Ausbaupläne der ÖBB

josef

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#41
ÖBB investieren in Vorarlberg 76 Mio. Euro
Die ÖBB wollen in diesem Jahr 76 Millionen Euro in die Vorarlberger Bahninfrastruktur investieren. Vorgesehen sind neben laufenden Modernisierungen und Services am 104 Kilometer langen Streckennetz unter anderem Maßnahmen zur Fahrplanstabilität am Arlberg.
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In diesem Jahr würden die ÖBB um 18 Millionen Euro mehr investieren als noch im Vorjahr. Bis 2029 seien aktuell 598 Millionen Euro reserviert. Mit dem Rahmenplan 2024 bis 2029 setze die ÖBB das umfassende Ausbauprogramm der vergangenen Jahre fort, sagt Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding.

„Die Investitionen von mehr als 21 Mrd. Euro in die Qualitätssicherung und den Ausbau des österreichischen Schienennetzes sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, die Kapazitäten zu erhöhen und mit besseren und schnelleren Verbindungen noch mehr Menschen für die umweltfreundliche Bahn zu begeistern“, betont Matthä.

Bauprogramm im Walgau und Rheintal
In Bregenz finalisieren die ÖBB in diesem Jahr die Hypounterführung. Damit entstehen barrierefrei erreichbare Bahnsteige, ein modernisierter Personendurchgang mit Treppen und Liften und damit eine barrierefreie Verbindung zwischen See und Stadt. In Lochau-Hörbranz wird bis Mitte dieses Jahres der Vorplatz erneuert und modernisiert, zusätzlich werden die Park+Ride- sowie die Bike+Ride-Anlagen ausgebaut.

Fotostrecke mit 3 Bildern
ÖBB/Sailorbrothers
Hypounterführung Bregenz
ÖBB/Sailorbrothers
Umbau Haltestelle Klaus

ÖBB/Skyview
Ausbau Klosterbogen – Visualisierung

Die Arbeiten an der Haltestelle Klaus sollen nach Angaben der ÖBB noch bis Sommer 2024 andauern. Dort entstehen barrierefreie Zugänge zu den neuen Bahnsteigen sowie ein neu gestalteter Wartebereich. Mit Herbst dieses Jahres starten die Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Wolfurt.

Fahrplanstabilität am Arlberg
Bereits im vergangenen Jahr wurde mit den Maßnahmen zur Fahrplanstabilität am Arlberg begonnen, die ersten Planungen für den zweigleisigen Ausbau des sogenannten „Klosterbogens“ wurden gestartet, schreiben die ÖBB.

Auch die Hauptarbeiten für den Streckenausbau Feldkirch-Buchs würden im Sommer 2024 während der Gesamtstreckensperre starten. Ziel der Bauarbeiten sei die Modernisierung der Strecke, der barrierefreie Ausbau einiger Haltestellen und Bahnhöfe sowie die Erhöhung der Sicherheit durch die Erneuerung der Sicherungsanlagen und die Reduktion von Eisenbahnkreuzungen.

Bahn als „zentrales Rückgrat des öffentlichen Verkehrs“
Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) bezeichnet die Bahn als „zentrales Rückgrat des öffentlichen Verkehrs“. Der weitere Schienenausbau sei ein wesentlicher Bestandteil, um die Menschen in Österreich für die öffentlichen Verkehrsmittel zu begeistern und für ein attraktiveres Angebot zu sorgen.
05.01.2024, red, vorarlberg.ORF.at
ÖBB investieren in Vorarlberg 76 Mio. Euro
 
#42
Die ÖBB scheint im Gegensatz zur Deutschen Bahn in den letzten Jahren eine gute Strategie zu verfolgen.
Investitionen kosten auch jede Menge Geld, sichern aber die Zukunft ab und sind im Eisenbahnausbau als Staatsvermögen gut angelegt.
Insoferne in der heutigen Zeit ein seltener Stern am Himmel.
Vor allem wenn man - Gruß an unsere deutschen Forumsfreunde - an die dortigen Budgetproblematik denkt.

Danke auch an Josef für das akribische Zusammenführen all dieser Infos.:)
 

josef

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#43
Als Ergänzung zum derzeit aktuellen "Rahmenplan 2024-2029" wurde heute das neu definierte "Zielnetz 2040" vorgestellt:


So soll das Streckennetz der ÖBB im Jahr 2040 aussehen:
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Ohne Privat- und Landesbahnstrecken
ÖBB
 
Zuletzt bearbeitet:

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#44
ÖBB-Zielnetz 2040

Neben diversen zwei- und viergleisigen Ausbaumaßnahmen im bestehenden Streckennetz ist eine projektierte Neubaustrecke von Wels durch das Hausruck- und Innviertel Richtung Deutschland (Mühldorf am Inn) interessant, wodurch sich die Fahrzeit Wien - München auf 2,5 Stunden verringern würde!

