Wiener Neustadt´s "letzte" unterirdische Gänge

josef

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#41
Hallo Markus,
ein herzliches Willkommen im Forum!
...von Wr.N im
WK II. Im Umkreis von fast 30 km wurde nur an der Produktion
von Flugzeugen und V2 gearbeitet, ...
Muss dies ein wenig korrigieren:
Es gab auch andere Rüstungsfertigungen im Umkreis von 30 km =>

Munitionsfertigung und Sprengstoff:
Lichtenwörth
Hirtenberg
Enzesfeld
Mun-Demontierwerk am "Tritol-Gelände"
Blumau
WN-Nationale Radiator
usw.

Tender für Kriegsloks und Marine-Leichter bei den Rax-Werken in WN
usw.

...um nur einiges zu nennen! Die A4/V2 Fertigung im Rax-Werk kam über die Zulieferung einiger Teile nicht hinaus, wurde vor dem Hochfahren der Serienproduktion eingestellt bzw. verlagert.

Aber lies dich mal ein bzw. schaue mal bei www.geheimprojekte.at vorbei...

lg
josef

P.S.: Und noch mein Hinweis zum freiwilligen Eintrag in die User-Map: http://www.unterirdisch-forum.de/forum/showthread.php?t=6224
 
P

pacifal

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#42
danke für den hinweis betreffend der map

hab das natürlich "freiweilig " sofort durchgeführt :D

natürlich wurde nicht NUR an den Flugzeugen gearbeitet

wollte hier einfach den Beitrag nur kurz halten.

www.geheimprojekte.at ist mir bekannt und habe ich durchforstet

und aufgesaugt. Leider wird aber ein solcher grosser Bunker in keinster

weise erwähnt. Frühlingssturm wird kurz angesprochen jedoch ist dies

leider eine Mobile Kommandostelle gewesen.
 
#43
Ja bitte, wäre interessant! Der 2. Hochbunker im Bereich Frachtenbahnhof - Neunkirchner-Straße dürfte ja gesprengt, geräumt und überbaut sein?

lg
josef
Der Hochbunker beim Frachtenbahnhof wurde nach einem Treffer in der Nähe beschädigt und später abgerissen bzw. dann verbaut, richtig.
Ich habe heute mit dem Stadtarchiv in WN gemailt bzgl. dem evtl. besprochenen weiteren Hochbunker(?) bei ehem. Luftpark I. Nach meinen gemailten Schilderungen wo sich diese Restfragmente befinden, bekam ich nur ein "keine Ahnung, ist mir nicht bekannt" zurück, wurde jedoch eingeladen mir div. vorhandene Pläne über ehem. Bunker in WN anzusehen, jedoch mit dem Hinweis, dass auch im Stadtarchiv nicht viel Material bzw. Pläne über ehem. Anlagen vorhanden sind. Desweiteren bekam ich ein Mailadresse vom Bauamt in WN, wo evtl. diese "Anlage" in Plänen vermerkt sein könnte.
Werde dort einmal vorsprechen, vielleicht findet sich dort des Rätsels Lösung
 
#44
Kommandobunker in WN?

Was ich nicht versteh das hier in der umbung kein
grösserer U-Bunker eine Art Kommandobunker gewesen wäre??
Vielleicht in der SCA ? Hat hierjemand anhaltspunkte ?
Hallo !
Also ich hätte noch nie etwas über eine Art von Kommandobunker in WN gelesen bzw. etwas davon gehört und auch nicht in der näheren Umgebung, obwohl ich mich speziell mit WN schon rel. lange beschäftige. Ist aber eine interssante Überlegung
 
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josef

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#45
Kommandobunker in WN - Frage wozu?

Was ich nicht versteh das hier in der umbung kein
grösserer U-Bunker eine Art Kommandobunker gewesen wäre??
Vielleicht in der SCA ? Hat hierjemand anhaltspunkte ?
Hallo !
Also ich hätte noch nie etwas über eine Art von Kommandobunker in WN gelesen bzw. etwas davon gehört und auch nicht in der näheren Umgebung, obwohl ich mich speziell mit WN schon rel. lange beschäftige. Ist aber eine interssante Überlegung
Was versteht ihr unter "großen Kommandobunker"?Was/wer sollte aus diesem Bk. "kommandiert" worden sein?
Meinst du mit SCA die Papierfabrik Ortmann? Wenn ja, was sollte dort...?

