Wels: Lager 1001 und FMW (Flugzeug- u. Metallbauwerke Wels)

Geist

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#22
@Geist :danke für die Fotos! Wenn Du dich in Wels-Lichtenegg "herumtreibst", hätte ich eine Frage: Kennst Du auch das Gelände der ehemaligen "Durisol-Werke", die in der Nachkriegszeit am Areal der "Flugzeug- und Metallbauwerke Wels" (FMW) entstanden? Gibt es dort noch Gebäude, Baureste usw. der damaligen FMW?
Ich bin vor ein paar Tagen dort herumgestreunt, habe aber nichts mehr gefunden außer ein paar Betonflächen, die von der Natur zurückerobert werden und ein paar Fundamenten, die so überwuchert waren, dass man sie erst wieder im Winter zu Gesicht bekommen wird. Alles in allem ist oberirdisch nichts Nennenswertes übriggeblieben, aber eventuell gibt es unterirdisch noch diverse Luftschutzeinrichtungen.
 
#23
Fmw

Sorry, wenn ich das Thema nochmals ausgrabe, aber ich arbeite genau gegenüber der ehemaligen FMW und sehe jeden Tag da drauf.

Dort ist grundsätzlich nichts mehr, aber mir fiel ein, dass da vor gut zwei Jahren mal ein Filmteam hier war und ich mit dem Regisseur kurz gesprochen habe.
Heute habe ich den Film zufällig gefunden. Bei etwa 23:45 kommt der Part über die FMW in Wels.

Videolink:


LG

Klaus
 

josef

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#24
Klaus :danke für den "Film-Link" :bravo:
Interessante Besitzverhältnisse und Hintergrundinfos! Das die FMW auch in Gusen "eingenistet" waren, wusste ich nicht.

Die Verlagerung nach Grein inkl. Einsatz von KZ-Häftlingen war bekannt.

lg
josef
 
#25
Das Foto vom Angriff am 30.05.44 zeigt den westlichsten Abschnitt. Habe eine Vergrößerung des Bereiches gemacht... vielleicht findest Du etwas?
Ich war gestern mal im Welser Stadtarchiv und habe nach Aufnahmen der Noitzmühle in den späten 60er und 70er Jahren gefragt. Haben leider nicht sehr viel von dort. Eine Aufnahme konnte ich ergattern, leider nur in sehr schlechter Auflösung und mit 1987 datiert. Ich glaube aber, dass das Bild älter ist.
In dem Bereich kann ich eigentlich nur 2, 3 Bäume erkennen, sofern ich das richtig gedeutet habe. Die Lärchenstrasse ist auf dem Bild ja noch nicht vorhanden.
Zuerst dachte ich, dass der Bunker das runde Gebäude oberhalb der Bäume, direkt an der Eibenstrasse grenzend ist, aber das Gebäude gibt's ja noch. Dort sind die Kinderfreunde drinnen.
Wenn sich der Eingang zu dem Bunker bei den Bäumen befand, dann ist er kleiner als gedacht, oder er wurde so richtig platt gemacht und ist auf dem Bild nicht mehr sichtbar.
Wäre aber interessant, wie der aussah, vielleicht findet sich da ja noch was.

Im rechten unteren Bereich ist das Gelände der FMW zu sehen, wobei das zu diesem Zeitpunkt schon die Durisol-Werke sein müssten, oder?

LG

Klaus
Brandl_Noitzmühle_1987.jpg Brandl_Noitzmühle_Bearbeitet.jpg GE_Brandl_Noitmühle.jpg
 

Geist

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#26
An der Stelle, die du rot eingeringelt hast, ist ja ein relativ hoher - gemessen an der Umgebungshöhe - Schlittenhügel. Als Kind und Jugendlicher war ich dort oft, aber mir ist nichts besonderes aufgefallen. Wenn dort etwas ist, dann auf der Seite des Hügels, die Richtung Fotograf zeigt.

Einen ähnlichen Hügel gibt es übrigens am gleichen Bild ganz unten in der linken Ecke. Auch dort ist ein Hügel zum Schlittenfahren. Sollte dort etwas Unterirdisches sein, dann ist es traunseitig zu suchen. In beiden Fällen glaube ich aber nicht daran.
 
#27
An der Stelle, die du rot eingeringelt hast, ist ja ein relativ hoher - gemessen an der Umgebungshöhe - Schlittenhügel. Als Kind und Jugendlicher war ich dort oft, aber mir ist nichts besonderes aufgefallen. Wenn dort etwas ist, dann auf der Seite des Hügels, die Richtung Fotograf zeigt.