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ÖBB

Bemerkenswert ist auch die Wiederaufnahme der eingestellten Strecken des "Schweinbarther-Kreuzes" am Rande des Marchfeldes bzw. Weinviertel in den Zielplan 2040!
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josef

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#45
Steiermark: Fort- und Rückschritte bei ÖBB-Projekten
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Die ÖBB investieren heuer rund 730 Mio. Euro in steirische Bahnprojekte. Laufend werden Weichen für neue Projekte gestellt. Für den Grazer S-Bahntunnel gibt es noch kein Startsignal. Auch der Ausbau der südlichen Thermenbahn verzögert sich.
Online seit heute, 11.18 Uhr
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Vor einer Woche hat das Umweltministerium den Entwurf für das „Zielnetz 2040“ und damit die langfristigen Ausbaupläne im ÖBB-Bahnnetz präsentiert. Damit wurden auch wichtige steirische Projekte wie der Neubau des Bosrucktunnels oder der Ausbau der Ennstalstrecke fixiert – Bahnausbaupläne bis 2040 präsentiert (25.1.2024).

Grazer S-Bahntunnel nicht vor 2040
Nicht in den Plänen des Bundes enthalten ist der Grazer S-Bahn-Tunnel zwischen der Grazer Messe und dem Hauptbahnhof, der den Innenstadtverkehr zeitnah hätte entlasten sollen – mehr dazu in Neuer S-Bahn-Ring plus Tunnel für Graz (7.1.2022).

Stadt Graz/Strohecker Architekten/Newages
Zunächst war in Graz eine U-Bahn geplant, stattdessen soll nun ein S-Bahn-Tunnel zur Entlastung geschaffen werden, doch auch dieser ist so schnell nicht umsetzbar.

Vor 2040 ist daher nicht mit einem Baubeginn zu rechnen – warum, erklärt das Verkehrsministerium in einer schriftlichen Stellungnahme: „Das Projekt S-Bahntunnel Graz war zum Zeitpunkt der Zielnetzuntersuchung noch in einem sehr frühen Stadium. Deshalb wurde von Land und Bund in Abstimmung mit der Stadt Graz vereinbart, das Modul noch nicht im Zielnetz 2040 zu untersuchen.“ Seitens der ÖBB heißt es, dass eine Realisierung bis 2040 „nicht realistisch und sinnvoll darstellbar“ sei – davor seien noch viele Vorarbeiten gemeinsam mit den Gebietskörperschaften und dem Bund zu leisten.

Thermenbahn zwischen Hartberg und Fehring bleibt
"Von den Ausbauplänen des Bundes unberührt bleiben jene Bahnprojekte, die bereits im ÖBB-Rahmenplan und im Steiermark-Paket verankert sind – dazu gehört etwa die Thermenbahn. Hier gebe es gute und schlechte Nachrichten, sagt ÖBB-Sprecherin Rosanna Zernatto-Peschel: „Beim südlichen Abschnitt zwischen Hartberg und Fehring wurde mit dem Land Steiermark die Aufrechterhaltung des Personenverkehrs auf Basis des bestehenden Fahrplans vereinbart und je nach Kapazitäten und Entwicklungsüberlegungen in Richtung Angebotsausweitung könnten dort auch noch entsprechende Schritte gesetzt werden. Konkret ist derweil baulich nichts geplant.“

ORF
Die Thermenbahn fährt auch künftig zwischen Hartberg und Fehring, eine Angebotsausweitung wird es aber nicht geben.

Die Touristiker der Region hatten zuletzt noch eine Einstellung der Bahn befürchtet – mehr dazu in Bangen um Thermenbahn geht weiter (23.8.2023). Ein möglicher Ausbau auf der Südstrecke dürfte aber wohl noch länger auf sich warten lassen, während im nördlichen Streckabschnitt von Niederösterreich bis Hartberg bereits seit dem Vorjahr Bahnhöfe und Brücken modernisiert werden.

Vorerst keine Verlängerung der Radkersburger Bahn
Voll im Zeitplan sind laut ÖBB die Vorarbeiten zur Modernisierung der Radkersburger Bahn zwischen Spielfeld und Radkersburg – derzeit laufe noch die Einreichplanung, so Zernatto-Peschel: „Das heißt, wir planen die Attraktivierung von Bahnhöfen, von vielen Eisenbahnkreuzungen und abschnittsweise auch die Sanierung der Gleis- und Zeichenanlagen, damit wir eine Geschwindigkeitsanhebung bewirken können.“ Ab 2027 sollen die Hauptarbeiten starten – mehr dazu in 80 Mio. Euro für Radkersburger Bahn (8.4.2022).