lg
josef
 

josef

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#46
Weitere Hochbunker WN

... wurde jedoch eingeladen mir div. vorhandene Pläne über ehem. Bunker in WN anzusehen, jedoch mit dem Hinweis, dass auch im Stadtarchiv nicht viel Material bzw. Pläne über ehem. Anlagen vorhanden sind. Desweiteren bekam ich ein Mailadresse vom Bauamt in WN, wo evtl. diese "Anlage" in Plänen vermerkt sein könnte.
Werde dort einmal vorsprechen, vielleicht findet sich dort des Rätsels Lösung
Danke für deine Bemühungen!

lg
josef
 
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pacifal

Guest
#47
Was versteht ihr unter "großen Kommandobunker"?Was/wer sollte aus diesem Bk. "kommandiert" worden sein?
Meinst du mit SCA die Papierfabrik Ortmann? Wenn ja, was sollte dort...?

lg
josef

Wie wir wissen war die Rüstungsindustrie in und um Wr. N zu damaliger Zeit
eine der größten und wichtigsten und auch ein hauptangriffsziel der alierten.
Diese wurde besonders geschützt von vielen Flakstellung vom Schneeberg rax beginnend bis in Wr. Neustadt und Umgebung.
Habe von Zeitzeugen viele Erzählungen gehört von wegen das die Fliger zur verteidigung schnell am Himmel waren wärend die Bevölkerung noch die LS Bunker und Räume aufsuchte. Ferner noch ein unbestätigtes gerücht das den Fischauer Vorbergen eine U-Fabrik gewesen sein sollte, wo die Flugzeuge zusammengebaut wurden und von dort auch eine Startbahn aus dem Berg kam. Wo genau konnte niemand sagen. Muss aber im Bereich Bad Fischau- Hohe Wand gewesen sein. Und so etwas muss Coordiniert worden sein und das in unmittelbarer Nähe....... das is eine Vermutung meiner seits.

Haltet mich bitte nicht für einen Gerüchtetreiber aber von der Überlegung her wäre es logisch. Die Industrie war einfach zu wichtig um sie nicht besonders zu schützen.

Ersuche die Theorie zu durchdenken und mich nciht gleich zu verurteilen als Träumer od.ä.:D


PS: Bezüglich SCA Ortmann bekunde man die Geographische Lage, Schienenverkehr, in einem "tal" und ich weis das dort was ist die Frage ... wie groß
 

josef

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#48
Lieber @pacifal:
Ersuche die Theorie zu durchdenken und mich nciht gleich zu verurteilen als Träumer od.ä.
Tut mir leid, muss dich doch als Träumer bezeichnen, mit dem die Fantasie durchgegangen ist und auf den festen Boden der Realität zurückholen :D

Die Realität sieht anders aus:
- Es gab am Schneeberg keine Flak!
- In oder bei der Papierfabrik Ortmann gab es keinen "Kommandobunker" für die Koordination von irgend etwas...!
- In den "Fischauer Vorbergen" gab es keine unterirdische Flugzeugfabrik!
- Keine Startbahn, die im Bereich der "Neuen Welt" aus dem Berg herauskam...

Es gab zwar einmal ein Projekt einer U-Fabrik für Me 262 Komponenten im Winzendorfer Steinbruch (angeblich sogar mit Decknamen "Quarz II"). Wurde jedoch nicht realisiert (geologische Gründe?). Heute reitet dort "Winnetou" ...

Verwirklicht wurde ein ähnliches Projekt am "Walpersberg" in Thüringen, wobei die Startbahn "nicht aus dem Berg kam" sondern oben auf war...

http://de.wikipedia.org/wiki/Walpersberg

http://www.walpersberg.com/

Und noch etwas: Bei den meisten "Zeitzeugen" musst du heute enorme Abstriche von den Ergebnissen ihrer Erzählungen machen...

lg
josef
 
J

Joa

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#49
Stollenanlage bei Lichtenwörth

Hallo zusammen !
Es taucht immer wieder die Frage auf, ob es in Wiener Neustadt noch irgendwo Bunker oder Gänge gäbe.
Einen gibt es, der noch relativ unbelassen und versteckt ist, am Gelände in der Nähe der ehem. Gustloff Werke.
Drinnen findet man sogar noch teils intakte Unterlagen, die am Boden verstreut liegenLieferscheine etc...
Diese Stollenanlage habe ich vor 10 Tagen besucht, aber leider keine Unterlagen mehr vorgefunden. Die Stollen sehen alle ziemlich gleich aus und nachdem auch hier und hier schon aussagekräftige Bilder davon eingestellt wurden, erspare ich mir das. Im Bereich der abgeschlossenen Türen wurde ein Sicherungskasten, Beleuchtungskörper und ein Stromzähler montiert. Wozu?

