Bunkeranlage Remise Zillingdorf (nähe Fondsgut in Pöttsching)

#21
Danke für die Informationen. --> Mein Verdacht das die Anlagen älter sind als die anderen FAN in der Umgebung scheint somit bestätigt zu sein.

-Hat jemand ein Foto von solch eine Anlage mit Charioteer (in Scharte)?

-Was ich aber nach wie vor nicht verstehe ist die Ausrichtung von P7, P8 und P9. Wenn P10 erst später hinzukam war davor an der Stelle keine Möglichkeit gegeben in Feindrichtung zu feuern?!

@ Charioteer: Was meinst du mit Wachbunker in #15. Die runde Struktur etwas rechts der Bildmitte?

-Ebenso sind die Bombentrichter am Remisegelände wie von Charioteer in #15 erwähnt in unmittelbarer Nähe zu den Bunkeranlagen ungeklärt und warum findet man am Gelände Munitionsreste? Hier ein Foto aufgenommen am Jägerhochstand nahe der abgetragenen Anlage P8.

20200306_164604.jpg

Hier noch ein Foto von P10 aufgenenommen in "Feindrichtung" (Richtung Sopron):

20200306_165155.jpg
 
#23
P7 und P8 hatten Hauptschußrichtung Südwest (Richtung Fondsgut) - am Foto iin Bildmitte zu erkennen.
P9 in den Raum südostwärts der Remise - diese Anlage hatte ein Zusammenwirken mit P10
 

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#25
-Ebenso sind die Bombentrichter am Remisegelände wie von Charioteer in #15 erwähnt in unmittelbarer Nähe zu den Bunkeranlagen ungeklärt und warum findet man am Gelände Munitionsreste? Hier ein Foto aufgenommen am Jägerhochstand nahe der abgetragenen Anlage P8.
Ich gehe davon aus, dass Du den Munitionsfund der nächsten Polizeidienststelle gemeldet hast!

Die Bombentrichter kann ich nicht erklären...nur vermuten:
Da in diesem Gebiet am 1. April 1945 Teile des I. SS-Panzerkorps verzögernd zurückgegangen sind und die Russen mit taktischer Luftunterstützung nachgestoßen sind, könnte sein, dass dort eine deutsche Stellung sich befunden hat, die bombardiert wurde. Das Gelände verändert sich ja nicht. War die Remise von den 60er bis in die 80er-Jahre eine gute Stellung, so war sie es auch schon 1945.
 

josef

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#26
Anlagen der "ersten Stunde" (1960iger Jahre - "Schleinzer Linie")
...also wurde meine ursprüngliche Annahme -> "Schleinzer-Wall", bestätigt:
Die Baumaßnahmen an der Bunkerlinie, welche auch "Schleinzerwall” genannt wurde (Karl Schleinzer: Verteidigungsminister von 1961 bis 1964; Anm.), war mit ihren Festen Anlagen und sonstigen Befestigungen bis 1964 großteils fertig gestellt. Während des Kalten Krieges galt dieser Wall als erste Verteidigungslinie und Bollwerk für einen möglichen Angriff aus dem Osten - konkret aus Ungarn. Zwischen der Donau und Wiener Neustadt wurden insgesamt rund 140 Anlagen in unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlicher Bewaffnung gebaut...
Der "Schleinzerwall" entstand bereits bevor es die Raumverteidigung gab, als Reaktion auf die Ungarnkrise des Jahres 1956. Seine Errichtung begründete die ortsfesten Verteidigungsanlagen in Österreich während des Kalten Krieges. Diese wurden ab den 1970er-Jahren im Zuge des Raumverteidigungskonzeptes verstärkt gebaut. Die Anlage am Ungerberg wurde in dieses Konzept integriert und ist somit auch ein Zeuge dieser Epoche... Bundesheer - TRUPPENDIENST - Ausgabe 4/2015 - Bunkeranlage Ungerberg - Relikt des Kalten Krieges
 
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