APA/NEUE RADKERSBURGER BAHN
Bis auf weiteres vom Tisch ist die Verlängerung bis Slowenien, bestätigt die ÖBB-Sprecherin: „Es wird sich in dieser Region sicher sehr viel tun, aber der Ausbau der Radkersburger Bahn Richtung Slowenien ist nicht Teil eines ÖBB-Projekts.“ Insgesamt investieren die ÖBB heuer rund 730 Millionen Euro in steirische Bahnprojekte – unter anderem startet die Modernisierung der Ennstalstrecke, während die Bauarbeiten zur Koralmbahn auf steirischer Seite heuer in den Zielsprint gehen.
03.02.2024, red, steiermark.ORF.at
Fort- und Rückschritte bei ÖBB-Projekten
 

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#46
Umbaupläne für Innsbrucker Hauptbahnhof
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Der Innsbrucker Hauptbahnhof soll in den nächsten Jahren umgebaut werden. Seit Monaten planen die ÖBB, Vertreter der Landesregierung und der Stadt Innsbruck Kapazitätserweiterungen. Bahnreisende, Radfahrerinnen und Fußgänger sollen davon profitieren.
Online seit heute, 5.39 Uhr
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Wie ein großer Schranken liegt der Hauptbahnhof inmitten der Landeshauptstadt. Seit Jahren drängt die Innsbrucker Stadtregierung auf eine Möglichkeit, dieses Areal zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueren zu können. Mit dem kommenden Umbau soll diesem Wunsch Rechnung getragen werden, sagte Verkehrslandesrat Rene Zumtobel im ORF Tirol Interview: „Da geht es nicht nur darum, ob die Menschen den Bahnhof besuchen oder nicht, sondern dass er auch für die innerstädtische Bevölkerung eine Barriere darstellt. Die wollen wir mit einer kombinierten Fahrrad/Fußgänger Über- bzw. Unterführung lösen.“

ORF
Am Innsbrucker Hauptbahnhof sollen auch neue Gleise und Gehsteige entstehen

BBT wird mitgedacht
Für die ÖBB hingegen zählen beim Bahnhofsumbau andere Prioritäten, so Zumtobel. „Einerseits wollen wir mehr Platz schaffen, um Güterzüge bzw. Personenzüge zu fahren, also mehr Bahnsteige und Gleise schaffen. Andererseits geht es auch darum, den Zulauf zum Brennerbasistunnel mitzudenken, etwa was die Wartung des dortigen Tunnels betrifft.“ Dieses Interventions- und Instandhaltungszentrum soll am östlichen Ende des Frachtenbahnhofs, am Sillufer, errichtet werden, und zwar rechtzeitig, sagte Christoph Gasser-Mair, Sprecher der ÖBB Tirol: „Der Brennerbasistunnel soll 2032 in Betrieb gehen und rechtzeitig vorher muss dieses Zentrum stehen und funktionsfähig sein.“

Abgesehen von diesem Zeitpunkt gibt es noch keinen konkreten Fahrplan für den Umbau. Bei den Planungen will man darauf achten, den Zugverkehr für rund 50.000 Menschen täglich so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
27.02.2024, red, tirol.ORF.at

Umbaupläne für Innsbrucker Hauptbahnhof
 

josef

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#47
Ausbau der Franz-Josefs-Bahn startet
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Nach den Osterferien beginnt der lang angekündigte Ausbau der Franz-Josefs-Bahn zwischen Wien und Gmünd. Bis Mitte Mai fahren abschnittsweise Busse als Schienenersatzverkehr. Die ÖBB investieren in diesem Jahr fünf Millionen Euro in die Strecke.
Online seit heute, 11.54 Uhr
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Zwischen Gmünd und Göpfritz (Bezirk Zwettl) werden von 2. April bis 13. Mai Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. So werden etwa im Bahnhof Allentsteig (Bezirk Zwettl) mehrere Weichen ausgetauscht, im Bahnhof Schwarzenau (Bezirk Zwettl) werden zusätzlich mehrere Gleise neu verlegt. Außerdem werden neben den Gleisanlagen Grabenmauern und Entwässerungen erneuert.

Deswegen entfallen von 2. April bis 27. April alle Züge der Linie REX41 zwischen Schwarzenau bis Gmünd bzw. Ceske Velenice. Von 27. April bis 13. Mai gibt es dann keine REX41-Züge zwischen Göpfritz bis Gmünd bw. Ceske Velenice. Die Busse fahren zu anderen Zeiten als die Züge, die Reisezeit kann sich um 20 Minuten verlängern, so die ÖBB.

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Diese Bahnhöfe werden bis 2028 modernisiert, barrierefrei und bekommen elektronische Stellwerke

Diese Arbeiten markieren den ersten Schritt der seit längerem angekündigten Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn. Geplant ist, die Gleise zu erneuern und zahlreiche Bahnhöfe barrierefrei zu machen. Kreuzungen sollen nach Möglichkeit aufgelassen oder zumindest technisch abgesichert werden.

