Wiener Hochhäuser

josef

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#1
Erster städtischer „Wolkenkratzer“ ist 60
Hochhäuser in Wien sind heute alltäglich, gehören zum Stadtbild und eignen sich sogar für politische Streitereien. Vor 60 Jahren war das noch anders. Der erste von der Gemeinde errichtete „Wolkenkratzer“ war politisch unumstritten.

20 Stockwerke reichten zwar nicht, um an den Wolken zu kratzen, 108 Wohnungen fanden aber trotzdem Platz in dem Gebäude der Architekten Ladislaus Hruska und Kurt Schlauß, das von 1954 bis 1957 errichtet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß es in den 1950er-Jahren, das zerstörte Wien wieder aufzubauen. Damals entwickelte sich jener Stil, der bis heute die großen Vorstadtsiedlungen Wiens prägt. Wohnbauten wurden größer, höher und in Blockform gestaltet. Flachdächer setzten sich durch.

Die Mindestgröße einer Wohnung machte 55 Quadratmeter aus, Badezimmer und WC fanden sich in allen Wohnungen. Darüber hinaus machten laut Wiener Wohnen Zentralheizung, Lastenaufzug und Müllschächte den Wolkenkratzer im Zentrum der Wohnhausanlage Theodor-Körner-Hof zu etwas Besonderem. „Ein Turm des neuen Wien“ titelte die Arbeiterzeitung über einem Artikel anlässlich des Spatenstichs für das erste Gemeinde-Wohnhochhaus.


Wiener Wohnen
Das Matzleinsdorfer Wohnhochhaus war der erste Wiener „Wolkenkratzer“


20 Etagen mit 104 Wohnungen
Heute befinden sich in dem Hochhaus laut Wiener Wohnen 104 Wohnungen und 15 Geschäftslokale. Wiener Wohnen beschreibt das Hochhaus aus heutiger Sicht so: „Der Grundriss des Hochhauses ist beinahe rechteckig. Die nordöstlich gelegene Hauptfassade zeigt einen hell gehaltenen Mittelrisalit. Das Gebäude ist an seiner südwestlichen Seite etwa breiter und wiederholt hier die Gestaltung der Hauptfassade.“


Glasbausteine, Mosaikfliesen und Terrazzoböden prägen das Innere. Die unterschiedlichen Muster der Mosaike und Terrazzobeläge verleihen jedem Stockwerk ein individuelles Aussehen. Einfache Glastüren trennen die Stiegenhäuser von den Stockwerksplattformen und schaffen einen Vorraum zu Wohnungen und Liftanlagen. Durch eine Glasbausteinfront fällt Licht ins Stiegenhaus.

Dichand und Zilk unter einem Dach
Prominente Bewohner waren unter anderem „Krone“-Herausgeber Hans Dichand und der spätere Bürgermeister Helmut Zilk. 2000 bis 2003 wurde das Hochhaus saniert. Fenster und Türen wurden erneuert, eine Wärmedämmung angebracht, das Haus an die Fernwärme angeschlossen.


Heumarkt, DC-Tower und viele Regeln
Das jüngste Hochhausprojekt in Wien, die Neugestaltung des Heumarkts, sorgt seit Jahren für Aufregung - mehr dazu in
Causa Heumarkt: Eine Chronologie. Es gipfelte zuletzt in der ersten Urabstimmung unter den Wiener Grünen, die das Projekt knapp mehrheitlich ablehnten. Dennoch soll es umgesetzt werden, dafür aber keine neuen Hochhäuser in der Innenstadt entstehen - mehr dazu in Rot-Grün: Keine Hochhäuser mehr in City.

Dass das Thema Hochhaus in Wien unter anderem wegen des UNESCO-Welterbes immer wieder ein strittiges Thema war und ist, zeigt sich auch in neuen Regelungen der Stadt für den Bau von Hochhäusern - mehr dazu in Strengere Regeln für neue Hochhäuser.

56 Jahre nach der Eröffnung des Matzleinsdorfer Wohnhochhauses erreichte der Hochhausbau in Wien eine neue Dimension. Im Oktober 2013 wurde der DC Tower auf der Donauplatte fertig. 250 Meter Höhe - mit Antenne - reichten aus, um nicht nur Wiens, sondern sogar Österreichs höchstes Hochhaus zu sein - mehr dazu in Österreichs höchstes Haus ist fertig.