Beim Zugang kam ich bei diesem interessanten "Grenzstein?" vorbei. Darauf sind deutlich ein Gebäude und ein Doppeladler in zweifacher Ausführung zu sehen! Vielleicht kann jemand dazu etwas sagen?
Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 001.jpg

der Zugang erwies sich als eindrucksvolles botanisches Erlebnis, wobei auch die kreislauffördernde Wirkung der Heilpflanze Brennessel mehrmals zu spüren war
Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 002.jpg Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 003.jpg Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 004.jpg

da tauchte auch schon der Eingang auf
Splitterschutzdeckungsgraben  Lichtenwoerth 006.jpg

aus fotografischer Sicht für mich das lohnendste Motiv
Splitterschutzdeckungsgraben  Lichtenwoerth 009.jpg

um mir das Durchsteigen durch das Loch zu ersparen, umrundete ich die Anlage vorerst. Einer der Notausstiege
Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 021.jpg

und einer der durch eine Türe abgeschlossene Eingang
Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 023.jpg
 
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Joa

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#50
Es blieb mir also nicht anderes übrig, als durch das Loch zu steigen und ich erkundete die Stollenanlage, wobei ich mehrmals Bekanntschaft mit der Kellerspinne Amaurobius ferox machte
Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 049.jpg

im Ausgangsbereich hatten sich "blede Buam" ihre eigene Welt geschaffen
Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 006.jpg Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 007.jpg Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 008.jpg Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 009.jpg

wieder am Rückweg durch's Gemüse und an alten Stehern einer ehemaligen Absperrung vorbei
Splitterschutzdeckungsgraben Lichtenwoerth 059.jpg
 
#51
Bei Abholzarbeiten in Wr.Neustadt freigelegt... auf Bild1 ist im Hintergrund die Rückseite der Serbenhalle(Raxwerk) erkennbar.
Der Schacht geht ca. 10-15m nach unten und ist dann leider verfüllt. Unten hätte es noch einen wegführenden Gang gegeben
 

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josef

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#53
Anscheinend am Gelände der Radiatorenfabrik - da gab es Luftschutzanlagen.
Dort wird jetzt gerodet und gebaut.
Müsste sich um eine der letzten "Wildnisse" dort nördlich der "Pottendorfer Linie" gegenüber dem ehemaligen "Schleppbahnhof WN" handeln:

1583734880054.png

Machte dort vor einigen Jahren nachfolgende Aufnahmen:
Wald- und Buschgelände an der Süd- und Ostseite der ehemaligen Radiatorenfabrik gegenüber der Bahnstrecke. Wie ich auf dem GE-Bild sehe, ist auch das damals schon außer Betrieb stehende Stellwerk nahe der Brücke über die B17 zwischenzeitlich abgetragen worden...
 

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Andreas

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#55
Interessanter Ausstieg, gibt es nur den einen, keine weiteren Schachtabdeckungen? Vielleicht hatte dieser LSS auch eine Verbindung zu den Tiefbunkern der WNF (Lazarettbunker, etc. von denen die Eingänge ja auch verfüllt wurden, ist ja nicht so weit. Hier ist es ähnlich, wie bei den Flugfeldkaserne/Panzergaragen Pyramidenabgängen, in welcher eine Fernmeldezentrale (Fliegerhorst) etc. war, diese hatten auch mehrere Zugänge, waren aber etwas tiefer. Hat sich schon jemand einmal im Archiv Pläne angesehen?
 
#56
Es geht jedenfalls tief runter... wäre wirklich interessant. Der wegführende Gang zeigt Richtung Radiatorenwerke oder Serbenhalle/Raxwerk, bin mir nicht ganz sicher. Ersteres hab ich mir angesehen, aber nichts weiteres entdeckt. Sonstige Lüftungsschächte sind auch nicht zu erkennen, bei dem ganzen Holz dass dort jetzt herumliegt.
Pläne würde ich gerne mal sehen, falls es welche gibt... aber wer nicht? :)
 
#57
Etwas südwestlich von dem verbunkerten Notausstieg ist unter dem gerodeten Geäst der Haupteingang versteckt (war letztes WE noch mit einer großen blauen Plastikflasche markiert). Dort geht es runter in einen kleinen Gang, an dessem Ende ein weiterer verschütteter Notausstieg liegt (Diesen sieht man an der Oberfläche noch). Im Gang gibt es zwei Türen, eine führt in einen kleinen länglichen Raum (wurde anscheinend als "Nager-Raum" missbraucht), dieser besitzt zwei Lüftungsrohre. Die zweite Tür führt in einen Gang, der ein weiteres Gefälle Richtung N/NO aufweist, aber leider ebenfalls zugeschüttet wurde. Kurzes Video dazu gibt es hier: https://www.facebook.com/www.graustufe.at/
 
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