Die Arbeiten dieser ersten Phase dauern bis 2028. Die Franz-Josefs-Bahn soll dann in bestimmten Abschnitten mit einem Höchsttempo von 160 km/h zwischen Gmünd und Wien unterwegs sein. Die zweite Bauphase startet 2031 und soll die Stadt Horn besser an den Bahnhof Sigmundsherberg (Bezirk Horn) anschließen. Passagiere müssen dann für eine Fahrt nach Horn nicht mehr in Sigmundsherberg umsteigen.
31.03.2024, red, noe.ORF.at/Agenturen
Ausbau der Franz-Josefs-Bahn startet
 

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#48
GLEIS FREI!
Besuch auf der großen Bahnbaustelle zwischen Linz und Wels
Der viergleisige Ausbau der Weststrecke im Bereich Linz–Wels mit Anbindung des Frachtterminals Wels ist das komplexeste ÖBB-Projekt, das es zu bewältigen gilt
3. April 2024, 06:00
Heinz Dudek hat noch eine ganze Menge vor sich. Der 48-Jährige ist Koordinator "eines der komplexesten Projekte, die die ÖBB gerade zu bieten haben", wie er selbst sagt. Und damit nicht übertreibt. Hinter dem etwas sperrigen Namen "Viergleisiger Ausbau der Weststrecke zwischen Linz und Wels plus Ausbau des Terminals Wels" verbergen sich etliche Herausforderungen: eine Autobahn, die es mit neu zu errichtenden Brücken zu queren gilt; der zweitgrößte Frachtterminal des Landes wird zum Durchfahrbahnhof umgebaut und an die Weststrecke angebunden; und bei laufendem Betrieb soll von zwei auf vier Gleise erweitert werden.


Heinz Dudek koordiniert mit dem viergleisigen Ausbau der Weststrecke zwischen Linz und Wels für die ÖBB mehr als 100 Mitarbeiter und beauftragt Dienstleister
ÖBB / Kaufmann

Auch das finanzielle Volumen kann sich sehen lassen: "Pro Woche werden auf einer 22 Kilometer langen Strecke zwischen Wels und Linz zwei Millionen Euro verbaut. Bis zur geplanten Fertigstellung 2031 werden es knapp 1,3 Milliarden sein."

An dem Projekt wird seit 1998 gearbeitet, konkrete Planungen gab es ab 2007, als die Trassenführung entschieden wurde. Die Gemeinden Leonding, Pasching, Hörsching, Oftering, Kirchberg, Marchtrenk und Wels waren in die Entscheidungen einzubinden: "Dabei gab es natürlich viele politische Fragen – was ist der Nutzen, wo das Problem? Oft änderte sich die Meinung." Daran erkenne man auch eine der größten Herausforderungen solcher Projekte: dass sich die Genehmigungsverfahren über Jahre hinziehen würden.

Baubescheid und Einsprüche
Hat das Ministerium einmal den Baubescheid erteilt, müssen noch Einsprüche vor dem Bundesverwaltungsgericht verhandelt werden. Erst danach können die Arbeiten rechtlich zweifach abgesichert begonnen werden. "Mit Gemeinden und Leitungsträgern wurden am Ende dreißig Verträge abgeschlossen", erklärt Dudek. Hinzu kamen noch rund 150 Grundeinlöseverträge.

Mit 98 Prozent der Eigentümer käme es letztlich zu gütlichen Vereinbarungen, lediglich bei zwei Prozent zu Enteignungsverhandlungen, und auch da werde noch am Tag der Verhandlung versucht, Einigung zu erzielen.

Im Kernteam der ÖBB arbeiten 20 Leute an diesem Projekt, im erweiterten Team mehr als 100. 250 Dienstleistungsaufträge wurden vergeben, "von der Planung über die Schneeräumung bis zur Umweltbaubegleitung". Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurde bereits 2014 eingereicht, und sofort nach Erteilung des Bescheides wurden im querenden Krumbach Pflanzen und Weichtiere gezählt sowie Eidechsen vom Bahndamm in eigene Habitate umgesiedelt.

Eigene Büros kümmern sich um die Humusdeponien. Anderes weggeräumtes Erdreich wird fraktioniert und soll, wenn möglich, wieder eingebaut werde. Auch zwei Hektar Wald wurden bereits vor Baubeginn in einer angrenzenden Gemeinde aufgeforstet, als Kompensation für Rodungen. Insgesamt sind einige Hundert Auflagen zu erfüllen.


Auf der Großbaustelle muss alles Hand in Hand gehen, um weder die Arbeiter noch die Einhaltung des Zeitplans zu gefährden.ÖBB / Robert Deopito
"Den Zugverkehr aufrecht zu halten und gleichzeitig zu bauen, das gleicht der Operation am offenen Herzen", erklärt Dudek. Alle drei Minuten fährt nun ein Zug mit bis zu 160 km/h an den Arbeitern vorbei. Zwei Gleise müssen durchgehend befahrbar bleiben, weil ein Drittel aller Züge in Österreich die Weststrecke befährt. Greift also nicht ab Baubeginn ein Rädchen ins andere, kann das zu monatelangen Verzögerungen führen: "Wenn ich im Mai Baubeginn habe, dann muss ich beachten, dass ich nur bis April Holz schlägern darf. Vergesse ich darauf, kann ich bis Oktober gar nichts tun."

