Alles zu und über Drohnen („Octocopter“)

josef

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#82
Risikobewertung für zigtausende Drohnenflüge
Mit der Zunahme von Drohnen muss das Luftverkehrsmanagement umgekrempelt werden
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Drohnen gibt es in allen Formen und Größen. Digitale Technologien sollen das Management des neuen Luftverkehrs erleichtern.
Foto: AFP

Sie liefern Pakete und befördern Personen auf dem Luftweg. Sie machen 3D-Aufnahmen von Gebäuden oder prüfen Staudämme auf Strukturschwächen. Sie kontrollieren das Pflanzenwachstum auf Feldern und bringen Dünger aus: Drohnen werden im kommenden Jahrzehnt an Bedeutung gewinnen – weit über die bisher üblichen Spezial- und Unterhaltungszwecke hinaus. Bis 2030 erwartet die EU zigtausende tägliche Flüge. Die Entwicklung eines Milliardenmarkts zeichnet sich ab.

Die Drohnenschwärme, die auf Europa zukommen, müssen allerdings auch reguliert und gemanagt werden. Um die neuen Flugobjekte in ein Luftverkehrsmanagement integrieren zu können, ist ein hoher Automatisierungsgrad nötig. Drohnen und Flüge müssen bei Bedarf registriert und überwacht werden können. Um das Risiko möglichst gering zu halten, wird zum Teil smarte Steuerungstechnik – etwa zur Kollisionsvermeidung – an Bord der Drohnen um ein Verfahren zur Vorabrisikobewertung von geplanten Flügen ergänzt. In der Europäischen Union werden die entsprechenden Regeln von einer eigenen Roadmap für einen "harmonisierten Drohnenmarkt" vorgeschrieben. Bereits ab Juli 2020 werden nationale Bestimmungen von einem EU-Regulativ ersetzt, das Standardisierte Technologien, Flugabläufe und Luftverkehrsmanagement vorsieht.

EU-konforme Bewertung
In Österreich kümmert man sich im Projekt Drone Risk Austria um die Etablierung einer auf den EU-Normen basierenden Risikobewertung. Hier arbeiten die FH Kärnten, die Austro Control, der Wetterdienst Ubimet und das Unternehmen Frequentis zusammen, um ein System zu entwickeln, das mit einem kommenden automatisierten Luftverkehrsmanagement der EU kompatibel ist. Unterstützt wird Drone Risk Austria durch das "Take off"-Programm von Verkehrsministeriums und der Förderagentur FFG. "Das Air-Traffic-Management für Drohnen wird Stück für Stück umgesetzt werden", erklärt Projektleiter Gernot Paulus von der FH Kärnten. "Die Risikoabschätzung ist dabei ein wesentlicher Punkt."

Eine Drohne kann abstürzen und am Boden Schaden anrichten. Sie kann während des Fluges mit anderen Luftfahrzeugen kollidieren. Und sie kann selbst durch schlechtes Wetter in die Bredouille kommen. Boden-, Luft- und Wetterrisiko sind dementsprechend wesentliche Teile einer Bewertung der Flugpläne. Gleichzeitig kommt es darauf an, welche Art von Drohne den Flug absolviert. Hier wurden drei Kategorien etabliert: "Open" bezeichnet Drohnen, die nur in Sichtweite des Piloten und nicht über 120 Meter Höhe gesteuert werden dürfen. "Specific" dürfen auch außerhalb einer direkten Sichtverbindung fliegen, sind aber auf einen niedrigen Luftraum und vordefinierte Anwendungsgebiete beschränkt – etwa für komplexe Vermessungsflüge. Der "Certified"-Bereich für große Drohnen stellt die größten Anforderungen. Sie müssen hier ähnlich wie Flugzeuge registriert werden und müssen auch wie diese mit dem Flugmanagementsystem interagieren können.

Zur Planung und Risikoabschätzung der Drohnenflüge – vor allem im Certified-Bereich – braucht es eine Datengrundlage über die Gegebenheiten am Boden. Aspekte wie Bevölkerungsverteilung oder die Koordinaten von Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern, die nicht gefährdet werden sollen, müssen bekannt sein. "Wir versuchen diese Informationen in maschinenlesbarer Form abzubilden, damit es an ein Air-Traffic-Management-System übergeben werden kann", erklärt Paulus. Eine Schwierigkeit dabei wird sein, diese Informationen zentral zu sammeln und aktuell zu halten.

