Wien 1. - Stephansdom, Stephansplatz usw.

josef

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#1
Stephansdom hat Pflanzenproblem
Der Stephansdom hat ein Pflanzenproblem auf dem Dach. Grund dafür ist der zurückgegangene saure Regen, der die Pflanzen einst absterben ließ. Um Moos, Flechten und Co. loszuwerden, ist nun eine Dachreinigung geplant.

Vor allem auf der schattigen Nordseite des Stephansdoms nimmt der Pflanzenbewuchs auf dem Dach stark zu. Mittlerweile ist er sogar vom Boden aus mit freiem Auge zu erkennen. „Wir bemerken, dass durch die Verbesserung der Umwelt - der saure Regen ist nicht mehr so sauer - sich die Pflanzen wieder viel besser entfalten können“, sagt Dombaumeister Wolfgang Zehetner gegenüber „Wien heute“.


ORF

Das Dach des Doms ist mit rund 250.000 farbig glasierten Tondachziegeln gedeckt. „Die Pflanzen halten die Feuchtigkeit länger drinnen, und das kann dazu führen, dass sich der Ziegel hinter der Glasur mit mehr Wasser ansaugt. Dann kann es zu Ausblühungen oder Frostschäden kommen“, so Zehetner.

Kosten für Reinigung noch unklar
Das Dach des „Steffls“ ist knapp 70 Jahre alt. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war es durch ein Feuer komplett zerstört worden. Nun sollen die Dachziegel erstmals von Pflanzen gereinigt werden. „Wir werden im nächsten Jahr eine Teilfläche des Daches an der Nordseite übersteigen lassen und diese Pflanzen entfernen“, so Zehetner.

Die Kosten dafür stehen noch nicht fest. „So etwas lässt sich nicht pauschal kalkulieren. Wir werden das nach Stunden abrechnen. Die Dachdecker sind ja sehr wagemutig und müssen sich abseilen, um die Pflanzen zu entfernen“. Die Herausforderung sei die Dachneigung von bis zu „80 Grad an manchen Stellen“.

Vorteile für die Fassade des Doms
Für die Fassade des Doms hat der Rückgang des sauren Regens hingegen massive Vorteile, da der Sandstein weniger angegriffen wird und sich nicht mehr so stark verfärbt. „Wir haben beim Stein weniger Probleme“, konstatiert Zehetner.

Generell sei der Dom derzeit in einem sehr guten Zustand, vielleicht sogar im besten Zustand in seiner mehr als 850-jährigen Geschichte, sagt der Dombaumeister: „Wir haben eine lange Friedenszeit gehabt, wir haben technische Mittel und auch finanziell die Unterstützung von vielen Spendern, sodass wir sehr, sehr grundsätzlich arbeiten können.“

Mehr als zwei Millionen Euro werden pro Jahr für die Sanierung des Stephansdoms ausgegeben. Der Großteil stammt aus Spenden und Touristeneinnahmen. Letztere machen laut Zehetner etwa 600.000 bis 700.000 Euro aus. Die Stadt beteiligt sich mit 50.000 Euro, ebenso wie die Erzdiözese, der Bund schießt 72.000 Euro zu.

Hubert Kickinger, wien.ORF.at

Links:
Publiziert am 25.02.2017
http://wien.orf.at/news/stories/2827768/
Weitere Bilder aus dem ORF-Beitrag:
 

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#4
Der Regen wäscht Metallionen aus welche dem Pflanzen-/Moosbewuchs zerstören. Ich kenne die Bänder in Cu und Ms.
Es sollte halt Cu-haltig sein.
Kupferpräparate werden im Gartenbau sehr vielseitig zur Bekämpfung eingesetzt. Genau das macht man sich hier zu nutze.
VG
 
#6
Google machts möglich und ich habe mich erkundigt.
Grundsätzlich soll es funktionieren. Das abfließende Wasser läuft aber nicht gleichmäßig übers Dach, sondern in den "Vertiefungen" und nicht "Wölbungen" der Dachplatten.
Dort wirkt es nicht und das Moos wächst dort. Außerdem oxidiert auch Kupfer und verliert dann keine Ionen mehr.
Bei flach geneigten Dächer ist das Problem größer, der Stephansdom hat aber ein steiles Dach und trotzdem Moosbefall. Ist dort aber nur ein Schönheitsfehler, weil es zu keinem Rückstau kommen kann.
Dachrinnen verstopfen leichter, weil das Moos immer wieder abfällt.
Also: ein Versuch ist es wert. 5 Meter kosten 50 € da macht man bei 12 Meter Dachlänge nichts falsch.
Beim Stephansdom zahlt es eh die Kirche, die haben genug Geld. Es muss nur noch einer den Dombaumeister informieren.