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Publiziert am 10.05.2017
Erster städtischer „Wolkenkratzer“ ist 60
 

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#3

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#4
Wiens Skyline der Zukunft

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Wien wächst – und damit seine Gebäude: In den nächsten Jahren werden zahlreiche Hochhäuser in den Himmel schießen, die das Bild der Stadt nachhaltig verändern werden.
Laut Wiener Bauordnung gelten Gebäude dann als Hochhäuser, wenn sie eine Höhe von 35 Metern übersteigen. Einige der für die nächsten Jahre geplanten Hochhausprojekte stellen diese Größenordnung aber bei weitem in den Schatten. Entlang des Donauufers entsteht unter anderem der mit 160 Metern höchste Wohnturm des Landes und die ASFINAG und Austro Control werden 2021 in den dann höchsten Büroturm am Donaukanal ziehen.


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Eine Auswahl markanter Hochhausprojekte Wiens

Dreiertürme im Dritten
In Wien-Landstraße entsteht momentan alle eineinhalb Wochen ein neues Stockwerk auf dem Grund des ehemaligen Zollamtsgebäudes: Die drei „TrIIIple“-Wohntürme der Soravia und der ARE Development sollen bis in die erste Jahreshälfte 2021 auf je 100 Meter Höhe anwachsen und dann rund 500 Eigentumswohnungen und kleinere Appartements für Studierende beherbergen. Auf dem Vorplatz sind Cafés, Supermärkte und Lokale geplant. Laut Soravia-Sprecherin Yana Boyer-Telmer läuft der Verkauf der Eigentumswohnungen jedenfalls „sehr gut“ – so seien bereits 80 Prozent der Wohnungen im ersten und 50 Prozent der Wohnungen im zweiten Turm vergeben.


BUWOG
Einer der drei „The Marks“-Türme in Landstraße

TrIIIple bleibt aber nicht das einzige dreifache Turmensemble im 3. Bezirk: In Neu Marx errichten vier Bauträger unter dem Namen „The Marks“ drei über 100 Meter hohe Wohntürme. Der Spatenstich ist für Oktober geplant, fertig sollen die Türme dann spätestens Ende 2021 sein. BUWOG, Österreichisches Siedlungswerk (ÖSW) und Wohnbauvereinigung der Privatangestellten (WBV-GPA) planen zusammen mit Neues Leben bis zu 1.500 Miet- und Eigentumswohnungen in den drei Türmen beim Gasometer. Im Sockelbau, über den die Gebäude verbunden sind, sollen sich dann Betriebe ansiedeln können.

Zurück zum Donaukanal: Dort errichtet Projektentwicklerin Soravia neben den TrIIIple-Türmen ebenfalls bis 2021 den mit 135 Metern höchsten Büroturm am Donaukanal, in den unter anderem Austro Control und ASFINAG mit ihren Hauptquartieren übersiedeln werden. Beim „Austro Tower“ beginnen bald die Bauarbeiten für die Tiefgarage. Er soll den westlich angrenzenden „TownTown“-Businesspark ergänzen, der unter anderem die Zentrale der Wien Energie und den 100 Meter hohen Büroturm „ORBI Tower“ beherbergt.

Langes Warten auf Marina Tower und Heumarkt-Hochhaus


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Der Marina Tower lässt noch bis 2021 auf sich warten

Beim Marina Tower am Handelskai im 2. Bezirk wird gerade an den Untergeschoßen gebaut. Der von BUWOG und IES Immobilien errichtete Turm sollte ursprünglich bis Herbst 2018 fertig sein, die Bauarbeiten verzögerten sich allerdings wegen zahlreichen Einsprüchen und Eigentümerwechseln. Jetzt soll der 130 Meter hohe Turm bis 2021 stehen und Interessierte unter anderem mit einem eigenen Kindergarten, einer Apotheke im Haus und direktem Zugang zum Donauufer in die rund 500 Eigentumswohnungen locken.

Mit Baustartverzögerungen hat man auch bei Wiens wohl umstrittenstem Turmvorhaben am Heumarkt reichlich Erfahrung gesammelt: Der 66 Meter hohe Wohnturm der Wertinvest im UNESCO-Weltkulturerbegebiet neben dem Hotel Intercontinental sollte ursprünglich bis 2018 fertig sein. Dann wurde die Innere Stadt auf die Rote Liste der bedrohten Weltkulturerbestätten der UNESCO gesetzt und die Stadt-SPÖ verordnete eine zweijährigen „Nachdenkpause“. In weiterer Folge entschied das Bundesverwaltungsgericht außerdem, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig sei. Im Moment blickt das Projekt also in eine ungewisse Zukunft.