No-Fly-Zonen
Dazu kommen Informationen über den Luftraum: Jedes Land wird No-Fly-Zonen definieren müssen. Durch sogenanntes Geofencing werden mittels Satellitennavigationssystemen jene Regionen für den Drohnenverkehr abgeriegelt, die etwa vom Militär, von Segelfliegern oder Paragleitern genutzt werden. Gleichzeitig müssen aktuelle Wetterdaten einfließen, die Unwetter, Windgeschwindigkeiten, große Kälte oder Hitze auf der Flugstrecke einschätzen lassen. Ob eine gewisse Windstärke den Flug beeinträchtigt, hängt dabei auch von der jeweiligen Drohnentechnik selbst ab.

"Am Ende wird es ein System sein, mit dem ich meinen Drohnenflug plane. Dieser Flugplan wird dann in digitaler Form an ein Luftverkehrsmanagementsystem gesendet. Von diesem wird der Plan bewertet und freigegeben", erläutert Paulus die Prozedur. Planung und Bewertung müssen dabei auf derselben Datengrundlage erfolgen. Letzten Endes soll die Bewertung der Flugpläne selbst auch vollkommen automatisiert vonstattengehen. Die Beurteilung von Risiken kann so zu einem integrierten Bestandteil des Drohnenbetriebs werden.
(Alois Pumhösel, 16.1.2020)
Risikobewertung für zigtausende Drohnenflüge - derStandard.at
 

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#83
Flughäfen fehlt Schutz vor Drohnen
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Der Rechnungshof (RH) hat sich in gleich zwei Berichten dem Thema Drohnen gewidmet. In einem geht es um die Sicherheit von Flughäfen, im anderen um die Kosten für den Betrieb beim Bundesheer. Beide fallen kritisch aus. Flughäfen verfügten über keine Schutzmechanismen, heißt es in den am Freitag veröffentlichten Papieren, beim Heer seien Flugstunden teuer und der strategische Nutzen unklar.
Zur Sicherheit von Flughäfen schreibt der RH, weder die Flugsicherheitsbehörde Austro Control noch die Flughäfen selbst verfügten über stationäre Abwehrsysteme für Drohnen. Im überprüften Zeitraum 2013 bis 2017 hätte man im Notfall auf Systeme des Innenministeriums zurückgreifen müssen, diese hätten aber erst um Einsatzort transportiert werden müssen, was Zeit kostet.

Flughäfen, heißt es nicht nur im aktuellen RH-Bericht, sind, was Drohnen betrifft, besonders während Starts und Landungen gefährdet. Auf dem Londoner Großairport Heathrow musste im vergangenen Jänner der Betrieb wegen einer Drohne unterbrochen werden. Zuvor hatten Drohnen den Flughafen Gatwick tagelang behindert, es mussten Hunderte Flüge abgesagt werden.

„Erhebliches Risiko“
Da in derartigen Situationen „ein erhebliches Risiko für Personen- und Sachschäden besteht“, empfiehlt der RH dem Innenministerium, „für die größten Flughäfen zumindest je ein Drohnenabwehrsystem vor Ort bereitzustellen“. Außerdem sollten Strategien zur Drohnenabwehr entwickelt werden, wie es sie international bereits gebe. Es werde dazu der Einsatz von „Greifvögeln, Netzpistolen und Laserkanonen getestet“.

APA/AFP/Getty Images/Drew Angerer
Laut Einschätzung des RH sind die meisten Drohnen ohne ordnungsgemäße Bewilligung in der Luft

Viele Drohnen ohne Registrierung in der Luft
Schließlich geht der RH davon aus, dass in Österreich deutlich mehr Drohnen in der Luft sind, als offizielle Zahlen sagen – also viele nicht registriert sind, wie es vorgeschrieben ist. Zwischen 2014 und 2018 seien bei der für „Luftfahrzeuge der Klasse 1“ und „Klasse 2“ zuständigen Austro Control 6.751 Bewilligungen für Drohnen erteilt worden, man könne davon ausgehen, dass es „wesentlich“ mehr davon gibt. Schätzungen gingen davon aus, dass lediglich sieben Prozent der Benutzerinnen und Benutzer ihrer Meldepflicht nachgekommen seien.