grüße

dermike
 

josef

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#8
Neugestaltung Stephansplatz - aktuelles Großbauprojekt der MA 28

Beginn und Dauer
  • Generalsanierung der Oberfläche: 13. März bis Mitte November 2017
  • Erneuerung von Gas-, Strom- und Wasserrohren: Sommer 2016 bis Frühjahr 2017
  • Gesamtfertigstellung: November 2017 beziehungsweise Frühjahr 2018
FußgängerInnen-Zone City Wien im Bereich Kärntner Straße, Stock-im-Eisen-Platz und Graben.

Ausgangslage
Der Stephansplatz war Bestandteil eines im Jahr 2007 durchgeführten EU-weiten Gestaltungswettbewerbs zur Neugestaltung der FußgängerInnen-Zone City Wien. Dieser umfasste auch den Graben, die Kärntner Straße sowie den Stock-im-Eisen-Platz.

Als Sieger dieses Wettbewerbs, der von der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) und der MA 28 durchgeführt wurde, ist der Architekt Clemens Kirsch hervorgegangen. Dieser wurde mit den weiteren Planungen beauftragt. Aufgrund der geplanten, aber dann nicht umgesetzten Verlegung der Dombauhütte wurde die Neugestaltung des Stephansplatzes im Jahre 2009 zurückgestellt. Zuletzt wurde der Stephansplatz vor mehr als 30 Jahren mit dem U-Bahn-Bau neu gestaltet. Aufgrund des Alters und des Lieferverkehrs sind erhebliche Zeitschäden entstanden. Eine Sanierung ist notwendig geworden.

So werden die aus der Kärntner Straße bekannten großformatigen Waldviertler Granitplatten in verschiedenen Grautönen auch bei der Neugestaltung des Stephansplatzes eingesetzt. Die wesentlichen gestalterischen Elemente umfassen auch eine neue Straßenbeleuchtung und neue Sitzgelegenheiten ohne Konsumationszwang.


Visualisierung des neu gestalteten Stephansplatzes mit Blick zum Domtor


Visualisierung des neu gestalteten Stephansplatzes von oben



Gestalterische Details
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Beispiel Verlegemuster

Das Verlegeprinzip der Steinplatten nennt sich "Römischer Verband". Diese traditionsreiche Verlegeart ist für offene Platzräume ideal, da keine Richtung bevorzugt wird. Somit entsteht eine homogene, flexibel anpassbare Oberfläche. Auch technisch bietet dieser Verband Vorteile: Die Stabilität des Tragsystems kann in beide Richtungen sichergestellt werden.



Lageplan mit Verlegemuster

Während die Kärntner Straße und der Graben "gerichtete" Straßenräume sind, zeichnet den Stephansplatz seine Offenheit nach allen Seiten aus. Das (Wettbewerbs-) Konzept sieht daher auf diesem "ungerichteten" Platz die Überlagerung der beiden Straßenrichtungen vor. Die linearen Strukturen der dunklen "Schmucksteine" treffen einander am Stephansplatz zu einer abstrakten Kreuzform.

https://www.wien.gv.at/verkehr/strassen/bauen/grossprojekte/stephansplatz.html
 

josef

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#9
Waldviertler Granitsteine für Stephansplatz

Der Wiener Stephansplatz ist das Wahrzeichen der Bundeshauptstadt. Nach 30 Jahren wird er nun generalsaniert. Dafür werden 36.400 neue Granitsteine benötigt, sie kommen aus Schrems (Bezirk Gmünd) im Waldviertel.


Die Platten sind 14 Zentimeter dick und werden bis Oktober auf 10.500 Quadratmetern verlegt. Der Stein selbst wird 130 Kilometer von Wien entfernt, in Schrems, abgebaut. Mit riesigen Sägen, die einen Durchmesser von etwa drei Metern haben, werden die Blöcke zunächst grob zugeschnitten. Es dauert bis zu sechs Stunden bis ein Block zerschnitten ist.