„Hochkomplizierte“ Baustellen auf der Donauplatte
Die Donaucity beheimatet schon heute den mit 250 Metern (inklusive Antenne) höchsten Wolkenkratzer des Landes. Im 2014 vom Gemeinderat beschlossenen Hochhauskonzept der Stadt spielen die Gebiete nordöstlich der Alten und Neuen Donau eine bedeutende Rolle: Dort sollen künftige Hochhausprojekte ein „Netzwerk aus identitätsstiftenden Landmarken“ bilden, Orientierung bieten und als „visuelle Anziehungspunkte“ wirken.

Der DC Tower bekommt in den nächsten Jahren dementsprechend hohe Gesellschaft: Der von der S+B-Gruppe entwickelte DC Tower 2 soll 175 Meter messen und bei seiner Eröffnung im Jahr 2024 Büros, Geschäfte und Mietwohnungen beherbergen. Direkt daneben wird aktuell schon der DC Tower 3 gebaut. Zwischen Wagramer Straße und U1-Station Kaisermühlen wird der Turm 2022 als Studierendenwohnheim seine Pforten öffnen. Er wird es auf 100 Meter Höhe bringen.

Der Tiefbau des DC Tower 3 ist bereits fertig, beim DC Tower 2 soll dieser Schritt Ende nächsten Jahres erfolgen. Bis dahin wird die Baufläche für den zweiten Turm für die Tower 3-Baustelle verwendet. „Die Baustelle ist hochkompliziert“, erzählt S+B-Vorstandsmitglied Wolfdieter Jarisch. „Es gibt kaum Zufahrten und wir sind von lauter Infrastruktur umgeben: U-Bahn und Reichsbrücke neben uns, eine Autobahn mit Auffahrt unter uns – ganz zu schweigen von den Wasser- und Gasleitungen.“

www.oln.at
Die drei DC-„Geschwistertürme“ nach Fertigstellung (links von der Reichsbrücke)

Komplex gestaltet sich auch die Baustelle für die „Danube Flats“ auf der anderen Seite der Reichsbrücke: Bis 2023 soll hier der mit 160 Metern höchste Wohnturm Österreichs in die Höhe wachsen. Seit Anfang des Jahres liegt die Baugenehmigung für das ehemalige Cineplexx-Areal vor. Gerade wird das Fundament mit Platten stabilisiert, bevor mit den Aushubarbeiten begonnen werden kann. Im Endausbau soll der Turm mit 600 großteils freifinanzierten Wohnungen mit begrünten Terrassen, einer Bar mit Outdoor-Pool und privaten Kinosälen aufwarten. Die Pläne für das Projekt von Soravia und S+B-Gruppe wurden bereits 2012 vorgestellt, der Baustart verzögerte sich aber wegen Anrainereinsprüchen bis ins Frühjahr 2019.


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Der Wohnturm „Danube Flats“ (Mitte) wird mit Pflanzentrögen auf den Balkonen ausgestattet sein

Hochhäuser als Herausforderung
Für Erich Raith vom Institut für Städtebau an der TU Wien machen Hochhausprojekte in der Stadt durchaus Sinn, denn wer in die Höhe baue, verbrauche weniger Platz am Boden: „So können Landschaftsräume bewahrt werden. Hochhäuser bieten außerdem die Chance, zusätzliche Grün- und Freiräume zu schaffen.“ Gleichzeitig hält Raith Hochhäuser für „spannende, aber herausfordernde Gebäudetypen“: Durch die zusätzliche Höhe ließen sich zum Beispiel höhere Stockwerke nicht mehr mit Bäumen in der Wohnstraße beschatten.

Peter Bauer von der Architektenkammer verweist außerdem auf Windströmungen, die bei Hochhausprojekten bedacht werden müssen: Wenn Hochhäuser zu nah aneinandergebaut sind, erhöht sich die Windgeschwindigkeit, weil sich der Wind nicht ausbreiten kann. „Das lässt sich aber durch Maßnahmen am Boden problemlos steuern und wird heutzutage schon bei der Planung des gesamten Areals in die Überlegungen miteinbezogen.“

Das Hochhauskonzept der Stadt Wien findet der Ingenieur indes ein wenig beliebig: „Mit dem Konzept ist fast jeder Standort geeignet, so lang er in Gehweite von U-Bahn oder Straßenbahn ist.“ Zwar kann sich Bauer mit Hochhausvierteln anfreunden, „Punktwidmungen“, wie beispielsweise am Heumarkt, sieht er allerdings kritisch.
31.08.2019, Vincent Leb, wien.ORF.at

Links:
Wirtschaft: Wiens Skyline der Zukunft
 
#5
Weiss jemand, was im obersten Geschoss, dem Restaurant, des Matzleinsdorfer Wohnhochhauses jetzt ist?
Angeblich war es jahrelang um einen Kleinstbetrag vermietet und man konnte den prominenten Mieter nicht so einfach kündigen.
 