Klare Regeln für den Betrieb
Für den Betrieb gibt es klare Regeln. Geflogen werden darf nur montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr, samstags von 8.00 bis 14.00 Uhr, Sonntag ist „Ruhetag“. Stichwort Ruhe: Wer sich von den autonomen Fluggeräten gestört fühlt, habe nicht viele Möglichkeiten, heißt es in dem Bericht unter dem Titel „Drohnen in der zivilen Luftfahrt“.

Zumindest ist ein Sicherheitsabstand von 150 Metern zu Gebäuden vorgeschrieben. Gängige Drohnen für den zivilen Betrieb dürfen – bei ständigem Sichtkontakt – auch nicht höher als 150 Meter fliegen. Ab Juli soll es einheitliche Regeln für den Betrieb in der EU geben. Damit kommen neue Kategorien, Registrierungsmodalitäten und auch Tests – Spielzeugdrohnen unter 250 Gramm werden ausgenommen.

Flugstunde für 18.200 Euro
Bericht Nummer zwei widmete der RH dem Thema Drohen und Bundesheer und kam auch hier zu einigen kritischen Schlüssen. Vor allem seien die Betriebskosten zu hoch, ein strategisches Konzept fehle, es gebe Schwierigkeiten beim praktischen Einsatz. Das Verteidigungsministerium habe zwischen 2011 und 2018 knapp 3,3 Mio. Euro für die Anschaffung von Drohnen kalkuliert gehabt. Sechs Systeme seien angekauft worden, am Ende seien die Kosten (ohne Gesamtkalkulation) auf über 4,4 Mio. Euro gestiegen.

APA/Harald Schneider
Heer kaufte Drohnen für über drei Mio. Euro an, um Erfahrungen im Einsatz zu sammeln – nicht ohne Probleme

Zwischen 2015 und 2018 hätten die Drohnen vom Typ „Tracker“ aus französischer Produktion nur 243 Flugstunden geleistet, womit die Kosten pro Stunde 18.200 Euro betrugen. „Der Rechnungshof Österreich empfiehlt, daher Budgetvorsorgen zu treffen, Gesamtkosten nachvollziehbar und vollständig zu erfassen und die angekauften Drohnensysteme entsprechend zu nutzen.“ Schließlich gebe es auch noch „massive Probleme“ beim Einsatz unter schlechten Wetterbedingungen, heißt es in dem Bericht unter dem Titel „Beschaffung und Einsatz von Drohnen im Bundesheer“.

Heer widerspricht: Vorwürfe nicht nachvollziehbar
Der Einsatz im Katastrophenfall habe sich „durch die Erfahrungen beim sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz als nicht zielführend“ herausgestellt, auch für die Grenzraumüberwachung hätten die Drohnen nur „bedingt eingesetzt“ werden können. Fazit: „Der Rechnungshof Österreich empfiehlt, im Fall einer weiteren Beschaffung von Drohnen die bisherigen Erfahrungen in einer neuerlichen Leistungsbeschreibung zu berücksichtigen.“

Das Verteidigungsministerium meldete sich nach der Veröffentlichung des kritischen RH-Berichts am Freitag in einer Aussendung zu Wort. Man habe zwischen 2015 und 2018 Drohnen getestet, „um Erfahrung zu Kosten, Ausbildung der Piloten, Einsatzmöglichkeiten und Flugbedingungen zu sammeln. Viele Vorwürfe des Rechnungshofes können daher nicht nachvollzogen werden.“ Das Ministerium kritisierte seinerseits den „willkürlich festgelegten“ Beobachtungszeitraum und betonte, dass die Drohnen immer noch im Einsatz seien, sich die Kosten pro Flugstunde „daher längst verringert“ hätten und „auch noch weiter verringern“ würden.