Unter dem Motto „Aus glatt mach’ rau“ findet dann der nächste Arbeitsschritt statt. Dabei wird die Oberfläche bearbeitet. Schließlich werden die Platten präzise und genau zugeschnitten. „Wir können uns sehr schnell auf die Baustelle einstellen. Wenn zum Beispiel eine Sonderplatte gebraucht wird, wie etwa bei einem Kellergewölbe, wo man dünne Platten verwendet, dann gibt es einen Anruf von Wien und wir werden die Platten innerhalb von ein paar Tagen produzieren“, so Verkaufsleiter Ernst Eder.


ORF
Bis Oktober werden die Granitsteine am Stephansplatz verlegt

Granitsteine auch in Mariahilferstraße und Salzburg
Vom Schotter, über Pflastersteine und Platten bis hin zu Steinmöbeln wird in Schrems alles produziert. Die entstehenden Abfälle oder Reste werden dabei wiederverwertet. Seit 130 Jahren wird in dem Werk Granit abgebaut. Kurz bevor es zugesperrt werden sollte, übernahm 2011 die Granitwerk Kammerer GmbH das Werk. Seitdem stieg die Zahl der Mitarbeiter von 20 auf 60 an.

„In Schrems haben wir jetzt die Steinmetzberufsschule. Wir haben auch immer wieder Jugend im Betrieb, wir bilden auch sehr erfolgreich Lehrlinge aus und bis jetzt sind auch alle Lehrlinge im Betrieb geblieben“, so Rudolf Kammerer, Geschäftsführer des Granitwerks Kammerer.


ORF
Granitwerk in Schrems

Die Granitsteine aus Schrems sind aber nicht nur am Stephansplatz zu finden, sondern auch auf der Mariahilferstraße oder in der Herrengasse in Wien. „Wir sind sehr in Wien vertreten. In einem Tag in Wien schaffe ich es nicht, auf all meinen Platten zu gehen“, so Kammerer. Auch für die Getreidegasse in Salzburg wird produziert.


Link:
Publiziert am 12.04.2017
http://noe.orf.at/news/stories/2836666/
 
Zuletzt bearbeitet:

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#10
Der zweite Turm des Stephansdoms
Die Dokumentation „Mysterien von St. Stephan“ von Günter Schilhan lüftet Geheimnisse des Wiener Wahrzeichens. Mittels digitaler Reanimation wird erstmals gezeigt, wie der Dom aussehen hätte können - mit zweitem Turm.

Gut erhaltene Planentwürfe belegen, dass beim Stephansdom neben dem Steffl noch ein zweiter, hoher Turm geplant war: Der Nordturm. Die Bauarbeiten wurden jedoch im Jahr 1511 eingestellt, erzählt Günter Schilhan in seiner neuen Dokumentation.


emb Film


Verändertes Stadtbild
Dombaumeister Wolfgang Zehetner: „Das gothische Denken war nicht mehr zeitgemäß. Und in Wien kam eine massive Bedrohung vom Südosten dazu. Die Steinmetze vom Dom sind dann plötzlich an die Stadtmauern übersiedelt und mussten die damals nicht mehr sehr wehrhaften Befestigungen von Wien wieder instandsetzen.“

Die Dokumentation zum Nachsehen
Eine neue Computersimulaton zeigt, wie der Stephansdom mit zwei hohen Türmen ausgesehen hätte. Dargestelt wird, dass die Vollendung des Nordturmes den Gesamteindruck des Domes gravierend verändert und der Stadt eine gänzlich andere Silhouette gegeben hätte.


emb Film
Pläne des 170-Meter-Turms auf Pergament

Plan von höchstem Kirchturm der Welt
Noch viel kühner als der Bau von zwei gleich hohen Türmen war ein Entwurf eines anonymen Baumeisters im 15. Jahrhundert. Er ging an die Grenzen des technisch Machbaren. Auf einem fünf Meter langen Pergament zeichnete er seine Vision eines Nordturmes von St. Stephan. Einer jüngsten Berechnung zufolge wäre dieser Turm 170 Meter hoch geworden. Wäre dieser Plan verwirklicht worden, wäre in Wien der bis heute höchste Kirchturm der Welt gebaut worden.

Links:

Publiziert am 22.04.2017
http://wien.orf.at/news/stories/2838011/

Weitere Computersimulationen und Bilder aus dem ORF-Artikel:















 

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#11
Überraschender Skelettfund unter Stephansplatz
Nur rund 50 Zentimeter unter der Oberfläche des Stephansplatzes ist bei Sanierungsarbeiten ein Skelett gefunden worden. Die Überreste dürften nach ersten Einschätzungen mehrere hundert Jahre alt sein.