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#7
Metamorphose eines Wiener Turms: DC Tower 2 wird kein Zwilling mehr
Der DC Tower 2 in der Donau City wird als gemischt genutzter Turm gebaut werden

Vom Zwillingsturm zum Solitär: Der DC Tower 2 auf der Wiener Donauplatte wird mit seinem ursprünglichen Zwilling DC 1 fast nichts mehr gemeinsam haben. Die aktuellste Visualisierung von Entwickler S+B zeigt nun neben Österreichs höchstem Gebäude (links im Bild; fertiggestellt 2014) einen kleineren, metallisch-gülden schimmernden DC Tower 2, der auch von der Fassadenstruktur her (zusammen mit DC 1) nicht mehr wie ein "auseinandergeschnittener Edelstein" (Architekt Dominique Perrault 2006) wirken wird, sondern – um im Bild zu bleiben – eher glattgeschliffen daherkommt.

Von der S+B Gruppe, die das Projekt für den deutschen Fonds Hausinvest (Commerz Real) vorantreibt, ist zu hören, dass man mit dem aktuellen Entwurf nun schon in der Einreichplanung ist. Auch der Wiener Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung legte kein Veto ein; in einer Sitzung vor einigen Wochen wurde vielmehr beschlossen, dass man vom ursprünglichen Zwillingsturm-Konzept des französischen Stararchitekten abgehen könne bzw. sogar sollte. Denn der "sehr starke" Entwurf Perraults könne schlicht nicht mehr beibehalten werden, sagt Architektin Elke Delugan-Meissl, Vorsitzende des Fachbeirats, dem STANDARD.

Visualisierungen: WED/boessfilm.at, S+B/OLN

Die Rahmenbedingungen hätten sich zu sehr geändert. Zum einen wird der DC Tower 2 – anders als der DC 1, der fast ein reiner Gewerbeturm ist – auch mit einem hohen Anteil an Wohnungen ausgestattet (rund 470). Deren Bewohner sollen auch in den Genuss von Freiflächen wie Balkonen oder Loggien kommen.

Zum anderen müsse man auch die Entwicklung der Donau City seit Perraults Entwürfen, die bis zum Jahr 2006 zurückreichen, in Betracht ziehen. Durch neue Hochhäuser – DC 3, hier rechts hinter DC 2 im Bild, kam später hinzu und wird schon gebaut (nach Plänen von Dietrich Untertrifaller Architekten), außerdem die Danube Flats auf der anderen Seite der Reichsbrücke, ebenfalls schon in Bau – sei das Ensemble kein Ensemble mehr, das müsse man akzeptieren.

Visualisierung: S+B/OLN

Vor knapp einem Jahr sah der DC Tower 2 auf Visualisierungen dem DC Tower 1 noch sehr ähnlich (siehe Bild). Der Entwurf von damals hatte noch die Fassade mit den "geknickten Bändern" wie DC 1, diese war aber schon für die Freiflächen aufgebrochen.
Mit diesem Entwurf gingen die Entwickler dem Vernehmen nach auch in den Fachbeirat. Nach der Begutachtung hat sich dieser dann aber dazu entschlossen, dass es besser sei, keinen "pseudomäßigen Bezug herzustellen", wo aufgrund der Funktionsänderung eigentlich keiner mehr sei, sondern gleich einen ganz anderen Entwurf zu fordern. "Wir konnten uns nur noch ein ganz eigenes Haus vorstellen", so Delugan-Meissl.
Visualisierung: S+B/OLN

Im ursprünglichen Entwurf Perraults (Bild oben) war noch die Edelsteinoptik beherrschend. DC Tower 1 wurde dann auch genauso wie im Bild ab 2010 gebaut, und zwar von der Wiener Entwicklungsgesellschaft für den Donauraum (WED). Im Jänner 2014 erfolgte die Eröffnung des seither mit 250 Metern (inklusive Antenne) höchsten Gebäudes Österreichs. 2017 wurde es an die deutsche Deka Immobilien verkauft.