Zur Kritik des RH an Einschränkungen im Flugbetrieb hielt das Heer fest: „Ein ausdrückliches Ziel der Erprobung war es aber, die Herstellerangaben im realen Einsatz und unter allen Wetterbedingungen zu überprüfen. Drohnen können bei schlechter Sicht fliegen, man kann aber nichts beobachten. Daher wäre ein Flug sinnlos.“ Einschränkungen im Assistenzeinsatz seien wiederum „rechtlicher Natur“. Es müsse „Änderungen bzw. Anpassungen in verschiedenen Gesetzen“ wie dem Luftfahrtgesetz geben. Aber auch das sei eine Erfahrung durch die Erprobung.
24.01.2020, geka, ORF.at

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josef

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#84
Amazon testet bald Lieferungen per Drohne in den USA
Luftverkehrsbehörde FAA erteilte nötige Zertifizierung


Amazon macht den nächsten Schritt in Richtung Drohnen-Lieferung.
Foto: AFP

E-Commerce-Riese Amazon will in den USA mit der testweisen Zustellung von Käufen mit seinen automatisierten Lieferdrohnen beginnen. Möglich wird dies dadurch, dass die Luftverkehrsbehörde FAA den Fluggeräten die nötige Zertifizierung erteilte, wie der Online-Händler am Montag (Ortszeit) mitteilte. Amazon schränkte zugleich ein, dass es noch dauern werde, bis Lieferungen per Drohne regulär zum Alltag gehören.

Amazon hatte zum ersten Mal bereits im Jahr 2013 eine Lieferdrohne vorgestellt. Seitdem wurden wiederholt neue Modelle gezeigt, zuletzt im vergangenen Jahr. Diese elektrische Drohne mit sechs Rotoren soll in einem Umkreis von bis zu zwölf Kilometern vom Lager fliegen und bis zu 2,3 Kilogramm befördern. Dank Sensoren kann sie Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen. Amazons Plan ist, mit der "Prime-Air"-Flotte Einkäufe binnen 30 Minuten zu liefern. Die Rede ist zunächst von kleineren Haushaltsartikeln wie Zahnpasta oder Rasierer.

Die erste Drohnenzustellung von Amazon
CNN Business

Erste Testzustellung binnen 13 Minuten
Zuvor testete Amazon den Drohnen-Service bereits in Großbritannien, wo 2016 die erste Lieferung damit erfolgte. Ein Kunde hatte dort einen "Fire-TV"-Videostreaming-Stick und eine Tüte Popcorn innerhalb von 13 Minuten nach Abgabe seiner Bestellung erhalten, wie Amazon-Chef Jeff Bezos damals bei Twitter verkündete.

In den USA testet bereits auch die Google-Schwesterfirma Wind Warenlieferungen per Drohne zusammen mit der Drogeriekette Walgreens und dem Paketdienst FedEx.

Bevor reguläre Lieferungen beginnen können, muss die FAA noch grundsätzliche Regeln für automatisierte Drohnenflüge aufstellen, zum Beispiel auch im Bezug auf Lärm-Grenzwerte. Außerdem gibt es noch kein System zur Überwachung des Luftraums in niedriger Höhe, in der die Drohnen unterwegs sind.
(APA, 01.09.2020)
Amazon testet bald Lieferungen per Drohne in den USA - derStandard.at
 

Varga

Mann aus den Bergen
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#85
Das wird in der Stadt und Dörfer nicht funktionieren.
- Muss ich in der Wohnung ein Fenster offen lasse, damit die Drohne das Paket mit der Zahnpaste deponieren kann?
- Wieviel wird gestohlen, wenn das Paket vor der Haustüre abgelegt wird.
- Ich würde ich es geniessen, eine solche Drohne mit dem Luftgewehr abzuschiessen.
usw.

Gruss
Varga
 
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josef

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#86
US-Supermarktriese Walmart startet Expresslieferung per Drohne
Zwei Testläufe – Einzelhandelsriese liefert sich Wettlauf mit Amazon um fliegende Schnellzustellungen

Kommt ein Päckchen geflogen...
Foto: Zipline

Der Einzelhandelsriese Walmart will bald wieder Drohnen losschicken, um Kunden zu beliefern. In diesem Bereich liefert man sich einen Wettkampf mit Amazon, das ebenfalls an Flugzustellung arbeitet. Im Nordwesten des US-Bundesstaat Arkansas soll kommendes Jahr ein Experiment zur Expresslieferung von medizinischen Produkten und Wellnessartikeln starten.

Dazu kooperiert man mit dem Unternehmen Zipline, das Erfahrungen in diesem Bereich bereits in Ruanda und Ghana gesammelt hat. Von der Bestellung bis zur Lieferung soll es maximal eine Stunde dauern, berichtet Mashable.