„Das kommt ziemlich unerwartet“, sagte die Leiterin der Stadtarchäologie, Karin Fischer-Ausserer. Es handle sich um ein „geordnetes Grab“, auf das man im Zuge der laufenden Oberflächenarbeiten gestoßen sei, hieß es. Dies sei unerwartet geschehen. Bisher habe man lediglich einzelne Knochen gefunden. Dass man nun auf ein großes Skelett gestoßen sei, bewertete Fischer-Ausserer als Glück.

Denn der Platz sei inzwischen oft aufgegraben worden, etwa für technische Einbauten oder beim Bau der U-Bahn. Der Fund sei in einem kleinen, bisher ungestörten Bereich gemacht worden. Das Skelett lag laut Fischer-Ausserer nur rund 50 Zentimeter unter der Oberfläche. Die vermutlich mehrere Jahrhunderte alten Überreste liegen über der unterirdischen Virgilkapelle bzw. den Mauern der einstigen Maria-Magdalenen-Kapelle.


APA/Hochmuth
Startschuss für Sanierung im März


Weitere Grabungen sind jetzt geplant
Die verstorbene Person wurde, so schätzt Fischer-Ausserer, im Spätmittelalter bzw. in der frühen Neuzeit bestattet. Möglich sei auch, dass unter dem Skelett noch ein zweites liege. Weitere Grabungen sind geplant. Derzeit ist die ungewöhnliche Entdeckung mit einer Platte gesichert. Das Skelett soll demnächst geborgen und anthropologisch untersucht werden.

Der Stephansplatz wird derzeit saniert und neu gepflastert - mehr dazu in
36.400 Steine für neuen Stephansplatz. Die seit März laufenden Arbeiten wurden von Anfang an von Archäologen begleitet.

Link:

Publiziert am 09.05.2017
http://wien.orf.at/news/stories/2842109/
 

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#12
Fortsetzung zu Beitrag #1 :)
Stephansdom-Dach wird „gerodet“
Moos, Farne und sogar kleine Bäume wachsen auf dem Dach des Wiener Stephansdoms. Weil es kaum mehr „sauren Regen“ gibt, werden es immer mehr. Die Pflanzen richten Schaden an, deshalb wird das Dach jetzt aufwändig gereinigt.

Nicht der Berg ruft, sondern das Nordostdach des Stephansdoms - die Herausforderungen sind aber ähnlich, mit Steigungen von bis zu 80 Grad. Einige der Arbeiter bei der Reinigung des Stephansdomdachs sind daher sonst auch bei der Bergrettung im Einsatz. Hier retten sie Dachziegel vor Pflanzen: „Das wird mit einem speziellen Messer herausgeschnitten, damit man möglichst auch die Wurzeln erwischt. Mit Ausreißen würde das nicht funktionieren. Größerer Bewuchs, wie Bäume oder Sträucher, muss dann auch wirklich ausgebaut werden“, erklärt Leopold Hochpöchler von der Firma Holzco.



ORF


Notwendig macht diese Rettungsaktion der abnehmende „saure Regen“: Er ließ die Pflanzen absterben. Seit das Regenwasser sauberer wird, wuchert immer mehr. „Wien heute“ berichtete schon im Februar über dieses Problem - und machte so eine auf Dächer spezialisierte niederösterreichische Firma aufmerksam. Die „rodet“ jetzt den Stephansdom - mehr dazu in
Stephansdom hat Pflanzenproblem.

1,30 Meter hohe Silberpappel entfernt
Die entfernten Pflanzen werden von Forscherinnen der Wiener Universität für Bodenkultur untersucht. Sie analysieren, um welche Arten es sich handelt und wie diese in den Dachfugen wachsen konnten. Unter den Pflanzen sind viele Moose und Farne - aber auch Bäume, beispielsweise eine Silberpappel mit stolzen 1,30 Metern Größe. „Die kommen mit sehr wenig Nährstoffen aus und leben von dem Moos, dem Wasser und der Feuchtigkeit, die sich in dem Substrat in den Fugen ansammelt“, erklärte Katharina Lapin von der Universität für Bodenkultur.