Dabei müsse schon mindestens zwei Jahre vorher festgelegt werden, wann an welchen Tagen welche Gleise gesperrt und freigegeben werden. "Es fährt nämlich auch der Schweizer Railjet hier durch, und der muss seinen Fahrplan ebenfalls darauf abstimmen." Die Baubetriebsplanung der ÖBB, erklärt Dudek, kümmere sich um die Koordination aller Baustellen im Land: "Wenn die Semmering- oder Tauernstrecke gesperrt ist, hat das Auswirkungen auf unsere Bautermine, weil dann auf der Weststrecke mehr Ausweichverkehr ist."

Steine und Schienen
Die Arbeiten begannen an dutzenden verschiedenen Punkten, erst am Ende werden alle Baulose miteinander verbunden. Allein die Brücke über die Autobahn umfasste 21 Bauphasen. "Das muss selbstverständlich alles mit der Autobahngesellschaft koordiniert werden."

Über eine einzige kleine Einfahrt zur Trasse wurde über mehrere Kilometer hinweg das gesamte alte Material hinausgeschafft und das neue Material eingebracht: Hunderte Masten wurden mit Tiefladern geliefert, tausende Unterbaukabeltröge ausgelegt, die Kabel darin verlegt. Innerhalb von zwölf Monaten wurden die Trassen fertig gebaut, auf den Beton des Gleisbettes wurden dämmende Unterschottermatten verlegt.

Für die Lärmschutzberechnung wurde extra ein 3D-Geländemodell entwickelt, mit dem man die Verteilung des Schalls sogar zwischen den Häusern darstellen konnte. Knapp 20 Hektar Lärmschutzwände werden danach verbaut, auch zwischen den Trassen.

"Beim Frachtterminal Wels werden die vier Stutzgleise zu Durchfahrgleisen verlängert", die Kräne zehn Meter höher sein, die Kapazität um bis zu 50 Prozent erhöht werden. Ob das groß spürbar sein wird? "Du musst schrittweise etwas tun, um den Verkehr von der Straße abzuschöpfen. Wenn du gar nichts tust, schaffst du keinen Investitionsvorsprung."


Plan vom viergleisigen Ausbau der Westbahn rund um Linz.derStandard
Das Projekt mit seinen Einzelinseln zusammenzuhalten ist besonders kompliziert: Wann sind die Erdarbeiten fertig, wann beginnt die Schüttung, wann kommen die Schwellen, wann beginnt die Gleislegung? "Ohne eine darüber gespannte Klammer gibt es vielleicht gute Einzellösungen, aber am Ende passt das Puzzle nicht zusammen."


Im Hintergrund arbeiten daher fünf Bauaufsichten, die beispielsweise festlegen, wo in einem halben Jahr zu jeder Minute das richtige Material mit dem richtigen Personal sein muss. Gerade hat Dudek die benötigten Maschinen für 2026 angefordert, auf Tag und Uhrzeit genau.

Große Verantwortung lastet auf dem Sicherheitspersonal. "Diese Leute müssen die Kommunikation zwischen Baufirmen auf der Trasse und dem Fahrdienstleiter aufrecht halten, da gibt es ganz wenige, die das können." Der gesamte Baustellenverkehr wird mit speziellen Formulierungen geregelt und protokolliert: Es muss "Gleis frei" heißen und nicht "Na ja, schickst mir halt einen Zug vorbei."

"Kommen die Schienen, haben wir praktisch gewonnen", lacht Dudek. Dann muss nur noch der SUZ, der Schienenumbauzug mit dem Raupenfahrwerk, rechtzeitig auftauchen, um die Schwellen zu verlegen. Die bis zu 160 Meter langen Schienen sind dann bereits parallel seitlich aufgelegt, sodass die Maschine sie auf die Schwellen legen und verschrauben kann – mit einer Geschwindigkeit von drei km/h.

Sieben wertvolle Minuten
Zwei Stunden und 15 Minuten soll man von Wien bis Salzburg brauchen, sobald alles fertig ist, das sind sieben Minuten weniger als heute. Klingt nicht nach viel? "Stimmt", sagt Dudek. "Es wird aber vor allem eine riesige Kapazitätssteigerung bringen. Die schnellen Züge mit 230 km/h werden durch die langsamen mit 160 km/h nicht mehr aufgehalten. Außerdem werden die Regionalzüge viel enger getaktet werden und auf dem Gleis mit den Güterzügen fahren können."

Zur Eröffnung wird die Anspannung des Projektteams fallen, und glückliche Politiker werden Bänder durchschneiden. Der Fahrer des SUZ wird davon nichts mehr mitbekommen, denn der wird für diesen Tag schon wieder an einer anderen Strecke gebucht sein.
(Manfred Rebhandl, 3.4.2024)
Besuch auf der großen Bahnbaustelle zwischen Linz und Wels

Visualisierung (2. Video).
 