Das Schicksal von DC 2 war dann aber lange unklar. "Der DC Tower war niemals als Einzelbauwerk gedacht, sondern immer nur als Teil eines Zweierensembles", sagte Perrault 2013 zum STANDARD. "Ich wünsche mir, dass der zweite Turm noch realisiert wird, denn nur so wird man das ursprünglich konzipierte städtische Tor vollenden können."

2016 wurde dann bekanntgegeben, dass DC 2 jedenfalls gebaut wird. Die ursprünglichen Pläne würden aber "leicht überarbeitet" werden, hieß es damals.
Visualisierung: WED/boessfilm.at

Das ist nun also ganz anders gekommen. Realisiert wird der Turm, aber von einem "städtischen Tor" kann keine Rede mehr sein.
Mit Perrault habe sie ein Gespräch geführt, sagt Elke Delugan-Meissl, er akzeptiere die Entscheidung. 2023 soll der DC Tower 2 fertig sein, hofft man bei Investor Commerz Real.

Die Einreichunterlagen will man nun bis zum Sommer fertig haben, sagt Andrea Jarisch von der S+B Gruppe dem STANDARD. Eine Baugenehmigung erhofft man bis Anfang nächsten Jahres.
Die Farbe des Turms steht noch nicht fest. So "golden" wie auf der Visualisierung werde der Turm jedenfalls nicht werden, so Jarisch. "Die neue Fassade ist aus Metall und wird erst mit diversen Stellen abgestimmt."
(Martin Putschögl, 27.2.2020)
Metamorphose eines Wiener Turms: DC Tower 2 wird kein Zwilling mehr - derStandard.at
 

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#9
65 Jahre Ringturm

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Blickt man vom 2. Bezirk in Richtung Wiener Innenstadt, so sieht man zwei Gebäude in den Himmel ragen: den Stephansdom und den Ringturm. Wie der Stephansdom ist auch der Ringturm ein Wiener Wahrzeichen, wenn auch ein ungleich jüngeres: Er ist 65 Jahre alt.

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Am 14. Juni 1955 ist der Ringturm als Österreichs erstes Bürohochhaus eröffnet worden. Das Gebäude ist mittlerweile nicht nur Sitz der größten heimischen Versicherungsgruppe, sondern verwandelt sich auch jeden Sommer zu einem verhüllten Kunstwerk. Vor 14 Jahren entstand die Idee, die heurige Verhüllung fällt Coronavirus-bedingt aus. Bisher haben österreichische Künstler wie Arnulf Rainer und Gottfried Helnwein sowie viele osteuropäische Künstler mit ihren Werken den Turm verhüllt.

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Bei der Ringturmverhüllung werden 30 bedruckte Netzbahnen mit über 60 Metern Länge rund um das Gebäude gehängt. Nächstes Jahr Jahr soll es wieder eine Verhüllung geben.

Bisherige Ringturm-Verhüllungen:
  • 2019 Daniela Kostova – „Zukunftsträume“ Bulgarien
  • 2018 Gottfried Helnwein – „I saw this“ – Österreich
  • 2017 Mihael Milunović – „Weitblick“ – Serbien
  • 2016 Ivan Exner – „Sorgenfrei“ – Tschechien
  • 2015 Tanja Deman – „Sommerfreuden“ – Kroatien
  • 2014 Arnulf Rainer – „Schleier der Agnes“ – Österreich
  • 2013 Dorota Sadovská – „Verbundenheit“ – Slowakei
  • 2012 László Fehér – „Gesellschaft“ – Ungarn
  • 2011 Xenia Hausner – „Familiensinn“ – Österreich
  • 2008 Hubert Schmalix – „Turm in Blüte“ – Österreich
  • 2007 Robert Hammerstiel – „Turm des Lebens" – Österreich
  • 2006 Christian Ludwig Attersee – „Don Giovanni“ – Österreich
100 Schilling für den Namen „Ringturm“
Der Name „Ringturm“ wurde im Zuge eines Wettbewerbs gefunden. Der Sieger erhielt damals 100 Schilling als Prämie. Norbert Liebermann, der damalige Generaldirektor der Wiener Städtischen, fasste im Jahr 1952 den Entschluss, für die Versicherung einen neuen Hauptsitz errichten zu lassen. Liebermann war während der Zeit des Nationalsozialismus in die USA emigriert und hatte dort die Zweckmäßigkeit moderner Bürohochhäuser kennen- und schätzen gelernt. Da der Bauplatz, den die Gemeinde Wien dem Unternehmen überlassen hatte, noch dazu von der Grundfläche relativ klein war, war schnell klar: „Wir bauen ein Hochhaus.“, hieß es auf der VIG-Homepage.
„Ursprünglich waren zwei Bürotürme, also ein Hochhaus auf jeder Seite des Schottenrings, geplant. Es blieb aber bei einem Ringturm, der mit seiner Eröffnung fast auf den Tag genau einen Monat nach Unterzeichnung des Staatsvertrags ein starkes Symbol für die wiedererlangte Freiheit, Modernität und den Wiederaufbau unseres Landes war“, erklärte Günter Geyer, aktuell Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins. Der Verein hat ebenso wie die Vienna Insurance Group Wiener Versicherung Gruppe (VIG) sowie die Wiener Städtischen Versicherung ihren Sitz.