ORF
Unter anderem wurde eine 1,30 Meter hohe Silberpappel entfernt


Die Pflanzensamen werden vom Wind aufs Dach gebracht. Die Forscherinnen sollen im Auftrag der Reinigungsfirma herausfinden, wie man das Pflanzenproblem langfristig und ökologisch in den Griff bekommen könnte und so auch Schäden verhindert: „Wo eine Wurzel ist, da ist dann meistens auch Wasser. Im Winter friert das auf und das führt dazu, dass auch Dachziegel abplatzen und herunterrutschen - das ist ein Sicherheitsrisiko“, so Hochpöchler.

Probelauf für gesamte Dachreinigung
Bei der Reinigung werden daher auch auch alle Schäden genau dokumentiert. Gearbeitet wird noch bis Donnerstag - und fürs erste nur auf einem kleinen Teil auf der Nordseite. Rund 1.000 Quadratmeter, ungefähr ein Zwölftel der gesamten Dachfläche. Es ist ein Probelauf.

„Wir haben jetzt die schwierigste oder am stärksten befallene Fläche gereinigt. Wenn das sinnvoll ist, so wie wir es jetzt machen - und davon gehe ich eigentlich aus - dann werden wir hoffentlich im nächsten Jahr oder spätestens dann im übernächsten Jahr durch sein“, sagte Dombaumeister Wolfgang Zehetner. Geschätzte Gesamtkosten für die Reinigung: Rund 50.000 Euro, dazu kommen noch die Reparaturkosten.
21.06.2017










http://wien.orf.at/news/stories/2850381/
 

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#14
Stephansplatz-Sanierung im Zeitplan
Die Sanierung des Stephansplatzes geht in die Finalphase. Noch vor dem Advent will man mit allen Arbeiten fertig sein. Der Zeitplan hält, lediglich die Pflasterung in der Churhausgasse muss noch in Angriff genommen werden.
Im März haben die Arbeiten an der Oberfläche des Platzes begonnen, im November will man damit fertig sein, heißt es aus dem Büro von Bezirksvorsteher Markus Figl. Und damit den Zeitplan einhalten. Nach der Sanierung der Strom, Gas und Wasserleitungen ist mit der Pflasterung begonnen worden.


zoom VP
Visualisierung "Stephansplatz NEU"

Baukosten im Plan
Vor 30 Jahren ist der Platz zuletzt im Zuge des U-Bahn-Baus erneuert worden. Der Lieferverkehr hat den Pflastersteine arg zugesetzt. Jetzt soll der Unterbau stärker sein und länger halten. Der Großteil des Platzes ist bereits fertig. Es fehlt lediglich der Bereich über der unterirdischen Virgilkapelle, deren Umrisse im Pflaster wieder sichtbar sein sollen.

Gearbeitet wird auch noch in der Churhausgasse. Sie wird als letztes fertig werden. Aber auch sie soll im Zeitplan liegen. Auch was die Baukosten von 13 Millionen Euro betrifft, will man im Plan bleiben. Ein Zehntel davon kommt vom Bezirk.

Pflasterung wie Graben und Kärntner Straße
Die Flächen rund um den Stephansdom mit 36.400 neuen Granitsteinen und -platten bestückt. Die Gestaltung orientiert sich optisch an der Pflasterung von Graben und Kärntner Straße, die vor einigen Jahren ebenfalls auf Vordermann gebracht wurden - mehr dazu in 36.400 Steine für neuen Stephansplatz.

Links:
Publiziert am 06.10.2017

Christian Fürthner
Der Stephansplatz ist sanierungsbedürftig









ORF

http://wien.orf.at/news/stories/2870575/
 

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#15
Neue Orgelpfeifen für Stephansdom
Tausende Orgelpfeifen werden derzeit im Stephansdom abgebaut und nach Vorarlberg gebracht. Dort werden die Pfeifen komplett erneuert. Zu Ostern 2020 soll die größte Orgel Österreichs völlig neu klingen.
Bei der alten Kauffmann-Orgel im Stephansom hat es zuletzt nicht nur akustische Probleme gegeben. „Die großen Pfeifen, diese so genannten Prospektpfeifen, sind einfach zu labil und haben sich gesenkt. Sie drohten abzustürzen, also musste man dringend etwas unternehmen“, erklärte Domkapellmeister Markus Landerer gegenüber „Wien heute“.

Manche der 10.000 Pfeifen wiegen bis zu 400 Kilo und haben eine Länge von bis zu elf Metern. Einige sollen sich bereits Anfang der 1970er Jahre durch die Erschütterungen beim U-Bahn-Bau am Stephansplatz gesenkt haben.