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#49
Neue Wartungshalle für Doppelstockzüge in Wien-Floridsdorf
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Die Wartung der doppelstöckigen CityJet-Züge auf der Wiener S-Bahn-Stammstrecke birgt besondere Herausforderung. Die ÖBB errichten deshalb in Floridsdorf nun eine neue Instandhaltungshalle. Sie soll pünktlich zum Einsatzstart der neuen CityJets fertig werden.
Online seit heute, 5.03 Uhr
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Ab 2026 sollen die neuen doppelstöckigen Cityjets in der Ostregion zum Einsatz kommen. Sie sind nicht nur moderner ausgestattet, sondern mit einer Länge von bis zu 220 Metern auch länger – unter anderem deshalb errichten die ÖBB nun eine neue Instandhaltungshalle. Die neue Werkstatt entsteht auf einem rund 40.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Frachtenbahnhofs in Wien Floridsdorf.

ÖBB/Specht Kalleja
Die neue Wartungshalle wird über acht Gleise verfügen


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Railjet ab 2026 auch doppelstöckig


Extra Gleis für Graffitireinigung und Schnellservice
Die unmittelbare Nähe von Instandhaltungshalle und ebenfalls neu errichteter Abstellanlage soll zudem Leerfahrten vermeiden und so die Umwelt schonen, heißt es in einer Aussendung der ÖBB. In der 16.000 Quadratmeter großen Werkshalle sind acht Gleise vorgesehen: Sechs davon dienen der Instandhaltung, ein weiteres Gleis ist für Graffitireinigung und Schnellreparaturen reserviert. Das achte Gleis ermöglicht den Transport von Materialien.

Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen hier pro Schicht ihren Dienst versehen. In einem laut ÖBB „grünen“ Gebäude – denn unter anderem werden Dachflächen und Fassade mit einer großen Photovoltaikanlage ausgestattet und begrünt, bei den technischen Anlagen werden Energie- und Wärmerückgewinnungsmaßnahmen gesetzt. Über 100 Millionen Euro investieren die ÖBB in das Projekt. Der Spatenstich ist bereits getan, 2026 soll die Halle fertig sein.
14.04.2024, red, wien.ORF.at
Neue Wartungshalle für Doppelstockzüge
 

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#50
Güterbahnhof Wolfurt: Konzepte gegen den Stau
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Rund um den Güterbahnhof in Wolfurt staut es sich immer wieder. Das liegt unter anderem daran, dass viele Lkw zum Zollamt in Wolfurt oder zum Güterbahnhof fahren – teils viel mehr als eigentlich den Kapazitäten entsprechen würde. Verbesserungen stehen an: Die Zollabwicklung wird digitalisiert, der Bahnhof soll ausgebaut werden und es wird ein neuer Autobahnanschluss geprüft.
Online seit heute, 17.23 Uhr
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Zum einen soll der Verkehrsfluss, der von der Autobahn kommt, verbessert werden. Es brauche einfach einen Vollanschluss im Bereich Wolfurt-Lauterach, sagt Landesrat Marco Tittler. Dadurch könnte der gesamte Verkehr direkt zum Zollamt und zum Güterbahnhof geleitet werden und müsste nicht mehr den Umweg über Dornbirn-Nord nehmen. Diese Variante werde derzeit vom Verkehrsministerium und der ASFINAG geprüft. Tittler rechnet noch heuer mit einem Ergebnis dieser Prüfung.

Digitale Zollabfertigung soll Staus vermeiden
Beim Zollamt in Wolfurt werden jeden Tag bis zu 600 Lkw abgefertigt – fast alle transportieren Waren von der EU in die Schweiz. Ausgelegt ist das Zollamt aber eigentlich nur für 150 Lkw pro Tag. Bisher müssen die Lkw-Fahrer beim Zollamt parken, aussteigen und bestimmte Papiere abstempeln lassen. Das alles kostet Zeit und sorgt für Staus.

Land Vorarlberg / Raumplanung
Oft staut es sich vom Kreisverkehr kommend in Richtung Güterbahnhof, unter anderem ein Autobahnanschluss soll Abhilfe schaffen

Künftig soll die Zollabfertigung digital möglich sein. „Die Lkw müssen dann nicht mehr über Wolfurt fahren, sondern können an rund 1.000 Orten im Land – zum Beispiel bei Spediteuren – den Zollprozess starten“, sagt Tittler. Ein entsprechendes Pilotprojekt hat Ende März begonnen.

