. In Summe investiere CloudHQ eine Milliarde Euro in die Gebäude samt Technik. Im Unterschied zu anderen Erbauern von Rechenzentren will CloudHQ diese langfristig nicht verkaufen.

Baustart noch offen
Wann der Bau beginnen wird, sei vor allem davon abhängig, wie lange das Umweltverträglichkeitsverfahren dauert. Das Unternehmen hatte dieses Verfahren im Juli selbst angestoßen. Im September teilte die Abteilung Umwelt- und Anlagenrecht im Amt der niederösterreichischen Landesregierung mit, dass eine solche Prüfung notwendig ist. „Wir akzeptieren das. Wir werden uns dem ganzen Thema stellen“, sagte Graf-Matzner: Er könne deshalb nicht konkret über den weiteren Zeitplan sprechen.

Neun Millionen Euro zahlt CloudHQ an die Gemeinde, etwa für den Kanalanschluss, aber auch für ein neues Naherholungsgebiet. Wie viele Arbeitsplätze durch die drei Rechenzentren entstehen, ist noch offen, „zwischen 50 und 150“, sagte Graf-Matzner, je nachdem, ob ein Betrieb alle drei Gebäude nutzt oder drei verschiedene. Nötig seien etwa Betriebstechniker, IT-Spezialisten und Sicherheitsmitarbeiter.

Graf-Matzner warb bei der Präsentation auch um Verständnis für Rechenzentren, die die „Basis der Digitalisierung“ seien und den Wirtschaftsstandort stärkten: „Ohne haben wir Wettbewerbsnachteil.“ Immerhin würde man die Rechenleistung heute täglich verwenden, vom Streaming und Onlinehandel über Videokonferenzen, Kartenzahlungen bis zur Kommunikation über E-Mails, industriellen Produktion und zum autonomen Fahren.

Die Besucherinnen und Besucher, deren Zahl aus Platzmangel auf knapp 100 Personen begrenzt war, besänftigte die Offenheit von Cloud HQ nur marginal. Mehrere Zuhörer hielten dem Unternehmen zugute, dass man nun erstmals an die Bevölkerung mit Informationen herantrat, viele wünschten sich aber noch kleinere Veränderungen – jedenfalls soll es nicht die letzte Infoveranstaltung gewesen sein.
02.10.2026, Stefan Schwarzwald-Sailer, noe.ORF.at
CloudHQ legt Pläne für Rechenzentrum offen
 

didi42

Well-Known Member
#8
""Immerhin würde man die Rechenleistung heute täglich verwenden, vom Streaming und Onlinehandel über Videokonferenzen, Kartenzahlungen bis zur Kommunikation über E-Mails, industriellen Produktion und zum autonomen Fahren.""
Wir müßten nur aufhören das alles zu benutzen, inklusive unser geliebtes Handy, und schon bräuchten wir keine Rechenzentren.
. . . .
Aber wer will das schon?
 
#9
Die zwei Inputs von oben (nur aufhören zu benutzen, dann braucht man keine Rechenzentren) ist leider Blödsinn. Es wird so in der Öffentlichkeit dargestellt, entspricht aber nicht der Wirklichkeit.
Auch glaubt man durch das Ansiedeln von Rechenzentren Macht und Einfluß zu bekommen.
Eine weitere Seifenblase. Man opfert nur Land, Energie und Wasser um internationale Konzerne bei der kostengünstigen Abschöpfung der vorwiegend österreichischen Kaufkraft noch weiter zu unterstützen.
 
#10
Wer sich dafür im Detail interessiert:
in diesem Video vom Industriemagazin geht es in einem Beitrag um Siemens und deren Stärke in der Steuerung von Industrie-Anlagen (z. Simatic).
Im Beitrag hört man, wie sich Siemens da so die Zukunft vorstellt und wie KI usw. und Rechenzentren ganze Fabriken steuern.

Gleichfalls die übliche Sprache bei solchen Präsentationen verwendet wird, lässt sich doch der geplante Weg erahnen: Siemens liefert die Hardware für die Produktionsanlagen wie bisher, die Produktionsprozesse (Abläufe) macht eine auf einem Rechenzentrum laufende KI. Diese KI braucht kein Betriebssystem (daher entfällt diese Schicht) und prüft vorerest auf virtuelle Weise ob die Prozesse überhaupt möglich sind und steuert dann mittels Siemens Hardware die Produktionsmaschinen.

Also auch hier: externe Rechenzentren.
Allerdings gibt es da in der Praxis ein Kostenproblem: Wer zahlt, wenn etwas ausfällt? Auch bei einem Service Level von 99,9% dürfen ca. 9 Stunden pro Jahr ausfallen. Wenn da eine ganze Fabrik steht? Und bei höherer Gewalt gibt's keine Versicherungen...
Allerdings - das Internet fällt auch nicht aus. Es gehört aber der gesamten Menschheit und ist nicht kommerziell.

Erinnert mich an einen anderen Beitrag: eine Rechnung in der Firma schreiben? Kein Problem. Die KI schreibt sich ihr eigenes Softwareprogramm und erstellt basierend auf dieser gleich die Rechnung dazu. Führt zu gigantischen Einsparungen von nicht mehr benötigten Spezialisten.:D:D

Im übrigen kann ich das Industriemagazin auf Youtube nur empfehlen.
 
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