„Vibrierende Bänke“ bei neuen Klängen
Für die Erneuerung ist nun eine Orgelbaufirma aus Vorarlberg zuständig. „Wir haben Kräne montiert, bauen jetzt die Pfeifen ab. Die kleinen Pfeifen kommen in Kisten, die großen kommen direkt in den Lkw. Dann wird es abtransportiert nach Vorarlberg und da werden sie dann restauriert, hergerichtet und kommen dann wieder nach Wien zum Einbau“, so Martin Pfanner von der Firma Rieger Orgelbau.

Viele der historischen Pfeifen sollen wiederverwendet werden. Bei der neuen Orgel werden sie dann aber anders aufgestellt. Denn bisher ertönten viele hinter einem Steinbogen. Diese Problem für die Akustik soll gelöst werden, erklärte Markus Landerer: "Der Klang wird unvergleichlich zu dem sein, den man kennt. Der Klang wird so viele Farben haben, so viele ungewöhnliche Klangmöglichkeiten, auch Dinge, die wir jetzt neu entwickeln. Es werden phantastische leise Klänge sein und auch, wie es sich für eine Orgel gehört, wuchtige Klänge, bei denen dann die Kirchenbänke vibrieren.

Die Erneuerung der Orgel kostet 2,6 Millionen Euro. Die Kosten teilt sich der Stephansdom als sogenanntes Nationalheiligtum mit Bund und allen Bundesländern. Läuft alles nach Plan soll die neue Riesenorgel dann am Ostersonntag 2020 eingeweiht werden.

Link:
Publiziert am 19.11.2017


http://wien.orf.at/news/stories/2879112/
 

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#16
Wiener Stephansdom doch höchste Kirche Österreichs
Der Wiener Stephansdom ist doch Österreichs höchste Kirche. Eine digitale Neuvermessung des Linzer Mariendoms ergab nun, dass dieser etwas niedriger ist. Das berichtete die Diözese Linz in einer Presseaussendung am Donnerstag.
Vor den Messungen war spekuliert worden, dass das Linzer Gotteshaus höher sein könnte. Aufgrund einer kaiserlichen Verordnung musste der 1924 nach 62-jähriger Bauzeit eingeweihte Linzer Dom zwei Meter niedriger errichtet werden als der Wiener Stephansdom.

Die Höhe des Linzer Mariendoms beträgt nun offiziell 134,69 Meter ab der Gelände-Oberkante, beziehungsweise 133,53 Meter ab der Fußboden-Oberkante. Die geringe Differenz zu den im Jahr 1902 angegebenen 134,80 Metern wird mit den Veränderungen des Geländeniveaus seit der Errichtung des Turms erklärt.


APA/Georg Hochmuth
Wiener Stephansdom

Linzer Dom niedriger, aber größer
Der Südturm des „Steffl“ in Wien ist hingegen 136,44 Meter hoch. In Linz steht somit auch weiterhin die zweithöchste - aber mit einer bebauten Fläche von 5.851 Quadratmetern immerhin die größte Kirche Österreichs.

Die jüngste Vermessung mit Drohne und Theodolit - einem Winkelmessinstrument - war notwendig, um einen genauen maßstäblichen Plan des Bauwerkes für eine notwendige umfangreiche Turmspitzsanierung ab dem kommenden Jahr zu bekommen. Sie wird je nach Witterung zwei bis drei Jahre dauern. Die Kosten dafür werden derzeit auf vier Millionen Euro geschätzt. Weitere Instandhaltungsarbeiten sind bis 2030 vorgesehen.

religion.ORF.at/APA

Publiziert am19.07.2018
Wiener Stephansdom doch höchste Kirche Österreichs - religion.ORF.at

Siehe dazu auch Linzer Mariendom - höchster Kirchturm Österreichs ?
 

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#17


Erzdiözese baut unterirdisches Archiv
Das Archiv der Erzdiözese Wien ist bis unters Dach mit hunderte Jahre alten Beständen gefüllt. Weil es aus allen Nähten platzt, entsteht jetzt in der Innenstadt unter dem Erzbischöflichen Palais ein Archiv mit acht Kilometer Regalen.
Die Baustelle liegt unter den Bürofenstern von Kardinal Christoph Schönborn. Direkt unter dem Palais entsteht an der Ecke Stephansplatz/Rotenturmstraße ein Archiv, das mit seinen zwei Geschoßen bis in eine Tiefe von zwölf Metern reichen wird. die Gesamtlänge der Regale in dem neuen Archiv wird acht Kilometer betragen.