Einen ähnlichen Hügel gibt es übrigens am gleichen Bild ganz unten in der linken Ecke. Auch dort ist ein Hügel zum Schlittenfahren. Sollte dort etwas Unterirdisches sein, dann ist es traunseitig zu suchen. In beiden Fällen glaube ich aber nicht daran.
Ja, den kleinen Schlittenhügel kenne ich und ich bin vor ein paar Tagen mit dem Rad dort vorbeigekommen, hab aber vergessen ein Foto zu machen. Was mich halt irritiert ist, dass auf der leider relativ schlechten Luftaufnahme so rein gar nichts zu sehen ist. Was mich vermuten lässt, dass entweder der Eingang doch relativ klein und somit nicht zu sehen war, oder zum Zeitpunkt der Aufnahme schon komplett eingeebnet wurde. Ich dachte ursprünglich, dass da Erde einfach aufgehäuft wurde und der Eingang darunter noch stand.
Zwar sollte dort was sein --> https://kvinfoladenwels.wordpress.com/2011/02/07/die-vergessenen-von-wels-west/

Aber das ist vermutlich für immer verschollen.:( Mich würde trotzdem interessieren wie das aussah.

Zu dem grösseren Schlittenhügel (links unten, beim Tennisplatz) wüsste ich nicht, dass da was drunter wäre und glaube es auch nicht.
 

Geist

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#28
Das Blöde an solchen Artikeln ist, dass man nicht weiß, woher der Schreiber die Info hatte, dass unter dem Hügel ein Bunker ist. Legenden werden gerade jetzt im Internetzeitalter gerne weiter und weiter kopiert ohne dass irgendwer den Wahrheitsgehalt überprüft. Am Ende genügt schon einer, der ein Gerücht in die Welt setzt und alle, die dran glauben, verbreiten es weiter bis es für einige, die es aufgeschnappt haben, zur Tatsache wird.

Steht in den Büchern zum Nationalsozialismus in Wels irgendein belegter Hinweis auf diesen angeblichen Bunker?
 
#29
Das Blöde an solchen Artikeln ist, dass man nicht weiß, woher der Schreiber die Info hatte, dass unter dem Hügel ein Bunker ist. Legenden werden gerade jetzt im Internetzeitalter gerne weiter und weiter kopiert ohne dass irgendwer den Wahrheitsgehalt überprüft. Am Ende genügt schon einer, der ein Gerücht in die Welt setzt und alle, die dran glauben, verbreiten es weiter bis es für einige, die es aufgeschnappt haben, zur Tatsache wird.

Steht in den Büchern zum Nationalsozialismus in Wels irgendein belegter Hinweis auf diesen angeblichen Bunker?
Ja, da hast du natürlich recht. Darum hätte ich das gerne mal auf einem Foto gesehen. Hab jetzt mal kurz gegoogelt und auf ein Buch gestoßen - ist zwar jetzt vielleicht auch nicht so repräsentativ, aber...

Ich hab mal einen Screenshot gemacht.
 

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#31
Ich kenne den Autor, er hat gut recherchiert, ist aber meines Wissens kein Welser.

Aber die Stelle, die oben am Foto angegeben ist, stimmt mit mehreren mündlichen Aussagen überein - ich meine mich auch aus meiner Jugend (70er Jahre) an den Hügel erinnern zu können (Habe damals öfters Zeit in der Gegend, vor allem in der Au verbracht).

Allerdings wurde der Hügel bei der Bebauung des Geländes - so weit ich informiert bin - abgetragen.

Beste Grüße

Seeker
 
#32
Ja, den kleinen Schlittenhügel kenne ich und ich bin vor ein paar Tagen mit dem Rad dort vorbeigekommen, hab aber vergessen ein Foto zu machen. Was mich halt irritiert ist, dass auf der leider relativ schlechten Luftaufnahme so rein gar nichts zu sehen ist. Was mich vermuten lässt, dass entweder der Eingang doch relativ klein und somit nicht zu sehen war, oder zum Zeitpunkt der Aufnahme schon komplett eingeebnet wurde. Ich dachte ursprünglich, dass da Erde einfach aufgehäuft wurde und der Eingang darunter noch stand.
Zwar sollte dort was sein --> https://kvinfoladenwels.wordpress.com/2011/02/07/die-vergessenen-von-wels-west/

Aber das ist vermutlich für immer verschollen.:( Mich würde trotzdem interessieren wie das aussah.

Zu dem grösseren Schlittenhügel (links unten, beim Tennisplatz) wüsste ich nicht, dass da was drunter wäre und glaube es auch nicht.
 
#33
Hallo , bin neu hier und habe von 1974 bis 1990 in der Stephansiedlung gewohnt
und bin mir sicher dass in den 80 er Jahren der sogenannte Schlittenberg
neben der Tennisanlage aufgeschüttet wurde und darunter kein Bunker sich
befunden hat.
LG. Helmut
 
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