Bestellung am Fallschirm
Das Konzept sieht vor, dass Bestellungen entsprechender Artikel von Adressen im Liefergebiet bei einer nahe gelegenen Filiale verpackt und von einer aus einem Hub anfliegenden Drohne aufgenommen wird. Diese fliegt dann einen vorprogrammierten Pfad in die Nähe der Haustür des Empfängers ab, wo das Packerl schließlich an einem kleinen Fallschirm abgeworfen wird. Die Drohne kehrt daraufhin zurück zu ihrer Station, die sich beim Walmart-Hauptquartier in Bentonville befindet.
Die eingesetzten Fluggeräte können von dort aus einen Radius von 50 Meilen (rund 80 km) abdecken. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von rund 130 km/h und können eine Ladung von bis zu 1,8 Kilogramm Gewicht transportieren.

Ausbau anvisiert
Sollte der Testlauf nach Ansicht von Walmart erfolgreich verlaufen, so möchte man das Lieferprogramm ausbauen. Dabei soll nicht nur die Abdeckung auf weitere Gebiete erhöht werden, sondern man überlegt auch den Einsatz von Drohnen, die mit schwererer Last fliegen können.
In North Carolina ist vor kurzem ebenfalls ein Testlauf des Unternehmens gestartet. Dort beschränkt man sich allerdings nicht auf Medizin und Wellness. Partner ist in diesem Fall das Start-up Flytrex, dessen Fluggeräte bis zu 3 Kilogramm befördern und maximal 51 km/h erreichen können. (red, 14.09.2020)

Links
Walmart
Mashable
Zipline

US-Supermarktriese Walmart startet Expresslieferung per Drohne - derStandard.at
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#87
...Drohne aufgenommen wird. Diese fliegt dann einen vorprogrammierten Pfad in die Nähe der Haustür des Empfängers ab, wo das Packerl schließlich an einem kleinen Fallschirm abgeworfen wird...
Bei stärkerem Wind freut sich der Nachbar auf das unerwartete Geschenk das vom Himmel fällt... :)
 

Varga

Mann aus den Bergen
Mitarbeiter
#89
Das wird nie in Städten gestattet werden. Fehlende Treffsicherheit, zu geringe Flughöhe der Dronen.
Meine Meinung als Pilot, und ehemaliger Fallschirmspringer. Rund- und Flächenschirme.

Gruss
Varga
 
#90
Die Zustellung erfolgt jetzt nach Corona auch viel flexibler.
Keine persönliche Entgegennahme, keine Unterschriften - oft werden die Packerl nur über den Zaun geworfen.
In Städten Gemeinschaftsboxen oder auch Geschäfte, die sich auf Abholung spezialisiert haben.
Nicht funktioniert hat jedoch die Idee der Abholung von der Ecke (z.B Tankstelle), sogar beim Billa nicht.

Wahrscheinlich wird sich das Zustellsystem per Drohne langsam entwickeln.
Zuerst z.B Berghütten mit genehmigten Flugrouten und Zeiten, Zubringer vom Zentrallager zum Abholshop oder von B2B (Ersatzteile, Services; Ölplattformen, innerbetriebliche Firmentransport von Standort A zu B...).
Für die "Zahnpasta" und Güter des täglichen Bedarfs, dürfte es schwieriger sein.

Allerdings beim Standard Junk Food wie z.B. McDonalds, Nordsee etc. sieht es wieder besser aus: alles bereits verpackt und von der Größe standardisiert. Hier wäre ein Drohnen Service leichter vorstellbar - löst dann praktisch das derzeitige Lieferservice ab (viele Kunden lassen sich schon jetzt Fast Food nach Hause liefern; hier ist die Wahlmöglichkeit von verschiedenen Anbietern bei einer Lieferung entscheidend).
Mögliches Szenario: ein Startup hat Verträge mit 50 Junk Food Anbietern und bietet ein neues Service an: Lieferung nach Hause innerhalb von x Minuten. Im Hintergrund ein Software Lieferalgorithmus, der über Drohnen die Lieferung übernimmt.
Kontaktlose Zahlung mit Kryptowährung.

Also ich seh's nicht so schwarz....
 
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