ORF
Der Innenhof des Erzbischöflichen Palais ist derzeit Baustelle

Weinkeller, Lagerraum und Luftschutzbunker

Für die Arbeiten musste auch der Innenhof des Palais aufgegraben werden. Die unterirdischen Arbeiten in den Gewölben werden noch etwa ein Jahr dauern. „Im zweiten Kellergeschoß waren früher Lagerräume. Wein wurde in großen Fässern gelagert, es gab auch drei Weinpressen“, sagte die Archäologin Ute Scholz. Bei den Arbeiten wurden auch Funde freigelegt, hauptsächlich sind es Glasfunde aus dem 17. Jahrhundert, darunter auch Weingläser und Weinflaschen.

Erzdiözese baut unterirdisches Archiv
Die Erzdiözese Wien baut nun die Gewölbe unter dem Erzbischöflichen Palais zum Archiv aus. Platz für tausende Bücher und Dokumente entsteht.
Die Keller wurden bis ins 19. Jahrhundert etwa zur Lagerung von Lebensmitteln genützt. Während des Zweiten Weltkriegs boten die Gewölbe tausenden Menschen Schutz vor Luftangriffen und Bomben. In Nischen der Gewölbe wurden damals provisorische Toiletten eingerichtet, so Scholz.


ORF
Das derzeitige Archiv platzt aus allen Nähten

Rohre werden nach außen verlegt
Als schwierigsten Teil der Bauarbeiten bezeichnet Bauleiterin Katrin Fritz die Tiefe. Das gesamte Material muss zwölf Meter tief hinunter- bzw. heraufgebracht werden. Aktuell werden die Kellermauern unterfangen und mit einer Bodenplatte belegt. Nach den Betonierarbeiten wird verputzt, dann kann laut Fritz auch der Ausbau für die Archivnutzung beginnen: „Die Rohre für Fernwärme, Wasser usw. werden verlegt, damit es zu keinem Wasserschaden im Archiv kommen kann“, sagte Fritz.

Im Archiv der Erzdiözese sind Bestände bis ins Jahr 1139 zurück zu finden. Insgesamt umfasst die Sammlung rund 4.000 Bücher und 3.000 Protokolle, darunter auch den Stiftungsbrief von Rudolf dem Stifter, dem Erbauer des Stephansdoms.

Link:
Publiziert am15.08.2018
Erzdiözese baut unterirdisches Archiv
 

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#18
Neue Beleuchtung für Stephansdom
Das Innere des Wiener Stephansdoms erstrahlt in neuem Licht. In den vergangenen zwei Jahren wurden 700 Lampen installiert. Durch das neue Beleuchtungskonzept sollen Details des Bauwerks besser zur Geltung kommen.
Mit den Worten „Fiat Lux“ - es werde Licht - hat Dompfarrer Toni Faber am Dienstagabend die Lichttaufe im Wiener Stephansdom durchgeführt. Nach 70 Jahren erhielt das Wahrzeichen Österreichs eine neue Innenbeleuchtung. Damit sollen die Besonderheiten des Bauwerks besser zur Geltung kommen.


APA/Hans Punz

Alles habe bei einer nächtlichen Domführung angefangen, in der die schlechte Lichtsituation im Dom besonders gut sichtbar gewesen sei, erzählte Faber bei der Präsentation der neuen Lichtanlage. Nachdem die Wirtschaftskammer Wien 150.000 Euro für den Umbau zugesichert hat, wird der Stephansdom nun ab Mittwoch im neuen Licht erstrahlen.

Alte Lichtanlage beleuchtete vor allem den Boden
Zwei Jahre lang dauerten die Arbeiten. „Der Dom zeigt sich jetzt selbst“, sagte Iris Podgorschek von podpod design. Das Studio zeichnet sich für das Lichtkonzept verantwortlich. Das Ziel sei gewesen, den Dom selbst wirken zu lassen und die Leuchten dabei in den Hintergrund zu drängen.

Unter den installierten Lampen befinden sich auch bis zu 1,80 Meter hohe Pendelleuchten. Dabei haben die Lampen eine Leistung von nur vier Watt. Die Beleuchtung würde jetzt auch Decke und Säulen beleuchten sowie auf Details wie Figuren eingehen. „Früher wurde eigentlich nur der Boden beleuchtet“, beschrieb Podgorschek die 70 Jahre alte Lichtanlage. Besondere Effekte können durch sogenannte „Leuchtgruppen“ hervorgerufen werden, indem beispielsweise nur die Seitenaltäre beleuchtet werden.