Vom Finanzministerium heißt es, dass das neue System ab Juli fortlaufend zum Standard werden soll – auch dort ist man vom neuen Online-System überzeugt. „Die Verlagerung der Zollabwicklung zu den zugelassenen Warenorten führt zu einer nachhaltigen Entlastung der Verkehrssituation bei der bzw. rund um die Zollstelle Wolfurt. Die diesbezügliche Zeitersparnis kann künftig bis zu zwei Stunden betragen“, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums.

Güterbahnhof-Kapazität soll verdoppelt werden
Gleich neben dem Zollamt liegt der Güterbahnhof. Der soll in den kommenden Jahren deutlich vergrößert werden, geplant ist eine Verdoppelung der Kapazitäten. Nach Angaben der ÖBB sind die Pläne dazu schon sehr weit fortgeschritten. Konkret soll die Erweiterung des Güterterminals in mehreren Etappen erfolgen und bis Ende 2029 abgeschlossen sein.

„Die Planungen zur Erweiterung des Güterterminals sind in der finalen Phase und sehen […] vor, in mehreren Etappen bis Ende 2029 die Kapazitäten zu verdoppeln“, heißt es von den ÖBB. Einen genauen Zeitplan gebe es aber noch nicht. Der Ausbau sei für die heimische Wirtschaft jedenfalls enorm wichtig, sagt Wirtschaftslandesrat Tittler.
24.04.2024, red, vorarlberg.ORF.at
Güterbahnhof: Konzepte gegen den Stau
 

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#51
Puchberger Dieselbahn soll Akku-Züge erhalten
Die Puchberger Bahn soll bis 2029 umfassend saniert werden. Die Infrastruktur soll dabei so umgebaut werden, dass statt Dieselloks in Zukunft Akku-Züge verkehren können. Auch ein Halbstundentakt soll eingeführt werden.
Online seit heute, 17.45 Uhr
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Die Puchberger Bahn zweigt in Wiener Neustadt ab und führt nach Puchberg am Schneeberg (Bezirk Neunkirchen). Sie ist damit nicht nur für Pendlerinnen und Pendler eine wichtige Verkehrsroute, sondern auch für Ausflugstouristen. Im Rahmen der Modernisierung des ÖBB-Regionalbahnnetzes erwartet die Bahnstrecke nun eine umfangreiche Sanierung bis 2029, wie die ÖBB in einer Aussendung bekannt gaben.
So sollen alle Bahnhöfe modernisiert werden und zudem Gleise, Weichen, Entwässerungsanlagen und Brücken erneuert werden. Außerdem errichten die ÖBB elektronische Stellwerke zur digitalen Steuerung des Zugbetriebs und schaffen die Voraussetzungen für den Einsatz von Akku-Zügen anstelle von Diesel-Garnituren. Die ersten Arbeiten beginnen 2025, schwerpunktmäßig soll in den Jahren 2026 und 2027 gearbeitet werden.

Halbstundentakt soll möglich werden
In Zukunft solle die Puchberger Bahn im Halbstundentakt verkehren, heißt es. „Eine moderne Streckenausrüstung ermöglicht nicht nur ein besseres Fahrplanangebot, sondern erhöht auch die Sicherheit auf der Strecke“, sagt ÖBB-Vorständin Judith Engel. Ziel sei, den öffentlichen Verkehr im Schneebergland attraktiver zu gestalten.

Erste Vorbereitungen laufen schon, es handelt sich um Inspektions- und Wartungsarbeiten zwischen Bad Fischau (Bezirk Wiener Neustadt) und Puchberg. Von 27. bis 29. Mai sowie von 3. bis 7. Juni wird die Strecke jeweils von 7.30 Uhr bis 14.45 Uhr gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wird laut ÖBB eingerichtet.
19.05.2024, red, noe.ORF.at

Link:
Puchberger Bahn (ÖBB)

Puchberger Dieselbahn soll Akku-Züge erhalten
 

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#52
EU bringt Marchfeld mehr und schnellere Züge
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Der Bahnverkehr in Europa ist nach wie vor sehr national geprägt. Die EU will das ändern, im Marchfeld wird die Marchegger Ostbahn derzeit um viel Geld ausgebaut. Profitieren soll davon nicht nur der europäische Bahnverkehr, sondern auch Pendlerinnen und Pendler in der Region.
Online seit gestern, 19.20 Uhr
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Noch wird an der Marchegger Ostbahn intensiv gearbeitet. ÖBB-Techniker kontrollieren die Oberleitung und stellen die Weichenanlage an. Doch der Ausbau befindet sich in der finalen Phase. Seit 2015 wird die Strecke zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Außerdem wurden neun Bahnhöfe barrierefrei alle und Eisenbahnkreuzungen durch Über- oder Unterführungen ersetzt, „was zur Verkehrssicherheit beiträgt“, sagt ÖBB-Sprecherin Julia Krutzler.