Wetterampel auf dem Dach
Am Dach des Ringturms wurde zusätzlich ein 20 Meter hoher Mast installiert, der mit der Hohen Warte verbunden ist und mittels verschiedenfarbiger Lampen bis heute Wetterprognosen signalisiert. Der rundum verglaste 20. Stock des Ringturms bietet einen faszinierenden Blick über ganz Wien und, bei guten Wetterbedingungen, sogar bis in die Slowakei.
14.06.2020, red, wien.ORF.at/Agenturen

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65 Jahre Ringturm
 

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#10
Marina Tower bereits über 100 Meter hoch
Der Marina Tower am Handelskai hat die 100-Meter-Marke überschritten. 40 Meter fehlen noch, bis er im Sommer 2022 fertig ist. Laut BUWOG liegt man im Zeit- und Kostenplan. Rund zwei Drittel der 511 Eigentumswohnungen sind bereits verkauft.

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„Residieren, schnabulieren und flanieren an Wiens schönem Donauufer“: So bewirbt die BUWOG die Eigentumswohnungen auf willhaben. Gemeinsam mit der IES Immobilien entwickelt sie das Hochhausprojekt, das mit rund 140 Metern Wiens höchstes Wohnhochhaus werden soll. Zumindest so lange, bis es vom bereits in Bau befindlichen Wohnturm „Danube Flats“ in Kaisermühlen mit rund 160 Metern Höhe abgelöst wird.

„Wir haben Wohnungen in der Größenordnung von 40 bis 300 Quadratmeter. Die billigste Wohnung war um die 200.000 Euro etwa. Das geht dann hinauf bis zu den obersten Geschoßen und den sechs Penthäusern ab 2,5 Millionen Euro“, sagte BUWOG-Vertriebsdirektor Peter Friedrich Berchtold gegenüber „Wien heute“. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis macht rund 6.500 Euro aus. 330 Wohnungen – also knapp zwei Drittel – sind bis jetzt verkauft.

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„Niemand kauft die Katze im Sack“
Eine 69 Quadratmeter große Wohnung im 31. Stock kostet 667.100 Euro. Je höher die Wohnung liegt, desto teurer. Und auch der Blick auf die Donau kostet extra. Wohnungen mit Blick auf die Tangente, die meistbefahrene Straße Österreichs, sind billiger. Wie sich die Lage jeweils auf den Preis auswirkt, wollte Berchtold nicht sagen. Nur so viel: „In Zahlen kann ich es nicht sagen. Es gibt Zu- und Abschläge.“
Auf dem Bauplatz direkt neben dem Marina Tower will die BUWOG langfristig weitere Hochhäuser bauen. Die beeindruckende Aussicht bis nach Klosterneuburg, wäre dann für einen Teil der Bewohnerinnen und Bewohner verbaut. „Auch das ist schon in den Verkaufspreisen berücksichtigt. Niemand kauft die Katze im Sack“, sagte Berchtold. Der Blick von der Rückseite des 41-stöckigen Marina Towers dürfte aber bleiben. An schönen Tagen sieht man von dort bis zum Schneeberg.

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So soll das fertige Projekt aussehen

Marina-Deck auch für die Öffentlichkeit zugänglich
Teil des Projekts ist auch das sogenannte Marina-Deck. Dabei handelt es sich um eine Überplattung von Bahngleisen und der Bundesstraße B14. Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner sollen darüber direkt zum Donauufer gelangen. Und es wird auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein, sagte Berchtold. Kommen sollen auch ein Ärztezentrum, ein Supermarkt, ein Fitnesscenter, ein Cafe, eine Apotheke und ein Kindergarten.