Für den Dombaumeister Wolfgang Zehetner bedeutet die Beleuchtung einen „neuen Meilenstein in der Darstellung des Doms“. Als Architekt ging er auf den gotischen Baustil des Stephansdoms ein. Die Gotik würde auch als „Architektur des Lichtes“ bezeichnet, in der helle, hohe Räume an Bedeutung gewannen. Die originalen und denkmalgeschützten 22 Maria-Theresien-Luster des „Steffl“ wären für die heutige Beleuchtung jedoch ein „bescheidener Ansatz“, sagte Zehetner.

Links:
Stephansdom sucht Spenden für Riesenorgel (wien.orf.at, 13.8.2018)

Stephansdom ist höchste Kirche Österreichs (wien.orf.at, 13.8.2018)

800 Jahre alte Glocke erklingt wieder (wien.orf.at, 23.2.2017)

Publiziert am 03.10.2018











Alle Bilder APA/Hans Punz

Neue Beleuchtung für Stephansdom
 

josef

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#19
„Himmel aus Steinen“ im Stephansdom
Das Mittelschiff des Stephansdoms ist seit Dienstag mit einem „Sky of Stones“ - einem „Himmel aus Steinen“ - gestaltet. Der Künstler Peter Baldinger hat die Installation und auch das diesjährige Fastentuch entworfen.
Zu Beginn der Fastenzeit hat Baldinger das Mittelschiff der Kirche in einen beeindruckenden „Himmel aus Steinen“ mit exakt 1.332 Pappsteinen verzaubert. Diese schweben über den Köpfen der Besucher.

„Wenn man hereinkommt, sieht man einen Himmel voller Steine“, beschrieb Dompfarrer Toni Faber die Installation. Die Liturgie wird mit drei verschiedenen Lichtstimmungen farbenfroh begleitet: violett in der Fastenzeit, golden zu Ostern und rot in der Pfingstzeit.






APA/Hans Klaus Techt
Installation "Sky of Stones" im Stephansdom


APA/Hans Klaus Techt
Fastentuch "Echo Curtain" im Stephansdom

Steine als Symbole
Das Thema Steine wurde nicht zufällig gewählt, erklärte Faber. Dabei verwies er auf den heiligen Stephanus, den Namenspatron des Domes. Aufgrund seines Glaubens wurde er zu Tode gesteinigt und gilt als erster Märtyrer des Christentums. Das Symbol des Steins findet auch in der Heiligen Schrift, der Bibel, immer wieder Erwähnung. Die Steine der Installation sind keine Natursteine, sondern sind aus Karton und Papier gefertigt. Daher besteht für die Besucher keine Gefahr durch herunterfallende Objekte.

Spiegelndes Fastentuch zur Fastenzeit
Wie jedes Jahr ist der Domaltar auch heuer mit einem Fastentuch verhüllt. Baldinger kreiert es zum zweiten Mal nach 2013. Der „Echo Curtain“ besteht aus 612 Edelstahlplättchen. Die spiegelnden Plättchen wurden einen Tag lang in Handarbeit am Tuch befestigt, erzählte der Künstler. Die Plättchen geben ein verzerrtes Spiegelbild des Kirchenraumes wieder. „Auf diese Art und Weise lebt das Kunstwerk“, so Baldinger.

Die Fastenzeit ab dem Aschermittwoch dauert 40 Tage lang und dient im katholischen Glauben als Vorbereitungszeit auf das Osterfest. „Beten, Verzicht üben und die Bereitschaft zu teilen“, zählte Faber dabei die drei wesentlichen Schritte für Gläubige auf. Dadurch könne man seine Berufung neu finden, so der Dompfarrer: „Es ist eine gute Gelegenheit, reifer zu werden und meine Fähigkeiten für andere besser einzusetzen.“

Das Fasten wird von den Menschen unterschiedlich praktiziert und reicht vom Verzicht auf Fleisch oder Autofahren bis hin zum Geben an andere. Die Installation „Sky of Stones“ ist bis zum Pfingstmontag am 10. Juni zusehen.

Publiziert am 05.03.2019
„Himmel aus Steinen“ im Stephansdom
 
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