Eigentlich war der Vollausbau erst bis 2030 vorgesehen, dieser wurde aber vorgezogen. Laut ÖBB seien die Fahrgastzahlen im Marchfeld in den vergangenen Jahren stark gestiegen, die eingleisige Strecke hatte die Kapazitätsgrenze erreicht. Dieser Trend soll laut Prognosen auch in den nächsten Jahren anhalten. „Durch den Ausbau können jetzt schnellere Züge und auch mehr Züge fahren“, so Krutzler.

ÖBB/Robert Deopito
Die Marchegger Ostbahn wird zwischen Wien und der Staatsgrenze seit 2015 zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert

EU fördert Projekt mit 100 Millionen Euro
Das gilt nicht nur im Nah-, sondern auch im Fernverkehr, also über die Grenze in die Slowakei. Die EU fördert das Projekt deshalb mit etwa 100 Millionen Euro. Denn nach wie vor ist die Bahn aus historischen Gründen sehr stark national geprägt, sagt der Leiter der EU-Vertretung in Wien, Wolfgang Bogensberger: „Vom Ticketverkauf über die Spurbreiten der Züge und den Spannungen der Lokomotiven. Da haben wir eine sehr große Vielfalt, zu viel Vielfalt.“

Deshalb sei eine bessere Abstimmung der unterschiedlichen Systeme „hoch an der Zeit“, sagt der EU-Vertreter, und daran werde auch „mit Hochdruck gearbeitet“. Denn die EU habe Interesse daran, dass der Bahnverkehr nicht nur innerstaatlich, sondern auch grenzüberschreitend genutzt wird. Niederösterreich sei dafür mit seinen Nachbarländern ein gutes Beispiel, „wo es Sinn macht, dass man regional denkt und Anreize zum Ausbau setzt“.

ORF/Hieger
Die Fahrzeit zwischen Wien und Bratislava soll sich nach dem Ausbau von derzeit mehr als einer Stunde auf 40 Minuten reduzieren

EU will transeuropäische Bahnnetze
Neben der Marchegger Ostbahn wurden in den vergangenen Jahren auch die Planungen für den Ausbau der Nordbahn zwischen Wien-Süßenbrunn und der Staatsgrenze bei Bernhardsthal (Bezirk Mistelbach) mit 10,8 Millionen Euro gefördert. 2019 gab es 2,9 Millionen Euro für die Planung des Ausbaus der Mattersburger Bahn zwischen Wiener Neustadt und der Staatsgrenze bei Loipersbach-Schattendorf nach Ungarn. Die Güterzugumfahrung St. Pölten wurde mit 33 Millionen Euro gefördert.

Am Ende braucht es laut Bogensberger ein „attraktiveres Angebot“, damit öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Die Vision sei, dass alle Reisen innerhalb von fünf Stunden mit der Bahn absolviert werden – ohne lange Wartezeiten an den Grenzen. Eine Herausforderung sei, dass Triebwagenführer derzeit die jeweilige Landessprache sprechen müssen, anders als im Flugverkehr, wo Englisch gesprochen wird.

An der Marchegger Ostbahn ist unterdessen schon alles auf Schiene. In Zukunft können die Züge auf der neuen Strecke bis zu 200 km/h fahren. Die Fahrzeit zwischen Wien und der slowakischen Hauptstadt Bratislava soll sich dann von derzeit mehr als einer Stunde auf 40 Minuten reduzieren und laut ÖBB zwei wichtige europäischen Bahnkorridore verbinden.
23.05.2024,Stefan Schwarzwald-Sailer, noe.ORF.at
EU bringt Marchfeld mehr und schnellere Züge
 

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#53
Chancen durch „Neue Innkreisbahn“ erhofft
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Die von den ÖBB geplante „Neue Innkreisbahn“ soll die Reisezeit von Wien nach München auf nur 2,5 Stunden reduzieren. Das Land erhofft sich von dem geplanten Ausbau einen Dominoeffekt – es würden sich bereits Chancen für das Inn- und das Hausruckviertel sowie die Summerauerbahn auftun.
Online seit heute, 6.37 Uhr
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Die geplante Hochleistungsstrecke der ÖBB soll Wien und Linz über Mühldorf am Inn besser mit München verbinden. Braucht man derzeit etwas mehr als vier Stunden, sollen es dann nur 2,5 Stunden sein. Dadurch werde auch das Inn- und Hausruckviertel eine gute Anbindung bekommen, so Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.

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Interesse Tschechiens wächst
Je konkreter die „Neue Innkreisbahn“ werde, desto mehr wachse auch das Interesse Tschechiens, an diese Ost-West-Achse angebunden zu werden. Und eine leistungsfähige Nord-Süd-Achse werde den Ausbau der Summerauer- und Pyhrnbahn zwangsläufig in den Mittelpunkt rücken, so Steinkellner. Mit Blick auf die euroäpische Karte hätten gerade die Summerauer- und Pyhrnbahn großes Potenzial, in die sogenannten transeuropäischen Netze aufgenommen zu werden.
06.07.2024, red, ooe.ORF.at

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Chancen durch „Neue Innkreisbahn“ erhofft
 
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