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Das Marina-Deck wird laut BUWOG auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein – und führt direkt zum linken Donauufer

Nähe zur U2 als Herausforderung beim Bau
Rund 400 Arbeiter sind derzeit sechs Tage die Woche auf der Baustelle im Einsatz. Dabei gab es schon mehrere Herausforderungen. Im ersten Jahr etwa stand die Baugrube wegen des hohen Grundwasserspiegels acht Meter unter Wasser. Sie musste ständig ausgepumpt werden und wurde dann dicht gemacht. Auch die unmittelbare Nähe zur U2 erfordert wegen des enormen Gewichts des Hochhauses und damit einhergehender Setzungen besondere Maßnahmen.

„Es wurden hydraulische Pressen im U-Bahnbauwerk eingebaut, um sämtliche Bewegungen die durch unser Bauwerk entstehen, aufzufangen und die Gleise immer in der absoluten Nulllage zu belassen“, erklärte Projektleiter Danijel Krajina.

„Liegen im Kosten- und Zeitplan“
Durch die Coronavirus-Krise habe es leichte Verzögerungen gegeben, die man aber mittlerweile wieder aufgeholt hat. „Wir liegen im Kosten- und Zeitplan“, sagte Berchtold. In das Projekt investieren BUWOG und IES Immobilien „deutlich mehr als 100 Millionen Euro“. Wie viel genau, wollte ein BUWOG-Sprecher mit Verweis auf die Notierung an der Börse nicht sagen. Im Sommer 2022 sollen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen können, hieß es.
11.04.2021, Hubert Kickinger, wien.ORF.at

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Marina Tower bereits über 100 Meter hoch
 

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#11
„Danube Flats“ beginnen zu wachsen
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S+B Gruppe AG

Ein weiterer Wolkenkratzer wächst derzeit bei der Reichsbrücke in die Höhe: Die „Danube Flats“ sollen 48 Stockwerke umfassen und 170 Meter hoch werden. Vor kurzem wurde der Tiefbau mit der komplizierten Überplattung der Autobahn abgeschlossen.
Online seit heute, 17.30 Uhr
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Mit Versammlungen, Petitionen und Einsprüchen haben die Bewohnerinnen und Bewohner des angrenzenden „Hochhaus Neue Donau“ von Architekt Harry Seidler versucht, die „Danube Flats“ vor ihrer Türe zu verhindern. Kritikpunkte waren die verstellte Sicht, die geänderten Windverhältnisse und auch die durchgeführte Anrainerbefragung. Schlussendlich haben sich die Investoren, die S+B-Gruppe und Soravia, durchgesetzt.

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„Wir haben erstens das Hochhaus viel schmäler gemacht. Wir haben jetzt eine Breite von ungefähr fünf Autos, die die Sicht einschränken. Wir sind etwas abgerückt auch von der Reichsbrücke, so dass vielleicht auch da eine gewisse Entspannung eingetreten ist“, sagte Wolfdieter Jarisch, Vorstand S+B-Gruppe, gegenüber „Wien heute“.

Rund 500 Luxus-Eigentumswohnungen
Die Bauherrn der „Danube Flats“ versprechen den Anrainerinnen und Anrainern eine Verbesserung der Infrastruktur. „Das besondere ist, dass auf der Freifläche alles Grün wird und dass es erstmalig einen direkten Zugang zur Donau gibt“, sagte Jarisch.

Rund 500 Luxus-Eigentumswohnungen zwischen 30 und 230 Quadratmetern sind geplant. 7.000 Interessierte haben sich laut den Investoren bereits gemeldet. Wenn alles nach Plan läuft, dann sind die ersten „Donau-Wohnungen“ Ende 2024 bezugsfertig.
Derzeit entstehen in Wien eine Reihe von Hochhäusern, die die Skyline der Stadt verändern. Gleich neben den „Danube Flats“ wird am „DC Tower 3“ gebaut. Bei der Praterbrücke wird derzeit am Marina Tower gearbeitet, der bereits über hundert Meter hoch ist. Außerdem wird das Projekt „Triiiple“ in Erdberg neben dem Donaukanal mit gleich drei Hochhäusern wird heuer fertiggestellt.
13.06.2021, red, wien.ORF.at

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„Danube Flats“ beginnen zu wachsen
 

Stoffi

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#12
Haha, das Bild ist doch sup.... er schwachsinnig... das ist doch genau Blickrichtung DC Tower (1 &3) und rechts das Hochhaus Neue Donau ist auch wegradiert....
 

josef

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#13
Also holt eure versteckten 10.000er €-Pakete für jeden gewünschten m² Wohnungsfläche unter den Kopfpölstern hervor, lt. "Wien-heute" sind nur mehr 40 Wohnungen frei...:D

Erster „Triiiple“-Wohnturm bald bewohnt
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Der erste Wohnturm des aus drei Objekten bestehenden „Triiiple“-Projekts am Donaukanal wird bald bewohnt werden: Im August kann das mittlere der mehr als hundert Meter hohen Gebäude bezogen werden. Fast alle Wohnungen wurden bereits verkauft.
Online seit heute, 16.23 Uhr
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Der Wohnturm verfügt über 260 freifinanzierte Wohnungen. Die Projektpartner Soravia Group und der Austrian Real Estate (ARE) zeigten sich am Montag zufrieden. Es seien nur noch wenige Einheiten in beiden Türmen verfügbar, hieß es.

Die von den drei hohen Häusern gebildete Skyline ist nicht nur im dritten Bezirk gut zu sehen. Das Projekt „Triiiple“ wurden an der Stelle des abgerissenen, deutlich weniger imposanten Zollamtsgebäudes errichtet. Es bildet mit dem angrenzenden Businessgebiet Town-Town eine Art neuen Stadtteil. „Wir haben versucht, hier eine Quartierentwicklung umzusetzen“, versicherte Entwickler Erwin Soravia bei einem Medientermin.

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260 Wohnungen
Der vom Kanal aus gesehen linke äußere Turm ist bereits in Betrieb, er verfügt über Apartments für temporäre Aufenthalte etwa von Studierenden. Das Hochhaus wurde inzwischen an das Investmentunternehmen Corestate veräußert, das dort sein Konzept „Linked Living“ umgesetzt hat. Der erste der beiden Wohntürme wird nun im August bezugsfertig. Die 260 Wohnungen umfassen zwischen 33 und 165 Quadratmeter.
Den Bewohnerinnen und Bewohnern stehen auch Gemeinschaftsküchen, ein Dachpool samt Terrasse und ein Conciergeservice zur Verfügung. Auch eine öffentlich zugängliche, begrünte Überplattung der Straße zwischen Fluss und Bauplatz wurde errichtet. Im Erdgeschoßbereich entstehen Cafes und Geschäfte. „Triiiple“ ist neben den „Danube Flats“ bei der Wiener Reichsbrücke das erste Projekt, für das ein städtebaulicher Vertrag mit der Stadt abgeschlossen wurde.

Bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter
In den beiden Wohntürmen sind laut Soravia noch etwas mehr als 40 Wohnungen zu haben. Der Rest ist bereits verkauft. Wer nun noch Interesse zeigt, muss tief in die Tasche greifen. Die noch verfügbaren Objekte schrammen an die Marke von 10.000 Euro pro Quadratmeter. Der Durchschnittspreis der „Triiiple“-Wohnungen wurde am Montag mit knapp über 6.000 Euro pro Quadratmeter beziffert. Turm eins soll übrigens im Herbst finalisiert werden.

Dreieinhalb Jahre dauerte der Bau. Man sei trotz der herausfordernden Gesamtsituation in der CoV-Pndemie im Zeitrahmen, berichtete ARE-CEO Hans-Peter Weiss. Das Projektvolumen wurde mit mehr als 300 Mio. Euro angegeben. Auch hier sei man im Plan. Der aktuell starke Anstieg bei den Baukosten sei zwar zu spüren, aber die Auswirkungen seien nicht so stark, weil man zum richtigen Zeitpunkt noch Vereinbarungen habe schließen können, betonte Weiss.

Lange Verfahrensdauer
„Das ist natürlich ein Vorzeigeprojekt geworden“, freute sich der Landstraßer Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ). Er habe das Projekt stets voll unterstützt. Schade sei nur, dass es nicht möglich gewesen sei, geförderte Wohnungen zu errichten, befand der Politiker.
Die Höhe der Projektkosten ist laut Soravia auch mit langen Verfahrensdauern zu erklären. Man habe sieben bis acht Jahre auf Genehmigungen gewartet. „Und das kostet halt.“ Er hoffe, dass derartige Bauvorhaben künftig schneller gingen, wenn der digitale Akt häufiger zum Einsatz komme. Wien, so betonte er, sei hier jedoch bereits Vorreiter.
14.06.2021, red, wien.ORF.at/Agenturen

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Erster „Triiiple“-Wohnturm bald bewohnt
 
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